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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Sunny_Hunny

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    Anfangen ja/nein und wenn ja: womit?

    Hallöchen

    Ich komme eigentlich aus der Sängerecke aber wie das eben so ist mit der Neugier.

    Meine Idee war, im Pub bzw. auf der Straße auch mal ein bisschen zu fiedeln. Wobei mein Schwerpunkt wahrscheinlich wirklich auf Folk, Pop-Begleitung oder Weihnachtsliedern liegen würde, also nichts dramatisches. Das Problem: Unterricht kann ich mir nicht leisten, Leihinstrument daher auch eher nicht. Eignen sich für so "kleine Spielereien" auch die "Billigteile" aus dem Internet? Die werden hier ja regelmäßig verschrieen - aber ich habe wie gesagt keine hochtrabenden, klassischen Ambitionen (dafür muss das Klavier herhalten ).

    Was meint ihr?


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    It ain't a song until you sing it.

  2. #2
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Hi sunny,

    für deine Zwecke: Kneipe, Straßenmusik, Weihnachten o.ä. solltest du überlegen, ob das was wirklich was wird mit ohne Unterricht und nem billigen Instrument.

    Du singst - das kann man kombinieren. Gitarre ist für ohne Unterricht die perfekte Wahl. Wenns denn doch zum Streichen sein sollte: Cello und Gesang geht prima. Geige/Bratsche dagegen nicht (ja, ich weiß, manche können das auch..). Falls du schon Gitarre spielst oder das zu gewöhnlich ist: Mandoline, Mandola, oder (mein neues Lieblingsteil: eine irish Bouzouki). Es gibt ja noch n paar andere attraktive Exoten wie: Fidel ,Gamben oder Drehleier, die mit Gesang gut funktionieren würden (oder einige orientalische Instrumente).

    Ich denke halt: mit allem scheppern, was man schon kann. Warum ein Instrument lernen, was das Singen beschneidet. Und wenns am Geld für Instrument und Unterricht schon mangelt.. ..es gibt einige Instrumente, die (gut gespielt) eine Menge her machen können und fast nichts kosten: z.B. Tin-Whistles, Psalter oder Zithern (Osteuropa).

    Um in nem Pub aufzutreten, muß man auch was überzeugendes abliefern. Rumstümpern hört auch der unmusikalischte Mensch bereits nach wenigen Tönen.


    cheers, fiddle
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  3. #3
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    Danke für die Antwort.

    Gitarre spiele ich ohne Unterricht seit einem Jahr, laut anderer aber gar nicht sooooo schlecht. Für's Pub und die Fußgängerzone absolut ausreichend. Klavier/Keyboard spiele ich schon seit meiner Kindheit mehr oder weniger intensiv. Der letzte Unterricht ist schon ne Weile her, aber ich lass mich da ab und zu von begabten Freunden aufpolieren. Problem: es lässt sich so schlecht in der Bahn/auf dem Fahrrad transportieren!

    Mal ne blöde Frage: Ich dachte der Unterschied zwischen Fidel und Geige ist lediglich die Spielart? *versteck*


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  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Sunny_Hunny

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  5. #5
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Hi Sunny,

    eigentlich ist es egal, welche Musik du spielst. Bei diesen billig-Geigen aus China ist überall das selbe Problem: Knackende Wirbel (Stimmbarkeit), nicht gut eingestellt (Obersattel, Steg, Stimme), vielleicht fehlt der Kork auf der Kinnstütze, vielleicht ist keine Schulterstütze dabei ...
    Bei einem Geigenbauer kostet das Einstellen/Überholen nochmal etwa 50-100 Euro (je nachdem, was gemacht werden muß).
    Wenns denn unbedingt so ein Insttument sein soll, dann mach es halt einfach. (mein Fall wärs ja nicht)
    Zum Start würd ich dir aber dringend trotzdem einen Lehrer empfehlen, der dir mal die Grundlagen zeigt. Vielleicht ne Doppelstunde bei nem befreundeten Musiker (Musikstudent o.ä.). Das ist gut investiertes Geld. Dann kannst du selber mal loslegen und siehst dann schon, was man alles üben muß, damit da was Anhörbares rauskommt.

    Deine Klangbeispiele fordern jetzt nicht das höchste Können ab, schon richtig. Aber Anfänger waren das auch nicht, die das eingespielt haben.

    Ich finds ja klasse, daß du Geige lernen willst, dein budget und autodidaktes Lernen stehen ja so gut wie fest - also versuch es.
    Wenns dir gefällt, wirst du irgendwann ne ordentliche Geige kaufen, wenn nicht ist auch nicht viel Geld kaputt.
    Nimm eine Doppelstunde zum Start und nach einiger Zeit, wenns nicht richtig weiter geht, nochmal eine usw.

    cheers, fiddle

    p.s. die mittelalterliche Fidel ist ein anderes Instrument und wird meist wie ein Cello gespielt, oder auch tief auf dem Arm/Rippen angesetzt. Die Bauformen sind sehr unterschiedlich, der Klang heller/dünner. Verwand ist auch das Rebec. Beide gelten als Vorläufer der heutigen Geigen- und Gambenfamilie.
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Sunny_Hunny

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    Hi fiddle und erstmal danke für die Antwort.

    Also ich bin mir durchaus bewusst, dass diese "Ramschgeigen" qualitätsmäßig unterste Schublade sind, das ist gar keine Frage. Die Frage ist eher, was man mindestens an Qualität benötigt, um sowas wie in den Klangbeispielen auf erträgliche Art und Weise darzubieten. So Sachen wie knackende Wirbel usw. hört sich ja schon eklig an Aber da ich (noch) gar keinen Vergleich habe weiß ich nicht, ob mir sowas überhaupt großartig auffallen würde. Das mit der Stimmung ist natürlich schon ne andere Geschichte. Macht es einen großen Unterschied, ob man eine alte, verzogene, ramschige oder eine neue, billige Geige spielt?

    Danke auch für die Infos über Fidel und Geige - nur nehme ich mal an, dass man mit einer Fidel nicht wirklich günstiger wegkommt als mit einer Geige, oder? Jedenfalls hab ich in den Privaten und auf ibäy gar nichts gefunden (außer Notenhefte).


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  7. #7
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Zitat von Sunny_Hunny Beitrag anzeigen
    ..Die Frage ist eher, was man 1* mindestens an Qualität benötigt, um sowas wie in den Klangbeispielen auf 2* erträgliche Art und Weise darzubieten. So Sachen wie knackende Wirbel usw. hört sich ja schon eklig an Aber da ich (noch) gar keinen Vergleich habe weiß ich nicht, ob mir sowas überhaupt großartig auffallen würde. Das mit der Stimmung ist natürlich schon ne andere Geschichte. Macht es einen großen Unterschied, ob man eine alte, 3* verzogene, ramschige oder eine neue, billige Geige spielt?
    1*) das ist Geschmackssache. Die Jungs und Mädels auf den Aufnahmen haben nix billiges.
    2*) auch Geschmackssache. Ich weiß nur, was für mich erträglich ist.
    3*) das ist ne falsche Ansichtsweise. Entweder ein Instrument ist gut eingerichtet, oder nicht. Eine gut eingerichtete Geige läßt sich leicht spielen, leicht stimmen, hat ne leichte Ansprache. Das sagt noch nicht wirklich was über den Klang. Es gibt auch alte Instrumente, die nicht gut eingestellt sind. Bei neuen China-Geräten ist das fast die Regel.

    Aus ner Chinageige wird meist kein großer Ton rauskommen - muß aber für diese folkige Musik nicht unbedingt ganz schlecht sein.
    Mir geht es um die Bespielbarkeit, da du ja noch nicht mal Anfänger bist. Ich würde da schon n Klang rausbekommen, aber ich habe das auch bereits n paar Jahre erlernt. Je schlechter n Instrument funktioniert, umso schwieriger fällt das Lernen darauf. Soll heißen: ab zum Geigenbauer, einrichten lassen und mit dem mäßigen Klang leben. (im Fall: Chinageige) Dann darf man auch nicht enttäuscht sein, wenn es nicht so wie auf der Aufnahme klingt, weil es das Instrument einfach nicht hergibt.


    cheers, fiddle

    p.s. zu: http://www.youtube.com/watch?v=wU7ME...x=7&playnext=1
    1.) geh mal zu einem Vorspielabend in ner Musikschule und hör dir Schüler an, die 1 Jahr unterricht hatten.
    2.) investiere 10 Euro Eintritt für ein professionelles Streichquartett.
    Du solltest einen deutlichen Unterschied hören. Auch weninge Töne, von Profis gespielt, klingen anders, als
    bei nem Anfänger (Bezug auf deinen Link). Ahh, das klingt schon geil, wenn jemand den Ton herausbekommt..
    Geändert von fiddle (30.09.2010 um 20:16:13 Uhr)
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  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Sunny_Hunny

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    Ich find das hier wunderschön - natürlich in dem Wissen, dass ich das in 10 Milliarden Lichtjahren nicht werde so spielen können.

    http://www.youtube.com/watch?v=EJwNS-FPXOI

    Zum Thema Musikschule und Musikschulkonzert: ja, da war ich schon öfter mal (Gesang) und ja, ich kenne den Musikschulgeigenklang. *ähem* Ich nehme an, die Schüler haben vornehmlich in Einfamilienhäusern gewohnt.

    Das Problem ist ja auch, dass man nicht sagen kann "Okay, dann kauf ich mir halt ein älteres Modell" - denn die sind ja mindestens genauso teuer wie die neuen. :/


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  9. #9
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Hi Sunny,

    also wenn du so spielen willst, wie das Mädel im link, geht das mal garnicht ohne Lehrer!

    Mir ist das ja etwas zu kitschig, aber ok.

    Ich bin ja auch eher ein Verfechter von: kauft neue, gute Geigen und nicht das alte Glump, für das
    man überteuerte Preise bezahlen muß. Alt ist nicht unbedingt gut!! Aber damit meine ich grundsätzlich
    niemals Geigen made in China. Das kommt sicher noch, mit den guten Instrumenten von dort!

    Du brauchst ne Geige, die gut spielbar ist und das muß nicht teuer sein.


    cheers, fiddle
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  10. #10
    Registrierter Benutzer Avatar von Sunny_Hunny

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    Okay, definiere nicht teuer.

    Bei manchen Anbietern steht ja dabei, dass sie spielfertig gemacht werden - du sagtest was, dass man trotzdem nochmal zum Geigenbauer gehen muss, um sie ausrichten zu lassen?


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  11. #11
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Spielfertig heißt bei den meisten Händlern nur, daß grob alles drauf ist, was drauf gehört.
    Beim Geigenbauer heißt spielfertig: ja, das ist in Ordnung so!

    Bsp.: Meist sind die Wirbel nur schnell und nicht präzise eingepasst worden/lassen sich nicht gut stimmen/halten die Stimmung nicht richtig, der Obersattel hat Überstände und die Saitenhöhe über dem Griffbrett ist zu hoch, der Steg ist schnell geschnitten worden/ die Saitenlage ist zu hoch. Steg und Stimme sind nicht optimal auf den Klang abgestimmt worden, teilweise sind das sehr fragwürdige Stimmstöcke. Das sind mal die wichtigen Sachen.

    Für sowas braucht man Zeit und die kostet auch in China Geld. Deswegen wird bei den Billig-Instrumenten einfach schnell, irgendwie was draufgeklatscht.
    Arbeitszeiten beim Geigenbauer: Steg ca. 0,5-1 Stunde, Stimmstock ca. 0,5-1 Stunde, Obersattel ca. 15 min, Wirbel einpassen ca. 1 Stunde. Die Materialpreise sind dabei sehr gering und kann man fast vernachlässigen. Aber dieser Aufwand wird bei den Billig-heimern halt nicht betrieben. Deren "spielfertiger Urzustand" schwankt von: "naja, geht gerade so" bis "da geht garnix".

    Zu "teuer" kann ich dir keinen Preis nennen. Wenn man sagt: eine passabele Schüler-Geige beginnt bei 300-400 Euro (was echt schon wenig ist), und dein Budget zwischen 50 und 100 liegt, dann kann ich dir auch keinen guten Tip geben. Geh doch einfach mal zu nem Geigenbauer. Die meisten haben auch billigere Schülerinstrumente (auch ausgesuchte China-Geigen) im Sortiment - da ist ja nicht alles schlecht. Einfach mal fragen, da wird dir (fast) jeder ne freundliche Auskunft geben. Jedenfalls ist das, was du dort kaufst auch wirklich spielfertig. Einige vermieten auch Instrumente.
    Danach weißt du schon mehr darüber.


    cheers, fiddle
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  12. #12
    Mod Streicher/HipHop Avatar von cello und bass

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    Ich misch mich mal ein und haue in fiddles Kerbe:

    Spar noch etwas, kauf ein Instrumente beim Geigenbauer und nimm Unterricht - zumindest zu Anfang!
    Ein schlecht stimmbares Instrument macht keinen Spaß und eines, was nicht klingt genau so wenig. Als Cellist hab ich mir selbst Gitarre und E-Bass beigebracht, das ging - auf der Geige, wenn ich sie zur Hand nehme, bekomme ich weniger zufirendenstellende Ergebnisse zu Stande, als am Banjo - was ich noch seltener spiele!

    Grüße C&B

  13. #13
    MOD-Vocal Avatar von Vali

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    Ich gehör eigentlich zu den Leuten, die gerne sagen "Ja, fang an!", aber bei deinem Budget und Vorstellungen würde ich dir auch raten lieber erst mal zu warten, Geld zu sparen um dann mit Leihinstrument und Unterricht für die Anfangszeit anzufangen. Ich fürchte nämlich, dass du dir mit einem Chinaböller und dem langsamen Fortschritt und damit länger andauernden Quietsch- und Kratzphase die Freude am Streichinstrument verderben wirst, das Instrument als Dekoration an der Wand vergammeln wird und du völlig umsonst mit Geld und Nerven bezahlt hast. Man kann als Streichinstrumentanfänger den Leuten ziemlich auf die Nerven gehen, insbesondere mit der Geige. Bis man einigermaßen so spielen kann, dass dir welche freiwillig ihr Kleingeld in den Koffer werfen, dauert es mehrere Monate. Wenn man da rumquietscht, riskiert man sogar ausgeschimpft und verjagt zu werden. Es sei denn du bist ein Kind und siehst mit der Minigeige knuddelig aus.
    Außerdem kann man mit Geige am Kinn schlecht singen. Soviel schon mal zur Selbstbegleitung. Geige eignet sich sowieso schlecht als alleinige Begleitung zu Gesang. Da sind Instrumente mit mehr Tiefen besser geeignet.

  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von Sunny_Hunny

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    Danke für eure Beiträge

    Na, singen und fideln gleichzeitig war auch nicht der Plan. Halt zwischendrin so ein schönes, kitschiges Weihnachtslied auf der Geige.

    ... und ich kann auch knuddlig!
    Geändert von Sunny_Hunny (30.09.2010 um 23:45:33 Uhr)


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  15. #15
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    Jesberger ist offline
    Ist es überhaupt möglich, so spät mit der Violine anzufangen? Mit meiner Violine von vor 4 (?) Jahren (mit 17) bekam ich nichts anständiges aus den Saiten heraus, Unterricht war zu teuer. Auch habe ich dann gelesen, dass es für einen ab ~ 18 Jahren rum fast unmöglich ist, ordentlich Geige zu spielen, weil es abartig viel Feinmotorik verlangt, die man schon in der Kindheit sich angewöhnen oder später durch stundenlanges Üben aneignen muss.

    Zugegeben, letztens habe ich mir den Chang zu Gemüte geführt und dies lässt sich ja theoretisch auch auf die Violine übertragen.

    Nebenbei spiele ich noch Gitarre und vom Anforderungsniveau mMn liegen dort Welten dazwischen. Ich stimme hier eindeutig Vali zu, dass das ohne Unterricht am Anfang zum Scheitern verurteilt ist. Okay, du hast Erfahrung am Klavier und daher grundlegende theoretische Voraussetzungen, die bestimmt hilfreich sind (die mir damals fehlten).

    Wünsche dir natürlich viel Erfolg bei diesem tollen Instrument! Auf das man was schönes zu hören bekommt

  16. #16
    Registrierter Benutzer Avatar von googlemeister

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    googlemeister ist offline
    Zitat von Jesberger Beitrag anzeigen
    Ist es überhaupt möglich, so spät mit der Violine anzufangen? Mit meiner Violine von vor 4 (?) Jahren (mit 17) bekam ich nichts anständiges aus den Saiten heraus, Unterricht war zu teuer. Auch habe ich dann gelesen, dass es für einen ab ~ 18 Jahren rum fast unmöglich ist, ordentlich Geige zu spielen, weil es abartig viel Feinmotorik verlangt, die man schon in der Kindheit sich angewöhnen oder später durch stundenlanges Üben aneignen muss.

    Zugegeben, letztens habe ich mir den Chang zu Gemüte geführt und dies lässt sich ja theoretisch auch auf die Violine übertragen.

    Nebenbei spiele ich noch Gitarre und vom Anforderungsniveau mMn liegen dort Welten dazwischen. Ich stimme hier eindeutig Vali zu, dass das ohne Unterricht am Anfang zum Scheitern verurteilt ist. Okay, du hast Erfahrung am Klavier und daher grundlegende theoretische Voraussetzungen, die bestimmt hilfreich sind (die mir damals fehlten).

    Wünsche dir natürlich viel Erfolg bei diesem tollen Instrument! Auf das man was schönes zu hören bekommt

    Stundenlang üben musste sowieso... nicht nur hunderte sondern tausende Stunden um ein gutes Niveau zu erreichen.
    Wielange haste überhaupt probiert Violine zu lernen? Und was ich davon halte das man ab Jahr X dies und das nicht mehr machen kann, naja dazu brauche ich nichts zu sagen =)
    Wers glauben will solls glauben, mir sind die Zeiten mittlerweile zu kostbar andere davon überzeugen zu müssen das es einfach nur harte Arbeit ist.

    So unterschiedlich können Meinungen sein ^^ Ich glaube auch das Violine nicht schwerer sondern einfach nur anders ist, aber bin eh nur Gitarrist und mich reizt die Violine nicht ;D

    Ich meine, macht es wirklich auch nur einen kleinen Funken Sinn etwas nicht anzufangen weil ANDERE sagen das es ab Tag X nicht mehr geht? Wer sind die anderen? Worauf beruht die Aussage? Gibt es Studien? Wenn ja, welche? Wieviele Probanden gab es? Was qualifiziert denjenigen eine solche Aussage zu treffen? Spielt derjenige selber Violine oder sagt er das weil er es in dem Alter nicht hinbekommen hat? Das sind einfach Aussagen die ich mal stark hinterfragen würde. Ich hätte damals auch nicht geglaubt das es Rhytmusgitarristen gibt die keine Arme mehr haben und lediglich mit ihren Füßen Akkorde greifen und nen ordentliches Strumming hinlegen.

    Ich wette es gibt Leute die spielen mit Parkinson noch ihre Violine und es hört sich geil an.

    So genug jetzt ;-) Bye
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    Üben, üben, üben!

  17. #17
    Registrierter Benutzer Avatar von etrawgew

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    etrawgew ist offline
    Hi Sunny_Hunny,
    ich hatte ganz am Anfang - vor gut drei Jahren - auch so ein Billigangebot aus dem Supermarkt, allerdings nur, umauszuprobieren ob ich überhaupt noch die erforderliche Mobilität (61-jährig!) besitze, um eine Geige problemlos halten und streichen zu können! Der Preis von 39,95 Euro war für diesen Test okay; und es klappte ganz gut.
    Doch schon nach wenigen Tagen war mir zum dritten Mal die D-Saite gerissen. Wutentbrannt packte ich das Teil in den Koffer und ging zum nächsten Musikalienhändler unserer Stadt.
    Dort nahm sich einer der Angestellten die Zeit um das Billigteil genauer in Augenschein zu nehmen. Dann erklärte mir der Verkäufer, warum mir die D-Saite schon dreimal gerissen war, der Grund waren krumme Wirbel, Wirbel die aus Kunststoff waren!!!!
    Spontan entschied ich mich zu einem Kauf eines Schülergeigensets von Gewa, Preis etwa bei 275,--Euro.
    Zufrieden mit meiner Anschaffung schaute ich mich nun auch nach einer Geigenlehrerin um und fand diese dann schon bald. Inzwischen spiele ich die erste, zweite, dritte und fünfte Lage schon einigermaßen. Und meine Freude am Geigenspiel ist ungebrochen groß!
    Du musst Dir schon gut überlegen was Du wirklich willst! Nur mal so zum Ausprobieren wird nicht wirklich funktionieren. Mein Tipp: Auch ich rate Dir zunächst zu einer Leihgeige, denn da hast Du ein Instrument, mit dem Du bei fleißigen Üben schon bald die ersten kleinen Melodien spielen wirst!
    Nur Mut und gutes Gelingen wümscht Dir,
    mit lieben Grüßen,
    Etrawgew.

  18. #18
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    Jesberger ist offline
    Ich schreibe, dass es schwieriger wird, nicht, dass es unmöglich ist.
    Meine Erfahrung zeigt und die Meinungen anderer, die es probiert haben (hier geht es ja um "physikalische" Barrieren), dass es zumindest einen sehr viel höheren Mehrbedarf an Aufwand kostet. Dort gibt es, wie bei der Gitarre, eben keine Bünde, es bedarf viel Feinmotorik und große Disziplin.

    Vor einigen Monaten lernte ich jemanden kennen; sie hatte mit 18 (?) zufällig eine "hochwertige" Geige bekommen und wollte fortan die Möglichkeit nutzen, es an dieser auch spielen zu lernen. Am Anfang ging nichts, es war absoluter Stress. Sie ging dann zu einem Lehrer einmal die Woche (oder gar 2?) und nach 2 Jahren war ihr das einfach zu heftig, der Aufwand erschlug sie förmlich; täglich mehrere Stunden üben.

    Es gab dann natürlich Zeiten, wo sie einfach keine Lust / Zeit mehr hatte und dadurch verringerte sich auch der Fortschritt wieder, den sie später wieder aufholen musste. Man muss, wenn man es will wirklich 200 % dahinterstehen, sonst verschwendet man Potential, was woanders besser aufgehoben ist. Ich schreibe das aus Erfahrung und nicht, um zu demotivieren!

    So denn man wirklich Violine lernen möchte, sollte man es tuen. Mit genügend Schweiß, der richtigen Lerntechnik lässt sich der Aufwand sicher auch stark verringern und kommt auch so an sein Ziel.

    Viel Erfolg!

    EDIT: ich sehe, etrawgew hat mit 61 noch damit angefangen. Respekt. Ehrlich, ich bin gerade sprachlos

  19. #19
    Registrierter Benutzer Avatar von googlemeister

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    googlemeister ist offline
    @Jesberger
    Ja wenn man das bzw. überhaupt ein Instrument beherrschen möchte muss man wirklich dahinter stehen. Ich schreibe auch aus Erfahrung weil ich viele Dinge aufgegeben habe weil ich keine Motivation mehr hatte. Das lag daran das Erfolge einfach nicht so schnell kamen wie ich das gerne hätte. Habe mir schnell eingeredet das ich das einfach nicht kann. Mittlerweile sagen mir Freunde "googlemeister, du bist echt gut in allem was du tust, wenn du es denn durchziehst". Harte Arbeit (Spass muss sein!) gepaart mit Kontinuität und Effizienz bringt fast immer Erfolg (äussere Umstände mal außen vor).

    Ich finde auch es ist ein Unterschied ob ich ein Instrument geschenkt bekomme und mir dann mal überlege man könnte es ja lernen oder ob ich aus freien Stücken das Instrument interessant finde und mir das selber leiste.

    Wie auch immer. 61? Respekt!!
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    Üben, üben, üben!

  20. #20
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    Sunny_Hunny ist offline
    Ich wollte nur kurz anmerken, dass ich sowieso einen leichten Fanatismus habe, was Üben und Instrumente angeht. Gitarre habe ich jetzt seit einem Jahr ohne Unterricht gespielt und sitze jeden oder jeden zweiten Tag zwischen 30min und 2 Stunden dran. Also das mit dem Durchhaltevermögen ist nicht das Problem. Außerdem sind Instrumente was ganz Tolles, wenn man mal wieder Hausarbeiten schreiben muss *hust*

    @etrawgew:
    Danke für deinen Beitrag und Respekt vor deiner Leistung. Schön, dass du es einfach probiert hast. Tja, dann werd ich wohl noch so zwei Jahre warten müssen, denn vorher kommt keine Kohle rein und bei uns in der Familie besitzt auch niemand eine Geige, die er mir leihen könnte oder so.

    Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen, dass die alte Geige meiner Freundin vor 4 Jahren für ein halbes Jahr bei mir gewohnt hat, ich natürlich von Tuten und Blasen (und Streichen) keinen blassen Schimmer hatte, aber trotzdem irgendwie ein paar Melodien aus dem Ding rausbekommen habe. War kratzig, aber meine Freundin hat mir hinterher auch erklärt, dass der Bogen eh Mist sei. Na wenn sie das sagt. Die Geige wurde aber verkauft, deswegen kann ich die mir auch nicht mehr borgen.


    www.youtube.com/Steedrider

    It ain't a song until you sing it.

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