Skid Row - Slave To The Grind
1991



Genre: Hard-Rock
Label: Atlantic
Trackliste:
  1. Monkey Business
  2. Slave To The Grind
  3. The Threat
  4. Quicksand Jesus
  5. Psycho Love
  6. Het The Fuck Out
  7. Livin' On A Chain Gang
  8. Creepshow
  9. In A Darkened Room
  10. Riot Act
  11. Mudkicker
  12. Wasted Time
Das zweite Studioalbum der Band Skid Row, die sich Ende der 80er Jahre zur Zeit des Stadion-Rock und Hair-Metal einen Namen gemacht hat, ist Slave To The Grind. Gleichzeitig ist es auch das vorletzte Album mit dem Frontman Sebastian Bach, bevor es anno 2000 eine Reunion unter Johnny Solinger gab.
Der erste Track Monkey Business gibt gleich einen sehr guten Einblick in die Gesamtheit des Werkes. Balladeske, ruhige Gitarrenparts gefolgt von eingängigen, dicken Gitarrenriffs über die Bach mit seiner Ausnahmestimme seine Sangeskünste zeigt.
Für eine damalige U.S. Hard-Rock Band überraschend und erfrischend sind die teilweise polit- und gesellschaftskritischen Texte, wie aus dem zweiten und namensgebenden Stück Slave To The Grind: "Can't be king of the world, if you're slave to the grind."
Musikalisch überzeugt dieser Song durch sein schnelles Tempo und treibenden Gitarrenriffs mit gekonnten Fills und Pausen, die unwillkürlich zum Headbangen und Fäuste-in-die-Luft-strecken animieren. Aus dem Gitarrensolo hätte man aber, wie ab und zu bei Skid Row vorkommt, mehr herausholen können.
Gefolgt wird das Stück von The Threat, einem sehr gutem Hard-Rock Stück, der eher durchnschnitllichen Ballade Quicksand Jesus, dem soliden Song Psycho Love und dem absoluten Mitgröhler Get The Fuck Out.
Was das ganze Album durchgehend auffällt ist, dass Bachs Stimme auf Slave To The Grind ihren absoluten Höhepunkt erreicht. Nach dem selftitled Album von 1989 ist sie viel voluminöser geworden und benötigt viel weniger Hall. Auch das gekonnte Schreien setzt Bach hier ein, dass Gänsehaut garantiert ist.
Das erste mal, dass diese Stimme richtig durchblitzt ist in Livin' On A Chain Gang, wenn er im Response zur Backgroundstimme so richtig loslegt und das "Chain Gang" einfach nur voller Leidenschaft rauspresst.
Den meiner Meinung nach zweiten Höhepunkt seiner Gesangeskunst findest man in Riot Act, als er nach dem gelungenen Gitarrensolo eine komplette Strophe unglaublich gut nicht singt, sondern schreit.
Besonders Gelungen sind die zwei Balladen In A Darkened Room, welches durch ein tolles Gitarrenintro und Solo besticht, aber vor allem Wasted Time.
Beginnend mit zwei simulierten Akustik Gitarren, gefolgt von dicken Gitarrenwänden führt Bach mit einer Stimmgewalt in den zweiten Refrain, die ihresgleichen sucht.

Insgesamt ist Slave To The Grind ein sehr gelungenes Album, welches meiner Meinung nach den Höhepunkt der Bach-Ära bei Skid Row darstellt. Die meisten Songs sind songwritertechnisch echte Vorbilder und melodisch-harmonisch gekonnt umgesetzt. Ausnahmen bilden da nur die ungelungene Ballade Quicksand Jesus und der Song Mudkicker, welcher bei mir auch nach sehr häufigem Hören nicht über den Status eines Lückenfüllers hinwegkommt. Hinzu kommt noch, dass die Brillianz eines überzeugenden Leadgitarristen selten, wenn doch aber vorkommend, leider fehlt.

Alles in Allem ist Slave To the Grind aber absolut und unbedingt hörenswert und bekommt deshalb von mir 8/10 Punkten!