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Nägel krümmen sich an Anschlagfläche
Habe leider zu diesem Thema noch nichts gefunden, deshalb ein weiterer Nagelthread...
Ich bin wirklich ratlos was meine Nägel betrifft. Sie sind mitlerweile extrem stark und reißen praktisch nicht mehr ein, auf der anderen Seite krümmen sie sich in Richtung Fingerkuppe, genau in dem Bereich, wo Kontakt zu den Saiten hergestellt wird. Durch die Krümmung verliere ich Fläche die zum Anschlag verwendet wird und es entsteht v.a. am Zeigefinger oft ein leichtes "eingehaktes-gefühl". Kennt jemand dieses Phänomen?
Hier 2 Bilder:
http://s14.directupload.net/images/120114/ljzzc2i8.jpg
http://s7.directupload.net/images/120114/dswegm83.jpg
Egal wie ich feile, es läuft immer auf diese blöde Krümmung hinaus, deshalb bleibt eigentlich nur noch irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel zu testen, wobei ich keine Hoffnung habe, da ich mich eigentlich recht gesund ernähre
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Zunächst mal, ich fühle mit Dir, hab' nämlich ein ähnliches Problem mit meinem Ringfinger, an dem ich ewig herumfeile.
Auf die Schnelle hab' ich im Web gerade mal dieses Ding http://www.mangore.com/thing.html gefunden, ich weiß nicht, ob's ernst gemeint ist; die verbogene Büroklammer ist ja leicht gebastelt, aber wie man das tragen soll, ist mir nicht ganz klar.
Anyway, Scott Tenant schreibt in seinem Werk Pumping Nylon auf page 30, daß es vier Nageltypen gibt. Du bist Typ C, bent downward, also nach unten gebogen. Zunächst empfiehlt er den Linealtest, d.h. Du hältst ein Lineal senkrecht gegen Deinen Finger und den Fingernagel. Ist der Nagel zu lang, steht das Lineal schräg. Aber ich denke, das sieht bei Dir ganz gut aus.
Dann kommt das richtige Feilen. Interessanterweise rät er vom symmetrischen Nagel ab, weil, wie auf dem 2. Bild gezeigt, der Weg der angerissenen Saite verlängert wird. D.h. #1 und #2 sollte man vermeiden und stattdessen #3 oder #4 versuchen. Bei #3 erfährt der Nagel etwas mehr Widerstand, erzeugt dafür aber auch einen volleren Klang und ist wohl besser für den freien Anschlag geeignet, während bei #4 die Saite eher bergabwärts fällt. Dadurch hat man das Gefühl, die Saite rutscht einem fast vom Finger, was dem Stützschlag eher entgegenkommt.
Berichte gelegentlich mal, ob's was gebracht hat. Sonst bleiben immer noch die Tischtennisbälle.
Gruß
Arthur Milton
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Jepp, hab ich auch. Für mich gibt es im Moment zwei Möglichkeiten; entweder akzeptieren dass es so ist oder aber mit dem Fingernagelbügeleisen den Nägeln auf die Pelle rücken.
Die Fingernägel zu bügeln geht wirklich, hört sich erst mal recht merkwürdig an, klappt aber tadellos. Solltest du es mal probieren wollen, dann sag Bescheid, dann schreib ich dir mal auf wie es geht. Übrigens, die Nägel bleiben für etwa zwei Tage in einem glatten und geraden Zustand.
Gruß Heinrich
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Danke für die Tipps.
Habe das Buch im Netz gefunden und auch schnell mal nen Blick reingeworfen. Er ist eben ein Vertreter von ziemlich kurzen Nägeln. Das war ich bis vor kurzem auch, aber nach einigen Gesprächen mit einem Freund der an der Hochschule Gitarre studiert wollte ich auch mal die etwas längere Variante ausprobieren. Er meinte, bei ihm hätten nahezu alle die Nägel sehr lange. Leider ist das für mich keine Option wie sich jetzt herausgestellt hat, sieht um ehrlich zu sein auch echt scheiße aus wenn man keine Frau ist...
Die Feilvariante von Scott Tenant hatte ich früher immer. Total hilfreich ist auch dieses Video http://www.youtube.com/watch?v=rUjV0X1-I_o
Habe jetzt aus Frust wieder runtergefeilt auf die Rampenform und siehe da, es läuft plötzlich wieder viel besser. Für Krümm-Nägel scheint die kurze Rampenvariante dann wohl doch eher die geeignetere, weil die Krümmung eben nicht derart stark hervortritt.
Nägelbügeleiesen?
Das klingt ja vielversprechend und echt lustig. Ist sicher einen Versuch wert und würde mich sehr interessieren!
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Ich schicke dir lieber eine Mail wie es geht, nicht dass jemand noch auf die Idee kommt mich verklagen zu wollen, wenn er sich die Pfoten verbrannt hat
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Die langen Nägel hatte ich früher vor langen Jahren, weil ich das mal bei Flamencogitarristen gesehen hatte, und ich hab' nie einen guten Ton zustande gebracht. Irgendwo hatte ich ständig Kratzgeräusche. Mit den kurzen Nägeln ist der Ton viel voller. Übrigens raten manche ja auch zum Kuppenanschlag, also ganz ohne Nägel; klingt ziemlich stumpf, und ich hab' die Saiten nie richtig in den Griff bekommen.
Das Video ist klasse, allerdings hat der Typ ja superlange Nägel; kann er damit auch Bierdosen öffnen, oder tritt er irgendwo im Travestietheater auf?
Gruß
Arthur Milton
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Das mit dem Bügeleisen (oder auch ein heißer Löffel) scheint ja recht weit verbreitet zu sein.
Ich fahr inzwischen ganz gut mit folgender Methode:
Ich hab mir ein kurzes Stück durchsichtigen Gartenschlauchs gekauft (ca. 20 cm und so, dass meine Finger gerade noch so reinpassen).
Dazu ein Rundholz mit dem gleichen Durchmesser wie der Innendurchmesser des Schlauchs.
Davon hab ich dann jeweils vier, in etwa 1,5-2cm lange Stücke abgeschnitten und ineinander gesteckt.
Man klemmt dann die Fingernägel zwischen Holz und Schlauch ein.
Ich mach das ca. zwei Mal am Tag ne halbe Stunde und merke nach drei Wochen schon etwas.
Der Kommilitone, der mir das empfohlen hat macht das seit zwei Jahren und dessen Nägel sind seitdem auch deutlich stabiler geworden.
Der hat das ganze übrigens von Roman Viazovsky. Dieser hatte sich vorher auch immer die Finger verbrannt...
Vielleicht hilft das ja weiter?
Grüße
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Hab' ich mir auf youtube mal angeguckt...finde dauernd clips von Jack Sparrow beim Gitarrespielen...kommt das in Piraten der Karibik irgendwo vor?

Anyway, er benutzt Plastiknägel, die er festklebt. Mir schleierhaft, wie er damit seinen Ton unter Kontrolle bekommt. Wenn ich Plastik-Fingerpicks aufsetze und auf meiner Western Fingerpicking spiele, bin ich ständig am 'Rumrutschen.
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Also ich mach es ähnlich, allerdings mit UV-Gel. Das hält extrem gut, erzeugt einen super Sound und ich hab eine tolle Kontrolle. Fingerpicks sind halt immer aufgesetzt. Hab sie auch ziemlich lang, aber ich mag halt den Kuppenanschlag überhaupt nicht. Ist natürlich im Alltag teilweise etwas hinderlich
Künstliche Fingernägel sind in der Akustik-Szene absolut verbreitet.
EDIT: Hast du mal nen Link mit Jack Sparrow?
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Na, hier z.B. http://www.youtube.com/watch?v=6VAkOhXIsI0
oder ist das etwa Davy Jones?
UV-Gel kannte ich noch nicht, in so'ne Läden verirr' ich nur ganz selten. Ich kann auch nicht den ganzen Tag mit solchen Dosenöffnern an den Händen 'rumlaufen, aber ich hab' eigentlich auch kein Problem mit meinen Nägeln, da ich ja mit relativ kurzen Nägeln, also nicht mit reinem Kuppenanschlag, spiele.
Fingerpicks für Westergitarre find ich grundsätzlich interessanter, weil's halt 'ne völlig neue Soundqualität bringt, und natürlich wegen der Herausforderung, die Dinger mal unter Kontrolle zu kriegen.
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Das klingt auch sehr interessant, habe es allerdings nicht wirklich verstanden. Könntest du vielleicht ein Bild hochladen? Dann wird sicher einiges klar.
@Bierpirat: Kannst du das mit dem UV-Gel näher erklären? Auch das klingt vielversprechend!
PS: Ich bügle seit 3 Tagen auch und es hält zumindest für 12 Stunden einwandfrei. Nach 24h biegen sie sich leicht und ich denke spätestens nach 2-3 Tagen muss man neu bügeln, geht aber total schnell. Bin aber absolut glücklich momentan, endlich gerade Nägel
1000 Dank an Heinrich III. für die Anleitung!
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@Míriel: Also nur Danke sagen reicht da nicht; ich erwarte natürlich jetzt eine Hörprobe, ist ja wohl das Mindeste, was man erwarten kann
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Wenn ich ne Kamera auftreibe mach ich gerne ein Bild!
Aber ich versuch es nochmal zu erklären: Ich habe von einem (glatten) Rundholz mit ca. 12mm Durchmesser ca. einen Zentimeter abgeschnitten. Dann hab ich von einem Schlauch mit dem gleichen Innendurchmesser ein etwas längeres Stück abgeschnitten und beides ineinandergesteckt. Die Fingernägel kann man dann zwischen Holz und Schlauch einklemmen. Den Durchmesser des Schlauchs sollte man natürlich an seine Finger anpassen (bei meinem Mittelfinger wären eigentlich 13 mm angenehmer...).
So ich hoffe damit konnte ich etwas weiterhelfen. Wenn nicht hab ich hier noch jemanden gefunden, ders so macht (in nem anderen Forum):
http://alt.konzertgitarre-forum.de/k...-aua-quot.html
Dort gleich der zweite Beitrag. Schmerzhaft finde ich diese Prozedur übrigens nicht...
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Ich habe jetzt mal selbst eine kleine Zeichnung angefertigt:
http://i41.tinypic.com/2142i40.jpg meinst du so?
Das wäre für meine Nageform vermutlich nicht ganz so gut geeignet, weil ich momentan eine sehr kurze Rampenform habe. Ungefähr so wie in dem Video das ich weiter oben gepostet habe: http://i43.tinypic.com/2hyzd6f.jpg Vermutlich würde dann nicht der ganze Nagel drunterpassen.
Allerdings klingt das ja sehr attraktiv, dass sich das Nagelbett laut dem anderen User mit der Zeit anpasst und die Nägel dauerhaft glatt und schön rund wachsen. Kannst du das auch bestätige? Werde es auf jeden Fall ausprobieren.
Da hast du sogar Glück, habe vor kurzem mit gebügelten Nägeln für die Leute aus meinem Beratungsthread eine kleine Hörprobe mit der neuen Hanika 56PF aufgenommen
http://www.mediafire.com/?qienmuwa26mc5bw



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