Kann ich als Leadsänger auftreten (ehrliche Meinungen zu meinem Gesang)?

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-Energy-
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Hi Leute,

ich habe 'mal sozusagen ein paar Gesangsproben von mir genommen und hochgeladen, da ich doch gerne einmal von Außenstehenden beurteilt werden will. Ich würde nämlich in nächster Zeit gerne in 'ner Rockband als Leadsinger mitmischen, würde mich aber vorher gerne umhören, ob ich schon soweit bin und auch ob ich überhaupt geeignet bin als Leadsänger (vom der Stimme her). Ich weiß auch selbst um einige Schwächen, an denen ich unbedingt arbeiten muss (z.B. Intonation vor allem in tieferen Lagen), bin aber natürlich übere jede scharfe Kritik und Hinweise sowie Verbesserungsvorschläge sehr dankbar.

Ich habe jetzt 'mal Coversongs gesungen, habe hier 'mal gelesen, dass das problematisch sein kann, aber kein Problem darstellen sollte, wenn die Qualität entsprechend so ist, dass man das ganze nicht als Raubkopie benutzen kann. Sollte irgendein Link von mir (aus welchen Gründen auch immer) hier nicht gepostet werden dürfen, dann bitte ich um umgehende Entfernung des Links durch einen Mod!

Hier mal die Links:
Fu** her gently:


Highway to hell:


Die Welt steht still (als ich gerade mit dem Gesangsunterricht angefangen habe):


Die Welt steht still (wie ich es heute singe, allerdings auch nicht die beste Version):



Dann noch ein paar Angaben zu mir:
Ich spiele schon seid längerem Gitarre in 'ner Band und war bisher immer der Überzeugen, dass man beim Singen entweder Talent hat und es kann, oder eben nicht. Da ich es schade fand, dass ich nicht zu diesen glücklichen Leuten gehörte (Intonation grottenschlecht, Stimme schlecht, Töne halten ultraschlecht) habe ich mich irgendwann mal schlau gemacht und gelesen, dass man das erlernen kann wie jedes andere Instrument auch. Also gleich 'mal 'ne Gesangslehrerin geschnappt und ca. 'n dreiviertel Jahr Gesangsunterricht genommen (das war vor 2 Jahren). Ziel war es, meinen Gesang wenigstens auf ein annehmbares Niveau zu bringen, sprich: Töne treffen und Wanderlieder auf der Gitarre mitsingen können. Aus finanziellen und zeitlichen Gründen habe ich dann nach 'nem dreiviertel Jahr Gesangsunterricht aufgehört mit dem selbstgezogenen Fazit, dass ich (klanglisch) auf einem Niveau gelandet bin, bei dem andere Schüler erst anfangen mit dem Gesangsunterricht, zumindest konnte ich schonmal theoretisch (zum Teil auch praktisch) einiges an Technik und wissen mitnehmen, das ich auch bei den heutigen Gesängen im Radio manchmal vermisse (vielleicht ist es aber auch stilistisch beabsichtigt, dass auf Buchstaben wie "mmmmmm" oder "nnnnnnnn" gesungen wird, anstatt auf dem vorhergehenden Vokal).
Jedenfalls muss ich mir von diversen Freunden öfter anhören: "Lass es du kannst nicht singen! Vor allem hast du gar keine schöne Stimme!", ebenso hab' ich mich auch in der Band, in der ich als Gitarrist tätig bin zeitweise auch 'mal ans Mikrofon gestellt, wenn unser Sänger nicht da war mit dem Ergebnis: "Wer hat dir eigentlich den Flo ins Ohr gesetzt Gesangsunterricht zu nehmen? Das ist jetzt nicht bös gemeint, aber ich finde das ist rausgeschmissenes Geld." Andere haben mich ermutigt und gemeint, das kommt mit der Zeit, ich müsse nur dran bleiben und ich bin drangeblieben. Alleine schon, weil ich fast wöchentlich einen Fortschritt bemerke (meist Kleinigkeiten, aber die summieren sich natürlich über die Wochen) und solange ich Fortschritte mache sehe ich's auch gar nicht ein aufzugeben. Als Vergleich habe ich "Die Welt steht still" mal so aufgenommen, wie ich es heute singen würde und die Version dabei getan, wie ich sie vor 2 Jahren (zu Beginn des Gesangsunterrichts) gesungen habe. Es sei noch dazu gesagt, dass es meiner Meinung nach damals das Lied war, dass ich noch am besten singen konnte, soll heißen alles andere war noch schlechter.

Ich habe meiner Gesangslehrerin auch damals gesagt, dass ich eigentlich keine Ambitionen habe 'mal als Leadsänger zu taugen, da ich mich selbst als zu schlecht einschätze. Nun bin ich über meinen anhaltenden Fortschritt jedoch so erstaunt, dass ich mich doch zukünftig 'mal als Leadsänger probieren möchte, auch wenn ich noch einige kleinere und auch größere "Macken" habe. Aber so wars damals beim Gitarre spielen auch, als ich in die Band eingestiegen bin und mein Niveau hat sich kontinuierlich mit dem der Band verbessert, beim Gesang denke ich mir das ähnlich, darum auch meine Frage, ob nun schon der passende Zeitpunkt wäre, mal den Einstieg in eine Rockband zu wagen, oder ob ich mich noch 1-2 Jahre voll dahinterklemmen sollte (was ich ohnehin mache), bis ich in 'ner Band anfangen kann und mich und die Bandkollegen bei 'nem Auftritt nicht blamiere?

Scharfe Kritik an den entsprechenden Stellen ist erwünscht!

Dazu nur noch ein paar Anmerkungen.
Fu** her Gently wollte ich gerne selbst mal einspielen, leider kann ich mit der Akustikgitarre und Fingerpicking noch nicht so gut umgehen wie mit 'ner E-Gitarre, dass mein Cubase manchmal spinnt hat die Sache auch nicht gerade einfacher gemacht, darum auch die vielen Unsauberheiten und Timingfehler (auch im Gesang), aber es soll ja auch eigentlich hier nur um den Gesangspart gehen.

Bei Highway to Hell hab ich einfach 'mal 'nen Versuch gewagt (eigentlich mein erster in dieser Art). Habe vorher auch noch nie versucht in der Art zu singen und dafür finde ich das eigentlich noch recht gut gelungen. Der Refrain ist nur noch nicht so ganz, wie ich ihn gerne haben würde, was wohl daran liegt, dass ich an der Stelle noch Probleme mit der Tonhöhe habe, aber am Anfang des zweiten Refrains gehts schon in die Richtung, wie ich mir das vorstellen würde (darum auch der kleine Aussetzer vorher, da hatte ich ein wenig rumprobiert). Ansonsten habe ich alles in einem Take eingesungen, da es mir auch unter Anderem darum geht, inwiefern ich Livetauglich bin und da kann ich mir ja auch nicht die beste Version raussuchen.

Viele Grüße
Energy
 
Eigenschaft
 
Ich würde es an deiner Stelle lassen. Du hast enormste Intonationsprobleme, man kann auch sagen, daß du keinen Ton triffst.

Auch ist deine Stimme überhaupt nicht schön, der Ausdruck fehlt bzw. es klingt alles irgendwie gekünstelt übertrieben.

Gut finde ich aber, daß du es versucht hast, du wirst viel über das Singen gelernt haben, was dir beim Musizieren zugute kommen wird, auch was das Verständnis von Sängern angeht, das ist sehr wichtig.

Sicher wirst du mit viel Üben und viel gutem Gesangsunterricht bedeutende Fortschritte machen, allerdings muß dir klar sein, daß du wohl eine Lebenszeit von 3268 Jahren benötigen würdest, um auf ein halbwegs akzeptables Niveau kommen zu können.

Deshalb: Investiere deine Zeit und Kraft da, wo du richtig Fortschritte machst. Wenn das die Gitarre ist, dann hau da richtig rein!!!

Vergeude nicht deine Energie in etwas, wo du keine befriedigende Ergebnisse erhalten kannst, denn das würde dir in Kürze jeden Spaß an der Musik verderben und dich nur runterziehen. Das wäre eine echte Tragödie. Ich selbst würde liebend gerne fantastisch Fußball spielen können, doch selbst mit 79 Stunden täglichem Trainieren würde jede Kröte besser spielen als ich. So beschränke ich mich auf die Begeisterung für den Sport und investiere meine Energie dort, wo ich Resultate erzielen kann, und so habe ich doppelte Freude.

Man muß nicht alles können oder wissen, aber man muß wissen, was man gar nicht kann. Bei mir ist es eben das Fußballspielen...:)
 
Ich habe zuerst nur " Die Zeit steht sill" gehört
Dann aber auch "Fu** her gently"
Aber ich glaube im gegesatz zum vorschreiber das es nur an der Intonation fehlt um es auch angenhem hören zu können.
Und ich glaube auch das du nicht ganz so viel Jahre benötigst. :)
 
Naja - ein Ansatz von Belting ist da. Momentan reicht's noch nicht für die Bühne, auch nicht für die Kleine, aber vielleicht ist da doch noch etwas rauszuholen.

Pauschal denke ich aber auch, dass du nie ein wirklich großer Sänger werden wirst - aber das willst du ja sicher auch nicht.
 
Vielen Dank schonmal für euer Feedback und für die Mühe euch die Songs runterzuladen und anzuhören.

Momentan gehen auch hier die Aussagen etwas außeinander, vor allem hinsichtlich der Frage, lohnt es sich für mich weiterhin Zeit (und evtl. auch Geld) für meine Stimmbildung auszugeben oder nicht?

@PVaults:
Danke für dein ausführliches Kommentar, gerade den Abschnitt wo es darin geht, dass man seine Lebenszeit in andere Sachen sinnvoller investieren kann finde ich sehr interessant. Vor allem habe ich auch schon mit dem Gedanken gespielt nochmal bei 'ner anderen Gesangslehrerin neu anzufangen, damit ich bestimmte Sachen ausmerzen kann (Intonation ist eigentlich etwas, was ich selber üben muss, aber gerade so Sachen wie gekünstelt klingen usw. würde ich mich unter Anleitung wohl eher verbessern, als wenn ich alleine rumdoktore), da wäre es natürlich interessant zu wissen, ob es sich überhaupt lohnt das Geld dafür auszugeben.
Den Spaß an der Musik werde ich allerdings schon nicht verlieren, dazu bin ich schon seid Jahren mit viel zu viel Begeisterung dabei und im Gitarre spielen bin ich zum Glück auch wesentlich erfolgreicher, als im Singen. Ursprünglich wars da allerdings auch so, dass anfänglich Freunde meinten: "Oh Gott, hör bitte auf zu spielen, das nervt" und ein halbes Jahr später hieß es dann andauern: "Auja, spiel uns nochmal was auf der Gitarre vor." Da wurde ich dann Nachts um 3 Uhr in 'ner Kneipe dazu überredet, dass wir noch zu mir gehen und ich hab' dann unter Alkoholeinfluss zu AC/DC gejammt und tosenden Beifall kassiert (meinen Nachbarn zum Dank hatte ich damals noch keinen 100Watt Verstärker) und heute stehe ich auch recht erfolgreich auf der Bühne, da dachte ich mir eben, dass das mit dem Gesang ähnlich laufen könnte.

@Najib:
Wie schon gesagt, gute Intonation in tiefen Lagen gelingt mir bis dato gar nicht und ich weiß auch leider selbst nicht genau warum (wahrscheinlich weil der Höhreindruck ein anderer ist, ebenso wie man sich dazu verleiten lässt einen Durklang als Moll zu identifizieren, wenn er tief gespielt wird und einen Mollklang als Dur, wenn in sehr hoher Lage gespielt wird). Ich find's nur schade, dass ich immer, wenn ich meine Aufnahmen höre, denke, dass ich das auf jeden Fall besser hinbekomme und dann nehm ichs nochmal auf, versuche ein bisschen 'was anders zu machen und es klappt (für den Moment jedenfalls) trotzdem nicht besser.

@the_reaper93:
Keine Ahnung ob und was da noch rauszuholen ist. Ich weiß ja, dass auch erfahren Gesangslehrerinnen hier im Forum aktiv sind und vielleicht kann mir auch von denen jemand helfen und mir zumindest sagen, ob ich aus meiner Stimme noch was machen kann oder es wohl doch leiber bleiben lassen sollte.
Ursprünglich wollte ich auch kein großer Sänger werden, aber was mich halt beim Gitarre spielen manchmal stört ist, dass man die Hände nicht frei hat, da ich gerne sehr Ausdrucksstark performe und gerne aus mir rausgehe (vielleicht sollte ich mich dabei 'mal filmen und zu dem Entschluss kommen, dass es evtl. lächerlich aussehen könnte, aber ich hab' keine Ahnung, komme mir da gerade ein bisschen wie die Berühmten DSDS-Kandiaten vor, die meinen sie könnten gut singen und performen und in Wirklichkeit leiden sie an gnadenloser Selbstüberschätzung). Was mir am Singen eben besonders gut gefällt ist, dass man wirklich spürt, das etwas aus einem herausströmt (in diesem Fall luft, die an den Stimmbändern vorbeiströmt) und bei einem Instrument wäre das vergleichsweise wie ein stummer Schrei. Man kann zwar auch einen abfetzen, aber es ist echt 'was Anderes. Es hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich weiß nicht, wie ich es besser beschreiben soll.
https://www.musiker-board.de/member.php?u=99491
 
Hi Energy,
die Entscheidung ob du weiter singen sollst oder nicht, kann ich dir nicht abnehmen, ich sage aber gerne etwas zu dem einzigen Track, den ich mir angehört habe:

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Bei Highway to Hell hab ich einfach 'mal 'nen Versuch gewagt (eigentlich mein erster in dieser Art). Habe vorher auch noch nie versucht in der Art zu singen und dafür finde ich das eigentlich noch recht gut gelungen. Der Refrain ist nur noch nicht so ganz, wie ich ihn gerne haben würde, was wohl daran liegt, dass ich an der Stelle noch Probleme mit der Tonhöhe habe, aber am Anfang des zweiten Refrains gehts schon in die Richtung, wie ich mir das vorstellen würde (darum auch der kleine Aussetzer vorher, da hatte ich ein wenig rumprobiert). Ansonsten habe ich alles in einem Take eingesungen, da es mir auch unter Anderem darum geht, inwiefern ich Livetauglich bin und da kann ich mir ja auch nicht die beste Version raussuchen.
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Meine Meinung: Highway to Hell geht in deiner Version garnicht! Ist furchtbar gesungen und erinnert mich eher an einen Comedy-Act als ein eine ernstgemeinte Performance. Ich würde dir also dringend davon abraten mit so etwas auf die Bühne zu gehen.
Ob da Gesangentwicklungstechnisch noch was drin/zu machen/zu lernen ist, kann ich aus mangelnder Fachkenntnis nicht beurteilen. Das sollte allerdings keine negativen Auswirkungen auf dich haben, denn wenn du gerne singst, solltest du das auch weiterhin machen - allerdings nicht unbedingt auf der Bühne, es sein denn du bist dir deines "Leistungsvermögens" bewusst und begibst dich mit dieser Erkenntnis freiwillig auf die Bühne.
Soviel zu meiner ehrlichen Meinung, nimm sie bitte auf keinen Fall zum Anlass die Musik an den Nagel zu hängen und bleib am Ball...

Gruss
TheMystery

€ habe mir jetzt auch mal die aktuelle "die Welt steht still"-Version angehört und muss sagen, dass das zwar auch keine perfekte Performance, aber um Welten besser als die HTH-Hörprobe ist. Denke, dass deine Gesangskünste durchaus Ausbaufähig sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch dir vielen Dank für dein Feedback "TheMystery"
Selbstverständlich will ich mit so einem schlechten Leistungsvermögen nicht den Hass des Publikums auf mich ziehen. ;-) Ich mache aber Musik auch nicht für mich alleine im stillen Kämmerchen, sondern möchte mit meiner Musik (egal in welcher Form) anderen Menschen auch etwas Positives geben. Darum sollte der Gesang schon ein gewisses Niveau besitzen oder singen kommt dann eben nicht für mich in Frage. Aber mich großartig weiterzubilden, nur um unter der Dusche zu singen, dann konzentriere ich mich doch lieber weiterhin auf's Gitarre spielen. Umso mehr interessieren mich im Moment die Meinungen, ob es sich für mich lohnt weiter zu üben oder nicht (unter dem Gesichtspunkt, dass ich 'ne halbwegs gute Gesangseinlage als Leadsänger oder mindestens als Backgroundgesang hinlegen möchte, wenn das nicht drin ist lohnt sich der Zeitaufwand meiner meinung nach nicht, da ich schon ein gewisses musikalisches Niveau haben möchte, dass ich beim E-Gitarrespielen ja auch pflege). Über andere Meinungen bzw. Kritik freue ich mich natürlich genauso.

Zu Highway to Hell sei nochmal gesagt, dass das wirklich ein Versuch war 'mal 'was ganz anderes zu machen von der Stilistik her, wie ich sonst so singe, dafür ist fhg und Die Welt steht still doch eher representativ. Das komische ist nur, dass es sich für mich auch umso schlimmer anhört, je mehr Abstand ich zur Aufnahme habe. Wenn ich's gerade erst eingesungen habe und höre es dann direkt find ich's ganz ok, mittlerweile find ich's selbst recht schrecklich sogar an Stellen wo ich vorher dachte: "Zumindest die Stelle hört sich richtig gut an."

Ich würde eigentlich lieber noch 5 Jahre investieren um dann sagen zu können: "Ja dein Gesang ist mittlerweile richtig gut geworden." Als nach 2 Jahren zu sagen: "Ok, es war alles für die Katz!" Blöd wäre es nur noch 5 weitere Jahre zu investieren und dann klappt's immer noch nicht, darum wäre es auch interessant 'mal 'ne Expertenmeinung (z.B. einer erfahrenen Gesangslehrerin) zu hören. Vielleicht müsste ich dazu einfach auch mal nochmal in 'ne Musikschule vorsingen und die Daumen drücken, dass sich die Lehrerin wirklich für die Stimme interessiert und nicht hauptsächlich daran, dass sie mir 'ne Weile das Geld aus der Tasche ziehen kann... (das Gefühl hatte ich bei manchen Lehrern nämlich schon öfter und nicht nur im musikalischen Bereich).
 
du brauchst einfach mehr übung. viel mehr übung. versuch mal bei den liedern nur auf den gesang zu hören und in gedanken mitzusingen. und schau drauf das du es schön singst, schreien, brüllen, rauspressen kannst du später. auch so eine komikerstimme wie du an manchen stellen in fuck her gently gemacht hast solltest du am anfang unterlassen. nimm dann zum beispiel deine gitarre her und spiele einen ton ganz zufällig und versuche ihn sofort zu treffen, ohne das du erst rauf oder runter korrigieren musst.
singe regelmäßig und nimm dir einfache lieder für den anfang her. mit längeren tönen und ohne größere läufe (weite "tonsprünge").
aber jetzt...nein. lass es bitte.
 
Hallo Energy,

versuche doch mal, in einem Chor mitzumachen, (z.B. Kirchenchor), das kostet in der Regel nichts, man erhält grundlegende stimmliche Ausbildung und kann sehr gut Intonieren lernen (weil noch 10 andere neben Dir den gleichen Ton singen). Versuche doch mal, jegliches Imitieren von irgendwelchen Rocksängern (also gerade das "abfetzen") zu eliminieren und konzentriere Dich nur auf die Tonhöhe und die Schönheit des gesungenen Tones. Kreischen, Schreien, Ächzen, Röcheln kann man dann wieder dazunehmen, wenn man das Intonieren gelernt und sich die grundlegende Gesangstechnik erworben hat. In einem Chor gibt es auch immer wieder öffentliche Auftritte, Du brauchst also nicht nur für Dich allein unter der Dusche zu singen.

Viele berühmte Pop-Sänger und Sängerinnen kommen übrigens aus der afro-amerikanischen Gospel-Chor-Tradition

Viele Grüße,
McCoy
 
Wie schon leicht durchkam: als Rocksänger auf die Bühne kannst Du so natürlich nicht ...

Ob eine Zukunft als Sänger für dich in greifbarer Reichweite liegt, vermag ich nicht einzuschätzen.

Ich habe aber ganz ehrlich den Eindruck, dass Du Dir auch nicht gerade viel Mühe gegeben hast und eben mal schnell irgendwelche Songs zwischendurch mal kurz spaßeshalber eingesungen hast. Bei AC/DC hör ich zum Beispiel neben den Intonationsproblemen teilweise auch Texthänger. Du kannst keine vernünftige Gesangsperformance abliefern, solange du dich noch auf andere Sachen wie Text. Einsatz, Phrasierung etc konzentrieren musst.

Wenn Du als Anfänger eine Beurteilung haben möchtest, solltest Du erstmal versuchen nur einen Song zu lernen und diesen so lange zu üben, aufnehmen und immer wieder anhören und nochmal aufnehmen, bis du weisst, dass es einfach nicht besser geht.

Setz dich mehr mit den Songs auseinander. Überleg dir ungefähr, wie du idealerweise klingen könntest und was du aus deiner Interpretation rausholen kannst. Momentan spielst du einfach noch ohne viel Sinn und Verstand rum, was dazu führt, dass dir komplett die Kontrolle verloren geht. Sowohl über die Intonation, als auch über die Interpretation und den Ausdruck.

Gehe einen Schritt zurück: nimm dir ein einfacheres Lied vor, nicht zu hoch, entscheide dich dabei für einen Stil (also ohne besondere Techniken wie Anzerren, Falsett und soweiter) und konzentriere dich (nachdem du den Text und alles, was dich sonst ablenken könnte, verinnerlicht hast) darauf, den Song dann einfach nur fehlerfrei und ohne Sperenzien einzusingen. Von den Sachen, an denen Du dich hier versuchst, bist noch viel zu weit entfernt. Das muss in die Hose gehen.

Was mich etwas wundert: Bei der Version 2 von "Welt steht still" sind zwar etwas weniger falsche Töne drin, aber rein technisch hat sich durch Gesangsunterricht scheinbar gar nichts verändert.

....
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mir eben mal Highway to Hell angehört.
Ich findes das mehr als schräg, also wenn du es so singen würdest auf der Bühne, würdest du wahrscheinlich Tomaten an den Kopf bekommen.
Irgendwie hört s sich für mich so an, das du echt Probleme hast diese hohen Töne rauszubekommen, und dabei echt ins schwitzen kommst, und dadurch klingt es auch so quitschig.
 
und dadurch klingt es auch so quitschig.

Na, das Quietschige ist wohl eher Absicht, weil es eben wie Bon Scott klingen soll.

Tatsächlich finde ich Highway To Hell rein technisch noch am gelungensten. Aber leider hast du eben dort (vermutlich im Falsett / Kopfstimme wie auch immer) noch weniger Kontrolle über deinen Gesang, weswegen eben noch mehr Töne versemmelt werden.

...
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die neuen Rückmeldungen und Vorschläge.

Da ich auch schonmal gefragt wurde, ob ich im Kirchenchor mitmachen würde, habe ich mir aus den von McCoy genannten Gründen auch schon überlegt, ob ich zusagen und es 'mal probieren soll. Problem: die Proben freitags, wenn ich eigentlich (zumindest einmal in der Woche) trainieren gehen will, ich mache eine recht anspruchsvolle Ausbildung, sodass ich unter der Woche nicht gerade früh heimkomme und dann noch mit lernen beschäftigt bin, zusätzlich hat mein Gitarrenspiel in unserer Band für mich höhere Priorität und die Tatsache dass die katholische Kirche recht konservativ ist und ich Kirchenlieder nicht so spannend finde ist auch nicht unrelevant. Ein Gospel-Chor wäre dagegen natürlich schonmal was richtig cooles, was mir schon besser abgehen würde. Ich muss mich 'mal umschauen, ob es sowas bei uns in der Nähe gibt. In eineinhalb Jahren werd ich auch fertig sein mit der Ausbildung, dann rechne ich mir wieder mehr Zeit aus, um nochmal zusätzlich was zu machen (falls ich wieder Gesangsunterricht nehmen sollte, wollte ich das auch dann erst machen, wegen dem Zeitproblem). Aber zwischendurch mal 20-30 Minuten am Stück zu Hause üben ist dagegen locker drin und wenn irgendwelche Aussichten auf Erfolg bestehen, würde ich auch gerne dranbleiben.

Ich habe mir auch gestern noch viele Gedanken über das Thema gemacht und wie's weiter gehen soll. Wie klick2destruct und antipasti vorgeschlagen haben hab' ich mir auch gedacht: "Am besten back to the basics" Was nützt mir das, wenn ich so laut und Kraftvoll 'nen Ton rausbringen kann, dass er über 2 Ortschaften hallt, wenn ich noch nichtmal 3 Töne geradeaus singen kann. Beim Gitarrespielen war's mal ähnlich, ich hab' mich für ziemlich gut gehalten, weil ich irgendwann ziemlich schnell mit den Fingerchen und dem Anschlag war. Bis ich dann feststellen musste, dass ich damit erstmal rein gar nichts anfangen konnte, weil mir Geschwindigkeit nichts bringt (selbst wenn's sauber gespielt ist), wenn es frei von jeglichem Konstantem Tempo und Timing ist (da ich das Spiel mit dem Metronom vernachlässigt habe). Also mit Metronom hingesetzt und bei Tempo 90-100 erstmal wieder Halbe und Viertelnoten geübt, bis zumindest die sitzen und das habe ich bis heute auch nicht bereut.
Das mit dem "schnell mal eingesungen" stimmt schon, das hast du richtig erkannt. Genau wie beim Gitarrespielen sollte ich erstmal hingehen und den Song abschnittsweise bearbeiten, mir klar machen, welche Range das ist und welche Töne gesungen werden, am besten noch mit'm Keyboard raushören nachspielen und versuchen nachzusingen (so komme ich meist am besten klar, wenn's drum geht 'ne Struktur reinzubringen). Bei der Gitarre gehe ich ja auch nicht hin, höre das Lied einmal und denke dann sofort ich könnte es nachspielen und mache das dann auch (wenn es jetzt nicht gerade ein 08/15 Punksong ist)... so ähnlich wars beim Gesang und so ähnlich schlimm würds dann wohl auch auf der Gitarre klingen. Die Welt steht still singe ich aber schon länger auch mal zwischendurch, um meinen Fortschritt für mich zu überprüfen, aber ich denke, dass ich mich da subjektiv (wie viele andere auch, die dann denken sie könnten ins Fernsehen gehen) echt manchmal noch etwas falsch einschätze. Was ich bei dem Leid gut finde ist die Tatsache, dass ich sowohl hohe, als auch tiefe Lagen haben und ich dann mit einem Lied gleich in beiden Tonlagen einen Vergleich habe.

@antipasti: Dein Kommentar zu den beiden Versionen von Die Welt steht still kann ich leider nicht so ganz nachvollziehen, vielleicht verstehe ich dich auch falsch, aber ich schreibe einfach mal, wie ich die Versionen empfinde.
Die Version von früher: Timing in den Strophen mehr schlecht als recht, Stimme klingt dünn und recht ausdruckslos, aber man kann sie sich (abgesehen von der Intonation) noch recht gut anhören (sie klingt in meinen Ohren zumindest nicht so unangenehm, wie bei der aktuellen Version)
Die Version von heute: Timing in den Strophen hat sich verbessert, Stimme hat mehr Power, dafür klingt sie aber auch gerade bei hohen Tönen manchmal sehr unangenehm, dadurch, dass ich mehr "kraft" in die Stimme hineinlege verlier ich scheinbar total die Kontrolle, was die Intonation angeht (zumindest nach meinem Höhreindruck, wenn ich die beiden Versionen vergleiche)
Darum war ich jetzt von der Technik her schon der Meinung, dass sich Einiges verbessert hat (kann mich auch nicht erinnern, dass bei der Version früher überhaupt irgendeine Technik bewusst angewandt hätte), aber der Höhreindruck sich dadurch von schlecht in katastrophal verschlechtert hat (durch die schlechtere Intonation und die Stellen, bei denen ich in den Höhen irgendwie sehr unangenehm klinge)
Ich würde mich freuen, wenn du dich dazu nochmal kurz etwas Näher äußern könntest, damit ich weiß, wie ich die Kritik deuten soll (also besser wieder so singen wie früher oder einfach nochmal mit der Technik bei 0 anfangen, weil nicht vorhanden).

Nochmal zu Highway to Hell: Es war wirklich nur ein schneller Versuch 'mal so ähnlich zu klingen wie Bon Scott, weil ich auch für mich wissen wollte, inwieweit ich das technisch realisieren kann und da hab' ich's einfach 'mal mit hochgeladen. Den Text habe ich eben gerade so Gesungen, wie ich ihn noch im Kopf hatte, aber wie schon erwähnt, einmal anhören und direkt singen ohne dran zu arbeiten ist bei mir nicht... zumindest noch nicht und da brauch ich in absehbarer Zeit auch nicht dran zu denken (ich muss erstmal schauen, dass ich überhaupt den Absprung schaffe, was Vernünftiges einzusingen).

Ich habe jetzt 'mal beschlossen, dass ich mich einfach mit der Akustikgitarre 'mal hinsetze und mir ein nicht allzu schweres Lied aus unserer Band aussuche und daran gesanglich mal intensiv arbeite und solange rumprobiere, bis ich (hoffentlich) eine recht passable Version hinbekomme, die ich nochmal hochladen kann, um euch auf dem Laufenden zu halten und um Weiterhin konstruktive Kritik von euch zu erhalten.

Natürlich freue ich mich trotzdem auch über weitere Kritik über das bereits hochgeladene, allerdings hatte ich beim Höhren von meiner Version von Highway to Hell auch schon das Bild vor Augen, dass ich den Sänger mit dem schrillen Gesang am liebsten mit Tomaten bewerfen würde, also das müsst ihr mir jetzt nicht nochmal 100 mal sagen. ;-)
Dann versuche ich eure Kritik mal so gut es geht zu beherzigen und mache mich mit den neuen Erkenntnissen gleich 'mal an das Üben des nächsten Songs.
 
So, habe jetzt mal grade noch eine Aufnahme des Songs gemacht (bis zum 1. Refrain), den ich in nächster Zeit mal üben möchte:


Diesmal hab' ich soweit es geht versucht auf irgendwelche gesanglichen "Effekte" und Techniken, die die Stimme verändern zu verzichten, um mich ganz auf die Intonation zu konzentrieren. Trotzdem muss man die richtigen Töne an vielen Stellen (falls überhaupt vorhanden) noch mit der Lupe suchen. Ich habe mich auch nur ca. 20 Minuten vorher damit beschäftigt, bevor ich's eingespielt und eingesungen habe, damit ich auch einen vergleich habe, wie's jetzt klingt und spätestens über Ostern hab' ich etwas mehr Zeit zum üben und dann wird sich ja zeigen, inwieweit sich da Fortschritte verzeichnen lassen.
Also ich bin auf jeden Fall mittlerweile der Meinung, bevor ich etwas anderes mache muss ich übelst an der Intonation arbeiten. Habe mich auch 'mal an dem Vorschlag von McCoy versucht mit dem Note anspielen und spontan treffen. Bei der ersten Note liege ich noch total daneben, aber wenn ich die mal habe kann ich eigentlich mit den Noten hoch und runterhüpfen wie ich will, meistens habe ich den Ton sofort. Ich sehe mein Problem darin, sobald ich mehrere Noten hintereinander singen muss. Wenn die erste Note noch stimmt, liegt die zweite meist nur knapp daneben, die dritte umso mehr und das setzt sich dann öfter mal bis ans Ende der Liedzeile fort, bis ich wieder 'nen "Anfangston" habe (hatte meiner Gesangslehrerin damals aber auch schon festgestellt). Voraussetzung ist natürlich, dass ich diesen Anfangston auch treffen, was auch nicht immer der Fall ist (in meinem Hörbeispiel deutlich zu hören, da ich persönlich gerade den Anfang schon recht daneben finde).

Ich wünsche mir auch für die neue Aufnahme noch ein wenig Feedback vor allem hinsichtlich der Frage, ob sich für mich die Mühe überhaupt lohnt, mich gesanglich weiterzubilden. Auch auf Grund der Aussage von PVaults und eines anderen Freundes von mir, die sagen ich hätte keine schöne Stimme. Ich persönlich finde sie jetzt auch nicht immer schön, aber ich hab' schon sooft gelesen, dass jemand seine Stimme grässlich findet, der (oder die) dann aber meiner Meinung nach eine sehr schöne Stimme hat.
 
So, habe jetzt mal grade noch eine Aufnahme des Songs gemacht (bis zum 1. Refrain), den ich in nächster Zeit mal üben möchte:

Gut. Obwohl ich finde, dass auch der Song noch ein bißchen zu schwer ist und noch zu viele Fallen für bereist stellt.
Was mich jetzt interessieren wuerde. Was hoerst du selbst? Normalerweise nimmt sich selbst ja jeder Sänger noch kritischer wahr als die Außenwelt.

Wie ist das bei dir? Hörst Du die falschen Töne? Und - wenn ja - hast Du nicht selbst sofort das starke innere Bedürfnis, diese Stellen sofort noch einmal zu singen? Denkst du dabei nicht: Mensch, diesen Part kann ich keinem zumuten, den sing ich lieber nochmal! .. um dir darauf hin deine GItarre zu greifen und nochmal die richtigen Töne zu suchen.

Das würde mich interessieren: Wie dein eigener Bezug zu deinem Gesang ist? Hast Du überhaupt einen Bezug?

Zu "die Welt steht still": Mag ja sein, dass ich mich irre. Für mich gab es beim Hören lediglich zwei Unterschiede: In Vs 2 schien mir das Playback leiser, also dein gesang lauter und du hast ein wenig mehr gedrückt - was ich selbst eher unangenehm fand. Einen Tipp, ob du eher wie früher singen soltest, kann und mag ich dir nicht geben. Ich bin nicht dein Gesangslehrer, daher wäre mir das zuviel Verantwortung. Ich würde als erstes nur an der Intonation arbeiten und erst mal jede Technik, jeden Ausdruck, jeden Schlenker und alles drumherum ausklammern.

Und ich würde mir wirklich eine RICHTIG einfache Lieder suchen: ohne Schlenker, alles innerhalb einer Oktave, keinen gepressten Rockgesang. Vielleicht eine Country- oder eine Folknummer.

...
 
Zuletzt bearbeitet:
So, ich hätte während der Woche auch schonmal 'was geschrieben, aber das ist leider nicht richtig gesendet worden und ich hatte bisher noch keine Zeit gefunden es nochmal neu zuschreiben.
Heute habe ich mich dann aber auch wieder (geschätzte) eineinhalb Stunden mit dem Song beschäftigt, zuvor war ich noch 'ne halbe Stunde am Keyboard und hab' Intervalle geübt. Wenn ich irgendwelche Tonfolgen nicht direkt hinbekomme, dann spätestens nach dem 2. oder 3. Anlauf und dann sitzts auch auf Anhieb, wenn ich dann aber wieder 'n paar Stunden warte, kann's sein, dass ich mich nochmal herantasten muss, also muss ich schauen, dass ich die Töne treffe ohne vorher die Passage mehrmals vorzuspielen und dann nachzusingen.

Wenn ich das jetzt auch noch so in den Liedern umsetzen könnte wär' ich schonmal auf 'nem guten Weg, aber ich bin der Meinung es bessert sich nach und nach.
Ich habe mich während dem üben immer aufgenommen und soweit versucht zu korriegen und letztendlich auch 'mal noch eine "Endfassung" gemacht:


Ich finde es klingt an einigen Stellen schon besser als bei meinem anfänglichen Versuch, aber natürlich darf man nach nur 2 Stunden üben noch keine Wunder erwarten. Da ich die nächsten Tage aber mehr Zeit zum üben habe werde ich dran bleiben. Und auch ab und an meinen Fortschritt posten. Hier würde es mich hauptsächlich interessieren, ob mein Eindruck, dass es an einigen Stellen besser geworden ist (an anderen Stellen schleichen sich immer noch die gleichen Fehler ein wie vorher, ich weiß) wirklich stimmt, oder ob ich das nur selbst so empfinde. Beim Höhren habe ich dann so ein freudiges "Aha"-Erlebnis, wenn ich denke, dass der ein oder andere Ton dann auch mal schön getroffen wurde, was beim Beispiel vorher in dieser Form noch nicht der Fall war.

@antipasti:
Ich muss sagen, dass ich die Frage, welchen Bezug ich zu meiner Stimme habe leider nicht so ganz verstehe?
Meinst du wie ich über meine Stimme denke, wie ich sie empfinde oder wie ich mit ihr umgehe?
Auf jeden Fall höre ich die falschen Töne, meistens höre ich beim Singen schon, dass jetzt nicht gerade der Ton kommt, den ich gerne hätte, aber auch nicht immer. Spätestens jedoch, wenn ich mir die Aufnahme anhöre, höre ich dann, wo's noch hapert, kann den Intonationsfehler aber meist auch nicht so ohne Weiteres auf Anhieb korrigieren.
Könntest du mir vielleicht einen Vorschlag oder eine kleine Auswahl an einfachen Liedern nennen? Außer "Alle meine Entchen", "Hänsjenklein" und diversen Weihnachtsliedern (die ich jetzt zu dieser Jahreszeit auch nicht gerade prickelnd finde) fallen mir jetzt keine wirklich einfachen Lieder ein. Ich dachte ja eigentlich schon "Heal me" wäre einfach, musste bei den ersten Versuchen aber auch selbst recht schnell feststellen, dass es einige Tücken hat. Andererseits will ich mich doch für's erste noch weiterhin dran versuchen,... man wächst schließlich mit seinen Aufgaben. ;-) Dennoch bin ich über Vorschläge für "einfache Lieder" sehr dankbar.
 
Ich finde, es ist manches ein bisschen besser geworden. Trotzdem glaube ich, daß der Song für Dich einfach zu hoch ist, versuche doch mal, ihn eine Terz oder Quart tiefer zu singen. Ansonsten glaube ich, daß es wenig Sinn macht, wöchentlich neue Soundbeispiele zu posten, dann wird das Musiker-Board zum Gesangslehrer, was es definitv nicht sein kann. Setz Dich lieber mal ein oder zwei Monate hin, übe täglich 1-2 Stunden Intonation und poste dann noch mal etwas.
Heute habe ich mich dann aber auch wieder (geschätzte) eineinhalb Stunden mit dem Song beschäftigt, zuvor war ich noch 'ne halbe Stunde am Keyboard und hab' Intervalle geübt.
Das müßte halt mal 2 Monate lang jeden Tag passieren, danach kann man einen Fortschritt deutlicher beurteilen und beschreiben.

Ich muss sagen, dass ich die Frage, welchen Bezug ich zu meiner Stimme habe leider nicht so ganz verstehe?
Ich glaube, er meint folgendes: was hörst Du von Dir, während Du singst. Es geht nicht nur um die Ausbildung der Stimme, sondern auch des Gehörs. Wenn Dein Ohr gelernt hat, schiefe Töne unerträglich zu finden, wird Deine Stimme diese Töne auch nicht mehr produzieren wollen.

Nimm einfache Lieder, z.B. deutsche Volkslieder (Im Märzen der Bauer, Der Kuckuck und der Esel, Auf einem Baum ein Kuckuck, Kanons wie: Es tönen die Lieder usw. usf. usw. usf. usw. usf. usw. usf. es gibt hunderte) oder amerikanische Folksongs (Where have all the Flowers gone, 500 Miles, City of New Orleans, Dona Dona, Blowing in the ... oh nein, das lieber doch nicht, Country Roads besser auch nicht). Du mußt die Sachen ja hier nicht veröffentlichen, aber zum üben sind sie sehr gut. Übe zunächst nur die Intonation, nicht den Ausdruck. Versuche nur, die Töne richtig zu treffen, nimm dafür bei schnellen Passagen erstmal den Rhythmus raus. Lerne Intervalle singen (gr. Sekunde: Alle meine Entchen,gr. Terz: Hopp hopp hopp, Quarte: Im Märzen der Bauer ... etc.) und mach Dir bei jedem Ton eines Liedes klar, in welchem Intervall-Verhältnis er zum vorigen steht. Übe Kadenzen zu singen: z.B. cegec cfafc dghgd egcge. Versuche, nicht von einem Ton in den anderen herüberzuschleifen, d.h. wenn ein d dasteht, sing ein d, wenn ein e dasteht sing ein e, und dazwischen nichts.

Ich empfehle nochmal den Chor: es gibt nicht nur konservative katholische Kirchenchöre, sondern auch etwas weltoffenere, z.B. evangelische Kirchenchöre. Bachkantaten z. B. sind sehr spannend und deutlich weniger konservativ als so mancher Popsong. Ev. Kirchen bieten manchmal Kantatenwochenenden für jedermann zum Mitsingen an. Schau Dich mal um. Es gint aber auch immer mehr Jazz- und Popchöre, die dringend Mitsänger suchen (vor allem Tenöre). Es muß ja nicht der Gesangsverein Zwietracht sein, bei dem der Hirsch "La Montanara" schreit.

Viele Grüße,
McCoy
 
McCoy hat deine Fragen an mich ganz treffend beantwortet. Das ungefähr meine ich. Und die Songauswahl entspricht ebenfalls dem, woran ich so dachte.

aber natürlich darf man nach nur 2 Stunden üben noch keine Wunder erwarten.

Das zum Beipiel ist etwas, was ich oft im Hörprobenforum nicht verstehe. Wenn du selbst weisst, dass du den Song nach 2 Stunden noch nicht drauf hast, warum übst du ihn nicht drei Tage oder eine Woche und stellst ihn erst dann rein?

Klar ist das langweilig, immer den gleichen Song zu proben. Aber nur so kannst du ihn verbessern.

Die Fortschritte sind meiner Ansicht nach zu gering und zu zufällig, um eine allgemeine Verbesserung der Technik und der Intonation zu manifestieren.

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