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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Joe003

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    Schuberts Goethevertonung "Prometheus"

    Hi,
    ich habe eine Frage und hoffe, dass sie mir jemand so schnell wie möglich beantworten kann. In welcher Tonart steht Schuberts Gothevertonung "Prometheus" für tiefe Lage???

    Ich möchte dieses Stück in nächster Zeit mit aufführen und habe leider nur die Noten in der Originaltonart. Diese sind in g-moll/B-Dur(2b) dann in F-Dur(1b) und der Schluss ist in C-Dur(keine Vorzeichen).

    Da ich mich auch inhaltlich und zur Entstehung und Geschichte von "Prometheus" informieren will, wäre es toll, wenn ihr mir alles, was ihr darüber wisst, berichtet! (Aber erst mal die Tonart!!! Bitte nach dem Beispiel, das ich oben gegeben habe!!!)

    Vielen Dank,
    Joe003

  2. #2
    Helpful & Friendly User Avatar von Effjott

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    Das Problem mit der Tonart für tiefe Lage verstehe ich nicht. Es ist doch im Original für Bass(Bariton) mit Klavierbegleitung geschrieben:

    http://imslp.info/files/imglnks/usim...Prometheus.pdf

    Die Gesangsstimme ist im Bass-Schlüssel notiert und geht doch vom Ambitus her nicht über das Es hinaus. Ich weiß nicht, ob es da noch tiefere Lagen gibt in den herkömmlichen Notenausgaben, mir ist keine bekannt. Du müsstest dann, wenn das noch zu hoch ist für Deine Zwecke schon selbst nach unten transponieren.

    Zur Entstehung ist vielleicht ganz interessant, dass Schubert 3 Jahre früher im Jahre 1816 eine Orchesterkantate "Prometheus" geschrieben hat, die allerdings leider bis heute verschollen ist.
    Es war seinerzeit wohl ein voller Erfolg und Schubert hat bei der Aufführung im Hause seines Freundes Felix Sonnleithner selbst dirigiert. Es soll auch das erste Werk gewesen sein, für das er Geld bekommen hat.
    Jetzt im Lied setzt er quasi einen szenischen Monolog ein nach Reichardts Modell. Schubert soll Reichardts Monolog aus Goethes Iphigenie als "Probe einer musikalischen Behandlung dieses Schauspiels..." selbst abgeschrieben haben.
    "Es diente ihm später als Vorbild für Deklamationen, rezitativisch-arios angelegte Vertonungen längerer reflektierender Gedichte..."(Schubert-Handbuch S. 13)
    Überraschend ist sicherlich der Fortissimo-Akkord im Klavier am Ende nach dem Piano des Sängers.
    Es gibt eine analytische Betrachtung des Liedes im Netz, allerdings in englischer Sprache, vielleicht hilft das ja:

    http://etd.lsu.edu/docs/available/et...ert_thesis.pdf

    Beste Grüße
    Effjott

    Oft ist das Denken schwer, indes
    das Schreiben geht auch ohne es.
    (W.Busch)

  3. #3
    Helpful & Friendly User Avatar von Effjott

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    Vielleicht ist ja noch von Interesse, dass Max Reger, der viele Schubert-Lieder in Orchesterfassung gebracht hat, auch den "Prometheus" orchestriert hat:

    http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-...me&rsk=hitlist

    (Track 15)

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