Genre: Rock
Label: Universal

Bandmitglieder:

Matthew Bellamy - Gesang, Gitarren, Piano
Chris Wolstenholme - Bass, Gesang
Dominic Howard - Schlagwerk


Titelliste:

1. New Born (6:05)
2. Bliss (4:14)
3. Space Dementia (6:22)
4. Hypermusic (3:23)
5. Plug In Baby (3:20)
6. Citizen Erased (7:21)
7. Micro Cuts (3:40)
8. Screenager (4:22)
9. Dark Shines (4:49)
10. Feeling Good (3:19)
11. Megalomania (4:36)

Summe: 51:31

Das zweite Album von Muse, einer dreiköpfigen britischen Rockband, die mit Showbiz
schon einen beeindruckendes Debut serviert hat und jetzt nachlegt. Hören wir rein!

New Born
Sehr fein geht es los, mit einem schönen Orgel/Klavierriff, welches alsbald vom Bass
begleitet wird, und es baut sich immer mehr auf, mit Gesang und zartem Schlagzeug.
Dann ist kurze Pause und es wird losgerockt! Ab jetzt gibts kein Halten mehr, zunächst
wird einem ein rotziges Gitarrenriff um die Ohren geschlagen und dann geht's richtig los.
Wie es Museart ist, wird es im Refrain etwas langsamer, aber nicht weniger rockig. Macht
Lust auf mehr, dieses Lied.

Bliss
Und es kommt mehr! Ein verträumtes Synthiestück leitet ein zu einem weiteren Knallerlied,
bei dem man kaum ruhig sitzen kann. Da ist man für den ruhigen Teil fast dankbar, der
das sehr eingängige Introriff schweben lässt und sich dann zum lauten Finale steigert.

Space Dementia
Schon der Anfang! Ein ganz tiefes und ein ganz hohes E auf dem Klavier, ein fast
klassischer Einstieg zu einem der großen Lieder des Albums. Es kommt (fast) komplett
ohne Gitarren aus, rockt aber trotzdem wie verrückt. Auch hier gibt es wieder kurze
Momente der Ruhe, aus denen man jedoch durch monumentale Steigerungen wieder
herausgerissen wird. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Und wenn man glaubt, es ist zu
Ende, gibts noch ne Bonusrunde.

Hypermusic
Nach einem opulentem verzerrten Einstieg gehts rockig weiter mit einer interessanten
Akkordfolge und schönen Harmonien. Der Refrain kann meiner Meinung nach mit der
Strophe nicht mithalten, ist eher dissonant gehalten.

Plug In Baby
Der Name ist Programm, rein mit der Gitarre, alles auf 10 und losgerockt.
Ein phänomenales Riff (und eine tolle Etüde zum Üben) zieht sich hier durch's ganze Lied,
Synthietupfer lockern das Stück etwas auf, es geht aber durchgängig ab.

Citizen Erased
Das zweite große Stück des Abends, und auch das längste. Es geht gleich rockig los und
bleibt 2 Minuten so, dann folgt ein entspannter Teil mit einem zarten Gitarrensolo, dann
geht es gaanz langsam wieder los und anderthalb Minuten später gewittert es wieder,
um dann, nach nun 5 Minuten wieder ganz zart zu werden. Ständig gibt es dabei schöne
Melodien, die das Lied zum Abschluss bringen.

Micro Cuts
Mit einem herzschlagartigem Rhytmus startet dieses Lied und lädt wieder mal zum Nicken
ein. Der Gesang ist hier sehr hoch und angezerrt, was auf Dauer etwas anstrengend ist. Es
rockt, aber es quietscht auch ganz gewaltig.

Screenager
Zeit für was ganz anders? Ok, jetzt wird es ruhiger, der Rythmus kommt von afrikanisch
klingenden Trommeln und man wird von Synthesizersphären verzaubert.

Dark Shines
Ein stoischer Rythmus zum Marschieren mit einem groovy Riff, so geht's los. Ein in der
Strophe eher ruhiges Lied mit einer schönen Akkordfolge, im Refrain knallts dafür
gewaltig und wunderbar.

Feeling Good
Ein bluesiges Cover von "Gilbert Price and The Urchins", nicht so mein Fall,
hat eigentlich alles, aber geht irgendwie an mir vorbei.

Megalomania
Wie der Titel verspricht, soll es hier nochmal ganz groß werden, was aber nicht
ganz gelingt, es wird zwar alles bis zur Kirchenorgel aufgefahren, aber das
Lied ist trotzdem "nur" gut, nicht so groß, wie der Titel verheissen mag.

Fazit
Eine große Steigerung zum Debut, sehr viele wunderschöne Lieder mit ergreifenden
undoder rockenden Melodien, weniger Schwächen, hier gibts 8/10.