es ist kein Widerspruch, wenn Wissenschaftler Dinge auseinandernehmen, die in der Realität so getrennt nie vorkommen. Naturwissenschaftler tun das dauernd, wenn sie Phänomene für sich betrachten wollen. Im Labor geben sie sich viel Mühe, störende Einflüsse fernzuhalten.
Ich merke aber, dass es für mich jetzt Zeit wird, diesen Chaos-Club wieder zu verlassen. Denn ich habe nicht vor, mir nach jedem Beispiel, das ich erklärt habe, das nächste Beispiel mit der Behauptung servieren zu lassen, das könnte ich aber nicht erklären. Dieser Zirkus lässt sich unendlich fortsetzen.
Wenn du wirklich wissen willst, wie die Einheit von Harmonie, Rhythmus und Melodie in der Musik existiert, wie diese Sachen also in der Realität zusammenhängen, dann empfehle ich dir das Buch „Die tonale Musik“. Du findest es hier: www.tonalemusik.de
Ansonsten bleibe eben bei Riemanns Wechselnoten. Für deine Zwecke reicht das völlig.
also jetzt hab ich mir die Mühe gemacht alles zu lesen, dann will ich auch was dazu sagen.
Mir kam das in weiten Strecken wie eine Diskussion vor, ob die Kuh jetzt Frida oder Elsa heißen soll weil sie braune oder weise Flecken hat.
Bei all der Diskussion wird dann vergessen, dass zuerst die Musik(er) da war(en) und dann erst die Leute die versuchten Musikalische Wahrnehmung zu erklären.
Als der Neapolitaner zum ersten mal erklungen ist hieß er garantiert noch nicht so.
Die Theorie versucht real existierende Phänomene zu erklären und sie reproduzierbar! zu machen.
Verschiedene kulturelle Gruppen haben oft auch verschiedene Bezeichnungen für die im Grunde gleiche Sache.
Z.B. Neapolitaner und Tritonussubstitution
Zur Sache:
Natürlich habe ich bei der Verwendung jeglicher leiterfremder Töne andere Tonarten zugrunde gelegt. Das ist gar keine Frage.
Aber ich kann mir schließlich auch einen Hammer vom Werkzeugsatz des Nachbarn borgen und damit mal kurz arbeiten ohne gleich das komplette Werkzeug zu tauschen.
Das macht doch Sinn! Ob ich den jetzt Reibeton, Ausweichung oder sonst wie nenne!
Erst, wenn ich den Hammer nicht wieder zurückgebe oder gegen eines meiner Werkzeuge eintausche verändert sich auch mein eigener Werkzeugsatz. (Modulation)
Und so wie es für den Handwerker wichtig ist seine Werkzeuge zu kennen, (und wo er sich vielleicht welche ausleihen kann), ist es für den Musiker wichtig zu wissen in welcher „Generaltonart“ er sich befindet.
Ein Streicher wird zum Beispiel das h in der Dominanten G-Dur als Leitton zum C
immer etwas höher ansetzen als das h als Terz in T oder SD.
Wobei wir bei den Unzulänglichkeiten der temperierten Stimmung wären. Aber das ist ein anderes Thema.