Ergebnis 1 bis 10 von 10
-
Noch so ein fretless Umbau ;)
Guten Tag, ich möchte euch hier die Entgratung eines Basses vorstellen. Und ich muss mich für die Qualität der Bilder entschuldinge, war nur die Handycam.
Vorgeschichte:
Mein Bruder und ich kamen vor kurzem zu der Einsicht, dass ein bundloser Bass ja schon cool wäre und beschlossen kurzer Hand, seinen ~100€ Ebay-Bass, der aus mehrern Einzelteilen zusammengekauft war, zu rupfen.
Dazu kamen dann noch so Gedanken wie abschleifen lackieren/wachsen und ich hatte noch einen Jazz-PU rumliegen, den mir "NGR4Bass" freundlicher Weise geschenkt hatte, als er ihn aus seinem Ibanez (GSR180?) ausgebaut hat. Der würde ja schon passen..
Der Plan stand also schonmal.
Vorbereitung:
Die Fragen die sich stellten, waren:
-Wie kriegt man die Dinger nun da raus?
-Was kommt dann da rein?
Los gehts!
Um die Bünde rauszuholen, haben wir einfach den dicken Lötkolben ausgepackt. Klappte deutlich besser als gedacht, schon nach ein bischen braten fingen die Stäbchen mit dem Schwitzen an und ließen sich einfach aushebel, wobei fast kein Holz rausgebrochen ist.
Zum füllen der Löcher hatten wir auch schnell eine Lösung, wir hatten im Keller zwar super Epoxid-Harz-2-Komponenten-Zeuch, aber so recht konnten wir uns damit nicht anfreunden. Ich fuhr also in den Baumarkt und fand die Erlösung in zwei Plastik-U-Leisten, für unter 2€. In weiß.
Also flugs aus den U-Leisten drei Bänder gemacht, und diese grob passen geschnitten und schonmal reingedrückt.
Damit die neuen "Bünde" ganz reingingen, mussten wir an den Seiten der Bundschlitze noch etwas Holz/Holzkitt entfernen. Der Basshals war erstaunlich gut verarbeitet an dieser Stelle.
Dann passten sie sowas von perfekt, dass sie sich sogar an die Rundung anpassen ließen, die die Bundschlitze hatten und warscheinlich sogar ohne Kleber gehalten hätten.

Trozdem haben wir sie mit Sekundenkleber fixiert, indem wir den Hals aufrecht hingestellt haben und einmal an den noch überstehenden Stäbchen lang sind. Nachdem die Seite getrocknet war, wurde der Hals rumgedreht und das Ganze von der anderen Seite gemacht. Hat' insgesamt nur ein paar Minuten gedauert. (Ich hoffe man erkennt den Kleber im Bild)

Nun ging es ans plan schleigen. Dazu haben wir erst den Delta-Schleifer und dann die Hand genommen, allerdings nur bis 180ger Körnung, feiner hatten wir nicht mehr da. Ist aber auch so sehr schön glatt geworden.
Auch an der Griffbrettkante sind die meisten Bünde sehr schön geworden, ein paar sitzen nicht 100% bis unten in den Bundschlitzen, was aber kein Beinbruch ist.
Der Hals (und somit Teil eins der Aktion) sind somit fertig.
Edit: Uhh waren das große Bilder..Geändert von -Martin- (26.02.2009 um 20:20:28 Uhr)
Besten Gruß, Martin. Mein Bassbauthread - Mein Cajonbau - ganz viele Cajons - Bass-/CD-Regal - Fretless-Umbau - Zitate
Du hast einen interessanten Bericht/Test/Meldung geschrieben oder gesehen? Schick miroder Xytras eine PN und es landet vll. in der MB-Zeitung!
-
-
zweiter Teil
Und es geht direkt weiter mit dem zweiten Teil, in dem wir uns dem Korpus widmeten.
So sah er am Anfang aus:
Dann haben wir erstmal alles demontiert und ich habe eine Frässchablone erstellt. Diese haben wir dann (nach mehrfachen überprüfen der Position) auf dem Korpus fixiert.
Zuerst haben wir mit einem großen Holzbohrer Material entfernt, damit der Fräser nicht so viel zu tun hat. Außerdem musste ein "Einstigsloch" geschaffen werden, da der Fräser beim "bohren"/senken schon mal gern schwer verzeiht und das wollten wir ja nicht. Da der Radius des Fräsers zu groß war, um bis ganz in die Ecken zu kommen, wurden diese mit einem 3mm Bohrer gemacht, was ziemlich genau der Rundung des PUs entsprach.
Und dann gings los, so sah es direkt danach aus:
Wie man sieht, war die Idee, die Ecken zu bohren zwar gut, aber nicht bis zum Ende durchdacht, da kleine Stege übrig blieben.
Also erstmal den Dremel ausgepackt:
Der Aufsatz war wohl eher für Metall gedacht, auf jeden Fall sehr ineffektik für/gegen Holz. Umso besser, so konnte ich feiner arbeiten.
Dann wurde es spannend, die PU-Kappe wurde das erste mal eingesetzt.
Und passte nicht. Was wohl daran lag, das die Schablone so gefertigt war, dass die Kappe darin leicht stecken blieb. Also Feile und Stechbeitel geholt, den Rand mit der Feile noch begradigt und etwas erweitert und mit dem Beitel relativ brutal das Loch so erweitert, dass es nach unten hin breiter wird, sieht man ja nachher nicht.
So siehts aus:
Ganz zufrieden bin ich nicht, aber es ist in Ordnung.
Nun mussten wir noch den Kabelkanal zum (riesigen) E-Fach bohren und hatten glücklicher Weise einen monsterlangen, aber relativ dünnen Holzbohrer.
Der Korpus wurde angeschliffen, allerdings überwog dann doch die Lust, den Bass zu spielen. Somit ist er nun angeschliffen, sieht auch nicht soo schlecht aus, wirkt wie Mattlack.
Und so siehts aus wenn mein Bruder ihn spielt:
Verschaltet sind die beiden Tonabnehmer wie beim JazzBass, ohne Höhenblende.
Wenn ich mal wieder Zeit hab, versuche ich noch Soundsamples zu machen. Bespannt ist der Bass mit D'Addarion Chromes, die gefielen mir auf meinem Bundierten nicht und lagen nur rum.
Ich hoffe es hat Spaß gemacht, diesen Bericht zu lesen und mein Bruder und ich sind für alle Meinungen offen
Besten Gruß, Martin. Mein Bassbauthread - Mein Cajonbau - ganz viele Cajons - Bass-/CD-Regal - Fretless-Umbau - Zitate
Du hast einen interessanten Bericht/Test/Meldung geschrieben oder gesehen? Schick miroder Xytras eine PN und es landet vll. in der MB-Zeitung!
-
Sehr schöner Umbau! Die Griffbrettkanten hast du echt gut hingekriegt, die sehen bei mir bei weitem nicht so schön aus!
-
haste gut hinbekommen!
-
Achso, das Griffbrett am besten noch mit was Öl einreiben, das tut ihm gut!
-
Dankeschön, wir sind auch ziemlich zufreiden damit
waren ja zwei, ich würde meinen Bruder, der auch hier im Forum aktiv ist/war, ja verlinken, aber der hat nen unmöglichen Benutzernamen
Jaaa, aber dann müssen die Saiten ja wieder ab
Ich merk grad da sind ein paar Bilder abhanden gekommen, ich lad sie nochmal neu hoch:
...Und dann gings los, so sah es direkt danach aus:..
....Wie man sieht, war die Idee, die Ecken zu bohren zwar gut, aber nicht bis zum Ende durchdacht, da kleine Stege übrig blieben.
Also erstmal den Dremel ausgepackt:...
...So siehts aus:...
...eise einen monsterlangen, aber relativ dünnen Holzbohrer....
Besten Gruß, Martin. Mein Bassbauthread - Mein Cajonbau - ganz viele Cajons - Bass-/CD-Regal - Fretless-Umbau - Zitate
Du hast einen interessanten Bericht/Test/Meldung geschrieben oder gesehen? Schick miroder Xytras eine PN und es landet vll. in der MB-Zeitung!
-
Registrierter Benutzer
- Registriert seit
- 02.2009
- Ort
- Hessen
- Beiträge
- 161
- Karma
- 501
- Rep-Power
- 54
- Online
-
sieht gut aus
-
HCA Bass Hintergrundwissen

- Registriert seit
- 11.2006
- Ort
- wo der Pfeffer wächst
- Beiträge
- 10.756
- Karma
- 89259
- Rep-Power
- 397
- Online
-
Hallo Martin,
saubere Arbeit habt ihr da geleistet!
Sieht echt gut aus!
Gruß
AndreasWenn man merkt, dass man nirgendwo mehr sein darf wie man ist, ist es vermutlich Zeit zu gehen ...
-
Registrierter Benutzer
- Registriert seit
- 03.2006
- Ort
- Im Zentrum des Chaos
- Beiträge
- 1.331
- Karma
- 590
- Rep-Power
- 91
- Online
-
wenn du ihn komplett abschleifst und dann mit leinöl einreibst, kriste noch nen richtig geilen effekt, weil die maserung rihtig schön rauskommt und er fasst sich dannach richtig geil an, hat dann was richtig wertiges und irgendwie passt das holz feeling dnan auch zum fretless und dessen sound, zumindest vom anfassen her

ansonsten sehr saubere arbeit, is schön geworden
zu verkaufen: Zoom B2.1 u, bei interesse bitte PN !
http://www.musiker-board.de/effekte-...ml#post5857472
-
Registrierter Benutzer
- Registriert seit
- 01.2006
- Ort
- Aachen
- Beiträge
- 173
- Karma
- 380
- Rep-Power
- 91
- Online
-
Da muss ich doch glatt mal den Thread ausgraben:
Das is ja meiner! :-D
Danke für die netten Kommentare! Macht Spaß, das Ding.
-




LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren



MB bei Facebook