Gitarrenlaute bis ca. 150 Euro gesucht

  • Ersteller Jesko13
  • Erstellt am
Da kann ich Dir vielleicht gelegentlich helfen. Für 150,-- darfst Du keine Wunder erwarten, aber es findet sich schon was spielbereites für das Geld.

Wie gesagt, gib mir einfach mal deine eMail, dann schick ich Dir die Infomappe. Da findest Du dann schon mal die ersten Orientierungspunkte

Gruß - Tomas
 
Hallo GEH,

was Du sagst stimmt auf der einen Seite, andererseits ist die Sache nicht gut vergleichbar:

neue Gitarrenlauten, die wirklich was taugen, gibts ungefähr ab 1000,-- Euro beim Lautenbauer und sonst nirgends.
Selbst das Instrument von Folkfriends (599,--) kann mich persönlich nicht überzeugen.

Der Rest vom Gitarrenlautenmarkt ist ein Gebrauchtmarkt mit einem Instrumenten- Altersschwerpunkt zwischen 70 und 90 Jahren. Und das ist mit dem Gitarrenmarkt dann überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Vielleicht am ehesten noch mit dem Vintage- markt. Man kann so ab 200,-- € gute, spielbare Gitarrenlauten bekommen. Aber das sind in der Regel echte Oldtimer. Nachkriegslauten gibt es nicht so oft und die kommen meistens aus Produktionen der ehemaligen DDR. Lauten ab 1990 (nach der Wende) sind oft relativ hochwertig, aber extrem selten.

Was das Risiko dieses Gebrauchtmarktes betrifft, bist Du übrigens ganz richtig. Wer nicht selbst Hand anlegen will, um sich sein Instrument zu richten, der hat mit einer Gitarrenlaute unter Umständen ein Problem. Ich weiß wovon ich rede, besitze im Moment ungefähr zehn Lauten, davon 2 Basslauten und einen Eigenbau auf Oud- basis. Das was bei mir per Post ankam, war ausnahmslos Brennholz, teilweise für teuer Geld. An meiner deutschen Basslaute habe ich vier Wochen gearbeitet, bis der Korpus so stabil war, daß man mit der Restauration en Detail beginnen konnte.......Aber wenn ich heute auf diesem Oldtimer spiele, hat der Rest der Welt keine Bedeutung mehr.....

Ich habe ein paar Infos über Gitarrenlauten und den Lautenmarkt zusammengestellt, die schicke ich Dir gerne zu, wenn Dich das Thema interessiert! Brauche dafür nur Deine eMail.

Gruß

Tomas
 
Zuletzt bearbeitet:
was Du sagst stimmt auf der einen Seite, andererseits ist die Sache nicht gut vergleichbar:

neue Gitarrenlauten, die wirklich was taugen, gibts ungefähr ab 1000,-- Euro beim Lautenbauer und sonst nirgends.
Selbst das Instrument von Folkfriends (599,--) kann mich persönlich nicht überzeugen.
OK, doch so hoch ... :eek:

Gut, dann hätte ich wohl besser schreiben sollen:
"Den Preis musst Du sogar noch sehr viel höher ansetzen ... "

Also Du meinst für eine halbwegs brauchbare Gitarrelaute ist er mit 150 Euro bei einem neuen Instrument noch sehr weit von der Realität entfernt?

Der 100 Euro Thread soll natürlich letztlich nur zeigen, was für Mängel ein extrem preisgünstiges Instrument haben kann.
Zutreffen tut das letztlich für alle auf diese Weise gebauten Saiteninstrument, nur ist wie bei Lauten die Preis-Grenze eine andere.
Bis vielleicht auf Ukulelen ist die Grenze auch überall höher.
 
Also mal als Anhaltspunkt:

Meine Gitarrenlaute von 1910 hat einst meinem Opa gehört, die habe ich für 300€ restaurieren lassen. Jetzt sieht sie wieder gut aus und lässt sich top bespielen. Jetzt nimm die 300€, rechne nochmal einige Euros für die Laute an sich drauf und du hast den Preis für ein gut erhaltenes/restauriertes, bespielbares altes Stück. :great:

MfG
 
Hallo Beatler 90,

ja, was Du sagst, deckt sich ungefähr mit meinen Erfahrungen. Für ein gutes, bespielbares gebrauchtes Instrument vom Lautenbauer musst Du ca 500,--€ kalkulieren. Das Instrument ist und bleibt aber ein Oldtimer mit allen Einschränkungen, die dies mit sich bringt. Wir hatten hier auch das Thema vom Risiko des Kaufes. Ich habe jetzt schon so einige alte Lauten restauriert und Du machst Dir keine Vorstellungen, was da an Vorschäden ans Tageslicht kommt. Von Saitenlagen um die 15mm über gebrochene Bracings bis zum Wespennest im Korpus hatte ich schon alles.Über 90% der Instrumente auf dem Gebrauchtmarkt sind Fälle für eine Totalsanierung. Und die kriegst Du beim Lautenbauer nicht für 300,-- sondern da mußt Du schnell mal vierstellig anlegen. Wenn man ein Instrument vom Opa hat, ist man übrigens in einer sehr glücklichen und seltenen Lage, weil man da von vornherein weiß, was man hat.

Wenn Du also ein gebrauchtes Instrument zu blauäugug kaufst und es dann zum Lautenbauer bringst, dann kannst Du unter Umständen Dein blaues Wunder erleben. Das wird ein Geldgrab ohne Ende wenn Du Pech hast.

Risikofrei ist neu. Und da geht es in der Serienfertigung zwischen 333,--(Thomann) und 599,--(Folkfriends) los. Das sind die Billigheimer, vergleichbar mit der Einsteigerliga bei den Gitarren. Und wie gesagt, Richtwert für ein wirklich vernünftiges, neues Instrument ist ungefähr 1000,--€

Gruß

Tomas

Nachtrag: Beim Thema Gitarrenlaute kommt es sowieso immer darauf an, was man will. Fakt ist, dass die meisten Gitarrenlauten eher aus dekorativen Erwägungen gekauft und eher selten gespielt werden. Selbst ich, der ich ein bekennender Lautenfreak bin, spiele und übe lieber auf der Gitarre. Warum? Weil sie einfacher zu halten und besser zu handeln ist. Wer nicht weiß, wovon ich rede, der sollte mal versuchen, auf einem hundert Jahre alten gekehlten Griffbrett das Bourree (BWV996) von J.S. Bach zu spielen.

Wer also als Gitarrist gelegentlich Laute spielen will, der ist mit einem dekorativen Gebrauchtinstrument gut bedient. Wer sich der Gitarrenlaute aber aus rein musikalischen Erwägungen verschreibt, der muss zum Lautenbauer.
 
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