Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
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    Stimmbandpolyp

    Hallo ,ich bin neu hier und habe eine Frage,vielleicht kann mir hier jemand einen Rat geben.
    Ich bin weibl. und seit fast 13 J Sängerin.Ich hatte in den ersten Jahren Gesangsunterricht bei verschiedenen Lehrern .Trotz regelmäßiger Arbeit als Sängerin (1-3 x Wöchentlich) blieb ich von Stimmbandknötchen verschont.
    Jetzt habe ich seit 9 Wochen eine Nasennebenhöhlenentzündung
    Als Krönung des ganzen Elends diagnostizierte mein HNO Arzt jetzt auch noch einen Stimmbandpolypen.Der Arzt verschrieb mir Cortisonnasenspray und Antibiotika (mittlerweile die 5 Sorte Antibiotika) und sagte wenn ich weiter singen würde,würde ich meine Stimme ganz verlieren und man müsste operieren.Ich pausiere seit 7 Wochen,keine Auftritte,keine Proben.Langsam gehe ich finanziell auf`m Zahnfleisch weil ich vom Singen lebe. Ich habe große Angst und weiß nicht wie ich mich verhalten soll.Leider bin ich im Laufe der Jahre durch meine Lebensumstände zur Raucherin geworden,das war natürlich das erste was der Arzt mir verbot.Gestern habe ich mich zur Gesangstherapie bei meiner alten Gesangslehrerin angemeldet.Ich hoffe das ich durch die Therapie den Polyp bekämpfen kann.
    Hat jemand hier im Forum Erfahrungen mit Stimmbandpolypen ? Kann man diese auch ohne OP wegbekommen.Meine Gesangslehrerin riet mir auf jeden Fall erst einmal von einer OP ab, aus Sorge die Stimmbänder könnten durch eine OP dauerhaften Schaden nehmen.
    Vielleicht kann mir jemand Tipps geben was ich selber noch machen kann und wie ich mich richtig verhalte.

  2. #2
    Singemod Avatar von antipasti

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    antipasti ist offline
    Wllkommen ...

    Zunächst mal mein Beileid für die unerfreulichen Nachrichten


    Zitat von Janet Beitrag anzeigen
    Der Arzt verschrieb mir Cortisonnasenspray und Antibiotika (mittlerweile die 5 Sorte Antibiotika) und sagte wenn ich weiter singen würde,würde ich meine Stimme ganz verlieren und man müsste operieren.
    Ich kann zum Medizinischen leider nicht viel sagen. Wahrscheinlich können das die wenigsten hier. Wir sollten auch vermeiden, hier im Forum ärztliche Diagnosen in Frage zu stellen oder "schönzureden". Dafür ist das Risiko zu groß. Schließlich geht um es deine Stimme und sogar um deinen Job.

    Ratsam ist aber, sich vor der Therapie weitere ärztliche Meinungen einholen - gerade bei solch einem existenzbedrohenden Problem sollte man sich nicht auf die Diagnose einer einzelnen Person verlassen. Auch nicht unbedingt auf die einer Gesangslehrerin.

    Damit meine ich nicht: solange alle möglichen Fachleute und Alternativheiler aufsuchen, bis Dir einer das sagt, was Du hören willst. Sondern den Informationshorizont erweitern und aus der Summe der Ergebnisse eine Entscheidung fällen.

    Bislang hast nur zwei gegensätzliche Meinungen: die deines Arztes, der sagt, wenn du weiter singst, verlierst du deine Stimme komplett. Und die Deiner GL: die sagt, du könntest die Stimme bei einer OP beschädigen.

    Wem glaubst Du selbst mehr?

    Und falls es dann doch soweit kommt: Hier wird so ein Eingriff als nicht unbedingt aufwändig oder riskant beschreiben:

    http://www.eesom.com/go/AMXR8I6G9ZPZ...7II4TPR23WCDXZ

    Vielleicht wirklich besser, das Ding einfach wegmachen zu lassen. Bevor was Schlimmeres draus wird. Eventuell sind mit so einer kleinen OP ja viele Probleme auf einnmal gelöst. Was sagt denn Arzt dazu?


    Auf jeden Fall viel Glück und gute Besserung.

    ...
    Geändert von antipasti (06.11.2009 um 11:46:24 Uhr)
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  3. #3
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    oberlutz ist offline
    Vorwegstellen möchte ich, dass das jetzt keine medizische Beratung ist:

    Also: Polypen verändern sich, da muss der Arzt regelmäßig reinschauen und, um meinem Vorredner zu widersprechen, es sollte der gleiche sein, denn er muss die Veränderung auch vergleichen können.
    Polypen können auf dem Boden einer Reizung entstehen (die häufigste Ursache!) und das ist in Deinem Fall der Gesang und Rauchen. Und da ist Abstinenz auf jedenfall wichtig.
    Die Vorstufe vom Polypen sind die Sängerknötchen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Dein jahrelanger Gesang Ursache für den Polypen ist.

  4. #4
    Singemod Avatar von antipasti

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    antipasti ist offline
    Zitat von oberlutz Beitrag anzeigen

    Also: Polypen verändern sich, da muss der Arzt regelmäßig reinschauen und, um meinem Vorredner zu widersprechen, es sollte der gleiche sein, denn er muss die Veränderung auch vergleichen können.
    Kein Widerspruch: Ging mir nur um die Diagnose - nicht um die Therapie. Sobald der Polyp sicher diagnostiziert ist und die verschiedenen Behandlungsmethoden geklärt sind, spricht nichts dagegen, die Therapie vom gleichen Arzt durchführen zu lassen..
    Geändert von antipasti (06.11.2009 um 11:43:35 Uhr)
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  5. #5
    HCA Gesang Avatar von Bell

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    Hallo Janet !
    Zunächst einmal ebenfalls mein Beileid von Kollegin zu Kollegin. Mensch, das ist ja echt blöd.
    Wir können und dürfen hier keine medizinischen Ratschläge geben, da hat antipasti vollkommen recht.
    Ich würde Dir aber empfehlen, einen auf Sängerstimmen spezialisierten Phoniater aufzusuchen.
    Alles Gute !
    Bell
    The singing voice is a castle in the air. Imagination is its architect. Nerves carry out the plans. Muscles are the laborers. The soul inhabits it.

  6. #6
    MOD-Vocal Avatar von Vali

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    Hallo Janet,
    auch von mir meine herzliches Beileid. Wenn man von seiner Stimme lebt, ist sowas wirklich nicht so glücklich.
    Da ich deine Befunde nicht kenne, kann ich dir keine persönlichen Tipps geben.
    Zuerst mal: Stimmlippenpolypen sind was anderes als Stimmlippenknötchen. Sie werden ganz anders therapiert. Während konservative Therapie bei Stimmlippenknötchen meist gut hilft, geht man es bei Polypen eher chirurgisch an. Jede OP hat natürlich ihre Risiken und deine Angst vor Narben sind natürlich berechtigt. Aber lass dich besser von deinem behandelnden Arzt über den Eingriff aufklären und löcher ihn solange mit Fragen bis alle Unklarheiten beseitigt sind. Frag ihn auch nach Alternativen zur OP. Dann hast du genug Zeit eine Entscheidung zu treffen. Es bringt nichts andere Leute zu fragen, die von dem keine Ahnung haben. Auch Erfahrungen von anderen Leute helfen kaum, weil diese Leute eben nicht den ein und den selben Befund haben wie du.
    Vielleicht hilft es dir eine zweite Meinung bei einem auf Sänger spezialisierten Phoniater einzuholen.
    Auf jeden Fall Gute Besserung!
    Geändert von Vali (06.11.2009 um 17:25:52 Uhr)

  7. #7
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    Janet ist offline
    Erst mal vielen Dank für Eure netten Antworten.
    Das Wort Phoniater war mir neu ,hatte ich noch nie gehört. Nach einigem googlen,wusste ich dann auch worum es geht.
    Ich habe unter http://www.mh-hannover.de/paedaud.html
    (Informationen für Patienten) eine interessante Seite mit Atem und Entspannungsübungen für die Stimme gefunden. Auf jeden Fall werde ich noch einen weiteren Spezialisten aufsuchen und mich beraten lassen.
    Vielen Dank für Eure Anteilnahme und Eure Tipps.
    Liebe Grüsse
    Janet

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