Immer noch am Improvisieren! :)

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Gast184926
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Hi Ihr lieben,

ich kann und will einfach nicht so direkt am Original bleiben.

Mein Herz und meine Seele singen es einfach anders!!! Ist das denn so schlimm? Also von wegen song versaut bzw. Thema des songs versaut.....also ich fühle genau das worüber ich in dem moment singe! :)

Hier nochmal The shadow of your smile!

https://soundcloud.com/cosmic-catinca/the-shadow-of-your-smile-in

Freu mich über feedback! Bell? :)

LG
Cati
 
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Hi,

Catinca schrieb:
... ich kann und will einfach nicht so direkt am Original bleiben.

Mein Herz und meine Seele singen es einfach anders!!! Ist das denn so schlimm?

Was sollte daran schlimm sein? Solange man den Song wiedererkennt ( sonst wärs halt ein neuer Song), betrachte ich Eigeninitiative bei einem Cover grundsätzlich als postiv. Und gerade im Jazz sind doch große Freiheiten in der Interpretation erlaubt.
Du zeigst Dein Kreativpotential, ohne jedoch an einer festgelegten Interpretation zu haften. Das finde ich cool, anregend, eben kreativ, gerade auch bei Songs, die schon unzählige Male "Note for Note" gecovert wurden^^

Schöne, klare Stimme, gefällt mir persönlich sehr gut ( auch die Stimmfarbe), Dein Gesang hat reichlich Potenzial. Man muß schon ziemlich sicher sein, um diese vielen Halbtonschritte im Jazz treffsicher zu bringen, das kriegst Du Klasse hin. Und auch die freie rhythmische Phrasierung finde ich gelungen:great:

Anmerkung: Irgendwie klingt in meinen Ohren der erste Part bis ca. 1:33 nicht ganz so sauber und sicher und frisch intoniert und phrasiert, wie der zweite Part ab 1:33. Der zweite Part klingt für mich perfekt. Was meinst Du, wenn Du beide Hälften vergleichst? Hörst Du einen Unterschied?... ist vielleicht auch nur ein subjektiver Eindruck von mir...

Aber alles in allem:

Klasse Aufnahme, Respekt!
 
Also ich kenne das Original nicht, davon abgesehen kann man einen Nachspielsong doch auch anders interpretieren, gab es doch schon immer, beispielsweise um Songs im eigenen Stil wiederzugeben.

Was Sigi schreibt würde ich bestätigen, der erste Teil klingt rhythmisch nicht so auf dem Punkt, ab 1:30 oder so ist es besser. Das ist nicht leicht zu singen und Du machst das für meine Auffassung sehr gut. Wobei ich aber als normaler Zuhörer urteile und nicht aus der Betrachtungsweise eines Gesangslehrers heraus; die wissen ja immer alles besser, selbst wenn sie bei perfekter Technik selber gar nicht so gut klingen.

Gibt es bei dem Song keinen Bass? Würde den Ttrack doch sicherlich etwas aufwerten.
 
Catinca, du hast echt eine wunderschöne Stimme. Die ist für Bossanova/Latin Jazz wie geschaffen. Das lässige, samtige Timbre, die Verspieltheit, das Melodiöse ... es fällt dir einfach zu, und du hast auch ein paar gute Impro-Ideen in dem Song verwirklicht.
Aber für mich klingt das ganze noch wie ein Experiment bzw. ein Herumprobieren, was da geht oder gehen könnte. Mal denke ich: jetzt hat sie den roten Faden. Aber im nächsten Takt schlamperst du wieder mit der Phrasierung herum, oder es passt irgendwas anderes nicht richtig zum Song ... anders gesagt: mir kommt er noch nicht "wie aus einem Guß" vor. Da geht noch was !
Das ist natürlich nur meine subjektive Meinung und ich will dich auch nicht ärgern :). Aber du hast mich ja gefragt....
 
@ sigiguitar: erstmal Danke für die Komplimente! :) und ja du hast recht der erste Teil ist nicht so sauber im vergleich.
@mixolydian: Danke :) ....das hat ein Gitarrist bei soundcloud eingespielt und brauchte noch vocals drauf! :)
@ Bell: Dankeschön für die Blumen! Da geht sicher noch einiges...:) Ich mein ich sing jetzt ja überhaupt erst seit 2 Jahren und wag mich halt jetzt so ans improvisieren ran. Das ist sicher auch viel erfahrungssache. Ich denke mal wenn du loslegst weisst du wahrscheinlich GENAU was du triffst,was du kannst und wo du hinwillst!:)

Die Frage war hier für mich vor allem noch mal mit dem wie genau am Original bleiben. Ich hatte ja schonmal eine Impro gepostet und da hieß ist der song wäre damit zerstört wen man soweit ausholt und man müßte schon nah dran bleiben.
 
Catinca schrieb:
Ich mein ich sing jetzt ja überhaupt erst seit 2 Jahren und wag mich halt jetzt so ans improvisieren ran. Das ist sicher auch viel erfahrungssache.

Ich wünschte, ich hätte bereits nach 2 Jahren so singen können, wie Du. Übrigens glaube ich, dass Improvisieren, also das freie Ausprobieren und Erfahren der eigenen Stimme ( oder auch eines Instruments) garnicht hoch genug bewertet werden kann. Manche Instrumentalisten zB können perfekt vom Blatt spielen, aber keine einzige eigene Note kreativ improvisieren und sind damit in der Regel auch gehörmäßig garnicht gut unterwegs. Ehrlich gesagt haben für mich 2 kreativ erfundene Noten grundsätzlich ein höheres Gewicht, als 10 nachgespielte/nachgesungene Noten^^

Im Übrigen ist "The shadow of your smile" ein Standard, also eigentlich fast eine Art "Traditional", unzählige Male gesungen, unzählige Male gecovert. So ist der Song zum "Welt- Kultur- Erbe" geworden. Genauso ist es im Blues, der ja, wie jeder weiss, die Wurzel des Jazz ist. Im Blues hat ein Song oft hunderte völlig voneinander abweichende Versionen, so, wie ein Baum eben viele Äste hat. Die Musik kommt halt aus dem Menschen, aus der Natur usw, aber bestimmt nicht aus amtlich anerkannten Transkribtionen. Musik kommt nicht von totem Papier, sondern von lebendigen Menschen. Das Größte und wohl auch Befriedigenste, was ein Musiker ( meiner Ansicht nach) erreichen kann, ist, das ureigene Lied mit der ureigenen Stimme zu singen und so sich selbst anderen mitzuteilen- das ist für mich der Sinn aller Musik.

Also: Du gehst die Sache goldrichtig an. Anstatt irgendjemanden, irgendeine Version peinlich genau zu kopieren ( wie unzählige andere), bleibst Du Dir selbst treu, bringst Dein eigenes Musikfeeling ein:rock:

... natürlich sollte man nebenbei in der Lage sein, einen Ton 100% zu treffen, wenns mal drauf ankommt und die Jazz- Polizei hinter einem her ist:D... Falls es eine Lücke gibt zwischen Deinen Improvisationen und einer sauberen Intonation, so bist Du sicher auf dem besten Weg, diese zu schließen. Natürlich kann auch "Note for Note" covern eine sehr gute Übung sein, die Treffsicherheit und somit die Freiheit und das Spektrum der eigenen Möglichkeiten zu erweitern, kein Zweifel. Das Optimum ist wohl, wenn sich Freiheit und Disziplin gegenseitig ergänzen und inspirieren:hat:
 
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@ Bell: Dankeschön für die Blumen! Da geht sicher noch einiges...:) Ich mein ich sing jetzt ja überhaupt erst seit 2 Jahren und wag mich halt jetzt so ans improvisieren ran. Das ist sicher auch viel erfahrungssache. Ich denke mal wenn du loslegst weisst du wahrscheinlich GENAU was du triffst,was du kannst und wo du hinwillst!:)

Catinca, natürlich ist das auch Erfahrungssache! Ich habe am Anfang beim Imrovisieren auch den einen oder andern Ton daneben gesetzt. Und das kann bei neuen Songs nach wie vor passieren. Aber darum geht es gar nicht. Wenn du live singst, fällt es oft nicht einmal auf (nur dir und deiner Combo ;) ), auf Aufnahmen muss man einen Intonationsfehler halt korrigieren.
Aber mir ging es gar nicht um deine Intonation! Ich meinte eher so eine gewisse "Schlampigkeit" bei der Aussprache/Phrasierung, oder daß du manche Töne anschleifst. Das hat bei mir den Höreindruck erzeugt, daß deine Interpretation irgendwe noch nicht ausgereift ist.

Die Frage war hier für mich vor allem noch mal mit dem wie genau am Original bleiben. Ich hatte ja schonmal eine Impro gepostet und da hieß ist der song wäre damit zerstört wen man soweit ausholt und man müßte schon nah dran bleiben.

Man kann einen Song sogar zerstören - das haben genügend Musiker schon demonstriert. Es liegt ganz an Dir und an dem, was du musikalisch ausdrücken willst! Wenn du aber "Black Orpheus" und "The shadow of your smile" mit warmer, sinnlicher Bossanova-Stimme singst, wird das schwierig, denn du transportierst damit ja gerade die ursprüngliche Stimmung....

ach, laß dich von mir nicht kirre machen und experimentiere weiter :)
 
@sigiguitar: DANKE!:hail: Du sprichst mir aus der Seele! :

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ich krieg hier gleich die mega krise!!!!!!!!!!!!! ich hab hier meine antwort ungefehr hundertmal geschrieben und es kommt immer nur der eine satz da oben!!! aaaaaaahhhhhh

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also gut ganz ruhig........ich tipp jetzt nacheinander und schick rüber

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also nochmal .....

@sigiguitar: Jazz-Polizei! Der Hammer!:D

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@bell: du machst mich nicht kirre! ich nehme ALLES gerne an! :) und jaaa ich schleife die Töne unheimlich gerne an....:igitt: Ausprache....na gut wir wollen uns da jetzt nicht streiten...:D
 
Da will man doch James sein haha ;-) klasse gesungen okay ich gebe zu das war jetzt nicht sehr Sachdienlich aber soo schön ....:great:
 
... das ist das Schöne an soundcloud, soundclick, youtube und Co:

Das gemeine Volk erobert sich die Musik zurück, die Musik, die in der westlichen Industriekultur solange, zu lange den studierten Spezialisten und den "Stars" vorbehalten war. Echte Volksmusik gibts zB in Deutschland kaum noch. Aber die Leute machen wieder Musik... und zwar in Handarbeit, nicht durch Knöpchendrücken, wie in den Neunzigern. Die Leute machen internationale, globale Musik. Und das finde ich extrem aufregend...
:romeo:.

Wirklich, das gemeine Volk holt sich offenbar, ua übers Internet, die Musik zurück. Musik ist eine ganz grundlegende kulturelle Errungenschaft. Ohne ( selbstgemachte!) Musik geht eine Kultur tatsächlich zugrunde, wird wahnsinnig... ich übertreibe hier nicht^^
Die Religion, die Spiritualität scheint mir in der westlichen Industriekultur fast tot zu sein-

Es lebe die Musik:rock:
 
Amen :engel: ....sehr schön gesagt! :)
 
Aber die Leute machen wieder Musik...

Das haben sie schon immer getan.

Leider sorgt der Informationsoverkill auch dafür, dass kaum was Neues, Genratiosnspezifisches entsteht, weil man alles vorher erfragen kann und gute Tipps von alten Säcken kriegt. Die Musik, die es schon immer gab, wird lediglich verfielfältigt. Es gibt nicht mehr Musik, es giibt nur mehr Interpreten.
 
Klar haben die Leuts schon immer Musik gemacht. Aber es ist kaum zu übersehen, dass andere Kulturen ( zB Afrika, Südamerika, Spanien, Kuba etc) sehr viel reicher in ihrer Musikkultur sind als die westlichen Industrieländer. Da musizieren Oppa, Omma, die Kids usw von klein auf... Wie kommt das? Ich denke, es liegt daran, dass unsere Kultur im Wesentlichen eine profitorientierte Leistungs- und Konsum- Kultur ist- je mehr materielle Werte, desto weniger Kultur, das ist nunmal so.

Antipasti schrieb:
Leider sorgt der Informationsoverkill auch dafür, dass kaum was Neues, Genratiosnspezifisches entsteht...

Der Informationsoverkill ist sicher nicht unbedingt kreativitätsfördernd. Allerdings, dass so wenig Neues in unserer Kultur geschaffen wird, hängt meiner Ansicht nach eben mit unserer Alltagskultur zusammen:

Entweder die Leute gucken lieber in die Glotze ( oder heutzutage ins IPhone) oder gehen lieber shoppen, als Musik zu machen. Oder sie wollen gleich zum "Star" werden, träumen davon, reich und berühmt zu werden. Und so verdient die Industrie heute immer weniger am Musikmarkt, aber dafür immer mehr am ( semiprofessionellen) Equipment- Markt:D Schneller, höher, weiter und möglichst schnell reich und berühmt werden- das macht im Wesentlichen unsere "Kultur" aus und das Fatale ist: Gerade so killt man jede Art von echter ( Volks-) Kultur. Echte Volks- Musik wie in Afrika, Südamerika etc wirds in der westlichen Kultur wohl erst dann wieder geben, wenn unsere verirrte Konsum- "Kultur" ein natürliches Ende gefunden hat ( was meiner Ansicht nach todsicher abzusehen ist):cool:

Insgesamt glaube ich allerdings schon, dass das Internet viele Leute animiert, selbst Musik zu machen und sich mit anderen auszutauschen. Das Internet bietet heutzutage für jedermann die Möglichkeit, sich einem größeren Publkum zu stellen und sich auszuprobieren, das find ich cool, diese Möglichkeiten sind neu und spannend, denke ich.
 
Das haben sie schon immer getan.

Leider sorgt der Informationsoverkill auch dafür, dass kaum was Neues, Genratiosnspezifisches entsteht, weil man alles vorher erfragen kann und gute Tipps von alten Säcken kriegt. Die Musik, die es schon immer gab, wird lediglich verfielfältigt. Es gibt nicht mehr Musik, es giibt nur mehr Interpreten.

Vielleicht könnte ja das Hilfsforum in "Gute Tipps von alten SäckInnen" unbenannt werden. Als alter Sack darf ich das fordern!

Catinca, du machst das schon! Ohne Fehler, keine Fortschritte.
 
Ohne Internet würden es dieses wunderbare Forum nicht geben und ich hätte didi nicht kennengelernt mit dem ich eine EP zusammen gemacht habe übers Internet weil er in Süddeutschland wohnt.
Es ein Segen und die Hölle zugleich und auch ich möchte einfach manchmal nur schreiend weglaufen und mich in irgendeiner Blockhütte am See verkriechen und dort meinen selbstgefangen Fisch essen.
Die goldene gesunde Mitte zu finden ist hier glaub ich der einzige Weg den ohne könnte ich es mir auch ganz und gar nicht mehr vorstellen.

Das war jetzt das Wort zum Donnerstag.:D
 
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Aber die Leute machen wund zwar in Handarbeit, nicht durch Knöpchendrücken, wie in den Neunzigern.

Ich wüsste nicht dass Aerosmith, Nirvana, Radiohead, etc. ihre weltbewegenden Hits durch Knöpfchen drücken erschufen. ;) Die 90er hatten sehr gute Musiker/Bands und sehr geile Songs wurden in dieser Epoche geschrieben und neue Musikrichtungen etabliert. Ich war ein Kind/Jugendlicher der 90er und weiß das daher und man macht es sich zu einfach dieses Jahrzehnt allein der Dancemusic/Techno zuzuschreiben. Genauso könntest du die 90er auch als das Jahrzehnt des Grunge bzw. alternate Rock bezeichnen.

Jedes Jahrzehnt hat seine musikalischen Höhen undTtiefen, man muss nur richtig hinhören. Sorry für's OT.
 
... Himmel, ich wollte ja auch nicht die 90er generell verunglimpfen:D... Aber es gab halt eine Zeit, da haben doch sehr viele mit ihren Beatboxen ect gespielt und weniger mit "echten" Instrumenten. Das konnte man auch in den Charts etc hören und davon ist heute noch viel im Mainstream hängengebliefen... sterile Konservensounds, Beatboxen, VSTI, Sampler blabla... daher froi ich mich einfach, dass soviele Leute da draussen "echte" Instrumente spielen.
 
jetzt hier aber nicht streiten ihr süßen!;)
 
Ja - da haben wir ein bisschen Off Topic heraufbeschwört.

Einigen wir uns darauf, dass es nett ist zu wissen, dass viele Menschen echte Instrumente spielen. Ob das nun schon immer so war oder durch das Internet nur publik geworden ist, steht auf einem anderen Blatt. Letztendlich hat die "Hausmusik" gerade in ländlichen Gegenden eine lange ungebrochene Tradition. Nur kriegte man das als Großstädter vorher einfach nicht mit.

Ja - und nett ist auch, dass durch das Internet Musiker verschiedener Generation und Herkunft zusammenkommen. Lediglich den kulturellen Mehrwert stelle ich infrage.
 

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