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Thema: [Anfänger] (E-)Gitarre autodidaktisch – Wie fang ich an zu lernen?

  1. #1
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    [Anfänger] (E-)Gitarre autodidaktisch – Wie fang ich an zu lernen?

    (E-)Gitarre autodidaktisch – Wie fang ich an zu lernen?



    Dieser Workshop handelt über das Lernen im Selbststudium. Alle in diesem Text enthaltenen Informationen sollen eine allgemeine Hilfestellung zum selbstständigen Lernen geben, wenn man den autodidaktischen Weg einschlagen möchte.


    [00] [Übersicht]

    [01] Einleitung
    [02] Allgemeines zur Autodidaktik

    [03] Welche Gitarre ist die richtige für mich?
    [04] Wie sollte ich autodidaktisch lernen?
    [05] Was soll ich lernen?
    [06] Wie sollte mein Lernablauf aussehen?
    [07] Welches Anfängerbuch sollte ich mir kaufen?
    [08] Wie spiele ich Heavy Metal?
    [09] Wie lerne ich Theorie?
    [10] Wie lange wird es dauern, bis ich mein Können anwenden kann?
    [11] Wie kann ich mich prüfen?
    [12] Mir fällt nichts mehr ein was ich noch spielen könnte?
    [13] Direkt in eine Band Ja oder Nein?

    [14] Motivationsschwankungen
    [15] Autodidaktik Selbsttest
    [16] Abschluss


    [01] [Einleitung]

    Fragen wie, „Wie fang ich an zu lernen?“ und/oder „Was soll ich spielen?“ stellt sich so ziemlich die Mehrheit der Anfänger. Bei diesen Fragen tut man sich oft schwer, weil es am Anfang nicht leicht überschaubar erscheint. Die Autodidaktik wird recht häufig kritisiert und wird oftmals weit schlechter geredet als sie wirklich ist. Der größte Teil des Spielens findet in der Praxis statt, was aber nicht heißt, das man sich um die Theorie herum mogeln kann, denn die muss man genauso ernst nehmen wie das eigentliche Spielen.

    Der Wechsel zwischen konventionellem Lernen und dem autodidaktischen Lernen ist schwer. Man sollte sich am Anfang entscheiden, welchen Weg man nehmen möchte. Dazu sollte man sich sehr gut einschätzen können. Wenn man keine Geduld in die Autodidaktik einbringen kann, ist es sinnvoller einen Lehrer zu nehmen.

    Vorrausetzungen

    Das Wichtigste beim autodidaktischen Lernen ist, dass ein starker Wille vorhanden sein muss/sollte und natürlich das Interesse. Denn wenn diese nicht existent sind, kann es das Lernen erschweren. Man braucht die Disziplin um sich selber zu motivieren und man sollte möglichst positiv über das Lernen denken. Wenn man selber etwas können möchte, muss man auch etwas dafür tun, denn von alleine kommt nichts.


    Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun. – Johann Wolfgang von Goethe


    Gründe

    Es kann verschiedene Gründe geben ein Instrument auf dem autodidaktischen Wege erlernen zu wollen. Man ist selber fest entschlossen und sagt sich „Ich möchte es gerne alleine lernen!“ oder aber auch „Ich kann mir aus finanziellen Gründen keinen Unterricht finanzieren!“

    Vorteile

    Erfahrungen die man selber macht sind wertvoller und intensiver, als wenn man sie nur von einem völlig anderen Menschen übernimmt. Ebenso nimmt man sich gewisse Themen intensiver zu Gemüte. Dadurch fühlt man sich auf dem Griffbrett heimischer, weil man sehr viel ausprobieren kann. Man eignet sich alle Erfahrungen selber an und kann sich die Zeit zum Lernen frei einteilen.

    Nachteile

    Beim autodidaktischen Lernen kann es länger dauern bis Ergebnisse vorliegen. Ebenso macht man die Bekanntschaft mit Fehlern, weil man auf sich angewiesen ist und keine Person hat die einem beim Lernen begleiten.


    Wer hohe Türme bauen will, muss lange beim Fundament verweilen. – Anton Bruckner

    [02] [Allgemeines zur Autodidaktik]

    Gehen wir einmal weg von der Gitarre und beschäftigen uns mit dem, was Autodidaktik bedeutet, woher sie kommt und wie sie funktioniert. Denn vielen Menschen sagt das Wort „Autodidaktik im Selbstlernverfahren“ nicht viel.

    Ein Autodidakt ist eine Person, die sich im Selbststudium Wissen aneignet, welches sich zu einem hohen Niveau ausbilden kann. Es gibt einige bekannte Autodidakten wie z.B. Johann Wolfgang von Goethe, der ein autodidaktischer Naturwissenschaftler war und eine eigene Farbenlehre entwickelte. Unter den Autodidakten gab es einige Personen die erst durch Forschung ein Lehrfach an eine Universität brachten und es somit zu einem neuen Unterrichtsfach machten. Autodidakten können überragende Leistungen vollbringen, heutzutage vor allem in den Bereichen Kunst und Fremdsprachen.


    [03] Welche Gitarre ist die richtige für mich?



    Man sollte sich für das Gitarrenmodell entscheiden das einem am ehesten zusagt. Das heißt, man muss sich eine Gitarre aussuchen mit der man sich gut identifizieren kann und die einem gut in den Händen liegt. Die Gitarre sollte nicht zu schwer sein, eine angenehme Halsdicke haben und eine Korpusform mit der man auch im sitzen noch sehr gut spielen kann.

    Es gibt verschiedene Gitarrenmodelle, da wären die Elektrische und die Akustische Gitarre. Bei Akustischen Gitarren unterscheidet man wesentlich in zwei Untergruppen, nämlich die Klassik –und die Westerngitarre. Aufgrund der Nylon/Stahlsaiten Bespannung einer Klassikgitarre ist es für einen Anfänger wesentlich einfacher ins Spielen einzusteigen als mit einer Westerngitarre die komplett mit Stahlsaiten bespannt ist. Am Anfang ist es bei Stahlsaiten der Fall, dass die Finger wehtun und sich erst noch die Hornhaut bilden muss, was auch erst noch eine Zeit dauern kann.

    Es ist übrigens ein (altes) Vorurteil, das man sagt, man müsse erst Akustik Gitarre gespielt haben um auf einer Elektrischen Gitarre spielen zu können. Somit ist die Frage „Soll ich mit A-Gitarre oder E-Gitarre anfangen zu spielen?“ geklärt.


    [04] [Wie sollte ich autodidaktisch lernen?]



    Was sehr wichtig ist, das man sich Grundwissen am besten auch mit Hilfe eines Buches aneignet. Eines indem man die wichtigsten Griffe und Spieltechniken erlernt. Man muss sich das, was man am Anfang wissen muss, nicht erst zusammen suchen. In einem Buch kann man schnell etwas nachschlagen. Zur Ergänzung kann man auch sehr gut die Hilfe des Internets in Anspruch nehmen, denn mehrere individuelle Quellen können einem definiertere Informationen mitteilen. Immer kleine Ziele setzen und dann weiter arbeiten.


    Ich lief bis zum Ende der Straße.
    Als ich da ankam, dachte ich, vielleicht kann ich auch bis zum Ende der Stadt laufen.
    Und als ich da ankam, dachte ich, ich kann ja vielleicht mal quer durch Greenbow County laufen.
    Und als ich merkte, dass ich so weit gekommen war, dachte ich, ich kann vielleicht auch durch den schönen Staat Alabama laufen. – Forest Gump
    Es besteht natürlich die Möglichkeit nach einiger Zeit, jemand der gute Spielerfahrung hat oder auch durch einen Lehrer, diesen mal nachsehen zu lassen, wie weit man gekommen ist.


    [05] [Was soll ich lernen?]



    Einige Spieltechniken sind nur auf der E-Gitarre anwendbar und auf einer Akustischen nicht umsetzbar. Die folgenden Punkte sollte man sich auf jeden Fall zu Gemüte führen:

    1. Griffe

    Man sollte am Anfang die wichtigsten Griffe und deren Spielweisen erlernen. Darunter fallen Akkorde mit den Spielweisen Arpeggio und Voicing, ebenso Powerchords (kraftvolle Akkorde). Die Standard Dur und Moll Akkorde sind folgende: C, D, G, A, E (Dur) und Dm, Dm7, Am, Am7, Em, Em7 (Moll). Standard Powerchords sind folgende: C5, Bb5, D5, G5, F5.

    2. Spieltechniken

    Ebenso wichtig ist das erlernen von Spieltechniken, denn mit Ihnen kann man sein Spielen interessanter und vielfältiger gestalten. Es gibt Legatospieltechniken und welche, die einen perkussiven Sound erzeugen und noch einiges mehr. Es gibt Spieltechniken für die Schlag- und Greifhand. Es folgt ein kleiner Auszug:

    Slides
    Bendings
    Hammer On
    Pull Off
    Palm Mute
    Mute/Dead Notes
    Finger Vibrato
    Wechselschlag
    usw…

    3. Fingerübungen

    Möchte man in der Lage sein viel spielen zu können, sollten solche Übungen im Vordergrund stehen. Sie werden einem in vielen Bereichen voran bringen, wie zum Beispiel in Schnelligkeit, Vertrautheit mit dem Griffbrett und Koordination. Solche Übungen kann man auch prima zum Aufwärmen verwenden.

    Hier ein paar Beispiel – Übungen, damit Ihr direkt loslegen könnt:

    Schnelligkeit

    > Legato

    1-2-3-4 (Vorwärts), 4-3-2-1 (Rückwärts)
    Das auf einem Bund von oben nach unten (1-2-3-4) und wieder hoch (4-3-2-1).

    Koordination

    > Unabhängigkeit

    1-3-2-4

    Der Ringfinger macht gerne was er will, deswegen diese Übung um ihn von den anderen Fingern zu trennen.

    > Spinne (Beispiel)

    Vorwärts Rückwärts
    A------------2---4--- | E------------3---1---
    E---1---3------------ | B---4---2------------

    Es gibt noch andere Versionen der Spinne, dies ist nur ein Beispiel. Die Zahlen stehen für die Finger.

    4. Songs

    Man muss keine kompletten Songs lernen, es reichen einzelne Riffs oder das was einem an einem bestimmten Song gefällt. Ebenso muss es etwas Realistisches sein was mit den Techniken und der Geschwindigkeit gespielt wird, die man bereits schon kann. Man kann Songs auch nicht zu 100 % wiedergeben, wie ein x beliebiger Gitarrist ihn spielt, denn jeder Gitarrist bringt seinen eigenen Stil und sein Gefühl mit in ein Stück ein.

    5. Theorie

    Siehe [09] Wie lerne ich Theorie?

    Um sich mit diesen oben genannten Themen auseinander zu setzen, wird man eine längere Zeit beschäftigt sein.


    [06] [Wie sollte mein Lernablauf aussehen?]



    Den Lernablauf kann man ganz individuell gestalten, also auch die Zeit frei einteilen. Man sollte möglichst am besten eine Stunde durchspielen, damit man in den Spielfluss gelangt. Die Pausen sollte man sich so gestalten, dass man nur ein paar Minuten entspannt und die Finger ausschüttelt. Wenn man zwischen verschiedenen Übungen eine winzige Pause machen möchte, sollte diese ca. 30 Sekunden und nicht unbedingt länger betragen, um nicht aus dem Spielfluss zu kommen.

    So könnte ein Lernablauf aussehen:

    1 Std. spielen > 5 – 10 min Pause > 1 Std. spielen…

    30 min spielen > 1 min Pause > 30 min spielen > 1 min Pause > 30 min spielen…


    [07] [Welches Anfängerbuch sollte ich mir kaufen?]



    Wichtig ist, dass in dem Buch alle wichtigen Techniken und Spielweisen erwähnt werden um sich eine Basis aufzubauen. Darauf sollte man beim Kauf eines Buches achten. Bücher sind unterschiedlich verständlich geschrieben.

    Die Musik gehört zu den Bereichen die sehr gut dokumentiert ist. Wenn man sich noch etwas weiterbilden möchte, kann man sich auch englischsprachiges Material besorgen.

    Man sollte/kann bei dem Kauf eines Buches ruhig nach Empfehlungen gehen.

    Empfehlungen

    > Anfänger-Bücher

    Garantiert Gitarre Lernen (Bernd Brümmer)
    Garantiert E-Gitarre Lernen (Bernd Brümmer) – Inhalt #2


    Mit diesem Buch habe ich persönlich gute Erfahrung gemacht und empfehle es auch gerne weiter, je nach dem was man spielen möchte, nimmt man sich das passende Buch.

    > Ergänzungen

    Pocket Info – E-Gitarre und E-Bass/Hugo Pinksterpoer
    Pocket Info – Akustische Gitarre/Hugo Pinksterpoer
    Pocket Info – Musiklehre/Hugo Pinksterpoer

    In diesen Büchern kann man schon vor dem Beginn des Lernens schmökern und auch immer wieder zum nachschlagen nehmen.

    Guitar Basics/PPV Medien

    Thematisiert wird Gitarrenhardware, Verstärker und Effekte.

    Diese Bücher sind nur ein Auszug aus dem was es aus dem Markt gibt.


    [08] [Wie spiele ich Heavy Metal?]



    Da im Anfänger Bereich diese Frage oft auftaucht, habe ich beschlossen diese hier kurz zu beantworten. Heavy Metal ist nicht nur ein Stil, sondern auch eine Frage der Einstellungen und da kommt es auch auf die gesamte Musik an. Demnach ist es egal ob man Clean, Chorus oder Distortion spielt. Auch spielt die Farbe und die Form der Gitarre keine Rolle.
    Es klingt fett, wenn fett gespielt wird. Sonst gar nicht. – Hans_3
    Geändert von -do_john_86- (23.09.2006 um 12:52:11 Uhr)
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    [09] [Wie lerne ich Theorie?]



    In Sachen Theorie sollte man sich Bücher zulegen die sich um die Allgemeine Musiklehre, Harmonielehre, Gitarrenspieltechnik und Gitarrentechnik drehen. Denn man muss auch beim Stimmen ohne Musiklehrer zu Recht kommen und auch wenn man neue Saiten aufzieht, den Hals justiert, Vibrato/Tremolo System einstellt/nachstellt.


    [10] [Wie lange wird es dauern, bis ich mein Können anwenden kann?]



    Jeder fast unterschiedlich schnell Wissen auf und jeder lernt unterschiedlich schnell. Es hängt also davon ab in welcher Reihenfolge und Intensität man spielt. Wenn man parallel arbeitet und versucht sich gleichzeitig mit mehren Themen auseinanderzusetzen, wie Übungen und das nachspielen von Songs, merkt man schon recht früh etwas von seinem Können.

    Des Weiteren versteht jeder Mensch unter Musik etwas anderes. Man kann daher behaupten, dass jeder der einen Ton erzeugen kann, auch in der Lage ist, einfache Teile zu spielen, die man entweder aus einem Song oder den eigenen Ohren nachempfindet.


    [11] [Wie kann ich mich prüfen?]



    Eine Möglichkeit sich selber zu prüfen wäre, das gespielte aufzunehmen oder zu den Songs spielen die man gelernt hat. Man kann sich auch einer Person zur Seite holen die Ahnung von Musik hat, denn ob Musik gut oder schlechte ist kann jeder beurteilen. Weitere Hilfen wären Programme wie Guitar Pro und Power Tab, welche in der Lage sind Tabs vorzuspielen. Somit kann man sein Gespieltes mit einer Vorlage vergleichen.


    [12] [Mir fällt nichts mehr ein was ich noch spielen könnte?]



    Es ist nicht verkehrt, wenn man sich einfach an ein paar Fingerübungen setzt. Denn dadurch erhöhen sich die Chancen, Songs spielen zu können, die man zuvor aufgrund fehlender Fingerfertigkeit nicht nachspielen konnte. Wenn es langweilig wird kann man sich nach Lern – DVDs umschauen oder sich auch mal ein Gitarrenmagazin gönnen. Dort sind häufig Workshops mit Tabulaturen dabei, die man mit Hilfe eines Videos eines bekannten Gitarristen nachspielen kann.


    [13] [Direkt in eine Band Ja oder Nein?]



    Umso mehr Erfahrung man sammelt, desto weiter kommt man im Leben. Aber diese Erkenntnis alleine reicht nicht aus. Genauso wichtig sind auch die Entwicklungsstadien mit denen man konfrontiert wird. Viele Neugitarristen gründen eine Band, haben eine Website im WWW mit kostenlosem Webspace die mit Werbung finanziert wird ohne eine Handvoll Akkorde zu kennen. Das ist ein eindeutiger Fehler. Ist kein gewisses Fundament vorhanden, kann sich eine Band als Entwicklungsbremse herausstellen. Für eine Band sollte man Basiswissen mitbringen, denn wenn man direkt ohne Basis in eine Band eintritt, kann das auch zu einer Überforderung führen. Man muss sich um zwei Dinge gleichzeitig kümmern, wie sich selbst und mit der Band zusammen arbeiten.


    [14] [Motivationsschwankungen]



    Weshalb ist es so? Was kann ich dagegen tun?

    Motivationsschwankungen können durch verschiedene Ursachen entstehen. Hier sind ein paar Faktoren die einem im Weg stehen können.

    Ich mag mein Gespieltes nicht

    Man muss bedenken, dass z.B. Fingerübungen einen anderen Zweck haben und dass diese sich nicht gut anhören müssen. Bei ihnen geht es um das Training der Finger und natürlich um die Koordination. Wenn man sein Gespieltes mit Verstärker nicht mehr hören kann, sollte man es mal unplugged (ohne Verstärker) ausprobieren und auch einfach mal so spielen. Wenn man mit Verzerrung spielt, ist der Frequenzhub (Spielraum der Tonhöhen) der einzelnen Saiten größer. Es hört sich also so an als würden sich die Töne vermischen. Der Ton ist somit nicht mehr klar definiert und die Frequenzen überschneiden sich. So kann man nicht immer wahrnehmen ob etwas richtig oder falsch gespielt ist. Daher ist es sinnvoll auch mal ohne einen Verstärker zu spielen um das was man spielt genauer wahr zu nehmen.

    Ich habe keine Lust zu spielen

    Man muss auch dann weiter lernen, wenn die Lust nicht so groß ist und es erst lassen sollte, wenn es überhaupt nicht mehr geht. Wenn man dann dennoch an die Gitarre setzt und spielt, kann die Lust zum Spielen wieder kommen und dann ist man froh, doch noch gespielt zu haben. Außerdem macht es hin und wieder auch nichts aus, wenn man mal ein bis zwei Tage Pause zwischen dem Spielen macht und dadurch einfach neu loszulegen. Ebenso kann man sich mal eine Konzert DVD ansehen um zu sehen was man alles mit einer Gitarre schönes anstellen kann.

    Es hört sich alles gestückelt an, nichts passt zusammen, es hört sich schlecht an

    Das liegt daran das jenes was man spielt sich in verschiedenen Tonlagen befindet, es nicht harmoniert und deswegen nicht zusammen passt. Vieles was man sich so durch Zufall zusammen komponiert, ist nicht immer in derselben Tonlage. Diese kann man umgehen wenn man sich z.B. an Skalen hält. Wenn man nicht weiß wie etwas falsch klingt, weiß man auch nicht was richtig klingt. Der Eindruck des Spielers ist auch immer anders, als der des Betrachters.

    Ich schaffe es nicht im stehen richtig zu spielen

    Darüber sollte man sich am Anfang nicht so viele Gedanken machen, denn wenn man im Sitzen erst richtig spielen kann, schafft man das im Laufe der Zeit auch im Stehen. Es ist also auch eine Frage der Gurteinstellung.

    Ich mache zu viele Spielfehler, ich treffe manche Saiten nicht

    Spielfehler können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. zu schnelles Spielen das die Finger sich nicht mehr gut koordinieren können, sodass man die Saiten verfehlt oder andere anschlägt und durch nicht konzentriertes Spielen passieren Flüchtigkeitsfehler. Das kann man am besten heraus hören, wenn man ein Stück hintereinander mehrmals wiederholt, man genau analysiert und so seine Fehlerquelle findet und ausmerzt.
    Es mag vielleicht etwas stupide klingen, aber auch wenn man Fehler spielt, einfach weiterspielen. Spätestens wenn man sich eingespielt hat werden diese minimiert bsw. verschwinden unter umständen ganz, da man sich im Spielfluss befindet und es zu einem routinierteren Ablauf wird.

    Es hört sich eintönig/langweilig an, mir gefällt der Sound nicht

    Es kann sich aus verschiedenen Faktoren eintönig/langweilig anhören, wie z.B. wenn man wenig Legatotechniken oder allgemein weniger Spieltechniken verwendet, man spielt mit weniger Gefühl oder der Sound hat wenig Charakter, aufgrund der Einstellungen eines Setups.

    Hände/Finger verkrampfen sich bei längerem spielen

    Das kann daran liegen dass die Hand noch untrainiert ist, dass man eine fehlerhafte Handhaltung hat, die Hand/Finger nicht aufgewärmt ist/sind. Am besten ist es, wenn man dann eine kurze Pause macht, die Hände ausschüttelt und dann weiter spielt. Wenn es sehr schmerzt am besten sofort aufhören.


    [15] [Autodidaktik Selbsttest]



    Mit den folgenden Fragen kann man prüfen welcher Lern-Typ man ist. Entweder eher autodidaktisch oder konventionell.

    [01] Wie viel Zeit kann ich aufbringen?
    [02] Arbeite ich gerne alleine oder im Team?
    [03] Löse ich Probleme direkt oder brauche ich dabei Hilfe?
    [04] Kann ich mir selber Fehler eingestehen, aus Ihnen lernen oder bin ich eitel?
    [05] Verstehe ich Texte beim ersten Durchlesen oder brauche ich jemanden der sie mir erklärt?
    [06] Bin ich in der Lage einen bestimmten Themenbereich intensiv zu erarbeiten?

    Wenn man sich mit einem Großteil der Antworten in Bezug auf selbstständiges Vorgehen identifizieren kann, dann stehen die Chancen gut, dass man als Autodidakt weit kommt. Kann man sich nicht damit identifizieren, hat das nichts Negatives zu bedeuten, sondern heißt einfach dass man mit einem Lehrer besser beraten ist.


    [16] [Abschluss]

    Wie man sieht ist dies ein umfangreiches Thema, aber eigentlich auch ganz leicht. Man muss nur auf sein Innerstes hören und gucken, was man kann (ohne sich dabei selbst zu belügen) und was man wirklich will. Wichtig ist, das man sich auf jeden Fall ein Ziel setzen sollte warum man es gerade auf diesem Wege erlernen möchte. Eines das einen nicht zum Aufgeben verleitet, welches man mit starkem Willen und Disziplin erarbeitet und letztendlich sein Ziel erreicht.




    Geändert von -do_john_86- (23.09.2006 um 12:54:24 Uhr)
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