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durchschnittliche Kanalzahl bei Live-Gig? Liverecording geplant
Hallo erstmal,
ich beabsichtige mit einem neu zusammengeschaubten Rechner (mit einer RME HDSP 9652 (3x Adat i/o))
künftig meine Dienste für lokale Bands im Bereich Live-Recording für kleines Geld anzubieten.
Das Bühnensignal wird durch 2 Behringer ADA 8000 direkt noch vor dem Mischpult abgegriffen um die Aufnahmen nachträglich im Studio des Vertrauens (oder meinem) optimal nachbearbeiten zu können.
Soviel zum Hintergrund. Meine eigentliche Frage lautet: Wie viele Kanäle benötigt Ihr im Schnitt für eine Standartband ohne Extra Schnickschnack wie Bläser un Co?
Schlagzeug möglichst komplett abgenommen.
Reichen die 16 Kanäle die ich derzeit schon zur Verfügung hab (plus 8 nicht durchschleifbare Klinkeneingänge für Submix/FX-Abgriff falls nötig) oder sollte ich mir noch einen dritten ADA 8000 zulegen?
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Ich zähl mal auf, wie ich die Kanäle belegt habe:
01: Bassdrum L
02: bassdrum R
03: Snare
04: Tom 1
05: Tom 2
06: Tom 3
07: Tom 4
08: Overhead L
09: Overhead R
10: Bass
11: Gitarre L
12: Gitarre R
13: Main Vocal
14: Backing Vocal
15: Backing Vocal
16: Backing Vocal
17: Keyboards
18: Keyboards
Kommt jetzt natürlich drauf an, ob du auch immer riesige Schießbuden abnehmen musst, ob du Keyboards dabei hast und wie es mit den Gesängen aussieht. Evtl. wär es auch noch gut die Hihat extra abzunehmen. Bei einer "normalen" Band kommt man mit 16 Kanälen aber eig. immer hin, im Notfall gibts nur ein Overhead etc.
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also ich hätte z.B. auf folgendes getippt:
01: HiHat
02: Bassdrum
03: Snare
04: Tom 1
05: Tom 2
06: Tom 3/4
07: Ride
08: Overhead L
09: Overhead R
10: Bass
11: Gitarre L
12: Gitarre R
13: Main Vocal
14: Backing Vocal
15: Keyboards oder Vocals
16: Keyboards oder Vocals
Backingvocals kann man im Studio ja immernochmal drauflegen ;-) dann lieber HH und Ride abgenommen
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Diese Frage ist so nicht zu beantworten. Auch wenn jedes Instrument irgendwie über den Mixer geht - da komme ich bei Standard-Bands zwischen 12 und 26 Kanälen überall vorbei!
Gut, im Zweifelsfall kannst du zB vom Drumset nur OHs und BD in die Aufnahme nehmen wenn dir die Kanäle knapp werden.
Willst du vom ADA in die RME und dort direkt durchschleifen auf den ADA-Ausgang? Ich wäre als Live-Techniker absolut nicht begeistert von dieser Lösung: Die Steuerung der PreAmps aus der Hand zu geben, die Qualität eventuell unter der des eigenen Pultes, evtl. ein Ausfall deines Rechners,... da würde ich lieber in Splitter investieren!!
MfG, livebox:wq
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Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)
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Bei mir sieht die Standard-Kanalliste meistens so aus:
1: BD
2: SN Top
3: Sn Bottom
4: HiHat
5: Tom 1
6: Tom 2
7: Tom 3
8: Tom 4
9: Ride (falls vorhanden)
10: OH L
11: OH R
12: Bass DI
12: Bass Mic
13: Gitarre L Mikro 1
14: Gitarre L Mikro 2
15: Gitarre R Mikro 1
16: Gitarre R Mikro 2
17/18: Keys
Rest Vocals - je nachdem wieviele vorhanden sind, die Wichtigsten nochmal gesplittet um extra Monitorsound vom FOH machen zu können
Bei meiner einen Band hatte ich somit immer 10 Kanäle Drums, 5 Kanäle Gitarre (Akustik noch dabei), 2 Kanäle Bass und 5 Kanäle Vocals, macht 22 insgesamt.
Die 2 Mikros stehen an Klampfen und Bass, um für verschiedene Lieder verschiedene Sounds abrufen zu können, ohne am EQ drehen zu müssen. Ein Kondenser, das "aggressiv" ausgerichtet wurde, und nen E606 etwas weniger auf die Mitte gerichtet, um sanftere Sounds auf die PA geben zu können.
Es ist also zwischen 10 Kanälen und 60 bei einer Rockband alles drinne, je nachdem wieviel Aufwand man betreibt.
Wenn man einmal aber mit Mehrfachabnahme gearbeitet hat, möchte man das so schnell nichtmehr missen
Ich habe keine Signatur, verdammt...
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Ich seh das genauso wie Livebox ... ohne Splitter zu arbeiten ist ein definitives NoGo!
1. erfolgt schon eine Vorverstärkung, die nicht in der Hand des FOH-Technikers liegt
2. was passiert, wenn Du während der Mugge am Gain nachregeln mußt? Die FOH- und Monitorleute werden Dich in der Luft zerreißen ... so nach dem Motto: ach hier könnt ich noch 3-4dB mehr Gain geben, damit die Aufnahme besser ausgesteuert ist ... Folge FIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEP
3. unsinnige Wandlung und damit (wenn auch kleine) Qualitätsverlust und Latenz
Ein 32er Brett ist sehr schnell voll ...
- Drums: BD Kick + Bass, SN Top + Bottom, HH, Tom 1-x, Ride, OH L+R
- Percussion: Konga 1-x, Bongo L+R, OH L+R
- Bass: DI+Mic
- E-Git 1-x je L+R
- A-Git 1-x DI
- Keys 1-x je L+R
- Vox 1-x
- sonstige Kracherzeuger
Die Idee Backings hinterher in Ruhe nochmal aufzunehmen, kannst gleich in die Rundablage drücken. Es heißt ja Liverecording und nicht Studioaufnahme
Praktisch ist man mit 48 Kanälen für 99% der Fälle gerüstet.
Die nächste Idee für die Rundablage ist nur mit einem Rechner loszuziehen. Stell Dir vor die Kiste bleibt hängen (und das machen die Kisten, wann sie es wollen) ... ich stell mir grad die Ansage vor: "Titel a, c, x und z müßt ihr nochmal spielen, mein Rechner hat die nicht aufgenommen"
Praktisch laufen bei Liverecordings immer HD- oder DASH-Recorder mit um den Ausfall der DAW kompensieren zu können.
grüße, humiWHAT! We Have Audio Technology | Pannenweg 304 | 6031 RK | Nederweert | Nederland | info(ät)what-audio.nl
Marken im Vertrieb: Ohm Professional loudspeaker systems, Matrix Amplification, MGM Cases, Studt Akustik, Presonus, ...
Zitat: "Auch Pferde?" fragten ängstlich die Bauern. "Auch Pferde, Genossen!" antwortete der Agitator ...
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Möchte mal ne andere Möglichkeit in den Raum werfen, wie wärs mit nem Presonus StudioLive 24er mit Kabelpeitschen an den Direct-Outs? Ist fast günstiger als die Version mit Splitter, und man hat ein System, mit dem man auch kleine Sachen bestreiten kann, und vor allem nen vollwertigen Mixer noch hat, um Monitormixe u.ä. zu machen.
Man muss ja nicht alle Kanäle aufnehmen, man kann ja auch auf einige verzichten und einfach so an den FOH schicken z.B.
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MHumann hast nachgedacht vor dem Schreiben
Das Studiolive hat keine Splittausgänge! Und selbst wenn die Kiste DirectOuts hätte (was sie nicht hat), wär man wieder bei dem Problem mit den Gainreglern!
WHAT! We Have Audio Technology | Pannenweg 304 | 6031 RK | Nederweert | Nederland | info(ät)what-audio.nl
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Moin!
Absolut korrekt! Ohne Splitter geht da gar nichts! Und wie schon gesagt 24 Kanäle aufwärts wird es bestimmt meistens werden. Zum Recording dazu kommen noch einige Raummikrofone um die Stimmung einzufangen, weil Du ja eben Liverecording betreiben willst und keine Studioaufnahmen, da will man eben auch noch das Publikum haben, aber so, das man sich das im Nachhinein schön dazu dosieren kann, damit die Live LP eben gut klingt!
Das mit den 2 Aufnahmesystemen von Humi hat eigentlich in professionellen Kreisen auch Hand und Fuß, warum wurde schon erklärt!
Und mal eben Liverecording für schmales Geld anbieten - das schlage Dir mal ganz schnell aus dem Kopf, da bist Du ganz schnell jenseits der 5000er Euronen - Schallgrenze ohne noch viel an hochwertiger Mikrofontechnik dabei zu haben! Das mußt Du erst einmal wieder rein holen.
Nicht umsonst bieten diesen Service nur bessere Studios an! Vor allem wenn das Ganze dann noch gepresst und verkauft werden soll!
Greets Wolle
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Gut die Kiste hat DirectOuts ... 3300€ ausgeben für das Brett um die Preamps zu nutzen oder 3x 200€ für die Splitter + einen weiteren ADA-8000 ... und am Ende reiß ich Dir als FOH- oder Monitormensch trotzdem den Kopf runter, wenn Du die Gainregler nur anschaust während der Mugge. Gates, Compressoren, TransientDesigner, ... hängen alle am Gain ... egal ob Du da nach unten oder oben drehst, Du zerschießt damit den Anderen ihre Arbeit!
Jede Fraktion (FOH, Monitor, Recording) hat bei einem Gig das Recht und die Notwendigkeit über die Gainstruktur selber bestimmen zu können ... da ist an einem Splitt kein Vorbeikommen!WHAT! We Have Audio Technology | Pannenweg 304 | 6031 RK | Nederweert | Nederland | info(ät)what-audio.nl
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Besteht überhaupt ansatzweise die Chance, dass es sich lohnt? Hier in der Gegend gibt es zwei Leute die machen (könnten), also Live-Recording für den schmalen Geldbeutel. Aufträge gibt es selten, obwohl hier jeder Musiker gefühlte zwei Bands hat
Es besteht einfach keine Nachfrage, geschweige denn die Bereitschaft der kleinen, lokalen und _armen_ Bands überhaupt ein paar Euro springen zu lassen.
Mit einem der beiden habe ich dreimal zusammen gearbeitet und es waren alles unbezahlte Aufträge, bei denen wir uns aufgezwungen haben um zu testen!
Aufgefallen dabei in erster Linie, dass einen der Aufbau Wahnsinnig macht, wenn nicht alles praktikabel durchdacht ist. Und erst macht es die Techiker wahnsinng und dann verärgert es die Musiker, wenn es nicht läuft und lange dauert.
Uns war das Problem der Gains von anfang an bekannt, daher haben wir schlicht doppelt mikrofoniert (=> noch mehr Aufwand), Gesänge mussten aber immer noch irgendwie gesplittet werden. Kein Splitter da, also über die FOH-Konsole gesplittet, somit hatte ich meine Gains für mich, blöd war es dennoch, da ich wusste was passiert wenn ich zu sehr an den Gains spielte. Beim Dritten mal hatten wir dann übrigens auch Splitter.
Alles in allem haben wir es mit nahezu Null Kostenaufwand, aber enormen Zeitaufwand getestet, ich bin zu dem Schluss gekommen, dass sowas eine nette Idee ist, aber leider nicht wirklich praktikabel, vor allem Aspekt "gegen kleine Kohle".
Grüße cat..
PS: Wir hatten 26 Recording Kanäle, das war immer recht knapp
Hat schon jemand Audience/Atmo Mikro gesagt?
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IMHO Blödsinn. Wenn schon dann direkt per FW in den Rechner und fertig.
Falls du in die Richtung "Livemix und Mitschnitt nebenbei" gehen willst, wäre ein 24er SL sicher eine Überlegung wert. In dem Sektor geht IMHO mehr; die Frage ist wohl dennoch, wer das dann tatsächlich wahrnimmt, wenn der Mix der Aufnahme extra kostet, und "Rohmaterial" für lau weiterreichen war wohl nicht dein Ziel...
Wenn alles tatsächlich getrennt laufen soll, ist Splitting unumgänglich. Gibts ja schon zu Preisen, zu denen man das nicht mal selber bauen kann. Hab allerdings selber keine Erfahrungen damit. Bei "harten" Splits ohne Übertrager bin ich skeptisch vor allem in Bezug auf die Phantomspeisung und natürlich nicht zuletzt auch Brummprobleme...
Gruß Stephan
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Vielen Dank erstmal für die umfangreichen Antworten - ich merke schon mit meinen 16 Kanälen bin ich nicht ausreichend ausgerüstet - da werden es wohl 24 werden müssen, denn das reicht für die kleinen Clubgigs der lokalen Bands - wir sprechen hier ja nicht über Top-40 Produktionen.
Die Splitgeschichte werde ich mir mal genau anschauen - sind natürlich Zusatzkosten die sich evtl nicht rechnen.
Da ich die Technik beim FOH aufbaue wird die Gaingeschichte nicht das Problem werden - Teils wird der FOH auch durch mich betreut. Falls der Rechner ausfällt, kann ich die ADA`s einfach mit dem Digitalkabel durchschleifen - damit ist der Dropout im Falle des Falles bei >1min - und der wird wenn dann ja schon beim Aufbau festgestellt.
Dann werd ich mal einen ersten Testlauf machen und mir ggf noch einen ADA 8000 beschaffen.
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Mit 16 Kanälen kann man schon eine Menge machen, das haben meine beiden Interfaces auch. Wenn es eng wird, dann kann man auch mal ein Keyboard nur mono abnehmen oder beim Drumset etwas sparsamer sein.
Ich habe manchmal auch schon um ein oder zwei geliehene Mackie-Mischpulte erweitert, dank Firewire lässt sich das ja beliebig kaskadieren.
---------- Post hinzugefügt um 13:41:32 ---------- Letzter Beitrag war um 13:39:42 ----------
Ja, genau aus diesem Grund habe ich Splitter, das kann sonst zu lustigen Diskussionen führen. Die gibt es manchmal dennoch, weil die Befürchtung besteht, der Splitter könnte das Signal beeinträchtigen.::: Livemitschnitt, Recording, Mixing -> studio-in-a-box.de ::: Blog des studio-in-a-box.de -> SIABLOG :::
::: Aktuelle News per Twitter -> studioinabox@twitter :::
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Ist zwar OT, aber:
Auf einem Windows-Rechner geht das nicht so einfachIch habe manchmal auch schon um ein oder zwei geliehene Mackie-Mischpulte erweitert, dank Firewire lässt sich das ja beliebig kaskadieren.
Viele Grüße vom Sebastian
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