Funkmikrofon bis max. 500€ Alleskönner

  • Ersteller Lichtspiel
  • Erstellt am
L
Lichtspiel
Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
31.10.19
Registriert
20.09.09
Beiträge
851
Kekse
1.864
Hallo Forum,
ich benötige dringends eure Hilfe.
Ich selber komme aus dem Lichtbereich und habe deswegen nicht viel Ahnung von der Tontechnik.

Dennoch bin ich im Besitz einer Anlage und genau für diese brauche ich jetzt ein VERNÜNFTIGES Mikrofon, natürlich Funk.

Doch da der Markt nicht gerade klein ist, wollte ich mal lieber die experten Fragen.
Es darf ruhig etwas teurer sein, solange die Qualität stimmt. Ich habe gehört das Shure und Sennheiser recht gut sein Soll.

Der Anwendungsbereich bezieht sich auf so ziemlich alles.
Von Gesang, über Sprache ist alles dabei. Es wird jetzt nicht der super mega Klang für Gesang gewünscht. Es sollte mehr so rundum alles gut können.
Rückkopplungsunempfindlich ist natürlich gewünscht.

Ich denke das, das Budget dafür ganz gut ausgelegt ist.

Nun stell ich mir auch die Frage, was besser ist, Analoge- oder Digitalübertragung?

Ich freu mich auf eure Antworten.

Lichtspiel

P.S.: Wie weit geht den so die Entfernung der Funkstrecke?
 
Eigenschaft
 
Günstig und gut ist das hier:


Das ist eine Sennheiser Kondensator-Kapsel.

Die Reichweite ist von einigen Faktoren abhängig. Ich sag mal zwischen 10 und 100 Meter :D.
Je nachdem ob eine oder mehrere Mauern dazwischen sind oder ob wir uns auf freier Sichtstrecke befinden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo,

ich arbeite unter anderem mit den Shure SM (analog) Funkstrecken (Die mit der 58er Kapsel). Das funktioniert (Vor allem sehr zuverlässig) und ist Budgetmässig bei dir mehr oder weniger im Rahmen. Die Reichweiten hängen von verschiedenen Faktoren ab (Frequenzbereich, Räumlichkeiten etc). Mit meinen Systemen hatte ich da bis 80-100 m keine Probleme


Grüsse
 
Hallo Harry, danke für die schnelle Antwort.
Das sieht ja an sich schon mal ganz gut, ist auch was günstiger was ja nicht soo schlimm ist

Das ist ja jetzt noch analog, ist das ein Problem? Ist das schlechter als digital?

Ich hatte nur mal ein Funkmikrofon, das hat bei 20 Meter, einer Glasscheibe und Publikum nicht mehr einwandfrei funktioniert.
Das darf auf keinen Fall noch mal passieren.

Liebe Grüße
Lichtspiel
 
Ist analog schlechter als digital...?

Gute Frage! ;-)

Grundsätzlich pro contra analog:

- Compander beeinflusst Rauschverhalten und Dynamik
- keine Fehlerkorrektur
- Problematik freier und legal nutzbarer Frequenzbereiche

+ hohe Reichweite
+ ziemlich unempfindlich ggü. Abschattung


Pro/ Contra digital:

- AD/DA-Wandlung bedingt minimale Latenz und verringert Signaltreue
- Fehlerkorrektur erzeugt Latenz
- Gefunkt wird im 2,5GHz Bereich, was gelegentlich Störungen bei WLAN mit sich bringt
- durch die geringe Wellenlänge in diesem Frequenzbereich hohe Empfindlichkeit ggü. Abschattung

+ Fehlerkorrektur
+ Rauschverhalten und Dynamik (kein Compander nötig)
+ Preis


Hinsichtlich der Frequenzproblematik beim Musikantenfunk gibt's hier im Forum einiges zu lesen. Grundsätzlich ist es halt so, daß über kurz oder lang der komplette UHF-Bereich nicht mehr zur Verfügung stehen wird und man zwangsläufig zu Digital-Funken wird greifen müssen, weil man analog bei 2,5MHz nicht funken kann. Bevor man also analog sich in das überfüllte ISM-Band (863-865MHz) hockt, auf Lücken im LTE-Bereich (790-863MHz) hofft, oder sich in das C-Band (710-790MHz) verzieht, welches demnächst in die Hände des Mobilfunks geraten wird, würde ich zu einer digitalen Funkstrecke greifen, sofern es möglich ist, Sichtkontakt zwischen Mikro und Empfänger(-antennen) sicherzustellen.

Beispielsweise: https://www.thomann.de/de/line6_xdv55.htm


domg
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
- Gefunkt wird im 2,5GHz Bereich, was gelegentlich Störungen bei WLAN mit sich bringt
-

Damit habe ich aber schon massive Problem gehabt, teilweise soweit, das es nicht einsetzbar war. Das Problem ist, dass es nicht beinflussbar ist, du kommst an eine Location und die WLANs sind da .....


Gruss
 
Man man, jetzt ist es fast schon das Mikrofon geworden....

Ihr bringt mich ja ganz durcheinander :D

Das Mikrofon soll schon ein paar Jahre halten und nicht direkt nach einem Jahr wieder verboten sein..

Freie Sicht ist ja schon nicht immer so einfach... Eine Wand ok, aber Personen werden ja immer mal im Weg stehen..
Und das mit dem WLAN ist ja mittlerweile fast überall.
Wann wird analog den nicht mehr nutzbar sein?

Liebe Grüße
Lichtspiel
 
Analog (also D- und E-Band) sind ab dem 1.1.2016 nicht mehr zu benutzen. Zum Silvestergig 2015/2016 müssen wir also entweder mit Kabelmikros oder Digitalfunken anrücken.

Ausnahmen von dem Verbot:
- C-Band: das ist aber anmelde- und kostenpflichtig und eher was für Leute, die beständig damit Geld verdienen
- ISM-Band (oberes Ende des E-Bandes) und LTE-Austastlücke (zwischen D- und E-Band) bleibt erlaubt und kostenfrei, ist aber eher schmal von der Bandbreite und wird wahrscheinlich ziemlich von den Amateuren überlaufen werden

Ich habe mir Ende 2013 ein Shure GLXD-24/Beta58a gegönnt, also eine digitale Funkstrecke mit dem Beta58a-Kopf. Klingt prima, funzt super! Keine Probleme bei mehreren Einsätzen. Ausserdem kommt da ein hammerharter Akku mit, der bis zu 16 Stunden hält. Einzig an das Plastikfeeling des Mikros muss man sich gewöhnen, wenn man vorher mit Sennheiser gearbeitet hat, wo das Mikro ja quasi aus dem Stahlblock herausgeschmiedet wird :)

Gruß,
Jo
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Man muss mal ganz klar festhalten, dass analog und digital etwas pauschalisierend ist und damit nicht der Frequenzbereich angesprochen wird, in dem die Systeme funken. In diesem Thread geht es um die gleiche Problematik.
 
Hallo wil_riker,
das Mikrofon scheint ja so in der gleichen Klasse zu spielen, wie gesagt technische Daten sagen mir nicht so viel :D

Die 19" Montage gefallt mir ganz gut.

Was mir gerade noch einfällt, wie sieht das aus mit Akkus?
Ich denke da bietet das line 6 eine gute Alternative, so oft benutzen wir das Mikro nicht. Ich denke das da die Batterie Lösung am besten ist.

Liebe grüße
lichtspiel
 
Hallo Lichtspiel,

ich betreibe alle meine Funkstrecken (auch die von Line6) mit handelsüblichen Akkus - in diesem Fall mit Mignon- (AA-) Zellen. Damit erreicht man durchschnittlich eine Gesamtlaufzeit von ca. 6 Stunden.
 
Hallo Lichtspiel,

Vorteile der digitalen Funkübertragung:
- Klangqualität ... wobei der Unterschied zu den analogen Kollegen für 95% aller Einsatzfälle marginal ist. Darunter zählt linearer Frequenzgang 20 Hz - 20 kHz und hohe Dynamik von 120 dB sowie kein (minimalstes) Grundrauschen.
- Kein Aufrauschen bei größeren Entfernungen (wie es bei analogen Funken, bzw. auch vom Autoradio bekannt ist).
- Größere Reichweite*
- Stabilere Übertragung*
- Bessere Spektrum-Effizienz - sprich mehr kompatible Kanäle*

Nachteile:
- Latenz

Detaillierte Infos hierzu gibts in unserem Blog: http://shuredeutschland.wordpress.com/2013/07/10/funktechnik-digital-vs-analog/

*
WAS NUN ABER GANZ WICHTIG IST - so wie ich es hier aus dem Thread auch raus lese - denken alle bei "digitalen Funken" an 2,4 GHz WLAN Bereich. Und hier liegt der Hund begraben. Digitale Systeme im UHF Band (470 - 865 MHz) haben gegenüber den analogen Kollegen nur Vorteile - bzw. einiger Nachteil die Latenz, die in den meisten Fällen vernachlässigbar ist.

Wenn wir aber nun von dem UHF Band auf 2,4 GHZ wandern - unabhängig von analog/digital - dann haben wir zwei große Störfaktoren:
- Aufgrund der hohen Frequenz eine geringere Reichweite. Sichtverbindung sollte bestehen.
- Starke Konkurrenz durch Bluetooth und WLAN

Fakt (und hier beziehe ich mich nun auf unser GLXD System - das ist natürlich am besten kenne - ist aber bei x, y und z genau so :):
- die zu erwartende Reichweite ist 30 m unter typischen Bedingung. Max 60 m unter optimalen Bedingen.
- Ohne Äußere Störungen (kein WLAN, klein Bluetooth) bekommen wir max. 8 kompatible Frequenzen rein.
- Sollte vor Ort WLAN sein - dann schrumpft die maximale Reichweite von 60 schnell mal auf 30 m und die Kanalanzahl von 8 auf 4.
- NoGOs: WLAN Router in unmittelbarer Nähe zum Empfänger

Nun meine speziellen Empfehlungen für deine Anwendung.

preiswertes System - mit hervorragendem Preis/Leistungsverhältnis sowohl beim Audio (Frequenzgang und Dynamik) und HF Performance (100 m Reichweite unter typischen Bedienungen): analoges SM Funksystem BLX . Wahlweise natürlich auch eine Beta Kapsel. Der Frequenzbereich S8 deckt die LTE Mittenlücke ab und ist auf unbestimmte Zeit anmeldefrei nutzbar.

Digitaler Klang - mit den Einschränkungen der 2,4 GHz Funksysteme - digitales SM - bzw. Digitales Beta Funksystem GLXD. Da du lediglich ein Funksystem betreiben möchtest dürfte das absolut zuverlässig arbeiten. Aufgrund der intelligenten Scanfunktionen und bei aufkommenden Störungen unhörbares Wechseln der Frequenzen - inklusive der durchdachten Akkutechnologie - ein System das dir sehr viel Freude bereitet.



Das Funksystem "fürs Leben" - zugegeben etwas über deinem Budget. Aber da hier hier so weit aushole möchte es es dennoch erwähnen. Alle Vorteile der digitalen Funktechnik - mit den Vorteilen des UHF Frequenzbereichs verbunden. Damit alle Vorteile in einem System: Hohe Reichweite, Stabile Funkübertragung, digitaler Klang, geringe Latenz: QLXD digitales Funksystem.

Beste Grüße
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 9 Benutzer
Hallo Jürgen,
erstmal danke an alle die geantwortet haben.
Ich denke es wird aufjedenfall ein Digitales System, die vorteile liegen da wohl auf der Hand. Ich denke mal das die störfaktoren vernachlässigbar sind.
Jetzt steh ich zwischen den Stühlen, welches System?
Ich hätte die beiden jetzt zur Auswahl:
Shure GLXD oder das Line6 XD-V75 ??

Was für uns klar ein vorteil wäre, wären die Batterien im Line6. Oder ist das Shure soviel besser das sich der Akku doch lohnt?

Liebe Grüße
Lichtspiel
 
Hallo Lichtspiel,
das ist fast ein etwas unfairer Vergleich zwischen den beiden Systemen in meinen Augen. Wir selbst haben das Shure GLXD mit Beta 58a Kapsel. Der integrierte Akku erleichtert dir ein deutliches die Kontrolle und das "unentwegte daran denken müssen frische Batterien im Gepack haben zu müssen". Außerdem hat das Shure den Vorteil auf mehreren Frequenzen gleichzeitig zu funken und bei Störung ohne jegliche Geräusche einfach zu wechseln. Des weiteren bekommst Du auch noch eine Transporttasche dazu. Also alles was der Herz begehrt. Bis dato hat uns das System nicht einmal im Stich gelassen.
Das manchmal bemängelte "Plastikgehäuse" des Mikrofons wird man schnell zu schätzen lernen. Es ist nämlich auch entsprechend leichter in der Hand. Unser Sänger möchte kein schweres mehr haben.

Ich kann nur empfehlen, dass Du in das Musikhaus deines Vertrauens fährst und beides mal antestest!

VG
Flo
 
Hallo flobo79,

Außerdem hat das Shure den Vorteil auf mehreren Frequenzen gleichzeitig zu funken und bei Störung ohne jegliche Geräusche einfach zu wechseln.

das tut das Line6 (und die meisten der Mitbewerber) allerdings auch - das ist in diesem Fall also nicht zwangsläufig als KO-Kriterium zu sehen.
 
Hallo Lichtspiel,

ja, das Mikro, welches Du verlinkt hast, meinte ich.
Ansonsten könnte ich noch das etwas günstigere Line6 XD-V55 ins Spiel bringen - eine Bekannte singt über den Vorgänger XD-V50, und schon das funzt und klingt sehr gut.

Aber offen gesagt verstehe ich nicht, wieso Du die Batterien als Vorteil ansiehst. In den Line6-Geräten kannst Du handelsübliche Batterien oder Akkus einsetzen. Das Shure GLXD bringt seinen eigenen Akku mit. Den kannst Du entweder im Empfänger aufladen oder sogar, wenn er im Mikro steckt - dazu musst Du den Sender etwas aufschrauben, dann kannst Du ein mitgeliefertes Ladekabel anschliessen, welches auf der anderen Seite einen USB-Anschluss hat. Geht also an jedem Laptop. Im Empfänger wird der Akku blitzschnell geladen, und Du hast eine Anzeige, wie lange Dein Akku noch durchhält. Das finde ich eine sehr coole Sache. Der Akku lädt etwa sechsmal so schnell wie er sich entleert, wenn ich mich recht erinnere, d.h. in zehn Minuten Ladezeit kannst Du ihn für eine Stunde Betrieb aufladen. In einer Stunde Ladezeit für etwa sechs Stunden Betrieb.

Ja, der Rackbetrieb ist mit dem Line6 einfacher zu realisieren, bei Shure muss man sich da eine Halterung für den Empfänger basteln. Aber das ist einfach und geht recht billig. Und solange Du nur ein Gerät hast, ist es eigentlich auch egal, ob Du es im Rack oder im mitgelieferten Köfferchen transportierst.

Gruß,
Jo
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Mal `ne ganz andere Frage, das Shure QLX-D betreffend : Wird es möglich sein, den Handsender (z. B. mir oder ohne Adapter ?) auch mit Mikrofonköpfen anderer Hersteller zu bestücken (Earthworks, DPA, Heil etc.) ? Beim UHF-R z. B. ist das ja schon der Fall, wenn ich mich nicht irre.
 
Es ist eher umgedreht: Die Hersteller der Mikrofonköpfe bieten Adapter an, um ihre Köpfe mechanisch und elektrisch auf die Shure-Funkstrecken zu adaptieren.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben