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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von G10v4nn1

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    Wie mehrspurige Sequenzen erstellen und live wiedergeben?

    Servus zusammen,

    vorneweg: Ich hoffe, das ist das richtige Unterforum, ich war mir etwas unsicher, wo ichs einsortieren soll.

    ich darf mich gerade um folgende Situation kümmern:
    Coverband, bestehend aus Drummer, 2 Gitarristen(ein Kollege und ich), Bassist, Sängerin, ich übernehm die männlichen Vocals, Stilrichtung Rock, Hard Rock, Punk Rock, Metal (von Blink 182 bis Rammstein)

    Nachdem wir langsam aufgeben, einen Keyboarder zu suchen (irgendwie ist der Markt aktuell recht leer), aber auf den Sound nicht verzichten wollen und können, beschäftige ich mich grade mit den Möglichkeiten des Samplings.
    Ich hab einige der Threads hier schon durch, die sich mit der Hardware beschäftigen, Unklarheiten bestehen aber trotzdem noch.

    Ich hatte mir die Sache folgendermaßen vorgestellt:
    Mit einem Midikeyboard Spur für Spur zB in Cubase einspielen, das ganze auf einen geeigneten Sampler (zB Akai S6000) verschieben und on-stage abspielen mit einer zusätzlichen Spur für den Click (wir spielen mit InEar-Monitoring)

    Die Frage ist jetzt, ob das überhaupt so möglich ist und wie ich das anstelle?
    Wie bring ich dem Sampler bei, welche Spur im Midifile welches Instrument ist (zB von einem Orchesterpart à la Nightwish)?
    Ist der Akai S6000 überhaupt dafür geeignet?

    Wie löst ihr das Problem? Ich bin ausserdem offen für jede Art von Vorschlägen, was die Hardware angeht bzw die Lösung an sich

    Vielen Dank schon mal im Voraus,
    Fabian
    Gitarren: Schecter Demon 6FR, Yamaha ERG 121
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  2. #2
    Mod Emeritus Avatar von Xytras

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    Xytras ist offline
    Geändert von Xytras (07.04.2011 um 14:31:23 Uhr) Grund: Thema wieder geöffnet

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von G10v4nn1

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    G10v4nn1 ist offline
    Erstmal ein Dankeschön für das wieder-öffnen, ich glaub in meinem Einstiegsposting ist der Sinn falsch rübergekommen.

    Die Linkliste hatte ich vor meinem Posting schon durchgearbeitet (ist ja in anderen Threads auch verlinkt), bringt mich aber leider nicht weiter.
    Die Hardwarefrage ist mir weitestgehend klar, Sequenzer+Midikeyboard+PC, allerdings bräuchte ich Hilfestellung was die Erstellung der Sequenzen angeht.

    Was ich bisher aus Youtube-Videos gesehn habe war im wesentlichen, mit dem Midikeyboard am PC zB in Cubase Spuren anzulegen und einzuspielen, nur wie läuft das dann zum Beispiel mit dem S6000?
    Wie verklicker ich dem, Welche Spur mit welchem Sound zusammenhängt?

    Falls jemand ein Tutorial für Cubase hat, dass sich mit dem Thema beschäftigt, wäre ich sehr dankbar
    Ebenso, wenn jemand eine bessere Alternative zum S6000 für den Einsatzzweck hat.

    Vielen Dank,
    Fabian
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  4. #4
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    HaraldS ist offline
    Zitat von G10v4nn1 Beitrag anzeigen
    Was ich bisher aus Youtube-Videos gesehn habe war im wesentlichen, mit dem Midikeyboard am PC zB in Cubase Spuren anzulegen und einzuspielen, nur wie läuft das dann zum Beispiel mit dem S6000? Wie verklicker ich dem, Welche Spur mit welchem Sound zusammenhängt?
    Der S6000 ist ein Sampler und kann daher einer MIDI-Note ein Sample zuordnen, das beim empfangenen Note-On-Befehl abgespielt wird. Dieses Sample kann 5 Minuten oder 1/2 Sekunde lang sein oder eben eine beliebige Länge - daher hast du prinzipiell die Option, den ganzen Song als ein Sample abzuspeichern, oder die einzelnen Töne, aus denen der Song besteht, durch mehrere MIDI-Noten (die ein Sequenzer sendet) zusammenzusetzen.

    So wahnsinnig viel Speicher hat der S6000 nicht, auch wenn laut Specs die Samples von Harddisk gestreamt werden. Wie kommst du ausgerechnet auf den S6000? Hast du bereits einen?

    Reine MIDI-Sequenzen ohne Audiospuren spiele ich immer über meinen Fantom-G ab. Der hat eine Cubase-ähnliche Oberfläche. Die Sequenzen erstelle ich in Cubase, speichere als MIDI-File und lade dann das MIDI-File in den Fantom. Dort erstelle ich ein "Multi", also einen Datensatz, welchem MIDI-Kanal welches Klangprogramm zugeordnet wird. Diese Zuordnung könnte man auch innerhalb des MIDI-Files programmieren, das wird dann aber aufwändiger. Ähnliche geht es bei jeder Workstation und den meisten Sequenzern.

    Wenn Playbacks mit Audiospuren gefragt sind, brenne ich eine Audio-CD und starte sie mit einem DJ-CD-Player. Andere Leute nehmen MP3 dafür, geht natürlich auch.

    Harald

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von G10v4nn1

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    G10v4nn1 ist offline
    Auf den S6000 bin ich in den anderen Threads gestoßen, wurde da mehrfach erwähnt in dem Zusammenhang, angeblich ist das Gerät auch .wav-kompatibel, d.h. da müsste dann doch auch die Möglichkeit bestehen, das ganze in Cubase fertig zu machen und als .wav auf den Sampler zu schicken oder?

    Hm ich merk schon, ich brauch da noch mehr Grundlagen, was das ganze angeht...

    CD-Player fällt raus, da ich gehört habe, dass sich die Clickspur nie ganz sauber von der Samplespur trennen lässt und dann unter Umständen auf die Front "durchdrückt", auch wenn die Pan-Einstellungen entsprechend gesetzt sind, das wollen wir vermeiden

    Der Fantom übersteigt unser Budget leider "etwas", wir würden gern im drei-stelligen Bereich bleiben Gibts ähnliche Geräte, was den Umgang mit Midi-Daten angeht?

    Grüße,
    Fabian
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  6. #6
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    HaraldS ist offline
    Zitat von G10v4nn1 Beitrag anzeigen
    Auf den S6000 bin ich in den anderen Threads gestoßen, wurde da mehrfach erwähnt in dem Zusammenhang, angeblich ist das Gerät auch .wav-kompatibel, d.h. da müsste dann doch auch die Möglichkeit bestehen, das ganze in Cubase fertig zu machen und als .wav auf den Sampler zu schicken oder?
    Ja schon, aber das bekannteste WAV-Format ist eben Stereo. Also kommt der Click auf eine Stereospur und die Sequenz auf die andere, also Mono. Sinn und Zweck eines Samplers mit vielen Einzelausgängen wie der S6000 ist eben, die einzelnen Klänge bzw. Signale auf die Einzelausgänge zu legen. Dazu bräuchtest du ein WAV-File-Format mit mehr als 2 Spuren, und da weiß ich nicht, welche Unterformate wie gebräuchlich sind (bzw. waren, denn der S6000 wurde ja vor vielen Jahren produziert).

    Zitat von G10v4nn1 Beitrag anzeigen
    CD-Player fällt raus, da ich gehört habe, dass sich die Clickspur nie ganz sauber von der Samplespur trennen lässt
    Das stimmt nicht. Wenn du bei der Produktion maximal nach links und rechts pannst, hast du eine vollständige Trennung der Signale. Allerdings musst du natürlich auch die Effektkanäle berücksichtigen und entsprechend pannen.

    Zitat von G10v4nn1 Beitrag anzeigen
    Gibts ähnliche Geräte, was den Umgang mit Midi-Daten angeht?
    Nimm einen Laptop, das ist mittlerweile die einfachste Lösung.

    Harald

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von churchi

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    Sowas muss auch nicht zwingend mit Midi gelöst werden

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von Martman

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    Was ihr wollt, ist durchaus lösbar, und zwar mit einer Rackworkstation, also einer Workstation (samplebasierter Synthesizer mit massenhaft Werkssounds und integriertem, voll programmierbarem Sequencer) im 19"-Rackformat. Aber für unter 1000 € müßt ihr natürlich mit einem Gebrauchtgerät auskommen. Wenn ihr Melodic Death Metal (Children of Bodom, Nightwish etc.) spielen wollt, ist die Korg Triton Rack das Gerät eurer Wahl, die kann theoretisch aud zwei Ausgängen ein Stereosignal und auf einem separaten dritten Ausgang einen Click ausgeben.

    Außerdem braucht ihr trotzdem einen fähigen, in Synthesizerdingen kundigen Keyboarder, der mit der Musik etwas anfangen kann und wie in den 90ern Sequencer in Hardware-Synthesizern am Gerät zu programmieren und zu editieren bereit ist, nämlich, um euch das Gerät zu programmieren, originalgetreue Sounds zu bauen (weil das Ding keine fertigen Audioplaybacks abspielen wird, sondern einzelne Noten wie ein leibhaftiger Keyboarder), Combinations zu erstellen, die Sequenzen einzuspielen usw. usf. Zeitlicher Aufwand pro Song: mehrere Stunden. Ich spreche aus Erfahrung. Der Mensch wird wahrscheinlich Geld dafür sehen wollen.

    Und nein, ich stehe euch nicht zur Verfügung.


    Martman
    Musikerpolizist, Perfektionist, Nichtpianist, Maschinist.
    Wahnsinniger Synthesizer-Technokrat, Hardware-Anhäufer und Authentizitätsfanatiker auf der Suche nach den perfekten Sound- und Arrangement-Repliken. Hört Flöhe husten.
    Motto: "Lieber viel zu exakt als ein bißchen zu nachlässig. Allein die Technik ist das Limit."

  9. #9
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    Also die Triton ist mir schon mal ein Begriff, in die Richtung werd ich mich mal umsehen, danke für den Tipp!
    Hab ich bei der dann auch ähnlich wie bei der Fantom die Möglichkeit, das ganze in Cubase oder dergleichen zu programmieren? Also jetzt nicht die Sounds, sondern die Spuren an sich? Mit Cubase habe ich schon ein bisschen was gemacht, das würde mir den Einstieg natürlich enorm erleichtern.
    Die Einspielerei werden vermutlich ein guter Freund von mir (der selbst Keyboard spielt und auch für seine Band schon mal das eine oder andere Sample gebastelt hat) und ich (ich hab mit Keyboard meine musikalische Karriere begonnen ) übernehmen.

    Gut, da hab ich etwas Arbeit vor mir, das war mir aber schon bewusst. Ich werd mich in den nächsten Wochen (wenn meine Klausurphase wieder vorbei ist) mal etwas eingängiger damit beschäftigen.
    Vielen Dank jedenfalls schon mal für die Tipps!
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  10. #10
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    Zitat von G10v4nn1 Beitrag anzeigen
    Also die Triton ist mir schon mal ein Begriff, in die Richtung werd ich mich mal umsehen, danke für den Tipp!
    Wobei die Triton Rack eben keinen Sequenzer eingebaut hat. Das Ding empfängt MIDI-Daten und macht daraus Audio. Das tut es hier im Studio seit Jahren zuverlässig und mit hoher Qualität, aber vom Live-Einsatz habe ich mittlerweile abgesehen.

    Zitat von G10v4nn1 Beitrag anzeigen
    Hab ich bei der dann auch ähnlich wie bei der Fantom die Möglichkeit, das ganze in Cubase oder dergleichen zu programmieren?
    Du hast nicht nur die Möglichkeit, du hast sogar die Notwendigkeit, die Sequenzen in einem Sequenzerprogramm herzustellen und abzuspielen. Eben weil die Triton Rack keinen Sequenzer an Bord hat. Der Sequenzer schickt dann die MIDI-Daten an die Triton. Stand-alone-Hardwaresequenzer gibt es kaum noch, seit Laptops das einfacher und billiger übernehmen. Wenn du aber schon einen Laptop verwendest, könnte der eben auch die Klangerzeugung übernehmen.

    Harald

  11. #11
    Registrierter Benutzer Avatar von Martman

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    Mir war eigentlich so gewesen, als wenn ausgerechnet bei der Triton die komplette Workstation ins Rack gebaut wurde im Gegensatz zu allen Fantoms, Motifs oder TR-Rack (Trinity). Gut, dann wird natürlich die Luft arg dünn. Mir fallen an brauchbaren Rackworkstations nur noch vier ein: Yamaha EX5R, die ist klangerzeugermäßig nicht besonders flink, sowie Kurzweil K2000R, K2500R und K2600R, die sind aber extrem aufwendige Frickelbuden mit einem perversen Parameterwust unter der Haube und somit totaler Overkill. Beiden ist gemeinsam, daß sie nicht sehr viele Sounds ab Werk drin haben und vom Grundsound her nicht in eure Richtung gehen.

    Bei Laptops ist das Problem, daß ein Laptop an sich billig ist, man aber einen mit Power braucht und außerdem Sequencersoftware, Klangerzeugersoftware und ein wirklich gutes Audiointerface mit mindestens vier separaten Ausgängen.


    Martman
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