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  1. #1
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    Amati ACL 340S G-Klarinette

    Hallo Klarinettengemeinde

    hat jemand Erfahrung mit "Amati ACL 340S G-Klarinette" (oder generell Amati Klarinetten)?

    Sind die gut? akzeptabel? passabel?

    Ich freue mich auf Ansichte über Intonazion, Uniformität des Klanges auf dem ganzen Instrumentum, usw.

    Meine Quelle: http://www.thomann.de/de/amati_acl_340s_gklarinette.htm

    Liebe Grüsse
    Marcovaldo

  2. #2
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    Wegen der aktuellen Modelle und Preise kannst Du auch mal bei Höllwerth (http://www.amati.co.at/klarinette/) reinschauen! Das ist der vollständigste Amati-Anbieter derzeit.

    Ich selbst spiele eine maestro m500 (Vollboehm mit Tief Es), die schon gute 30-40 Jahre alt sein dürfte. Damals war es die creme de la creme im Hause Amati, heute ist eine BC E11 schon gut darüber. Was Amati im Boehm-Segment anbietet, ist sehr ok. Gebraucht sind die Klarinetten ab ca. 1994/95 einwandfrei in der Intonation und im Handling. Davor besser Finger weg, wen Du professionell ran mußt.

    Die Tonlöcher bei deutschen Klarinetten liegen allerdings ordentlich auseinander. Meine ACL-241B (ca. 15 Jahre alt) ist für mich äußerst unbequem - der Abstände wegen. Bei den Boehm-Pendants, stimmt es gut. Die aktuellen Modelle wie die 242 sind zwar im Detail etwas handlicher, aber die Mensur an sich ist unverändert geblieben. Ist also nix für kleine Hände.-/

    Wenn Du überlegst, tatsächlich eine Amati zu kaufen, dann schau auf die Profimodelle! Das sind Instrumente, die der sonst übliche Mittelklasse allemal das Wasser reichen und auch preislich sehr gut punkten können.

    Ich persönlich mag ja eher die älteren, etwas zickigen Modelle, aber ich muß sie halt auch nicht professionell spielen. Oben rum ist es oft nicht möglich, ohne Ansatzänderung, tief genug zu bleiben.
    Eine Ebonit-Amati in Militärversion habe ich auch noch, aber das sind heutzutage keine Instrumente der Mittelklasse mehr ;-) Neu wie gesagt bei Höllwerth...

    Gruß
    Roman


    PS: Ach ja, ich seh gerade - G-KLarinette ;-/ Na, was ich von mir gebe, paßt zu den Bb-Klarinetten. Was nun die Spezifika der G-Stimmung angeht, das entzieht sich meiner Kenntnis. Muß es denn zwingend G sein? Das ist ja schon etwas...na sagen wir mal speziell ;-)

  3. #3
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    Marcovaldo ist offline
    Ja es muss eine G sein, eine Bb habe ich schon und G Klarinetten finde ich stimulierend.
    So, einfach aus Neugier. Die sind aber in Italien nicht zu finden, also brauche ich Infos before ich eine eventuell auf Web kaufe.

    Ich freue mich aber auch auf infos ueber Amati generell.
    Gruss

  4. #4
    HCA Klarinette
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    atrofent ist offline
    Amati hat nicht den besten Ruf, zeitweise waren sie einfach richtig schlecht, so Ende der 1970er bis Ende der 80-Jahre.
    Heute würde ich eine Amati nur kaufen wenn ich sie vorher mal getestet hätte. (Gut, bei Thomann kann man ja wieder zurückschicken). Ich habe vor ca 4 Jahren eine Gruppe Klarinettenschüler, alle ausgestattet vom örtlichen Musikverein mit Amati, das war wirklich sehr durchwachsen was die Qualität bzw die Endkontrolle anbelagt.

    Mit der tiefen G bist du ein ziemliches "Unikat", ich kenne niemand der das Teil sein eigene nennt. Die hohe G habe aber von 2 Jahren gleich mehrfach gesehen und gehört. Einaml in Wien/Grinzig und am Plattensee in Ungarn. Ist Geschmackssache.

    Vielleicht solltest du mal eine A-Klarinette anblasen wenn du für "mystische" Töne schwärmst.

    Grüße
    atrofent

  5. #5
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    Marcovaldo ist offline
    Hallo Atrofent

    sehr interessant dass Du es als "mystische" Töne empfindest. Ich finde die eher sehr "irdisch". Wenn du ein Paar videos auf Yuotube schaust, da gibt es ganz wenig Mystiches.
    Es kann oft mehr ans Kitschige manchmal grenzen, aber ich finde die G Klarinette bietet Raum für interessante Anwendungen, obwohl es ein Unikat bei der klassischen Musik ist.

    Vielen Dank für deine Bemerkung über die neuen Amati von deinen Klarinettenschüler.
    Grüsse
    Marcovaldo

  6. #6
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    Also ich finde, daß die G-Klarinette durchaus kein so großer klanglicher Exot ist, wie man es ihr jetzt zuschreiben will. Es ist eher die typische stilentsprechende Spielweise und die Schärfe, die den Unterschied macht. Da gibt es auch Es-Klarinetten, die diesen Sound erbringen - und Tarogatos/Octavine. Gerade letztere Instrumente sind ja in diesem Stil noch viel häufiger zu finden als die Klarinette. Sie spielen sich ja auch durch die Oktavierung etwas leichter.

    Gruß
    Roman


    PS: Also ich bin mir bei manchem Video, was aus deser Ecke kommt, nicht so sicher, ob ich da wirklich eine G-Klarinette sehe und höre...

  7. #7
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    Marcovaldo ist offline
    Ja genau Roman, ich stimme zu bez. Tarogato und Es-Klarinette. Aber Tarogato hat (das ist eine Vermutung) ein komplett anderes Fingering als Klarinette, und ES-Klarinette, die ich sehr mag, ist unglaublich teuer, normalerweise. Ich fand G-klarinett einen guten und versprechenden Kompromiss. Aber klar, ich habe habe die bis jetzt weger live gehört noch gespielt.
    Gruss
    Marcovaldo

  8. #8
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    Ich will da gar nicht gegenreden. Ich finde die Idee so schlecht nicht. Aber Du hast Dir natürlich für die Bewertung einen Exoten in unserem Lager ausgesucht. Über Es-Klaris und Tarogatos, vermute ich mal, fände man um eine Zehnerpotenz mehr Berichte...

    Beim Tarogato bist Du eigentlich auf der leichteren Seite, da obere und untere Griffe halt komplett identisch sind - nix mit 60 Griffen auf der ganzen Skala - nur knappe 20 ;-) Zudem sind Tarogatos in einfacherer Ausführung auch schon für Schnapperpreise zu bekommen - zumindest in den einschlägigen Regionen, wo sie auch gespielt werden. G-Klarinetten hingegen sind selten und auch unangemessen teuer - meine unmaßgebliche Meinung.

    Gruß
    Roman

  9. #9
    HCA Klarinette
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    Ich meine nicht, dass die G-Klar. ein klanglicher Exot ist sondern eher der Spieler oder sagen wir mal der Besitzer und ich meine es auf keinen Fall im negativen Sinn. Ich beziehe es vielmehr auf die Quantiät.
    Wenn ich die letzten Beiträge lese ist dann auch mehr die hohe G-Klarinette gemeint, diese habe ich ja schon live gesehen und gehört und ich fand sie vom Klang her, gerade in den höheren Lagen nicht so scharf wie die Es-Klarinette. Das kann natürlich auch an anderen Dingen hängen, angefangen beim Spieler bis zum MS.

    Das Tarogato kenne ich auch aus Ungarn, habe mich auch selbst schon daran versucht. Dort gibt oder gabe es mehrere kleine 3-er oder 4-er Gruppen in denen das Instrument gespielt wurde. Mir gefällt der Klang nicht sonderlich und ist gewissermaßen auch etwas eintönig, wobei das z. Teil auch an der Literatur hängt die damit gespielt wird.

    Grüsse
    atrofent

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