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Gitarrist hat Fragen zur Harmonielehre
Ich begrüße sie!

Aller Literatur zum Trotz, ist es mir nicht möglich jemanden zu finden, der mir diese Frage beantworten kann:
Wozu hat ein und dieselbe Note mehrer Notennamen? Ich meine "Fisisis" und Dergleichen. Hat das einen Sinn für andere Instrumente oder wenn man nach Noten spielt? Abi von Reininghaus sagt dazu, viertel vor 11 wäre ja auch nicht das Gleiche, wie 10:45h - stimmt aber nicht! Mir der Antwort bin ich nicht so glücklich.
Kennt sich von euch Streichern da jemand aus?
Liebe Grüße und vielen Dank!
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eigentlich eher ein Fall für die Harmonielehre, aber da die Streicher ja nicht immer wohltemperiert spielen:
vergleiche mal http://www.musiklehre.at/4_005.htm
mit http://www.musiklehre.at/11_006.htm , http://www.musiklehre.at/11_007.htm und http://www.musiklehre.at/11_009.htm
Kurz: Wohltemperierte Stimmung bedeutet der Versuch, alle Intervalle gleich klingend zu halten, die anderen (reiner klingenden ) Stimmungen erlauben mehr "freiheit" beim Intonieren. Do klingt ein fisis höher als ein g, da es zwei mal erhöht wird...
Außer dem ist es so, dass in der Harmonielehre die Funktion eines Akkordes immer gleich ist:
Durakkord = Grundton - große Terz drüber - kleine Terz drüber
in C-Dur: c - e - g
in A-Dur: a - cis - e
erhöhst du jetzt a zu ais wird darauß logischer Weise
ais - cisis - eis [klingend ais - d - f]
Ein f gibt es aber nicht in der ais-Tonleiter, da immer das 1. Kreuz das "fis" ist, somit muss es ein eis sein.
... aber ich bin müde... vielleicht reicht es ja...
Grüße Cello und Bass
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geschweigedenn 3/4 11

Ich bin jetzt auch nicht DER Oberexperte in Sachen Harmonielehre.
Meine Meinung:
Es ist ein Ding der Komposition, sag ich jetzt mal. Wenn ein Stück schon etliche Feinde hat,
nehmen wir mal Fis-Dur, und in einer normalen, darin enhaltenen Tonleiter weiter erhöht
wird, dann kommt es eben zu solchen Absurditäten wie cisis oder hisis. Oder noch
abstruser: heses oder bis.
Dieses -is/-es ist hauptsächlich ein Zeichen für die Abstammung und Zugehörigkeit in eine
Harmoniefolge.
Wir sind ja hier auch in einer Epoche der Romantik bis Moderne. Vorher gabs son Zeuch
auch kaum (Bach/Mozart/Beethoven). Erst, als wild moduliert wurde (Mahler/Brahms) ging
es ja mit diesen Knallern los. Also ein Indiz für eine kompositorische Herkunft.
An intonative Abweichungen mag ich nur halbherzig glauben. Bläser können ja hier nicht
großartig was anderes spielen. (außerdem wurde/wird meistens am Klavier komponiert)
Es gibt sicher (wenige!) Streicher-sympatisierende Kompoinisten, die mit diesem Mittel
intonativ arbeiten.
Das nervt den gemeinen Spieler, doch juckt es den Komponisten wenig. Der grinst vielleicht
noch heute in seinem Grab.
cheers, fiddleGeändert von fiddle (01.02.2010 um 23:19:51 Uhr)
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Es gibt Menschen, die Instrumente und Werkzeuge niemals gemeinsam benutzen sollten.
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Streicher spielen wie schon bereits angedeutet in der Regel nicht temperiert, sondern harmonisch, da es viel leichter ist bei einem gestrichenen Ton die Obertonreihen zu hören (mit etwas Übung, vor allem bei einem Basston hört man bei einem gestrichenen Ton den kompletten Dreiklang). Nun gibt es Menschen mit absolutem Gehör, die beispielsweise schon genau sagen, ob 442 oder 443 Hz gestimmt wurde. Diese hören dann auch (bei Instrumenten, die nicht auf wohltemperierte Stimmung angewiesen sind wie eben Streicher oder auch bundlose Gitarristen) den Unterschied zwischen beispielsweise Cis und Des. Bei den zweifachen Kreuz/B gilt das natürlich dann auch - allerdings kann es auch aus Notationsgründen auf diese Weise notiert worden sein oder eben um den Interpreten zu ärgern

Ja ich sehe definitiv einen Unterschied zwischen 45 min nach 10 und 15 min vor 11
das ist doch ähnlich wie mit dem halb vollen oder halb leeren Glas 
GrußSoftware Projekt: Freeware (GPL) Scoreeditor Canorus




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