Felle, Becken, Dämpfung

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rikojir
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Moin zusammen,

ich habe vor, mir neue Felle + einen neuen Satz Becken zuzulegen, da ich bisher nur über ein Standard 08/15 Rock Kit von Sonor verfüge. Am meisten stört mich derzeit die nervige Übersprechung zwischen kleiner Tom und Bassdrum, d.h. der Snareteppich raschelt etwas mit, wenn ich auf die kleinste Tom schlage. Hab da etwas mit Tape nachgeholfen, aber das Wahre ist das nicht.

Bei einem Kumpel konnte ich bereits die Powerstroke 3 Felle antesten, der Sound hat mir eigentlich ziemlich zugesagt, vor allem die nervigen Übersprechungen zwischen kleiner Tom und Snare konnten - ihm nach - durch die Felle deutlich reduziert bis komplett wegkaschiert werden. Da die Teile allerdings nicht allzu billig sind, weiß ich nicht, ob es sich lohnt, sich für Bassdrum, Toms und Snare nur die Schlagfelle zu kaufen. Soweit ich das richtig verstanden habe, ist das Resofell ja nur für den Hall bzw. die Länge des Tons zuständig, also müsste die soundtechnisch ja nicht soviel ausmachen wie die Schlagfelle, oder?

Zur Dämpfung: Bei Thomann gibts online nen Ratgeber für Drumfelle, wo man Dämpfungsringe aus Schaumstoff sieht, die unter das Fell in den Kessel geklebt, -legt, -presst? wie auch immer jedenfalls irgendwie reingetan werden. Weiß jemand wo ich solche Teile erstehen kann? Bisher hab ich nur für obendrauf Dämpfungsringe gesehen z.B. von Millenium bei Thomann im Shop.
Des weiteren wollte ich mir dann anstatt Tape diese Moongel Pads kaufen, bei dem Preis kann man da wohl kaum was falsch machen.

Zu den Becken: Ich hatte den Beckensatz von Zildjian ZBT 4 im Auge, da erhält man ein 20" Ride, 16" Crash, 14" Hi-Hat und ein 18" Crash obendrauf für 250 Euronen. Ich kenn mich mit Becken allerdings überhaupt nicht aus, hab halt wie schon gesagt bisher immer nur mit einem 16" Crash und 14" Hi-Hat von Paiste gespielt, die beim Kit dabei waren, also nix besonders tolles. Kann mir jemand diese Becken empfehlen oder ist davon eher abzuraten? Oder gibts Alternativen dazu?

Bin um jeden Ratschlag zu Fellen Becken und Dämpfung froh,

Gruß

Riko
 
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Hallo!

Mit entscheidend für den Klang sind tatsächlich die Reso-Felle. Wenn die alt sind, können sie nicht mehr gut "resonieren" und der Klang lässt deutlich nach. Allerdings gehen hier die Meinungen stark auseinander, nach wie vielen Monaten/Jahren/Äonen die Reso-Felle gewechselt werden sollten. Irgendwann ist auch dieses elastische Material, aus dem die Felle bestehen, durch die permanente Spannung erledigt. DAS wird aber nicht dein aktuelles Problem sein.

Ich rate mal: meiner Meinung nach ist bei dir der Fall, dass die "kleine Tom" in etwa die selbe Tonhöhe aufweist, wie deine Snare. Über welche Kesselgrößen sprechen wir? Kleine Tom 12" oder sogar nur 10"? Die Snare bestimmt 14"? Eine 12"-Tom kann ganz schön tief "buuummm" machen, eine 10"-Tom kann schön knackig hoch gepitched werden - da sind ganz schöne Spielräume vorhanden. Dreh einmal an den Stimmschrauben herum und versuche, einen ordentlichen Unterschied von der Tom zur Snare herauszuholen.

Wie sieht jeweils das Verhältnis von "Schlagfell zu Reso-Fell" auf den Trommeln aus? Tu die Reso-Felle ein wenig höher stimmen als die Schlagfelle und vielleicht löst diese Maßnahme schon dein Problem. Reso-Fell höher bedeutet, dass der Ton nicht allzu lange nachklingt und am Ende etwas hochgeht. Reso-Fell gleiche Höhe bedeutet maximales Sustain. Reso-Fell niedriger hat ein Absenken des Tones zur Folge - manche finden diese Stimmung besonders "fett". Allerdings kann die Tom sich so gestimmt nicht maximal durchsetzen. Probier einfach herum und mach das, was dir am besten gefällt. :)

Zu 99,99 % hat dieses "Übersprechen", wie du es nennst, nichts mit den Fellen zu tun, sondern einzig und alleine, wie hoch (d.h. wie gut) die Trommeln gestimmt sind. Die Snare ist i.d.R. für einen 14"-Kessel zu hoch gestimmt - ansonsten könnte sie als DER TAKTGEBER nicht so dominant in Erscheinung treten. Versuche sie höher zu stimmen, dann wird das allermeiste Geraschel vom Snareteppich auf natürliche Art und Weise unterbunden. Dann brauchst du solche Experimente wie beispielsweise "mit Klebeband den Snareteppich festkleben" nicht mehr durchführen. :eek:

Wenn du unbedingt dämpfen willst, dann nimm eben ein Stück Moongel - das muss dann aber auch reichen. ;)

Bei den Becken wird dir hier jeder von den Einsteigerserien abraten, wie z.B. den ZBT und wie sie noch alle heißen. Nach 2 Monaten hast du sie satt und ärgerst dich über den Preis. Gute und günstige Becken bekommt man u.a. von Zultan, Masterwork o.ä. - Stichwort "kleine Türken". Benutze mal die Suchfunktion und es tuen sich hier jede Menge Beiträge auf.

Viel Erfolg!
 
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Ja, das mit den Stimmungen hab ich schon in etwa so gemacht. Also ich hab ne 14" Snare, 12", 13" und 16" Toms und ne 22" Bassdrum. Das mit den Stimmungen hab ich bereits gemacht, dann siehts wohl so aus als müsst ich mich nochmal ranmachen und die Snare und 12" Tom auseinandernehmen und umstimmen, beim Rest scheppert der Snareteppich nicht.
Welche Felle kann man denn generell empfehlen? Weil wenn ich jetzt die Remo Powerstrokes kaufen würde, müsst ich - deinem Urteil zur Rolle der Resofelle für den Sound nach - ja allein für die Bassdrum 2x 40 Euro, 2x 17 usw rechnen, weil ich ja jeweils Batter und Resofell bräuchte, das wird dann ja nicht gerade billig, ich fürchte nur billiger gehts kaum -.-
Also bei den Becken finde ich ehrlich gesagt die ZBT Serie von Zildjian gar nicht so schlecht, wenn man sich die Samples auf Thomann anhört, ich hör jetzt auf meinen Monitoren nicht den hammermäßigen Unterschied, der da preisliche Differenzen von bis zu 350 Euro pro Becken rechtfertigen würde - meines Erachtens nach. Ich fürchte da werd ich nicht drumrumkommen, mal beim Musicstore vorbeizufahren und mir live die Teile anzuhören.

Danke erstmal für den Tipp mit Zultan und Masterwork - dieses Sets hier, ja, auch wieder ein Einsteigerset :D , scheinen brauchbar zu sein, haben ziemlich gute Bewertungen und bisher nix schlechtes darüber gelesen nach etwas googeln.

Masterwork:
https://www.thomann.de/de/masterwork_troy_beckensatz.htm

Zultan:
https://www.thomann.de/de/zultan_rock_beat_profi_cymbalset.htm

Istanbul:
http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/...4-HH-18-Cr-Bag/art-DRU0018539-000#FullDetails


Prinzipiell kriegt man beim Istanbul Set ja das meiste fürs Geld, die Masterwork und Istanbul Sets haben beide die B20 Legierung, das Zultan scheinbar nicht. Beim Istanbul kriegt man für die 80 Euro mehr eben noch ein 18" Crash-Becken obendrauf. Das einzig negative daran scheint die leise Bell beim Ride zu sein, wenn man den Rezensionen Glauben schenken darf, das Masterwork Troy hat zwar kein Ride-Becken, aber bei dem scheint "alles" zu stimmen, sogar die Ride-Bell.
Jetzt ist die Frage ob ich mir das Masterwork + n anderes Crash, z.B. von Zultan aja oder das Istanbul hole und nen Haken dran mache, oder ganz was anderes kaufe.
 
Zuletzt bearbeitet:
das Masterwork Troy hat zwar kein Ride-Becken, aber bei dem scheint "alles" zu stimmen, sogar die Ride-Bell.

:gruebel:

Die Zultan sind auch alle in B20 gefertigt. Wird nur nicht speziell erwähnt beim Onkel Hans auf der Seite.

Das Samatya Set besitze ich selber. Bin ganz zufrieden mit dem Set. Die Bell vom Ride ist in der tat relativ leise, dafür aber sehr klar und hell. Ist nicht unbedingt ein Nachteil, denn eine leise Bell die trotzdem zu hören ist, ist auch angenehm für die restlichen Bandkollegen ;)
 
Masterwork, Istanbul, Zultan, Sonor Armoni, Turkish, Grand Master Pasha, Fame Master B20 sind quasi "der selbe Käs in anderen Schachteln"

Wenn ich richtig informiert bin fertigt Istanbul die Fame und Turkish die Zultans und die Sonor. In Prinzip sind das die gleichen Becken, steht halt nur was anderes drauf.

Du meintest bei Masterwork wohl ein zweites Crash?

Nix gegen Zildjian aber die von mir eingangs erwähnten Becken halte ich (und viele hier im Board auch) für Klassen besser als die ZBT.
Nach alter Tradition handgemachte türkische Becken aus B20-Glockenbronze gegen maschinengestanzte B8. Die ZBTs werden gar nicht richtig gehämmert sondern in eine Form gepresst.
Beim direkten Hörvergleich (in natura, versteht sich) hört man schon einen deutlichen Unterschied.

Übrigens, ganz weg wirst du das Snarerasseln nie bekommen und das ist auch gut so. Das macht nämlich den Klang eines Schlagzeug aus. Und sobald der Bassgitarrist genau die Frequenz trifft, hast du es sowieso.
Aber in der Entfernung (da reichen schon zwei Meter) hörst du davon eh nix mehr und im Bandkontext geht das Rasseln eh unter.

Manche machen den Fehler und würgen aus Angst, die Snare könnte rasseln, den Sound total ab.
Das klingt dann aber wirklich besch...eiden. Ist so als würde man eine Akustikgitarre mit Bauschaum ausspritzen, damit sie ja nicht klingt.

Bei guten E-Drums (z. B. Roland TD20) lässt sich das Snarerassel sogar dazumischen. Da werden die Soundingenieure schon wissen warum.
 
Masterwork, Istanbul, Zultan, Sonor Armoni, Turkish, Grand Master Pasha, Fame Master B20 sind quasi "der selbe Käs in anderen Schachteln"

Wenn ich richtig informiert bin fertigt Istanbul die Fame und Turkish die Zultans und die Sonor. In Prinzip sind das die gleichen Becken, steht halt nur was anderes drauf.

Du meintest bei Masterwork wohl ein zweites Crash?

Nix gegen Zildjian aber die von mir eingangs erwähnten Becken halte ich (und viele hier im Board auch) für Klassen besser als die ZBT.
Nach alter Tradition handgemachte türkische Becken aus B20-Glockenbronze gegen maschinengestanzte B8. Die ZBTs werden gar nicht richtig gehämmert sondern in eine Form gepresst.
Beim direkten Hörvergleich (in natura, versteht sich) hört man schon einen deutlichen Unterschied.



Manche machen den Fehler und würgen aus Angst, die Snare könnte rasseln, den Sound total ab.
Das klingt dann aber wirklich besch...eiden. Ist so als würde man eine Akustikgitarre mit Bauschaum ausspritzen, damit sie ja nicht klingt.

Bei guten E-Drums (z. B. Roland TD20) lässt sich das Snarerassel sogar dazumischen. Da werden die Soundingenieure schon wissen warum.

Geiler Vergleich mit der Gitarre :D
Ja, ich wills ja auch nicht komplett wegbekommen, aber im Moment schepperts mir dann doch noch etwas zuviel, aber ich fürchte da hilft neu Stimmen als einziges. Die Moongel-Teile probier ich auf jeden Fall mal aus.

Also die Istanbul Serie gefällt mir ja optisch schon am besten mit den Zultans, aber von den Zultans kann man dummerweise nix gutes bei Youtube in ordentlich aufgenommen Quali finden, nichtmal in mieser Quali. Scheinen ziemlich selten zu sein. Und da der Musicstore die auch nicht führt, ist mir das irgendwie zu riskant die "blind" zu bestellen. Ich werd nächstes Wochenende mal nen Ausflug nach Köln machen und mir die Masterworks und Istanbuls vor Ort anhören. In dem Video hier z.B. find ich die Bell vom Istanbul gar nicht soooo leise, vor allem, weil man wenn man wirklich n total ridelastiges Stück aufnehmen würde ja eh die Ride gesondert abnehmen würde:

http://www.youtube.com/watch?v=ZmMv502V1rI&feature=related (von irgendwem zuhause mit nem zoom h1 aufgenommen, ziemlich gute quali dafür)

http://www.youtube.com/watch?v=_7q5dlP79aI ( schon deutlich besser abgenommen, hier find ich die Ridebell trotz fehlender gesonderter Mikrofonierung eigentlich völlig ok! )

Danke jedenfalls erstmal an alle die mir bisher geantwortet haben! :)
Wenn ihr noch Tipps zu Fellen habt, die ihr besonders gut findet oder die ich unbedingt mal in die nähere Auswahl ziehen sollte, nur her damit.

Doofe Frage am Rande: Macht eigentlich n Coated Fell nen deutlichen Soundunterschied? Das Powerstroke 3 Bass Drum 22" Batter Fell z.B. wurde bei Thomann viel viel öfter gekauft als das beschichtete, deswegen frag ich mich gerade ob das was zu bedeuten hat...
 
Manche machen den Fehler und würgen aus Angst, die Snare könnte rasseln, den Sound total ab.
Das klingt dann aber wirklich besch...eiden. Ist so als würde man eine Akustikgitarre mit Bauschaum ausspritzen, damit sie ja nicht klingt.

Das hat aba nichts mit Fehler zu tun! Das hat was mit den kesseln, den fellen und dem Geschmack zu tun ;)
 
Mein lieber TBriX, wenn du deine Kessel töten willst, dann erschieß sie doch - das geht einfacher, als mit Tempos, Gaffa und Moongel anzurücken! :D

Spaß beiseite! Die Befellung ist wirklich Geschmackssache ... Nur sollte man bedenken, dass zweilagige und schon vorgedämpfte Felle sich nun mal nicht mehr vom Sound "öffnen" lassen - einlagige, offen klingende Felle lassen sich jedoch nach Belieben dämpfen. Ob das aber sinnvoll ist ... Gut, wenn ich nur alleine am Set sitze, ist es egal. Ich höre mein Set aus nächster Nähe und finde es gut, wie es klingt. Aus 3 Metern Entfernung klingt das aber schon total anders - mach doch mal diese Erfahrung, das öffnet Horizonte! Spiele ich mit ein paar Leuten zusammen, kommt ein gedämpftes Set dermaßen leblos herüber, dass es sich gegenüber den anderen Instrumenten nicht mehr durchsetzen kann. Die "unerwünschten Obertöne", die mich als alleine spielenden Drummer ansonsten stören, fehlen mir jetzt halt.

Eine Ausnahme macht hier die Bassdrum. Die wird normalerweise bewusst gedämpft, beim einen mehr, beim anderen weniger - je nachdem, in welcher Musikrichtung man zuhause ist. Ich selbst habe ein Powerstroke3 coated drauf und finde, dass es für mich und mein Set und der Musik, die ich mache, einfach das beste Fell ist. Es ist einfach zu stimmen und hat genau die richtige Dämpfung, um sofort einen richtigen "Bumms" ohne Kompromisse abzuliefern. Wie gesagt, MEINE Meinung. Hier im Forum gibt es viele Leute, die andere Felle nutzen, weil sie ihnen gut/besser/am besten gefallen. Lies dich mal durch, das ist interessant und informativ! Kurze und knappe Antwort auf deine Frage, ob ein coated-Fell einen Hörunterschied bringt: ja, wenn die Bassdrum richtig gestimmt ist, hört man deutlich den Unterschied - jedenfalls bei Filzbeatern. Bei Holzbeatern bin ich mir da nicht mehr so sicher, da habe ich keine Erfahrungswerte.

Auf den Toms nutze ich zur Zeit noch die Powerstroke3 clear - sie werden aber noch in diesem Sommer durch einlagige coated-Felle ersetzt - vorzugsweise Remo Ambassador coated. Aber auch das ist mein persönlicher Geschmack. Genauso bin ich für eine Snare mit einlagigem Fell, weil ich finde, dass eine Snare immer ganz deutlich und crisp zu hören sein, aber mich nicht durch ein brachiales "Ttttschackkkk" umbringen sollte ... :D

Generelle Fell-Empfehlung: bei den Ambassadors und den Powerstroke3 (=einlagig) clear und den Emperors (= zweilagig) clear liegt man meistens richtig. Ebenso bei den vergleichbaren Exemplaren der Marken Evans und Aquarian, wobei meinem Hörempfinden nach die Aquarians einen Tick "härter" klingen. Interressant sind auch die Evans EC2 (zweilagig), die sind mit einem Alu-Ring etwas vorgedämpft, aber nicht unangenehm. Die hatte ich selber auch mal gehabt und bekam vor allem auf dem 16" Standtom einen ordentlichem Wumms - leider sind sie nicht ganz billig. Aber auch hier gibt es jede Menge unterschiedliche Meinungen dazu.

Übrigens finde ich deine Einstellung klasse, dir persönlich einen Eindruck von den Becken zu machen, die dich interessieren. Viel Spaß beim Testen! :)
 
Was man natürlich IMMER berücksichtigen muss, ist der Raum, in dem gespielt wird.

Dazu eine kleine Geschichte:

Früher hatten wir unseren Proberaum in einem alten Bauernhaus aus Sandsteinquadern. Der Raum war fast kahl, einzige Raumdämmung war die Auslegeware.
Baulich durften wir auch nix verändern. Ich hab damals coated Emperors oder ähnliche zweilagige Felle auf den Toms benutzt. Die klangen dann schön fett.

Seit einigen Jahren haben wir einen neuen Proberaum. Der befindet sich in einem gut gedämpften Keller.
Als ich das Set dort das erste mal spielte, dachte ich, dass mir jemand Schaumstoff in die Toms gestopft hätte. Das klang furchtbar, total tot, wie eine Pappschachtel.

Das war natürlich der total bedämpfte Raum. Ich hab dann auf einlagige Aquarian Texture coated umgesattelt und die Toms eher in den höheren Bereich gestimmt. Und siehe da, alles wurde gut.

Noch etwas zu den Becken-Soundfiles bei youtube:

Eine der wenigen Seiten, bei der man dem Sound noch halbwegs trauen kann, ist die von Memphis Drumshop.
Herstellerseiten hingegen würde ich nicht wirklich trauen, da wird gerne mal soundtechnisch getrickst. die wollen ihre Ware schliesslich auch verkaufen.
Da klingen selbst Einsteigerbecken gut, obwohl sie das in natura nicht wirklich tun.

Ich würde youtube-Files wirklich nur als grobe Richtungsanzeiger werten. Handgemachte Becken klingen ja nie genau gleich. Das kann man aber nur vor Ort ausloten.
 
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Ja stimmt schon, letzten Endes entscheidet einfach die Raumakustik über den Sound.

Ich denke ich werde bei den Fellen für die Schlagfelle Powerstrokes nehmen, die coated Version und bei der Snare mit Dot, als Resos kommen dann irgendwann später mal Ambassadors Clean drauf, bis auf die Bassdrum, da brauch ich noch irgendn Fell mit Soundloch...die sind bloß immer gleich so böse teuer bei der Bassdrum -.-

Jop, ich werd beide Beckensätze auf jeden Fall mal vor Ort antesten, hoffe mal der Istanbul gefällt mir, von der Optik und vom Umfang wär der genau richtig.
 
Hi,

wer dämpft kann nicht stimmen, das ist ja heute einfach die gängige aussage. ich bin kein profi und habe keinen fellproduzenten als sponsor wo ich mir für jeden konzertraum die richtigen felle aussuchen kann.

deshalb muss ich kompromisse eingehen und ehrlich gesagt ist es mir egal wenn ich gaffa und tempo auf den toms habe.
wenn ich damit den sound hinbekomme wen interessiert es. manchmal hallen die räume so extrem nach, wo auch mit der technik kaum was zu machen ist. snarerascheln bekommt man reduziert, indem man die spiralenanzahl verkleinert indem man die 123 ersten spiralen an beiden seiten abschneidet, dadurch wird der sound auch schärfer, oder man holt sich gleich einen kleineren teppich.

becken mit hörprobe vergiß es man muss sich das becken orginal anhören am besten im vergleich zu anderen oft sind es nur kleinigkeiten die aber genau zum kauf entscheiden.

Lg

DT
 
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Es ist doch immer wieder die gleiche Diskussion: dämpfen oder nicht dämpfen. Ob man seine Felle dämpft oder nicht ist Geschmacksabhängig. Man kann sich darüber streiten wie man will, im Endeffekt muss aber jeder selbst entscheiden was er macht um den für sich perfekten Sound zu bekommen. Wenn man nicht dämpft und mit dem Sound zufrieden ist, ist das genauso ok wie wenn man dämpft und den Sound mag. Also jeder muss es selbst entscheiden.
 
Es ist doch immer wieder die gleiche Diskussion: dämpfen oder nicht dämpfen. Ob man seine Felle dämpft oder nicht ist Geschmacksabhängig. Man kann sich darüber streiten wie man will, im Endeffekt muss aber jeder selbst entscheiden was er macht um den für sich perfekten Sound zu bekommen. Wenn man nicht dämpft und mit dem Sound zufrieden ist, ist das genauso ok wie wenn man dämpft und den Sound mag. Also jeder muss es selbst entscheiden.

Selbst entscheiden, korrekt. Aber auch rumprobieren :p aktuell fahre ich meine drums komplett ohne dämpfung und bin zufrieden, beim nächsten mal stimmen kommt vll. wieder bissl Moongel drauf, je nach dem ob ich den Sound mit mehr mag oder nicht.
Die aussage "wer dämpft kann nicht stimmen" ist an sich nicht ganz falsch: als anfänger griff ich einfach schneller zum dämpfen, einfach weil ich keinen bock hatte mich mal hinzusetzen. Jetzt geht stimmen routinierter und besser und dementsprechend überlege ich wirklich ob ich ein wenig dämpfe... oder eben nicht :D finds nur ein wenig fies, dass jedem der dämpft sofort vorgeworfen wird: er könne nicht stimmen, er käme nie zum traumsound UND seine becher würden nie wie ein drumset klingen :/
 
Zwischen dämpfen und Sound abwürgen ist aber noch ein grosser Unterschied.

Warum aber dämpfen gerade Anfänger fast alles tot?
Weil sie den Schlagzeugsound nur von Aufnahmen oder Konzerten kennen. Auch bei Konzerten hört man ja oft nicht den echten Drumsound.
Ausserdem steht man da (auch wenn man ganz nah dran ist) mindestens 3 Meter vom Drumset weg.

Sitzt man aber mittendrin im Drumset, hört sich das alles für einen Neuling schon befremdlich an.

Mein Döschen mit Moongel hab ich bei Gigs immer dabei. Manchmal ist die Raumakustik nicht optimal und man kann da nicht ewig rumstimmen. Das ist ja auch nicht das Thema.

Wie es Moltencrown schon sagte, kann man aber ein gedämpftes Fell nicht einfach entdämpfen. Im Zweifel würde ich immer ein Fell nehmen, das so offen wie möglich klingt. Da kann man dann immer nachhelfen.
Allerdings auch wieder wegnehmen. Bei z. B. einem Pinstripe geht das halt nicht. Das hat man die Dämpfung immer.
 
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So sieht´s aus! Man nennt das Prinzip auch "positives Ausschlussverfahren", wird in der IT Security bei Firewall Systemen häufig angewendet. Man lässt erstmal jedweden Datenverkehr zu (=offene, obertonreiche Stimmung), um dann per Regelwerk (=Moongel) nur die gewünschte Kommunikation zuzulassen (=gezielte Soundabstimmung auf Raum, Veranstaltung, Tontechnik und Publikum).
 
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Seeeeehr schön und bildhaft erklärt! Jeder Kommunikationsprofi würde dir dafür eine "1" geben! :hail:
 
So sieht´s aus! Man nennt das Prinzip auch "positives Ausschlussverfahren", wird in der IT Security bei Firewall Systemen häufig angewendet. Man lässt erstmal jedweden Datenverkehr zu (=offene, obertonreiche Stimmung), um dann per Regelwerk (=Moongel) nur die gewünschte Kommunikation zuzulassen (=gezielte Soundabstimmung auf Raum, Veranstaltung, Tontechnik und Publikum).

Genialer Vergleich :D Einfach nur genial!
 
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Zwischen dämpfen und Sound abwürgen ist aber noch ein grosser Unterschied.

Genau der Meinung bin ich auch dass man mit einem Taschentuch oder einem Moongel pad auf der snare z.b.den sound nicht tötet
Nur zu gaffa tape würde ich nicht direkt tendierten, weil das viel zu schwer ist.
 
Hi,
das dämpfen ist doch nur so verrufen, weil es für den pappigen sound der 80er mitverantwortlich war. obwohl manche drummer auch heute noch pappig klingen, obwohl sie nicht mehr dämpfen :gruebel:

natürlich dämpfen anfänger vllt mehr als fortgeschrittene aber das ist doch auch verständlich, die sind doch noch am suchen und kennen ihr instrument doch noch garnicht.

schlimmer sind die die schon lang genug spielen und einfach keinen sound hinbekommen. die musik lebt doch auch vom klang
manches passt einfach nicht zusammen.

Lg

DT
 

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