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  • 2 Post By gründachs
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Thema: Gitarre für meine Tochter

  1. #1
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    Gitarre für meine Tochter

    Hallo an alle Forenmitglieder,
    meine kleine Tochter 6 Jahre möchte Gitarre spielen lernen. Ab welchen Alter sollte man denn anfangen und auf was muss ich bei Gitarrenkauf achten?
    Auf eine Antwort würde ich mich freuen.

  2. #2
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    gründachs ist offline
    Hallo Headbang,

    willkommen im Forum!

    Es spricht nichts dagegen, wenn Deine Tochter mit sechs Jahren Gitarre lernen möchte!

    Es wäre interessant zu wissen, ob Du selber Gitarre spielst und Du bereits über Kenntnisse bezüglich der Gitarre verfügst. Gut wäre es, wenn Dich ein Spieler/Kenner aus Euerer persönlichen Umgebung, vielleicht auch der künftige Musik-/Gitarrenlehrer beim Kauf begleiten könnte.

    1) Es geht um ein Musikinstrument, nicht um ein Spielzeug! Insofern würde ich mindestens 150 Euro kalkulieren.
    2) Ich würde ein Fachgeschäft mit seriöser Beratung empfehlen. Besuche mehrere!
    3) Das Kind braucht entsprechend seiner Körpergröße ein kleines Modell. Entsprechend zu einem Modell für Erwachsene spricht man dann z.B. von 1/2 oder 3/4 Größe. In jedem Fall sollte Deine Tochter das ausprobieren und sich damit wohlfühlen.
    4) Als Daumenregel für die richtige Größe gilt: den Ellbogen auf der oberen Zarge aufsetzen, so daß der Unterarm sich parallell zum Hals/Griffbrett befindet. Der Knöchel des Handgelenks sollte sich dann in Höhe des 2. Bundes befinden.
    5) Daraus folgt, dass sich eine Gitarre dem Wachstum Deiner Tochter entsprechend anpassen muss. Es werden also mehrere Gitarren fällig werden. Besprich mit dem Händler, ob er ggf. das alte Modell bei Kauf eines Folgemodells in Zahlung nimmt. Vielleicht bietet sich unter diesem Aspeklt auch die Alternative einesLeihintrumentes (Musikschule?) an.
    6) Ein Instrument mit Nylonsaiten ist besonders für zarte Kinderhände die bessere Wahl, weil schmerzhafte Fingerkuppen die Spielfreude vergällen.
    7) Als Zubehör braucht Ihr noch eine gepolsterte Tasche ("Gigbag") und ein Stimmgerät. Alles andere kommt eventuell nach und nach. Möglicherweise kannst Du einen reduzierten Set-Preis aushandeln.
    8) Lasst Euch Zeit und Ruhe beim Kauf!

    Viel Erfolg und Spaß
    Geändert von gründachs (14.12.2011 um 15:32:29 Uhr) Grund: Ergänzung
    2 Benutzer finden diesen Beitrag hilfreich.
    Stay tuned !!

    gründachs

    Wir können über alles reden - nur nicht über 5 Minuten !

  3. #3
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    Feanor86 ist offline
    Es geht um ein Musikinstrument, nicht um ein Spielzeug! Insofern würde ich mindestens 150 Euro kalkulieren.
    +1
    Nichts schlimmeres als ein mieserabel klingendes Instrument für ein Kind, das anfängt ein Instrument zu spielen. Motivation ist in jungen Jahren das Entscheidende und es ist sehr viel motivierender, wenn man für das viele üben mit schönen Klängen belohnt wird . Ich würde lieber schauen, das der Widerverkaufswert des Instruments gut ist und du es notfalls wieder verkaufen kannst.
    Allerdings ist es nie ein Fehler, eine Gitarre im Haus zu haben Wenn die Instrumente da sind, kommt die motivation zum spielen, die bei Kindern doch sehr oft nachlässt, irgendwann von selbst wieder.

    Gruß Chris

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von MusikBert

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    MusikBert ist offline
    Hallo Headbang,

    die Weisheit habe ich nicht gelöffelt, aber ich habe selbst Gitarre etwa 20-25 Jahre lang gespielt (mit 13 Jahren angefangen) und meine (inzwischen erwachsene) Tochter ab dem Babyalter musikalisch erzogen, und sie spielt (jetzt hobbymäßig, früher in einer Band) akustische Gitarre und E-Bass. Mit der Gitarre hat sie auch mit etwa 12-13 Jahren von selbst angefangen.

    Aus meiner Erfahrung haben kleine Kinder (unter 10 Jahren) an Saiteninstrumenten ein sehr hartes Brot zu beißen und nur ganz wenige Ausnahme-Ausdauer-Talente werden mit dieser Herausforderung fertig. Diese Ausnahmen liegen unter 1% und auch die kommen nicht immer ohne (kollaterale) Spätschäden davon.
    Das Hauptproblem sind
    • Feinmotorik
    • Kraft
    • Geduld und Ausdauer
    • Motivation auf langen erfolglosen Strecken


    In dieser Hinsicht sind Kinder keine kleinen Erwachsene, die diese Fähigkeiten entsprechend schwächer ausgebildet haben, sondern in dem Alter (unter 10 Jahren) fehlen einige dieser Eigenschaften gänzlich. Wie deine Tochter ist, vermag ich nicht zu beurteilen, ich betrachte nur die normalen 08-15-Kinder generell.
    Der ausführlichen und durchaus kompetenten Beratung von gründachs beim Gitarrenkauf kann ich nur eines hinzufügen:
    Du mußt schon bereit sein, eine qualitativ gute Gitarre zu kaufen (und da halte ich 200-300 Euro für einen realistischen Mindesteinstiegspreis für die Gitarre ohne Zubehör), ohne deinem Kind die Pflicht aufzudrücken, das Instrument zu spielen (auch wenn es keinen Spaß mehr daran hat), weil es ja so teuer war. (Ein billiges Instrument brauchst du erst gar nicht zu kaufen, denn das kann kein Kind spielenlernen).
    Es ist völlig normal, daß ein 6-jähriges Kind nach zwei Monaten die Lust am Instrument verliert, und es darf nicht zum Spielen gezwungen werden. Dies ist leider ein Punkt, den viele Eltern vergessen, und der viele Kinder nachhaltig (zer)stört.

    Für Kinder im alter unter 10 Jahren halte ich für sehr gut geeignet
    • Rhythmus (jede Art von Schlagzeug)
    • Gesang
    • Tanzen (muß kein klassisches Ballett sein, eher kreative Bewegung nach Musik)
    • Klavier (sofern im Haus vorhanden)
    • Blockflöte


    weil in diesen Disziplinen jedes normale Kind schnelle Erfolge erzielt und gleichzeitig seine individuellen natürlichen Fähigkeiten entwickelt und differenziert (und die Eltern machen keinen Druck, weil die angeschafften Instrumente so viel Geld gekostet haben).
    Mit 10-12 Jahren erkennt jedes Kind selbst, ob es geduldig und diszipliniert ist, harte Übungsstunden konsequent abzuackern, oder eher phantasievoll und kreativ musikalische Stücke komponiert.


    Gruß, Bert
    1 Benutzer findet diesen Beitrag hilfreich.
    ___
    Holzhacken ist deshalb so beliebt, weil man bei dieser Tätigkeit den Erfolg sofort sieht. [Albert Einstein]

  5. #5
    Mod Emeritus Avatar von Jiko

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    Jiko ist offline
    Das mit dem schnellen Motivationsverlust bei Kindern kann ich durch meine Neffen leider bestätigen. Das Problem ist, dass viele spielen können wollen, aber die Phase des Lernens ist nicht ganz so deren Ding, insbesondere, wenn das so frustrierend beginnt, wie bei einer Gitarre, bei welcher man sich zu Beginn in der Tat wie der letzte Idiot vorkommt (so habe ich mich auch gefühlt, als ich mit 15 Jahren angefangen habe - aber dann aus komplett eigener Motivation und ohne jeglichen Druck; meine große Schwester hat mir die Anfänge vermittelt).

  6. #6
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    gidarr ist offline
    Man sollte kleine Kinder aber auch nicht unterschätzen. Wer sich wirklich in den Kopf gesetzt hat, ein Ziel zu erreichen, schafft das auch in jungen Jahren, allen modernen Ablenkungen zum Trotz. Ein grosses Vorbild kann hilfreich sein, alle Meister haben einmal klein angefangen. Dieser junge Mann hat auch mit 6 Jahren (auf kleinen Gitarren) angefangen und offensichtlich nicht die Lust verloren. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

  7. #7
    Helpful & Friendly User Avatar von Backstein123

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    Zitat von MusikBert Beitrag anzeigen
    Aus meiner Erfahrung haben kleine Kinder (unter 10 Jahren) an Saiteninstrumenten ein sehr hartes Brot zu beißen und nur ganz wenige Ausnahme-Ausdauer-Talente werden mit dieser Herausforderung fertig.
    Ich denke nicht das es was mit "Talent" zu tun hat.
    Es ist eher eine Ausrichtung des zu vermittelnden Materials...
    Ich seh das bei mir im Unterricht.
    Vor mit spielt ein kleiner Junge (7-8Jahre), und er ist längst kein Koreanisches Wunderkind.
    Seine Stücke und übungen kann ich, als jemand der nun 9 Monate Klassischen Unterricht nimmt, aus den Noten heraus vom Blatt spielen.
    Und ich schätze mich mal hier im forum als "Oberschicht der Anfänger ein", wenn nicht sogar eher nur "durchschnitt der Anfänger".
    Aber der junge spielt mit Spaß... er übt zwar nicht regelmässig und manchmal geht einfach Fussball vor.
    Die Kunst ist nicht, das dass Kind von sich aus Talent und Begeisterung zeigt, es ist dabei eher die Aufgabe eines guten Lehrers das Kind zu fordern ohne das es den Spaß verliert und Talente zu endeckten und auszubauen.
    Bei dem kleinen der vor mir dran ist, hatte bis vor kurzen er und sein Vater eine gemeinsame Std.
    Ich denke wenn man das so als "Gemeinsame Zeit" verbinden kann, is das üben und das Spielen den Kinder autommatisch was wert...

    Also, ruhig die Kleinen an die Klampfe (ich kann ja nicht ewig spielen ) und schauen was sich so entwickelt.

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