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Thema: I vermisse di

  1. #1
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    I vermisse di

    Liebe TexterInnen

    Geschrieben für einen geliebten Menschen.
    Hochdeutsche übersetzung jeweils unterhalb der Zeilen (kursiv):


    I vermisse di


    Strophe 1
    I vermisse dis Lache
    So firlich im Rum
    Fühl mi befreit
    Vo dere Liechtigkeit

    Ich vermisse dein Lachen
    So feierlich im Raum
    Fühl mich befreit
    Von dieser Leichtigkeit

    Strophe 2
    I vermiss dini Auge
    So tüf id Seel
    Schwebe versunke
    I dere Lieblichkeit

    Ich vermisse deine Augen
    So tief in die Seel
    Schwebe versunke
    I dieser Lieblichkeit


    Bridge
    Hey Sahra,
    I vermisse di
    I vemisse di
    I vermisse di


    Refrain
    Wo immer i bi
    I bi uf em
    Heiweg zu dir

    Wo immer du bisch
    Du bisch de
    Heiweg zu mir

    Wo immer ich bin
    Ich bin auf dem
    Heimweg (Nach-Hause-Weg) zu dir

    Wo immer du bist
    Du bist der
    Heimweg zu mir


    Strophe 3
    I vermiss dini Hand
    So sanft uf mim Herz
    Ruebe geborge
    I dere Zärtlichkeit

    Ich vermisse deine Hand
    So sanft auf meinem Herzen
    Ruhe geborgen
    In dieser Zärtlichkeit


    Strophe 4
    I vermiss dini Träum
    So lieblich im Ohr
    Fühl mi dihei
    I dere Zweisamkeit

    Ich vermisse deine Träume
    So lieblich im Ohr
    Fühl mich zu Hause
    In dieser Zweisamkeit


    Refrain

    Outro:

    Drum vermiss i di
    Drum vermiss i di


    Danke euch fürs Lesen, freu mich auf Anregungen und Hinweise...

    SoleLuna

  2. #2
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    LunaMoon ist offline
    Finde ich schön, wirklich.
    Die Zeile "du bist der Heimweg zu mir" ist super.
    Schön finde ich auch, dass offen bleibt ob die beiden getrennt sind oder ob es eine Fernbeziehung ist oder oder...
    gut gelungen, finde ich.
    Luna

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Schnemax

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    Hey SoleLuna, ich find das (siehe LunaTick) wirklich super schön. Das rührt richtig das Gemüt an. Das Einzige was mich stört ist, daß Du das in's Hochdeutsche übersetzt hast. Da kommt mir die hochdeutsche Sprache wie ein Störenfried vor. Dieses Lied muss man nicht verstehen - man spürt es.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Jongleur

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    Jongleur ist offline
    Hallo Sole

    Ich mag Deine einem anderen Menschen zugeneigten Worte.

    Zitat von SoleLuna
    Ich vermisse dein Lachen
    So feierlich im Raum
    Fühl mich befreit
    Von dieser Leichtigkeit
    Ist ihr Lachen so feierlich?
    Oder ist der Raum zu feierlich ohne ihr Lachen?

    Zitat von SoleLuna
    Ich vermisse deine Träume
    So lieblich im Ohr
    Fühl mich zu Hause
    In dieser Zweisamkeit
    Ich ahne, was Du meinst: Sie erzählt Dir ihre Träume. - Nun ist "Träume" ja leider ein sehr abgenutztes Wort. Und die Träume ein über stapaziertes poetisches Bild. -
    Ich würde spontan nach einem Wort suchen, dass ich mit der träumenden Stimme im Ohr verbinde... vielleicht ein Klang...vielleicht eine Assoziation?

    Schön ist es immer, wenn man zum Schluß eine Steigerung findet. Ist das Heimische und die Zweisamkeit nicht bereits vorher deutlich angesprochen worden?

  5. #5
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    Hallo SoleLuna_m,
    Zitat von SoleLuna_m Beitrag anzeigen
    I vermisse dis Lache
    So firlich im Rum
    Fühl mi befreit
    Vo dere Liechtigkeit
    bei der ersten Strophe verwirrt mich die Zeile "Fühl mi befreit". Denn sich befreit zu fühlen ist ja etwas positives, und damit würde ich dieses Gefühl des Befreitseins eher dann erwarten, wenn die geliebte Person da ist, und nicht, wenn sie (wie zu Beginn der Strophe beschrieben) gerade vermißt wird. Auf mich wirkt das unlogisch, aber vielleicht soll diese Zeile ja auch bewußt irritieren, oder ich verstehe sie einfach falsch.
    Gruß m.

  6. #6
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    SoleLuna_m ist offline
    Grüss euch liebe Texter

    @LunaMoon
    Vielen Dank für die Blumen

    @Schnemax
    Das Einzige was mich stört ist, daß Du das in's Hochdeutsche übersetzt hast. Da kommt mir die hochdeutsche Sprache wie ein Störenfried vor.
    Keine Angst, die übersetzung dient nur dem Verständnis, da die meisten Texter hier nicht alles verstehen im schweizer Dialekt.



    @Jongleur
    Wie immer freu ich mich über deine Rückmeldung und meine Gedanken kreisen oft um deine Anregungen.

    Ist ihr Lachen so feierlich?
    Ja! Zumindest in gewissen Situationen. Ich hab ein einzelnes Adjektiv gesucht für dieses freie, spontane Lachen in einer Menge anderer Menschen, in einem Raum (z.B. Theater), dieses herzhaft ansteckende. Als würde es einen gemeinschaftlichen fast "religiösen" Akt auslösen (auch wenn ich kein religiöser Mensch bin...)
    Bei feierlich bin ich hängengeblieben, weil es etwas spontanes, ausgelassenes hat, was alles andere als das Lachen unwichtig erscheinen lässt und halt eine Gruppe anstecken, bzw. einen Raum erfüllen kann.

    Oder ist der Raum zu feierlich ohne ihr Lachen?
    Deine Gedanken dahinter versteh ich nicht genau... Du meinst sie lacht über eine Situation, die normalerweise einfach nervt?


    Ich ahne, was Du meinst: Sie erzählt Dir ihre Träume. - Nun ist "Träume" ja leider ein sehr abgenutztes Wort. Und die Träume ein über stapaziertes poetisches Bild.
    Ich würde spontan nach einem Wort suchen, dass ich mit der träumenden Stimme im Ohr verbinde... vielleicht ein Klang...vielleicht eine Assoziation?
    Hm, ich verstehe ungefähr, was du meinst. Ich grüble... ein solches Wort zu finden...


    Schön ist es immer, wenn man zum Schluß eine Steigerung findet. Ist das Heimische und die Zweisamkeit nicht bereits vorher deutlich angesprochen worden?
    Na ja, verliebt sein ist halt das eine, man schwärmt, man vermisst, es ist alles so leicht, wenn man zusammen ist. Aber wenn Zukunftspläne (Träume) ins Spiel kommen, und immer noch solche Zweisamkeit darin herrscht, als wär man darin Zuhause und sich darauf freut(als hätte man sich selber so geäussert).

    Ist das nicht eine Steigerung?
    Man trifft sich sozusagen auf dem Nach-Hause-Weg und geht das letzte Stück zusammen ;-)


    Liebe Grüsse

    SoleLuna

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von Jongleur

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    Jongleur ist offline
    Lieber Sole,

    Der frühe Vogel fängt den Wurm... schaun wir mal:

    ...dieses freie, spontane Lachen in einer Menge anderer Menschen, in einem Raum (z.B. Theater), dieses herzhaft ansteckende. Als würde es einen gemeinschaftlichen fast "religiösen" Akt auslösen
    Oh ja.. eine Assoziation..yeah... Ein Teil in mir, der Jazzer und Surrealist, nickt anerkennend und schiebt die Unterlippe vor: "Es ist halt ein Text von SoleLuna und nicht Deiner, alter Nörgler. - Mensch, Assoziatonen sind durch die Bank natürlich und spannend. Assoziationen bedeuten Freiheit, exotische Würze im täglichen Einheitsbrei. Mach doch einfach Deine Suchscheinwerfer aus und assoziiere statt dessen mal dieses ansteckende Frauenlachen in einem Theater"

    -----------

    Nun sitz ich also im Theater. Gleich gibt es "Hamlet". Das Tuscheln verebbt.Der eigene Hustenreiz wird mir langsam entsetzlich peinlich. Stille kehrt ein. Eine feierliche Stille. Und da - Du ahnst es - dieses Lachen. Wunderschön, anmutig, jung, ansteckend. Ich mag es 99,99%. Es hat nur einen kleinen Mangel: Die feierliche Stimmung droht in eine ausgelassene um zu schlagen.

    Neuer Ansatz: Die Beerdigungsszene. Schlecht inszeniert. Leise Unruhe kommt auf. Plötzlich lacht ein Kind dieses unwiderstehliche Lachen. Es steckt an. Die Spannung löst sich. Das Lachen pflanzt sich fort und ergreift sogar die Schlechtgelaunten. Das Theater dröhnt vor Lachen. Die Stimmung ist ausgelassen. Die Feierlichkeit ist dahin.

    Driiter Versuch: Lachjoga. Nach anfänglicher Gehemmtheit lacht die die Gruppe Tränen. Eben noch dachte die meisten ' so ein Scheiß' und plötzlich befindet man sich in einem Rausch. Und möchte nicht mehr auffhören. Und staunt, wie schnell man den Schalter umlegen konnte. Und fühlt sich gut. Und fühlt sich angenehm mit den Menschen verbunden. Aber feierlich?

    So jetzt ahne ich meine Schwierigkeiten:

    1. Lachen löst meiner Meinung nach eine steife, peinliche Situation auf, die Spannung wird rausgelassen, die Situation wirkt nachher ausgelassen
    2. Die "Befreiung" ist mir völlig unklarg: Befreit mich das Lachen von meiner Leichtigkeit ..... Oder werde ich von seiner Leichtigkeit befreit? (Also eigentlich durch seine Leichtigkeit.)

    So, ich muss arbeiten

    Bis später

  8. #8
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    Lieber Jongleur

    Dank dir deiner Assoziationen, ich hab mich köstlich amüsiert beim Lesen

    Natürlich hatt ich meine ganz persönliche Assoziation bzw. Erinnerung beim Schreiben jener Zeilen. Und ich mag es, wieviel verschiedene Assoziationen jene Zeilen wiederrum bei
    "Freidenkern" auszulösen vermögen.

    Es sei soviel verraten, dass deine erste Variante der ursprünglichen Assoziation am ehesten ähnelt, (das Stück aber war "Das kleine Traumspiel" von Staffan Westerberg, nach August Strindbergs grossem "Traumspiel")

    Vielleicht sollte der erste Schritt vor dem Assoziieren sein, sich in einen unsagbar Verliebten, sich Fern seiner Flamme befindlichen einzufühlen, der sich natürlich völlig unkritisch an jene Situation zurückerinnert, dessen Herz dabei also quasi vor Schmalz trieft und dem dann nichts besseres als ein solch in den Himmel lobendes Wort einfällt um sich dann darin zu winden und zu suhlen, einfach weil es sich so schön anfühlt

    Ich könnte dem hinzufügen, dass ich manchmal das Gefühl habe, dass das schweizer Theaterpublikum in der Regel sehr verhalten sei oder das dieses Lachen angefüllt mit einer solch respektvollen Feierlichkeit war, dass niemand es gewagt hätte sein Lachen in ein ausgelassenes Gelächter umschlagen zu lassen, ich könnte so weit gehen und sagen, dass dieses Theaterstück schliesslich so lustig war, ein guter Kollege hat Regie geführt, dass sich mit der Zeit alle ausgelassen kugelten und es eine wahre Freude war an dieser "Zeremonie" teilgenommen gehabt zu haben usw...

    Du siehst, Wahrnehmung ist sehr subjektiv v.a. wenn sie durch starke Gefühle beeinflusst wird

    Ich mag also vor allem das Gefühl, das das Wort "feierlich" in mir auslöst, wenn ich es in diese Zeilen setzte..., ich kann es nicht anders ausdrücken, nicht genauer.... aber deine Assoziationen und Zweifel/Befürchtungen geben mir etwas Bestätigung darin...

    2
    . Die "Befreiung" ist mir völlig unklarg: Befreit mich das Lachen von meiner Leichtigkeit ..... Oder werde ich von seiner Leichtigkeit befreit? (Also eigentlich durch seine Leichtigkeit.)
    Zum Befreien sei gesagt, dass das LI sich manchmal gehemmt fühlt in einer Menge diese peinliche Stille zu durchbrechen, anderseits manchmal Mühe hat sich auf etwas zu konzentrieren, wenn es ruhig sitzen muss und das Befreiende dann eben ist, sich einfach an ihrer ruhigen Seite ganz ins Stück vertiefen zu können und dabei eben ganz spontan sein Reaktionen darauf äuassern und teilen zu können (ohne völlig ausgelassen zu werden...).

    Aber eben... Das perfekte Bild eines Baumes gibt es nur in der Vorstellung, wenn überhaupt....

    So, ich muss telefonieren

    bis dann.

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