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Thema: [Spieltechnik] Pentatonik / Moll Tonleiter / Dur Tonleiter

  1. #1
    HCA Gitarre Avatar von Stringgod

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    [Spieltechnik] Pentatonik / Moll Tonleiter / Dur Tonleiter

    Hi !

    Auf Bitten von Hans_3, habe ich mal die wichtigsten Tonleitern aufgeschrieben.

    Ich fang mal mit der Mollpentatonik an. Die Pentatonik eignet sich besonders gut für Anfänger. Sie ist einfach zu lernen, zu spielen und man muss sich schon ziemlich anstrengen, damit sie nicht passt. Der Unterschied zu einer "richtigen" Tonleiter (Dur oder Moll) ist, dass einfach 2 Töne weggelassen werden.

    Also, nimmt man z.B. die A-Moll Tonleiter, die aus den 7 Tönen A-H-C-D-E-F-G besteht, lässt man einfach das H und das F weg. Somit geht man den gefährlichen Halbtonschritten aus dem Weg. Also, die A-Moll Pentatonik besteht aus den Tönen A-C-D-E-G. Würde man diese ohne Systematik auf dem Griffbrett verteilen, hätte man ein ziemliches Durcheinander. Deshalb teilt man sie gerne in Pattern ein.

    GRAFIK 1



    Ich habe bei allen Pattern jeweils die Grundtöne rötlich gefärbt. Es ist sehr von Vorteil, wenn man diese Pattern so lernt, dass man immer weiss wo der Grundton ist. Um sich den Sound der einzelnen Tonleitern besser einzuprägen, ist es sinnvoll, jeweils bei dem Grundton zu beginnen.
    Will man zB die A-Moll Pentatonik spielen, müssen sämtlichen roten Töne ein A sein. Bei G-Moll ein G etc. .
    Dies ist vielleicht etwas verwirrend. Ich habe natürlich nur die Pattern aufgeschrieben, ohne Bundangaben etc. . Es sieht für den ein oder anderen vielleicht so aus, als ob jeder Pattern in der 3. Lage gespielt würde. Das ist natürlich nicht so. Die Pattern müssen über das Griffbrett verteilt werden und zwar so, dass die roten Töne (Grundtöne) ein und dieselben sind. Wie oben schon erwähnt, will man zB die A-Moll Pentatonik spielen, müssen alle roten Töne ein A sein. In dem Falle würde Pattern 1 in der 5. Lage gespielt und Pattern 4 in der 12. Lage. Ich hoffe, das ist klar.

    Dasselbe funktioniert auch mit der Durtonpentatonik:

    GRAFIK 2



    Einigen wird vielleicht aufgefallen sein, dass diese Pattern identisch mit den Moll-Pentatonikpattern sind. Lediglich der Grundton ist ein anderer.

    Beispiel: C-Dur Pentatonik und A-Moll Pentatonik habe dasselbe Tonmaterial. Das heisst, die Tonleiter ist identisch. Das gilt aber nicht nur für C-Dur oder A-Moll. Das gilt für alle Moll oder Dur Tonarten oder Leitern. Die "parallele Molltonleiter" liegt eine kleine Terz (3 Halbtonschritte) tiefer als die Durtonleiter. Umgekehrt die "parallele Durtonleiter" liegt eine kleine Terz höher.
    Dazu auch mal den Quintenzirkel befragen.

    Ganz einfach kann man jetzt aus den Pentatoniktonleitern die "richtigen" Moll- und Dur-Tonleitern machen. Man muss lediglich die 2 weggelassenen Töne - siehe oben - wieder einfügen. Bei den folgenden Pattern habe ich diese Töne gräulich eingefärbt.

    Aus Pentatonik wird die Molltonleiter:

    GRAFIK 3



    Aus Pentatonik wird die Durtonleiter:

    GRAFIK 4



    Und nun die Bluesleiter

    Aus der Moll-Pentatonik lässt sich ganz einfach eine Bluestonleiter machen. Man muss lediglich einen Ton hinzufügen ("Blue Note"). Habe ich mal blau eingefärbt, weiss auch nicht warum.

    GRAFIK 5

    Geändert von Hans_3 (16.10.2005 um 23:47:33 Uhr)
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    Peter Ludolf

  2. #2
    HCA Gitarre Avatar von Stringgod

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    Für die Freunde des schlechten Geschmacks ( ), gibt es auch spezielle Dur/Molltonleiter Pattern, die sich besonders gut für extrem schnelle Läufe eignen. Man nennt diese Pattern 3-Noten-Pro-Saite Pattern, weil jeweils 3 Noten auf einer Seite liegen. D.h., man kann ein symmetrisches Anschlagsmuster wählen und somit wesentlich schneller picken. Diese Pattern eignen sich auch sehr gut für Legatoläufe.
    Ich habe jedem Pattern den Namen der jeweiligen Stufentonleiter ( Mode ) hinzugefügt. Näheres dazu in der Suchfunktion.

    Der Grundton der Durskala ist wie immer rötlich gefärbt. Die Grundtöne der einzelnen Modes strahlen ein dezentes dunkelgrau aus.




    Anregungen

    Man kann selbstverständlich die Pentatonik und die Bluestonleiter in '3-Pro-Saite' Form spielen. Dazu sind allerdings einige Stretches notwendig.



    Ich habe hier einfach zwei benachbarte Mollpentatonikpattern zusammengefügt. Interessant klingt das auch, wenn man die Töne ganz rechts tappt. Probiert mal aus.

    Hier noch die Bluestonleiter:



    Der besseren Übersicht wegen, habe ich die A-Bluestonleiter gewählt und ein paar Dots hinzugefügt. Ich habe einfach die Bluestonleiter vom Grundton bis zur Septime genommen und oktaviert. Netter Nebeneffekt: man kann von der 5. Lage elegant in die 12. Lage wechseln. Klingt sehr cool mit Legatotechnik gespielt (nur jeweils 1. Ton anschlagen, die beiden anderen HammerOn oder PullOff).

    So, zum Abschluss noch einen kleiner Bluestrick.
    Im Blues ist es möglich über einen Dur Akkord sowohl eine Durpentatonik, als auch eine Mollpentatonik zu spielen. Warum erfinden wir nicht einfach eine Tonleiter, die aus beidem besteht ? Dies ist recht einfach. Wir fügen der Mollpentatonik einfach die Dur Pentatonik hinzu.



    Die hellgrauen Töne sind Alternativen. Kann man spielen, muss man aber nicht. Die hellblauen Töne sind die Bluenotes, die man natürlich auch noch hinzufügen kann.
    Bei einer Bluesimprovisation sollte man diese Tonleiter nicht einfach nur hoch und runter spielen. Ausprobieren ist angesagt.

    So, das ist erstmal genug Material.

    Viel Spass beim auswendig lernen.

    String
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    Peter Ludolf

  3. #3
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    El Compadre ist offline
    Da fehlt aber was. Wenn ich zb phrygisch spielen will hab ich dann nur das eine Pattern zur Verfügung. Um auf dem ganzen Griffbrett zu wissen wo jeweils die Grundtöne von phrygisch sind müsste man sich das halt immer wieder neu überlegen.
    Aber grundsätzlich gilt doch: Ich brauch für die einzelnen Modes nicht extra ein Pattern lernen, denn das Moll oder DurPattern ist vom Tonmaterial her ja dasselbe. Ich müsste nur immer wissen wo der jeweilige Grundton ist. Ich bin da im Moment ein bisschen verwirrt, denn ich hab auch in einem Buch gesehen man soll doch die einzelnen Modes mit Pattern lernen.

    Also mein Trainingsplan sieht zur Zeit so aus: Die Pentatonik kann ich, jetzt kommt noch Dur/Moll dazu (is ja auch dasselbe, andere Grundtöne) und dann will ich noch Arpeggios lernen für Dur, Moll, Dominant Sept, maj7, 7, 6 usw, um auch mal auf Akkordwechsel beim improvisieren reagieren zu können. Ich versteh nur nicht warum ich Modes lernen soll. Klärt mich mal auf, plz.
    Ach ja, gibts irgendwo Pattern für Arpeggios?

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Comrade

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    Comrade ist offline
    Zitat von El Compadre
    Aber grundsätzlich gilt doch: Ich brauch für die einzelnen Modes nicht extra ein Pattern lernen, denn das Moll oder DurPattern ist vom Tonmaterial her ja dasselbe. Ich müsste nur immer wissen wo der jeweilige Grundton ist. Ich bin da im Moment ein bisschen verwirrt, denn ich hab auch in einem Buch gesehen man soll doch die einzelnen Modes mit Pattern lernen.
    Das stimmt so,aus ein und denselben Patterns kannst du durch Verändern des Grundtons alle Modes erhalten (inkl. Dur/Moll a.k.a. ionisch und aeolisch).Wenn du noch zwei Töne weglässt auch die Dur/Moll Pentatonik.
    Ich würde allenfalls am Anfang bestimmte Modes auf ein Pattern beziehn,mich
    später aber davon loslösen.Schließlich kannst du die Modes auf dem ganzen Griffbrett spielen.

    Bei solchen Sachen sollte man immer versuchen alles im Gesamtzusammenhang zu sehn.V.a. auch wie sich die einzelnen Sachen voneinander ableiten.Irgendwann erkennt man auch wie sich ein bestimmtes Schema durch die Patterns zieht (sie beinhalten ja im prinzip nur
    7 bzw. 5 Töne).
    Und selbst Arrpeggios beinhalten letztendlich doch nur töne aus den Patterns.

    Mit Griffbildern zu Arpeggios kann ich leider nicht dienen,aber an dieser Stelle möchte ich diesbezügl. noch 2 kleine Buchtipps zum Thema improvisieren und Harmonielehre geben, nämlich das
    Buch "Super Sonic Improvisation" von Jeremy Sash und "in Vivo Guitar" von Abi von Reininghaus.
    Ersteres enthält auch so ziemlich alle Arpeggiopatterns die's gibt,erfordert aber ein wenig Vorwissen bezügl. Harmonielehre.

  5. #5
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    Hans_3 ist offline
    Zitat von El Compadre
    jetzt kommt noch Dur/Moll dazu (is ja auch dasselbe, andere Grundtöne) Ich versteh nur nicht warum ich Modes lernen soll.
    Die Frage wäre richtiger: "Ich versteh nicht, warum ich die anderen Modes lernen soll." Denn 2 kennst Du ja schon....

    Deshalb wäre dann die Gegenfrage: Warum willst Du Dich mit den Modes "ionisch" (=Dur) und "äolisch" (=moll) zufrieden geben? Denn das sind ja nix weiter als 2 aus einer Reihe von 7 Modes (*), die sich in unserem Kulturkreis etwas in den Vordergrund gedrängelt haben. Damit kann man gängige Schlager und Volkslieder und die eine oder andere Rock-Moll-Ballade spielen. Und das war's dann.

    Da Du ja schon weißt, dass das Tonmaterial von C-Dur/A-Moll über C-Dur eben ionisch ist und über A-Moll äolisch - warum nicht den nächsten Schritt gehen, und genau die selben Töne z.B. über D-Moll (klingt dorisch) oder G7 (klingt mixolydisch) spielen - das ist doch genaugenommen nur ein ganz kleiner Gedankenschritt, der heute neben Blues-Skala und Pentatonik zum Pflichtprogramm im Rock gehört (bei Jazz, Funk und Fusion ohenhin).


    (*) Der Dur-Skala. Von Harmonisch Moll und Melodisch Moll gibts dann nochmal jeweils 7 Modes, von denen im Rock allerdings nur wenige vorkommen. Aber warten wir's ab. Alles eine Frage der Hörgewohnheiten. Irgendwann kommt ein Metaller, der den Jazzern lydisch#5 entwendet und die Kids damit verrückt macht *gg*


    Zitat von El Compadre
    Arpeggios lernen für (...) Dominant Sept
    Schon wieder gibst Du Dir die Antwort auf die Frage "warum Modes" fast von selbst. Das Dom7-Arpgeggio steht nämlich im mixlodydischen Modus = kleine Septime. In einem G-Dom7 kommt das F als 7 vor, also eben nicht das F# aus G-Dur sondern das F aus C-Dur.

    Daraus folgt der nächste kleine Schritt: Richtig modal-spannend wird das dann, wenn Du Dir z.B. G nicht als Dominante nimmst sondern als Grundtonart und darüber dasselbe spielst, als wäre es ein Dom7. Das kann dann z.B. zu folgendem mixoldyischem Arpeggiolauf führen:

    7p5----------------5s3---------------------------------------
    ------6----------6-------6--3---------------------0---------
    ---------7-4h7------------------4-----------------0---------
    -------------------------------------5--4--3-------3---------
    ----------------------------------------------------2-------
    ------------------------------------------------3-----



    Der Einfachheit hier nochmal die Umrechnung:

    dorisch zu d-moll = spiele die Töne der 1 Ganzton drunter liegenden Durleiter (=C)
    phrygisch zu e-moll = spiele die Töne der 2 Ganztöne drunter liegenden Durleiter (=C)
    mixolydisch zu G-Dur = spiele die Töne der 1 Quarte drüber liegenden Durleiter (=C)
    lydisch zu F-Dur = = spiele die Töne der 1 Quinte drüber (=1 Quart drunter) liegenden Durleiter (=C)

    Was Quarten und Quinten von XY sind, muss man dazu allerdings im Schlaf wissen. Ganz ohne Lernen geht es net . Also erstmal lernen und wenn man es oft genug gespielt hat, darf man es genauso schnell wieder vergessen wie das Theoriewissen um den grammatikalisch korrekten Aufbau eines englischen Satzes
    Geändert von Hans_3 (22.02.2006 um 01:27:20 Uhr)
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Korgun

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    Zitat von El Compadre
    Da fehlt aber was. Wenn ich zb phrygisch spielen will hab ich dann nur das eine Pattern zur Verfügung. Um auf dem ganzen Griffbrett zu wissen wo jeweils die Grundtöne von phrygisch sind müsste man sich das halt immer wieder neu überlegen.
    Wie issn das nun? Ich zermater mir da grad den Kopf drüber, aber ich komme nicht drauf, ich bin kurz davor aber es macht noch nicht ganz klick:

    Also, wenn ich meinetwegen C-Ionisch über ganze Griffbrett spielen möchte, muss ich 7 Pattern verwendet wobei die roten Punkte immer ein C ergeben (die Pattern greifen ja auch in einander) Wenn ich nun C-Phrygisch spielen möchte, müssen die grauen Punkte alle ein C sein, und ich muss die anderen Pattern dementsprechend anpassen...Und nachdem ich also beim Lokrischen Pattern durch bin allerdings höher spielen möchte, muss ich das Ionische Pattern nehmen?!?!

    Ich glaub ich könnte sogar recht haben, oder?? Mich verwirrt nur irgendwie das da drüber lofrisch etc steht, wenn man aber ionisch spielen will, brauch man alle diese sieben pattern, wenn man lokrisch spielen will alle, sieben, etc?! Allerdings immer den nunja "Skalen Grundton" zB C an der Stelle an der die Modes ihren typischen Punkt haben (die grauen Möppel)

    Bitte sagt mir das ich mir das gut erabreitet habe und recht habe

  7. #7
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    Zitat von Korgun
    Wenn ich nun C-Phrygisch spielen möchte, müssen die grauen Punkte alle ein C sein
    Richtig. Die Patterns selber ändern sich ja nicht, man fängt lediglich mit einem anderen Grundton (und zu enem anderen Akkord) an. Zum besseren Verständnis hab' ich das alles mal in 1 einzigen Fingersatz gepackt:

    -------10----12---13---15----------------------
    -------10----12---13-----------------------
    ---9---10----12-------------------------------
    ---9---10----12---------------------------------
    8------10----12-----------------------------------
    8------10----12-----------------------------------

    Start-*/Grundtöne

    Schwarz = Ionisch C-Dur
    Rot = dorisch D-moll
    Grün = phrgyisch E-moll
    Blau = lydisch F-Dur
    Pink = mixolydisch G-Dur
    Gelb = aölisch A-Moll

    * Die Sache mit den Starttönen ist antürlich nur für die Theorie und um Üben. In der Praxis fängt ja nicht jede Melodie mit den den selben Tönen an. Das wäre ziemlich langweilig.
    Geändert von KlausP (29.02.2008 um 19:43:01 Uhr)
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  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von CMatuschek

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    CMatuschek ist offline
    Hej, der Thread kommt genau richtig weil ich grad Modes lernen will!
    Hab jetzt mal ein paar Pentatonik-Licks (so rock-klichee-licks usw.) in Moll "umgewandelt":
    Hab die zusätzlcihen Töne eingebaut und ne kleines Tollen Lick. Geendet hat das Lick auf dem Grundton von Moll. Dann hab ich weitergeguckt: Dur is das gleiche nur die Gruntöne liegen anders, ende ich also einfach mal auf nen andern Ton(anderen Skalenpunkt), und voilá hat es sich ganz anders angehört! Wunderbar!

    Also spiele A-Moll gleich wie C-Dur.... Klingt erstmal komisch, "Dann ist da ja garkein unterschied!" denkt man sich erstmal... Aber es kommt dann anscheinendt auf die Begleitung an, ob Kadenzen auf C-Dur oder A-Moll gebildet sind, je nachdem spiele ich grad A-Moll oder C-Dur. Oder seh ich das falsch????

    Dann zu der Betonung: Wenn auf eine C-Dur-Begleitung die Skala im 5. Bund spiel sollte es ja die C-Dur-Tonleiter sein. Wenn ich aber die Betonungen(z.b. die lang ausklingenden Lick-Endungen) auf den Grundtönen von A-Moll setzte (5. Bund E-Saite; 7. Bund D-Saite), klingt das (zusammen mit der Begleitung) dann wieder nach Moll?
    Oder ist das dann egal?????

    Noch ne Frage: Wenn ich ne C-Dur-Begleitung habe, dann kann ich also alle modes dazu spielen indem ich einfach nur die aufgestockte Penta-Skala in einer anderen Lage spiele oder? Dann kann ich ja in allen Lagen spielen ..... oder geht das nicht, weil die Kadenzen der Begleitung auf C-Dur aufgebaut sind und nicht auf C-*jeweiliger Mode*?

    Hoffentlich rede ich hier kein Stuss, bin recht neu mit Theorie-Sachen die ich mir auch alle selber beibringen muss (will) ....
    THX für Antwort!

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Maverick018

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    Maverick018 ist offline
    @Hans:
    Du hast noch die 7. Stufe, also Lokrisch, vergessen. ;-)
    Ansonsten find ich die Darstellung sehr gut.
    Übersichtlich und eigentlich auch leicht verständlich.

  10. #10
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    Hans_3 ist offline
    Zitat von CMatuschek
    Aber es kommt dann anscheinendt auf die Begleitung an, ob Kadenzen auf C-Dur oder A-Moll gebildet sind, je nachdem spiele ich grad A-Moll oder C-Dur. Oder seh ich das falsch????
    Richtig, es kommt natürlich immer auf den harmonischen Zusammenhang an.

    Dann zu der Betonung: Wenn auf eine C-Dur-Begleitung die Skala im 5. Bund spiel sollte es ja die C-Dur-Tonleiter sein. Wenn ich aber die Betonungen(z.b. die lang ausklingenden Lick-Endungen) auf den Grundtönen von A-Moll setzte
    Bei einem C-Dur-Akkord mit einem betonten A (Sexte) in der Melodie drängt dieser Ton immer zu einer Auflösung hin - bsp. zu einem E. Oder zu einem F, wenn anschließend der Akkord F folgt. Oder zu einem Bb als Septime von C und neuerlicher Spannung. Muss man halt alles spielen wie man's haben will, hören und empfinden.

    Noch ne Frage: Wenn ich ne C-Dur-Begleitung habe, dann kann ich also alle modes dazu spielen indem ich einfach nur die aufgestockte Penta-Skala in einer anderen Lage spiele oder? Dann kann ich ja in allen Lagen spielen ..... oder geht das nicht, weil die Kadenzen der Begleitung auf C-Dur aufgebaut sind und nicht auf C-*jeweiliger Mode*?
    Eher letzteres. Es muss schon irgendiwe muskalisch passen und Sinn ergeben. Jeder Mode hat ja seinen speziellen Charakter, z.B. würde man lydisch nicht in einer Blues-KAdenz einsetzen und da ständig wild hin- und herwechseln. Man haut sich ja nicht wahllos Fisch mit Currywurst zusammen auf den Teller.

    Zitat von Maverick
    @Hans: Du hast noch die 7. Stufe, also Lokrisch, vergessen. ;-)
    Das war Absicht, um das farblich noch etwas übersichtlich zu halten. Lokrisch ist eh ziemlich strange, da muss man sich gesondert und intensiv mit befassen. Und hier gehts ja erstmal ums Grundverständnis. Ich habe eh oft den Eindruck im Board, dass viel zu Vieles auf einmal wollen. Man muss sich mit jedem einzelnen Mode lange und gründlich auseinandersetzen und ihn ins Hör- und Spielgefühl bekommen. Wer alles gleichzeitig macht, wird scheitern.
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  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Deffi

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    Zitat von Hans_3
    Das war Absicht, um das farblich noch etwas übersichtlich zu halten. Lokrisch ist eh ziemlich strange, da muss man sich gesondert und intensiv mit befassen. Und hier gehts ja erstmal ums Grundverständnis. Ich habe eh oft den Eindruck im Board, dass viel zu Vieles auf einmal wollen. Man muss sich mit jedem einzelnen Mode lange und gründlich auseinandersetzen und ihn ins Hör- und Spielgefühl bekommen. Wer alles gleichzeitig macht, wird scheitern.
    Da würd ich dir jetz einfach mal widersprechen.
    Ich würde allein schon aus dem grund lokrisch hinzufügen, das es dann wieder auf ionisch hinläuft. Der vervollständigt das ganze. sonst könnt ja wieder einer kommen und fragen ob man die leiter ab dem ton denn NICHT spielen kann.
    selbst wenn man keinen lick nur in lokrisch spielt ist der mode nicht ganz unwichtig um "hochzuklettern".
    Wenn man zB ein solo in den tieferen bünden spielt und dann in höhere wechseln will OHNE zu springen, sondern auf einer oder 2 saiten hochklettern will ^^.

    Also ich hab auch mehr oder weniger alle modes gleichzeitig gelernt..
    und ich bin nicht gescheitert ^^
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