Kauf einer Westerngitarre ohne dicke Lackschicht 200 - 1000 Euro

ginod
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Hallo Forengemeinde,

Obwohl ich schon eine Weile spiele stehe ich eigentlich das erste mal so richtig vor der Situation mir eine Westerngitarre anzuschaffen. Ich besaß zwar sehr früh eine, welche ich einfach von einem Freund abgekauft hatte ohne wirklich Ahnung zu haben. Es war eine relativ teure Yamaha ca. 1000 € . Im Laufe der Jahre empfand ich allerdings das diese Gitarre die wahrlich schlechteste und am schlechtesten klingende Westerngitarre war die ich glaube ich jemals in der Hand hatte :-D . Habe sie also verkauft und mir nur noch E-Gitarre und Jazzgitarren im Laufe der Jahre zugelegt.

Jetzt ist es so das ich eigentlich folgende Kriterien für mich herauskristallisiert habe:

- Ich möchte keine Westerngitarre die eine dicke hochglänzende Lackschicht hat (also eine dünne matte Lackierung oder bzw. nur Oil)
--Habe beim ausprobieren gemerkt das jede 150 Euro Gitarre besser klingt als eine 1500 Euro Westerngitarre wenn sie keine Lackschicht hat

- sie müsste "leider" auch eine Möglichkeit haben sie zu verstärken - Sprich Tonabnahmesystem
---- Kann man ohne irgendwelche Löcher in eine Westerngitarre zu bohren ein externes Tonabnahmesystem installieren?

- Sie sollte am besten keinen Cutaway und wenn doch dann aber genügend Holz von der Größe her mitbringen

- Bei der Korpusform bin ich offen, die Dreadnough Form empfand ich allerdings als durchaus positiv

- Beim Preis muss ich sagen bin ich mir ziemlich unsicher. Ich war im Musikgeschäft und von allen Gitarren hat mit eine 150 Euro teure Cortgitarre am besten gefallen, sie hat meiner Meinung nach sogar die Martin um ein Haar geschlagen. Warum ich sie nicht genommen habe? Ich dachte mir wenn ich für 150 Euro schon eine Gitarre bekommen könnte die eine Martin schlägt dann kann ich bestimmt für ein paar Hundert Euro mehr eine noch bessere Gitarre bekommen ^^

Ich nun mal fragen, welche Gitarren fallen euch spontan ein? und wo gibt es einen gut sortierten Laden für gebrauchte Westerngitarren im Raum Frankfurt am Main und Osnabrück/Hannover ? Ich bin nämlich eigentlich nicht so der Fan davon mir eine Gitarre neu zu kaufen ^^
 
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--Habe beim ausprobieren gemerkt das jede 150 Euro Gitarre besser klingt als eine 1500 Euro Westerngitarre wenn sie keine Lackschicht hat

Das halte ich für ziemlich groben Unfug ;-)

---- Kann man ohne irgendwelche Löcher in eine Westerngitarre zu bohren ein externes Tonabnahmesystem installieren?

Es gibt passive Schalloch-Tonabnehmer, die man da einfach reinklemmt, und das Kabel hängt außen raus.
Ansonsten wirst du wohl zumindest ein Loch für die Klinkenbuchse bohren müssen. Üblicherweise im Endklotz.

- Sie sollte am besten keinen Cutaway und wenn doch dann aber genügend Holz von der Größe her mitbringen

"genügend Holz von der Größe her?" Was soll das heißen?

Ich nun mal fragen, welche Gitarren fallen euch spontan ein? und wo gibt es einen gut sortierten Laden für gebrauchte Westerngitarren im Raum Frankfurt am Main und Osnabrück/Hannover ? Ich bin nämlich eigentlich nicht so der Fan davon mir eine Gitarre neu zu kaufen ^^

Kauf dir Cort.
Wenn sie dir für 150€ gut gefällt.. was willst mehr?
Du hattest das Ding in der Hand und hattest den Vergleich mit andern Gitarren.
 
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200 bis 1000 Euro ist eine grosse spanne. Vom einsteiger bis in die mittelklasse. Es wäre wirklich nicht schlecht, wenn du uns noch den fragebogen nachreichen könntest. Viel holz und wenig lack reichen als kriterien bei der weiten budgetvorstellung vielleicht noch nicht für eine konkrete empfehlung.

Gruss, Ben
 
Kauf dir Cort.
Wenn sie dir für 150€ gut gefällt.. was willst mehr?
Du hattest das Ding in der Hand und hattest den Vergleich mit andern Gitarren.

Seh ich ganz genau so. Wenn sie dir gefällt kauf sie und freu dich das du so günstig weggekommen bist. Nimm noch 200 Euro für ein gutes Fishman oder Shadow Soundsystem in die Hand, lass es dir beim Händler oder Gitarrenbauer einbauen und sei Glücklich.
 
Vielen Dank schon einmal für die Beiträge

Mit mehr Holz meine ich die Korpusgröße. Mit Cutaway hat ja eine Gitarre weniger Klangkörper. Um das zu kompensieren müsste sie ja demnach etwas größer sein.
Die Preisspanne kommt wie gesagt deshalb zu Stande weil ich wie gesagt 150 Euro Gitarren in der Hand hatte die mehr wesentlich besser gefielen als welche über 1000 Euro.

Ich war allerdings heute nochmal in einem etwas besser sortierten Gitarrengeschäft und konnte Westerngitarren schätze ab 1600 Euro antesten und ab da bemerkte ich ganz deutlich wo hin die Reise gehen kann ;-) . Aber auch hier gefielen mir ausschließlich die Westerngitarren gut welche nicht lackiert waren (mit Klarlackschicht).

Vielleicht hat ja noch jemand ein paar Tipps für mich, vor allem Dingen würden mich gute GEschäfte interessieren wo man vielleicht auch gebrauchte Schätze anspielen kann.

Mit der Cortgitarre sieht das übrigens so aus. Ich fande sie am besten von den angespielten Gitarren in diesem Laden und sie hat auch eine Martin für mich geschlagen. Dennoch fande ich sie nicht "perfekt" eben - ich möchte noch etwas weiter suchen.
 
auch hier gefielen mir ausschließlich die Westerngitarren gut welche nicht lackiert waren (mit Klarlackschicht).
Bezieht sich das "gut gefallen" auf den Klang oder das Aussehen? Hast Du einen Blindtest gemacht?
Ansonsten habe ich der Empfehlung, die Gitarre zu 150 zu kaufen, nichts hinzuzufügen. Wenn Dir ihr Klang besser gefällt als der einer für das Zehnfache - worauf willst Du dann warten? Wenn überhaupt, verbessert sich der Klang in den oberen Regionen nur minimal, während - nach meinem Empfinden - im unteren Bereich die Kurve sehr viel steiler verläuft...
Noch ein Zusatz: Es gibt Endbuchsen, die kein Bohren erfordern. Sie kosten halt etwas mehr...
 
Ich habe natürlich keinen Blindtest gemacht, aber es hat wirklich überhaupt nichts mit der Optik zu tun. Es reicht schon nur über die Saiten zu streifen und man merkt das die Gitarre nicht mehr hinter einer Wand ist sondern ihre gesamten Klangnuancen entfalten kann :-D . Mag mich manch einer für bekloppt halten aber für mich war das einfach ein Erlebnis in einem Musikladen. Ich habe mich einfach durch die verschiedenen WEsterngitarren gespielt. Zum Teil gab es auch gleiche Modelle die sich nur in der Lackierung unterschieden und es war ein Unterschied für mich wie Tag und Nacht. Ich bemerkte einfach das die Gitarren die nur eine sehr dünne Lackierung besaßen, wo man sogar die Struktur des Holzes am Hals fühlen konnte einfach für mich persönlich ganz subjektiv alle besser klangen - Einfach wie ein ganz anderes Instrument
 
Ich will mich lieber zu der Lackfrage nicht äußern, aber ich verstehe definitiv nicht, worauf Du noch wartest. Da ist eine Cort, die für Dich alle anderen Gitarren, auch wenn sie das zehnfache kosten, schlägt und Du findest sie "nicht perfekt". Was soll denn eine perfekte Gitarre für Dich sein? Eine, die besser klingt als alle Martins, Taylors und Gibsons zusammen, überhaupt nicht lackiert ist und 25,- € kostet? Natürlich mit Koffer!
Tut mir leid, manchmal fehlt mir jedes Verständnis!
 
Mit Sicherheit kann die Dicke der Lackschicht eine Rolle beim Klang der Gitarre spielen, aber mir scheint, hier werden zwei Dinge doch ein bisschen durcheinander geworfen

- Ich möchte keine Westerngitarre die eine dicke hochglänzende Lackschicht hat (also eine dünne matte Lackierung oder bzw. nur Oil)

Ob eine Lackierung matt oder glänzend ist, hat zunächst mal nichts mit der Dicke der Lackschicht zu tun, auch wenn es vielleicht so scheinen mag. Es gibt hauchdünne Nitro- oder Schellackfinishes, in denen man sich spiegeln kann, und es gibt matt lackierte Instrumente, die total zugekleistert sind. Geölte A-Gitarren (also tatsächlich unlackiert) sind mir bis jetzt noch nicht begegnet, ich wüsste nicht, wo man sowas käuflich erwerben kann.

Bei Lakewood kann man z.B. die Varianten "offenporig matt" und "geschlossenporig matt" bestellen. Man könnte nun denken, klar, offenporig muss offener und damit besser klingen, geschlossenporig kann ja nix tolles sein. Wenn ich richtig informiert bin, heißt aber "geschlossenporig" nur, dass vor der Lackierung die Holzoberfläche verfüllt wurde, so dass sie insgesamt glatter ist. Die Dicke der Lackschicht ist die selbe, und ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man den Unterschied im Blindtest hören würde.

Aber wie immer ist es so: Wenn für dich matte Klampfen besser klingen, dann musst du dir auch so eine holen, sonst wirst du wohl nicht glücklich werden. Und ich meine das (fast) ohne Ironie. Für mich gehören Optik und Haptik einfach auch dazu zu einem perfekten Instrument, da mach ich mir nichts vor. Mit viel Glück könntest du sogar eine matte Lakewood für ca. 1000 Steine ergattern, das wäre sicher kein schlechter Kauf!;)

Gruß

Toni
 
meine Martin OMCX hat tatsächlich unlackiertes Holz, hab sie eben zur Kontrolle noch mal angefasst.
zum Aufnehmen ist das übrigens gar nicht witzig...
sobald man die Decke auch nur leicht mit dem Finger touchiert gibt's ein nettes 'schrapps' auf der Spur
aber die fällt sicher aus anderen Gründen durchs Raster... :p

cheers, Tom
 
Mir ist ist auch klar das die matte Lackierung und Klarlacklackierung nichts mit der dicke des Lackes zu tun hat. Aber die Gitarren, welche ich als besser klingend empfand waren eben matt und extrem dünn lackiert. Ich kenne auch matt lackierte Gitarren mit extrem dicker Lackschicht - das ist mir klar. Ich habe mich in dem Punkt wahrscheinlich nicht klar ausgedrückt. Eine hochglänzende Gitarre mit hauchdünnem Nitro oder Shelllack wäre mir natürlich genauso recht. Allerdings habe ich die hauchdünne Hochglanznitrolackierung bisher nur bei alten Vintage Gibsongitarren gesehen - zumindest gab es da ein paar in dem Laden wo ich war.
Ich habe hier sogar 2 Jazzgitarren hängen. Eine mit hauchdünner Nitrolackierung und einer mit dicker Poly Lackierung. Meine Meinung ist eben das dicker Lack den Klang killt, zumindest den akustischen Klang

Warum mich hier jeder allerdings zu einem Blitzkauf für die Cort begeistern will kann ich nicht so richtig verstehen. Ist ja nicht so das ich schon seit Jahren auf der Suche bin nach Westerngitarren. War jetzt in 2 Läden und in dem kleineren Laden gefiel mir die Cort am besten und in dem anderen war es eine Takamine und eine Martin (von denen die ich mir eventuell leisten könnte, naja die Martin mit Zähneknirschen und drauflegen).

Weiterhin habe ich keine der Gitarren bisher über einen akustischen Verstärker gehört. Es waren bisher nur pure Tests ohne Verstärker. Könnte gut sein das ich nochmal einige hundert Euro in ein gutes Tonabnahmesystem investieren müsste bei der Cort.

Was ich auch nicht verstehe warum mir auf einmal gesagt wird ich würde eine Gitarre für 25 Euro wollen die sämtliche Gibsongitarren oder Taylor schlägt ?? Mein ungefähres Preislimit liegt ja wie gesagt bei 1000 Euro und nicht bei 25. Weiterhin suche ich eben eine Gitarre die mich wirklich umhaut und nicht die erst beste Gitarre die ich gut finde. Wenn das bei 1000 Euro nicht der Fall ist muss ich wohl noch ein wenig warten und sparen, habe aber gedacht das ich mich in dieser Preisspanne ein bisschen umschauen kann und vielleicht fündig werde. Ist ja nicht so das die Cort für meine Ohren das absolute Non plus Ultra war.

Bin irgendwie mit der Phantasie an diesen Thread gegangen das es vielleicht ein paar "Insidertipps" gibt. Coole Läden, etwas unbekanntere Gitarrenmarken die aber für den Preis echt klasse sind. Ich habe mir auch schon einige Gitarren angeschafft, in einem normalen Musikgeschäft - mit nagelneuen Instrumenten hat meiner Meinung nach noch niemals jemand ein Schnäppchen gemacht (ok es sei denn der Verkäufer hat einen Fehler gemacht). Wenn ich jetzt auch noch sage das eine Gitarre meiner Meinung nach ein paar Jahre brauch bis sie überhaupt eingespielt und ihren eigentlich Klang entfaltet kann, werde ich wohl nur mit Augenverdrehen rechnen müssen :-D.
Ich kenn das einfach so von den Jazzgitarren. Da gibt es so viele Alternativen die man in einem normalen Musikgeschäft nicht bekommt und wo man wesentlich mehr für sein Geld bekommt.
 
Naja, ist halt wirklich schwierig dir irgendwelche "Insider" Tipps zu geben, ohne deine Soundvorstellungen oder sonstwas zu kennen.
Und deine Aussagen lesen sich so, dass du einen Geschmack hast, der halt doch weit ab vom Mainstream liegt.

Das mit dem Lack, dürfte kaum einer wirklich verstehen. Ist vllt mehr ne psychoakustische Geschichte.
Ich hab in den letzten 5 Jahren ungefähr 800-1000 Akustikgitarren angespielt, im Bereich von 100-"kannste nicht bezahlen" €.
Eine ernsthafte Tendenz, dass der Lack großen Einfluss auf den Klang hat, konnte ich nicht feststellen.

Ebensowenig versteh ich die Geschichte mit "der Cutaway nimmt Klangkörper weg".
Ja.. ähm, na und? Weniger Luft in der Gitarre, muss ja nix Schlimmes sein.
Ich hab Gitarren mit Cut gespielt, die klangen gut. Ich hab welche ohne Cut gespielt, die klangen auch gut.
Ich hab welche mit Cut gespielt, die klangen mies. Ich hab welche ohne Cut gespielt, die klangen auch mies.

Es gibt keine Gesetzmäßigkeit "die Gitarre muss x Liter Luft drin haben, matt lackiert sein, aus 1,352mm dicken massiv Palisanderholz, mit Herzchenmuster bemalt und silbernen Mechaniken, dann klingt sie gut".

Eine Gitarre ist immer eine Komposition aus Faktoren, die mehr oder weniger Einfluss haben:
Decke, Korpus, Saiten!!, Beleistung, Setup, etc
Und je nach Einsatzzweck ergeben sich evtl noch besondere Einschränkungen.

Und dann trifft es entweder deinen Geschmack, oder eben nicht.
Aber jedesmal, wenn jemand eine Gitarre auf einen Einzelbestandteil beschränkt, und den als "Hauptklangformer" herausstellt, tu ich mich schwer damit. Vor allem, wenn es nicht die Decke ist ;-)
(ich hör dir vmtl bei 9 von 10 Gitarren raus, ob es Fichte oder Zeder ist, aber nur bei 5 von 10, ob sie nen Cut hat oder nicht. (und die 5 von 10, sind das statistische Ergebnis der Optionen "ja" und "nein" ;-))

Läden, die gebrauchte Gitarren in deinem Preisbereich verkaufen.. bezweifle ich, dass es die gibt. Ich kenn einen einzigen Laden, der sich auf gebrauchte Konzertgitarren spezialisiert hat und davon leben kann, aber da geht es dann eben auch bei 4000€ los. Also für die Gebrauchten..
Du kannst Glück haben, dass mal zufällig ne Gebrauchte in nem Laden auf Kommission rumsteht, aber sonst..
Und ich kann von mir behaupten, dass ich mit meiner neugekauften Gitarre ein Schnäppchen gemacht hab. Insofern, dass ich bisher nur ganz weniger Gitarre gespielt hab, für die ich sie eintauschen würden, und die waren alle mehr als doppelt so teuer ;-)

Dein vergleich mit den Jazzgitarren macht auch nur halbwegs Sinn. Da ist der Markt im Vergleich halt relativ übersichtlich.
Bei Westerngitarren gibt es immer mal wieder "Szenemarken", die in Wellen über das Netz rollen. Vor nen paar Jahren war überall "Blueridge" das Thema. Hab ich in letzter Zeit gar nix mehr von gehört.
zur Zeit ist mehr so die "Recording King" - Phase. Ob das nun als Insider Tipp durchgeht..
Oft gibt es auch kleinere Marken, wo dieselben Gitarren unter verschiedenen Labels angeboten werden. Es ist alles sehr unübersichtlich.
Ich könnte jetzt nen paar Dutzend Gitarren in den Raum werfen, die allesamt unter "Insidern" populär sind. Seagull S6, Furch, Yamaha FGs, Martin DX, und und und.
Bringt dir aber nix. Die klingen alle vollkommen unterschiedlich. Alle haben irgendwo ihre Anhängerschaft, aber ob es dir gefällt: keine Ahnung. Kann dir auch keiner sagen.

Wieso dir hier soviele zu der Cort raten?
Einfaches Ding. Du hast ne Gitarre gefunden, die dir gefällt. Sie ist spottbillig. Die Frage, ob du eine bessere Gitarre findest, ist relativ fraglich, weil dein Geschmack wie gesagt offenbar etwas außerhalb der Norm ist.
Mit dem Geld, dass du sparst, kannst du dir das beste Tonabnehmersystem reinbauen lassen, dass du findest. Und je nachdem, wie wichtig dir da der Sound ist, kann es sich durchaus lohnen, 300-400€ für son System auszugeben. Das ist im Verhältnis zur Gitarre zwar viel, und es ist irgendwie total schräg, aber die Wahrscheinlichkeit, dass du ne Gitarre ohne Cut findest, mit nem Pickupsystem, dass dir gefällt und deinen Ansprüchen, und für unter 1000€ sind halt ziemlich gering. (schon alleine die Kombination: Pickup ohne Cut terminiert ungefähr 98% aller Gitarren mit Pickup ;-)

So long
 
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Vielen Dank für die ausführliche Schilderung.
Das mit dem Cut war nur eine Vermutung von mir. Für mich war ein Cut immer ein Kompromiss sprich: "Willst du mehr Spielkomfort oder willst du mehr Klang" mal abgesehen vom Klang geht es mir eigentlich nicht darum ob die Gitarre einen Cut hat oder nicht besitzt. Was ich eigentlich vermeiden wollte ist, dass sie akustisch zu leise ist. Mir erschienen die Gitarren ohne Cut immer etwas lauter und kräftiger. Was ich also eigentlich nur sagen wollte war "Die Gitarre sollte laut genug sein". Sie sollte auch laut genug sein, dass man Melodien klar und prägnant hinaushört und nicht nur laut genug um ein bisschen schrummel schrummel zu machen um jemanden zu Begleiten. Bei einer spontanen Session möchte ich mich auch gerade in den Melodien gut durchsetzen können wenn das verlangt ist.

Ich könnte natürlich ein paar Gitarristen nennen die mir von ihrem akustischen Ton sehr zusagen aber weiß nicht ob das wirklich sinnvoll ist. Klar Tommy Emmanuel z.B. - aber ich entscheide das einfach ganz subjektiv wenn ich so ein Instrument in die Hand nehme und bin mir da meiner Klangvorstellung nicht wirklich bewusst. Gibt da nur sehr schlecht, schlecht, geht so, ganz ok, ziemlich gut und Awesome ;-). Leider fing das mit dem Awesome erst bei den super teuren Taylor Dingern an :-D die ich mir momentan nicht leisten kann. Habe gerade von dem Akustik Guitar Basar in Osnabrück erfahren. Werde wohl da heute mal hinfahren und mal schauen was es da so gibt.
 
die Lautstärke kannst du sehr gut über die Saitenstärke 'regeln'
die oben zitierte Martin ist wirklich klein, aber brüllend laut (wenn man will)
ich habe den Listenpreis im Laden bezahlt (knapp unter 1k), weil's einfach 'click' gemacht hat - und ich hab nicht mal eine kaufen wollen...
Dasselbe ist mir vorher mit 'ner Walden für 150 Euro passiert.
Für den Preis eigentlich unmöglich, was ich hier jetzt höre... (hab ich gedacht)
So (ähnlich) ist das sicher auch mit der Cort gemeint, die du getestet hast.
Suche lieber mehr nach Gehör, als nach 'objektiven' Kriterien - und schon gar nicht nach dem Preisschild
(die dreh ich zum Testen immer weg) :D

cheers, Tom
 
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die Lautstärke kannst du sehr gut über die Saitenstärke 'regeln'
die oben zitierte Martin ist wirklich klein, aber brüllend laut (wenn man will)
ich habe den Listenpreis im Laden bezahlt (knapp unter 1k), weil's einfach 'click' gemacht hat - und ich hab nicht mal eine kaufen wollen...
Dasselbe ist mir vorher mit 'ner Walden für 150 Euro passiert.
Für den Preis eigentlich unmöglich, was ich hier jetzt höre... (hab ich gedacht)
So (ähnlich) ist das sicher auch mit der Cort gemeint, die du getestet hast.
Suche lieber mehr nach Gehör, als nach 'objektiven' Kriterien - und schon gar nicht nach dem Preisschild
(die dreh ich zum Testen immer weg) :D

cheers, Tom

Habe mir mal deine Gitarre angeschaut im Netz. Trifft schon einmal sehr meinen optischen Geschmack, die Klangbeispiele hören sich auch wirklich vielversprechend an werde mal versuchen dieses Modell zu testen
 
Hi

so wirst du nicht weiterkommen.
Wirf deine ganzen Vorbehalte erst mal über Bord.
Lautstärke zB hat weniger mit der Lackierung zu tun als mit der
Beleistung/Konstruktion, dh eine kleine OM kann lauter sein als eine fette Jumbo.
Und wenn du eine 150€ Cort erwischt hast die besser klingen sollte als 1500€
teure Markengitarre = zuschlagen. Kann ich mir aber nicht vorstellen.
Also
Unvoreingenommen testen und DIREKT vergleichen.

*flo*
 
zu den Martin Serie X kann ich sagen, dass da keine wie die andere klingt - die sind sehr individuell.
Bestellung = Überraschungsei :D

cheers, Tom
 
Ich bin bekennender Cort-Fan, halte die Gitarren einfach für sehr zuverlässig. Schon von daher wäre ich der Letzte, der vom Kauf einer Dir gefallenden Cort Gitarre abrät, zumal wenn sie so billig ist. Wundern tut es mich allerdings schon, denn ungeachtet meiner Cort Vorliebe wissen diemeisten Gitarrenhersteller (ähnlich wie übrigens die meisten Winzer beim Wein) mMn. sehr sehr gut, was ihre Instrumente wert sind. Ich finde, es gibt viel weniger "Wundergitarren" als der jeweilige hype um gerade angesagte Firmen manchmal glauben machen will. Es ist also mMn. weniger eine Frage der objektiven Qualität (wohlgemerkt in der jeweiligen Preisklasse) als der des persönlichen Geschmacks. Und bei bis zu 1000 € hast Du natürlich viel Auswahl. Testen und gut überlegen würde ich in jedem Fall.

Will heißen, bezogen auf Cort: Ich halte die MR 730 z.B. für ein besseres Instrument als die MR 710, die ich aber besser finde als die Earth 70. Und die Cort Parkwood 340 zeichnet weit feiner und dynamischer als die MR 730, wenn auch nicht so kraftvoll. Folglich deckt sich hier meine subjektive Meinung auch mit den jeweilgen Preisen.

Mal ganz allgemein:
Wenn ich persönlich heute mir eine Gitarre zulegen müßte, würde ich mich wahrscheinlich auf eine einzige Gitarre festlegen, die so gut wie möglich sein müßte und zudem auch ein (sofern benötigt) möglichst perfektes Verstärkungssystem jenseits Piezo Gezirpe eingebaut bekommt. Naja, ich würde es jedenfalls versuchen. Jagen und Sammeln macht zwar Spaß, aber ich habe gestern wieder eine doch recht unangenehme Summe für Gitarrensaiten ausgegeben, u.a. auch Nanowebs, die nun echt nicht gerade billig sind. Und wenn man zudem mehr mit Saitenaufziehen statt Spielen beschäftigt ist, wird es absurd. Wenn ich also 1000 € schon hätte, würde ich vermutlich sogar noch etwas sparen, um mit etwas mehr wirklich die perfekte Gitarre zu finden.
 

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