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  • 1 Post By Bassstreichler

Thema: Einspielen ohne Spielen

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von TheByte

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    Einspielen ohne Spielen

    Hi,

    ich habe da eine neue Geige, die natürlich noch nicht eingespielt ist.
    Von meiner alten habe ich erfahren, dass es einige Spielstunden braucht,
    bis der (in meinen Ohren) endgültige Ton da ist.

    Daher stellt sich mir die Frage:
    Kann ich meine Geige "beschleunigt" einspielen, indem ich sie
    (sagen wir mal) in einen Kasten mit einem guten Lautsprecher sperre und
    Töne oder Musik (bevorzugt Geigenstücke ) darüber laufen lasse.

    Ich erhoffe mir dabei, dass das Instrument so zum Schwingen angeregt wird,
    wie es auch beim normalen Spielen der Fall wäre.

    Was kann ich von meiner Idee erwarten? Kann das so funktionieren?

    Ich danke für Denkanstöße.
    MfG, TheByte
    Rock oder Barock? Ist egal, Hauptsache Musik.

  2. #2
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    hmm, wieso? Hast du nicht die Energie/Antrieb, sie händisch in Form zu spielen?
    Ich weiß: total oldschool. Sowas wie: Ich nehm die Geige und knete sie mal
    3 Wochen richtig durch.

    Ich wüßt da was: so ne Art Einspiel-Vibrator.

    Kuck doch mal bei den Akustik-Gitarren. Da gabs das neulich.
    Wenn du sie unbedingt mit Batterien befriedigen willst, bitte. Ich steh ja eher
    auf gute, alte Handarbeit.


    cheers, fiddle


    p.s. google dochmal nach: ToneRite
    Das gibts auch für Geige. Ich denke, da kommen mehr Schwingungen in das
    Instrument, als wenn du sie beschallen würdest.
    Geändert von fiddle (05.03.2012 um 08:04:27 Uhr)
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  3. #3
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    Hi TheByte!

    Google mal unter dem Titel "Vibrationsentdämpfung". Ich finde ja, daß man sich damit selbst um die Freude bringt zu erleben, wie sich ein Instrument entwickelt.

    Grüße

    Thomas

  4. #4
    Helpful & Friendly User Avatar von suamor

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    Im Fiddleforum gab es dazu mal einen interessanten Thread. Ein Geigenbauer hat erfolgreich ein ähnliches Projekt durchgeführt.

    Resümee Frei übersetzt: Nach zwei ganzen Monaten bei voller Lautstärke, habe ich die Geige entfernt und mein Lehrer hat sie bei seinem regelmäßig stattfindenden Cascade Baking Company Trio samstags gespielt. Er erzählte meiner Frau und mir zweimal daß er glaubt, daß sie stärker [im Klang] ist, als seine italienische 1760 Violine, die er regelmäßig spielt (und er hat bis dahin behauptet, daß diese Geige die stärkste war, die er je gespielt hat). Die Projektion [wie gut die Geige im Raum trägt] und der Ton waren ebenfalls überragend!
    Software Projekt: Freeware (GPL) Scoreeditor Canorus

  5. #5
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Lustig

    Aber im Endeffekt ist das auch nur ein Vibrator.

    Ich halt das durchaus für ein probates Mittel, um das Holz auf die Schwingungen
    einzustellen. Hier haben wir auch eine mechanische Kopplung!
    Reine Beschallung macht vermutlich nur ein Bruchteil von dem hier.


    cheers, fiddle
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  6. #6
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    Weder Tone Rite noch akustische Beschallung können auch nur ansatzweise die Energie aufbringen, die bei einer seriösen Vibrationsentdämpfung (VED) bzw. "Klangoptimierung" auf das Instrument übertragen wird.

  7. #7
    Thomann-Streicher-Service Avatar von fiddle

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    Es wäre besser, wenn du auch erklärst, was du meinst mit VED, denn wir sind hier nur
    alles unwissende Streicher und wir besitzen meistens auch nur Streichinstrumente.

    Für mich ist diese ganze Maschinen-Beschwingung eh alles Quatsch.
    Ich habe auch keinen elektrischen Milch-Quirl und ich brauche auch keine
    Waschmaschine mit Internet-Anschluß.


    cheers, fiddle
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  8. #8
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    Hi fiddle!

    VDE wirkt! Baßguru Heiner Windelband hat mal über seinen (!) vibrationsentdämpften Baß sinngemäß gesagt: Die Problemtöne waren weg - und alles andere hat auch nicht mehr richtig geklungen...

    @ Floyd Pepper: Gibt's wissenschaftliche Belege für Deine dahingeworfene Behauptung? Soweit ich weiß, arbeiten "seriöse VDE" und Tonerite doch nach dem selben Prinzip, Tonerite ist ein Hersteller von Vibratoren zur VDE.

    Grüße

    Thomas

    P.S. Milch-Quirl ist aber nicht schlecht für Streicher, manche benützen sowas als Bogenersatz, sehr effektvoll.
    Geändert von Bassstreichler (24.03.2012 um 12:14:13 Uhr)
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  9. #9
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    Floyd Pepper ist offline
    Zitat von Bassstreichler Beitrag anzeigen
    @ Floyd Pepper: Gibt's wissenschaftliche Belege für Deine dahingeworfene Behauptung? Soweit ich weiß, arbeiten "seriöse VDE" und Tonerite doch nach dem selben Prinzip, Tonerite ist ein Hersteller von Vibratoren zur VDE.
    Hallo, da ich mich seit einiger Zeit selber ernsthaft mit VED befasse, erlaube ich mir, solch eine Behauptung auch mal "dahinzuwerfen". Darüber hinaus gibt's ja auch 'n (abgelaufenes) Patent und Beschreibungen dieses Verfahrens. Und: ein Tone Rite kann diese Menge an Energie objektiv nicht übertragen, da es nicht fest mit dem Instrument verbunden ist. Würde das Tone Rite solche Energie freisetzen, würde es - unbefestigt wie es ist - in nullkommanix vom Instrument hopsen.

    @fiddle: VED (offizielle Abkürzung für Vibrationsentdämpfung) kam ursprünglich bei Cello und Kontrabaß zur Anwendung und ist dort auch deutlich verbreiteter als bei Brettgitarren. Sie ist aber grundsätzlich auf jedes Instrument anwendbar.


    Beste Grüße...
    Geändert von Floyd Pepper (27.03.2012 um 16:04:32 Uhr)

  10. #10
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    Hi Floyd Pepper!

    Ich danke für Deine Information, v.a. daß Tone Rite nicht mit VDE gleichzusetzen ist. Trotzdem sehe ich für meinen guten Baß keine Veranlassung ihn dieser Vibrationskur auszusetzen.

    Grüße

    Thomas

  11. #11
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    VDE wirkt. Ob mans braucht, ist etwas anderes. Mein Ansatz ist: wenn ich das Instrument sehr obertönig errege (nahe am Steg, viel Druck, obertonreiche Saiten), dann spielt sich die Geige auch relativ schnell darauf ein. Ich übe nicht jeden Tag- wenn die Geige länger liegt, dann spiele ich so wie beschrieben und die Geige "kommt" wieder.;-) Holz lebt halt.

    Das Konzpet VDE istr aber mit Sicherheit beachtlich und wenns jemand mal richtig gut umsetzen würde, könnte man sicher seine Instrumente immer auf dem Optimum halten.

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