Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Lackierung (Schwarz) eines Eschebodys

    Hallo ich bin neu hier!
    Super, dass es dieses Forum gibt.
    Nun meine Frage: Ich möchte einen Eschekorpus lackieren. Bis jetzt weiß ich, dass das Holz grundiert werden muss, um die Poren zu schließen. Anschließend der Lack und zum Schluss nochmal klarer Nitrolack. Bei Gitarrenbastler.der gibt es schwarzen Nitrolack für 18€ die Dose. In dem Grafityladen nebenan gibt es schwarzen Nitrolack für 3,7€ die Dose.
    Kann ich da auch den günstigen nehmen? Oder ist der dafür ungeeignet? Es kommt ja dann eh nochmal eine Klarlackschickt drüber.
    Ich hab davon halt noch nicht so richtig Ahnung...aber vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
    Vielen Dank,
    Markus

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von ValleysOfNeptune

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    ValleysOfNeptune ist gerade online
    Ich bezweifle, dass der Lack für 3,70€ echter Nitrolack ist.
    Ich kann selbst (noch) nicht lackieren, hab es also noch nie gemacht, aber ich würde dir raten, falls du es auch noch nie gemacht hast, es von einem Profi machen zu lassen.
    Der "Klangvorteil" (es wird davon gesprochen) des Nitrolacks kommt im Wesentlichen daher, dass Nitrolackierungen in der Regel recht dünn sind und das Holz besser schwingt.
    Nitrolack altert aber sehr schnell, man kann ihn meistens sogar mit den Fingernägeln abkratzen. Aber das denke ich, ist für die wenigsten ein Problem, die eine Gitarre mit Nitrolack wollen

    Ok, gerade habe ich deinen Eröffnungspost nochmal gelesen:
    Lass es von einem Profi machen
    Der weiß genau, was er tut und es wird eine schöne Oberfläche. Wenn du es selbst machst, glaube ich nicht, dass du auf den 1. Versuch zu einem akzeptablen Ergebnis kommst.

    lg
    V.O.N.
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    Whatever sounds right is right.

  3. #3
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    Oktaktan ist offline
    Wenn die Gitarre ewig schwarz bleiben soll:
    Bis auf das Holz runter alten Lack abschleifen (60-220er) trocken
    2x feucht mit Schwamm wässern, 220er trocken nachschleifen.
    Beizen mit Clou-Spiritusbeize schwarz, Spiritusbeize deckt auch Leimstellen etc. ab, Wasserbeize ist nicht so gut.

    Grundieren mit Clou-Schnellschliffgrund, geht mit einem Pinsel sehr gut, mind. je 2 Std. Trockenzeit.
    Wenn Lackfläche vorhanden, mit LEICHTEM Zwischenschliff (220er) Fäche weiter aufbauen, bis alles zu und dicht ist.
    Zur besseren Verarbeitung mit einem Pinsel Clou-Schnellschliffgrund Clou-Verdünner zusetzen, der Schnellschliffgrund muß leicht flüssig sein.
    Gitarre mind. 2-3 Wochen in Ruhe lassen, der Schnellschliffgrund muß aushärten und fällt in den Poren nach.
    Dann Zwischenschliff 220 bis 400er trocken.
    Mit Schnellschliffgrund Lackfläche aufbauen bis nachgefallene Poren dicht sind.
    2-3 Tage Wartezeit.
    Dann:
    Klarlacke z.B. 2k-Lacke, Nitro, kein Alkyd oder Wasserlacke. 2k-Lacke funktioniert mit Sprühflaschen sehr gut.
    1. Spritzgang leicht vernebeln.
    Lackaufbau: 4-6 Spritzgänge mit leichtem Zwischenschliff (köpfen) 30-60 Min. warten. 320-400er trocken

    Nach letzten Spritzgang Karlack 2-5 Tage stehen lassen, 600er-1000er Sandpapier evtl. Rotznasen etc. wegschleifen (nass)
    dann Polieren.

    Polieren:
    Am besten mit Jeansstoff und Schleifpaste (Zahnpaste, Kreide, Lackreiniger auch möglich)
    Zum Schluss mit Polierwatte Schleifmittelreste auspolieren.

    Der größte Feind aller Lackierungen ist im Holzbereich zu schnelles arbeiten

  4. #4
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    daemonblazer ist offline
    vom vorredner gut beschrieben...allerdings rate ich auch zu ner professionellen lackierung weil besonders wenn man unerfahren ist hat man beim zwischenschliff oft das problem das man an den kanten bzw. rundungen den lack direkt wieder runterschleif statt nur anzuschleifen und dann gehts wieder von vorne los. ne lackierkabine ist auch ein riesen vorteil, ohne hat man zu viel staub, fliegen die sich gern in frischen lack setzen (weiß der geier warum) und sonst was drauf was man alles erst wieder wegschleifen und dann aufpolieren muss.
    und am lack nicht sparen teurere lacke haben oft eine andere trockenzeit und ergeben direkt eine bessere oberfläche. esche ist dazu noch sehr offenpoorig was viel viel grundieren bedeutet wenn du die maserung gar nicht mehr sehen willst. hoffen konnte ein wenig helfen...

    GrEEtZ

  5. #5
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    mcferrison ist offline
    Vielen Dank für die Hilfe.
    Ich werde es aber auf jeden Fall selber machen. Lässt man die Gitarre professionell Lackieren, zahlt man locker zwischen 350 und 400€. Das ist mir einfach zuviel.
    Deshalb mach ich es selbst. Es muss auch nicht perfekt werden. Natürlich werde ich auch immer an Probestücken üben.
    Vielen Dank,
    Markus

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Titan-Jan

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    Titan-Jan ist offline
    Ich habe es auch selbst gemacht und bin recht zufrieden. Bin mit derselben Einstellung da ran gegangen wie du und bin durchaus zufrieden. Der Lack ist ab einer Entfernung von mehr als 30cm perfekt. Das reicht mir!
    Les Paul Kopie restauriert

    Habe mit Nitro-Lack vom Obi lackiert (würde ich auch wieder so machen). Da kostete eine Dose ca. 9€ und ich brauchte ca 8-10 Dosen (ist also auch nicht so richtig billig). Aber ich brauchte halt auch Grundierung, weiß, schwarz und Klarlack... Wenn du nur eine Farbe machst, brauchst du ja auch weniger

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