Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Eilonwy

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    Käfer/Larven fressen Bogen kaputt

    Nach einer längeren Spielpause packe ich mein Cello aus und mich trifft der Schlag:

    Ein wildes kudelmuddel von losen Bogenhaaren!!

    Ich bin zum Bogenbauer und er meinte das wären Bronzekäfer( wenn ich das richtig verstanden habe)
    schön und gut, Bogen neu bespannen-
    und wie bekomm ich die Dinger los?Eine befriedigende Antwort konnte ich von ihm leider nicht erhalten.

    Habt ihr Erfahrung?

    Grüße
    Eilonwy

  2. #2
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Hi,

    Käfer? schon möglich.
    Also, was alle Viecher garnicht mögen: spielen (z.B. Holwürmer suchen das Weite)
    Dann gibts noch die Möglichkeit mit Duftstoffen. Da gibts z.B. Kräuterbeutelchen
    gegen Motten. (Motten mögen auch Haare)
    Ich bin aber wirklich kein Experte bei Viechern..

    Aber zuerst solltest du rausfinden, was für Geschmeiß es nun tatsächlich war.


    cheers, fiddle
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  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Eilonwy

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    Ja das meinte er auch: sie mögen kein Licht und wären deshalb gekommen. Nur: wie kann ich mein Bogenfach der Hülle, für längere Zeit dem Licht aussetzen???
    Muss sie also anders los werden.

    Ich frag nochmals beim abholen des Bogens nach, hätte die Dinger nur schon gerne vernichtet bevor der neu bespannte Bogen kommt.

    Eilonwy

  4. #4
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Wenn du das Cello nicht großartig transportieren mußt, dann kannst du es doch
    vorerst mal draußen lassen.

    Vielleicht kann man dann verschiedenes versuchen:
    Ab ins Gefrierfach und n paar Tage drin lassen. (Soll bei Motten helfen)
    Gegen Motten gibts noch Mottenpapier und Zedernholz, was sie vertreibt.

    Ich las irgendwo, daß es auch Milben sein könnten.

    Die meisten Viecher sterben ab 60° (da gerinnt Eiweiß) oder starken/längerne Minusgraden.
    (Zellwände werden durch Eiskristalle zerstört)

    Hülle in die Badewanne und mit kochendem Wasser übergießen?

    Eine chemische Reinigung wäre auch denkbar.

    Wenn der Bogen regelmäßig gespielt und einkolofoniert wird, dann dürfte nix mehr
    passieren. Kolofonium enthält auch einen geringen Anteil an ätherischen Ölen, die
    langsam verdunsten. Das mögen die Viecher auch nicht.

    Meine persönliche Idee: 2-3 Tropfen Teebaumöl ins Bogenfach.
    Aber vorsicht, nicht übertreiben! Alle ätherischen Öle können den Lack angreifen.
    Wenige Tropfen und einen Tag ausdünsten lassen dürften aber dem Bogen nix machen.

    p.s. wenn du ne lange, schmale Leiste (wie n Lineal) auftreibst, könnte man mit einem
    Stoffstreifen (festtackern) das Bogenfach bis in die Ecken auswischen. Der Stoff müßte
    dann etwas mehr getränkt werden (prüfen auf der Handfläche) und danach sehr gut
    ausdünsten. Teebaumöl wirkt stark antiseptisch. Also wird das Milben auch nicht gefallen..

    pps. ich hab gerade an nem alten Bogen und meiner akustischen Geige getestet.
    Teebaumöl löst Schellack nur sehr schwach an. Da muß man also schon
    ordentlich rubbeln, bis was runterkommt. Von daher: kann man nehmen.
    (und ich habe jetzt n super Putzmittel entdeckt )


    cheers, fiddle
    Geändert von fiddle (09.07.2011 um 18:37:43 Uhr)
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  5. #5
    Mod Streicher/HipHop Avatar von cello und bass

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    cello und bass ist offline
    Was du auch versuchen könntest: UV-LED dort lange drin leuchten lassen - LEDs sind kalt und UV normaler Weise das "böse" im Licht.

    oder ein Neukauf einer Hülle/eines Koffers? - würd ich wahrscheinlich machen - ggf. gebraucht aus der Bucht (hoffentlich ohne Käfer...)


    Grüße C&B

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von joe_fisch

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    joe_fisch ist offline
    Ich hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem. Bei mir waren es Silberfischchen. Der Hintergrund war auf jeden Fall der selbe: lange nicht mit meiner akustischen Geige gespielt & nicht raus geholt. Die Bogenhaare flogen bei mir auch rum und waren eindeutig angefressen.

    Als erstes habe ich den gesamten Kasten geleert und ins Freie gebracht, anschließend mit der chem. Keule bearbeitet (2x). Danach durfte der Kasten zwei Tage frische Luft an der Sonne schnuppern. Das hat geholfen. Trotzdem habe ich mir dann ein Bogenetui besorgt, in dem ich meinen guten Bogen aufbewahre.

    Gut zu sehen, dass so etwas nicht nur mir passiert.

    Viel Spaß bei der Problemlösung!
    Joe

  7. #7
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    Hi fiddle!

    Ich schon wieder... Von meiner Holzwerkerei weiß ich, daß sich Schelllack n u r in Ethanol lösen läßt. Könnte ja sein, daß davon geringe Mengen im Teebaumöl enthalten sind. Dann würde es aber auch reichen, den Alkohol einfach mit Wasser zu verdünnen.

    Grüße

    Thomas

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