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  • 1 Post By LordAbstellhaken
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Thema: Jenseits der 2. Umkehrung (a-e-c, c-a-e, e-c-a)

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Mario Nehse

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    Jenseits der 2. Umkehrung (a-e-c, c-a-e, e-c-a)

    Hallo zusammen,

    bekanntlich sprechen wir bei Dreiklängen immer von zwei möglichen Umkehrungen, dem Sext- und Quartsektakkord, der Oktav- und Terzlage, oder wie immer man die beiden bezeichnen möchte. Da bei einer Reihe von drei Elementen aber insgesamt sechs Permutationen denkbar sind, gibt es ja noch drei weitere Möglichkeiten, das Tonmaterial eines, sagen wir, Am-Akkords zu spielen:
    a-e-c,
    c-a-e,
    e-c-a.
    Meine Frage: unter welchen Bezeichnungen laufen diese Permutationen in der Musiktheorie, und gibt es Lehrmeinungen zu ihren Funktionen, Wirkungen, Einsatzmöglichkeiten? Meine bisherige Recherche brachte keinen nennenswerten Erfolg, von daher bin ich über jeden (Literatur-)Hinweis dankbar.

    viele Grüße
    Mario.

  2. #2
    HCA Tonsatz
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    Es ergeben sich einerseits unterschiedliche Klangwirkungen und Klangfarben, durch das auffächern in enge, weite, gemischte Lagen, oder Verdopplung, verdreifachung, etc., oder sechs, sieben, achttönigen, etc. Akkordstrukturen und andererseits kann man nicht nur den untersten Ton genauer betrachten, um die Umkehrung des Akkordes zu finden, sondern auch den Obersten.


    So sprechen wir bei Grundton oben von Oktavlage, bei der Terz von Terzlage und Quinte darfst du selbst herausfinden

    Deine Permutationen beziehen sich lediglich auf den Dreiklang in seiner reinen Form, nämlich mit nur drei Tönen.
    Die klassischen Komponisten haben aber auch gern vier und mehrstimmig komponiert und schließlich auch in der Pop/Rock/Metal Musik bestehen Dreiklänge nicht notwendigerweise aus drei Tönen.

    Man kann auch deine Permutationen kategorisieren. Sie sind in weiter Lage gesetzt, weil in einem Ton zum nächsten der unmittelbar folgende Akkordton ausgelassen wurde. Würden diese Lücken nicht entstehen, so hat man die enge Lage.
    Im vierstimmigen Satz ist es auch möglich diese beiden Lagen zu kombinieren. Wir sprechen dann von gemischter Lage.
    1 Benutzer findet diesen Beitrag hilfreich.

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von möchtegernbach

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    Entscheidend ist der Basston. Wenn der Basston die Terz des Dreiklangs bringt so spricht man vom Sextakkord unabhängig welche Töne die anderen Stimmen bringen also c-e-a oder c-a-e.
    Wenn der Basston die Quinte bringt so spricht man vom Quartsextakkord. Man unterscheidet Lagen nach der obersten Stimme wenn also die oberste Stimme zum Beispiel die Terz bringt so kann man den Akkord mit der Terzlage bennenen. Unterschieden werden zudem enge und weite Lage jedoch selten. Man spricht von enger Lage wenn die Oberstimmen in möglichst nahen Intervallen stehen zum Beispiel a-e-a-c. Von weiter Lage spricht man wenn die Oberstimmen nicht in möglichst nahen Intervallen stehen zum Beispiel a-e-c-a.
    Man kann die Stimmen eines Dreiklangs in die natürliche Ordnung setzen welche ein Sonderfall ist z.b a-e-c. Die natürliche Ordnung entsteht wenn die Quinte tiefer als die Terz erklingt.

    Meine Frage: unter welchen Bezeichnungen laufen diese Permutationen in der Musiktheorie, und gibt es Lehrmeinungen zu ihren Funktionen, Wirkungen, Einsatzmöglichkeiten? Meine bisherige Recherche brachte keinen nennenswerten Erfolg, von daher bin ich über jeden (Literatur-)Hinweis dankbar.
    Funktionen, Wirkung, Einsatzmöglichkeiten: Der Dreiklang in Grundstellung erklingt meistens zu Beginn und zu Schluss einer Komposition weil dieser eindeutig ,stark, fest kling. Der Sextakkord ist nicht ganz klar er schwebt und wird meistens mit dem Bass in die nächste Sekunde geführt. Der Quartsextakkord wird meistens als Dissonanz empfunden und löst sich in einen Dreiklang auf (1-4-6 1-3-5).

    *Es kommt immer drauf an von welcher Musik man spricht.
    1 Benutzer findet diesen Beitrag hilfreich.

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Mario Nehse

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    Mario Nehse ist offline
    vielen Dank, das war sehr hilfreich! Dass der Quartsextakkord als eher dissonant empfunden wird (zumindest in manchen Genres), war mir bislang gar nicht so klar... wahrscheinlich weil das Thema »Umkehrungen« im einzigen mir vorliegenden Harmoniebuch eher stiefmütterlich behandelt wird

  5. #5
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    turko ist offline
    Zitat von Mario Nehse Beitrag anzeigen
    Dass der Quartsextakkord als eher dissonant empfunden wird (zumindest in manchen Genres), war mir bislang gar nicht so klar...
    Zumal er in nicht wenigen Musikgenres eigentlich gar nicht vorkommt ...

    LG, Thomas

  6. #6
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    klaus111 ist offline
    Das stimmt.

    Doch der Slash-Akkord mit der Quinte im Bass hat eine ganz entsprechende Wirkung,
    (z.B. "C/G" = "C-Dur" mit "G" im Bass)
    Solche Slash-Akkorde kommen in Rock und Pop wiederum öfter mal vor.

    Viele Grüße
    Klaus
    HCA Musikwissenschaft
    Ein Leben ohne Musik ist möglich - aber sinnlos. (frei nach Loriot)

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