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Slawischen "Sprachdialekt" wegbekommen...kann da jemand helfen?
Hallo,
wie ihr vielleicht schon an meinem Namen bemerkt habt komme ich aus einem slawischen Land namens Bosnien und Herzegowina. Nunja, mein Problem ist, dass wenn ich Deutsch rede bei Wörtern, die ein "R" beinhalten , dieses immer zu stark betone. Beispielsweise folgende Wörter:
"Friedrich"
"provozieren"
"Straße"
"Preis"
"Problem"
"aussprechen"
So. Das waren jetzt ein paar Wörter. Ich hoffe ihr wisst was ich meine. Viele Russen haben das Problem *Wortobenhinzufueg* auch. Nur weiß ich nicht wie ich dieses überbetonte "R" wegbekomme. Wenn ichmich anstrenge schaffe ich es. Aber es kann doch nicht sein, dass ich mich bei der Aussprache immer stark bemühen muss um etwas richtig auszusprechen. Also nun an euch:
Hat jemand von euch auch das Problem und konnte er es lösen? Wenn ja, wie???
Schonmal vielen Dank im Vorraus
PS: Hab mir vorgenommen, das im kommenden Jahr besser zu machen...Geändert von nermin (31.12.2006 um 11:32:38 Uhr)
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Hmm... ein interessantes Problem.
Ich bin zwar selbst Deutscher, kenne aber viele Leute mit deinem Problem. Grundsätzlich sage ich dazu: Scheiß drauf...
Wens stört soll halt weghören. Ist meine Meinung. Ich würd mir da nicht so den Kopf machen.
Da ich aber trotzdem versuchen will dir ne Antwort zu geben: Das stark gerollte R entsteht dadurch, dass deine Zunge direkt hinter den Zähnen ist. Versuch mal bewusst bei einem Wort wie "Brot" die Zunge möglichst weit nach hinten zu schieben. Wenn man weiß wies geht ist es eventuell leichter... ansonsten ist es glaub ich eher ne Übungssache, die mit der Zeit Früchte trägt. Von jetzt auf gleich wirst dus nicht wegbekommen, denk ich. Dann viel Spaß beim Üben im neuen Jahr
Gruß, das Blech
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Das is ja wieder ma ne Einstellung

Es ist doch wohl im Interesse aller wenn die Menschen die hier leben vernünftig Deutsch sprechen können, oder?
Und da muss man nich sofort wieder die Gutmenschen-Keule schwingen á la "Jeder wie er will"...
@Nermin
Finde Deine Einstellung echt klasse. *DaumenHoch*
Kann Dir zwar leider nich helfen, wollte aber nur ma kurz mein Lob für Deine Absichten aussprechen
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HCA Piano/Klassik
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Zungen- oder zäpfchen-r, das ist hier die frage. Mach dir klar, wo du dein "r" bildest, und wie/wo du es gern hättest. Phonetische probleme lassen sich lösen, aber man muss sie sich bewusst machen. Es hat alles nur mit einstellungen von kehlkopf bis lippen zu tun. Beim singen ist ein zungen"r" erwünscht, da hat man mit deutschen seine liebe not.
Und noch ein hinweis: in vielen fällen wird in der "Deutschen Bühnenaussprache" das "r" nur angedeutet, am wortende z.b. ist es fast nur ein unbetontes "e" wie in der vorsilbe ge- . Tiger=ti-ge mit leichter ö-färbung.
Meine tastatur gibt leider keine phonetische lautschrift her, so etwas gibt es nämlich wie die dazugehörige wissenschaft, und logopäden versuchen, bei defiziten zu helfen.Geändert von Günter Sch. (31.12.2006 um 13:20:22 Uhr)
Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.
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Günter hat Recht. Die Frage ist ob Zungen- oder Zäpfchen "r". Lässt man die Zunge hinter den Schneidezähnen flattern, bekommt man ein schönes, rollendes "r", das relativ leicht zu bilden ist. Ein definiertes Zäpfchen "r" ist für viele Menschen schwieriger zu bilden, aber auch nicht immer nötig, obwohl es die vorherrschende Methode im deutschen Sprachraum ist.
Oft "zerfällt" das Zäpfchen "r" aber auch in einen Frikativ (Reibelaut) ähnlich dem "ch" aus "RaCHe", z.B. nach Konsonanten (Freiheit -> FCHeiheit, Kraft -> KChaft, usw.). Probier vieleicht mal en zu definiertes "R" mehr Richtung diesem "ch" zu bringen.
Auf jeden Fall bestens, dass Dir Deine Aussprache am Herzen liegt und Du Dir die Dinge auch bewusst machst.
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Hallo!
Also vielen Dank an alle, ich übe das gerade und es stimmt wirklich. Es klappt jetzt schon fast so wie ich es will. Ist anscheinend echt nur eine Übungssache! Will mir aber angewöhnen die Zunge dann weiter hinten zu haben beim Sprechen. Will wie gesagt nicht immer daran denken müssen,es soll einfach von selbst geschehen
Geändert von nermin (31.12.2006 um 13:19:29 Uhr)
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Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.
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Ich auch.
Allerdings sollte man mit "vernünftiges Deutsch" vorsichtig sein, zumal es ja auf die Verständlichkeit ankommt. Wenn alle gleich reden würden wärs auch ein bisschen langweilig was.
Und er hat ja in seinem ersten Post bewiesen, dass er perfekt deutsch sprechen (schreiben) kann...
also wegen mir muss niemand sein rollendes R ausmerzen.
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Ich find solche Sachen wie rollendes R o.ä. eher nebensächlich solang die Grammatik beim Sprechen stimmt.
Ich hab z.B. extreme Probleme ein Zäpfchen-R zu bilen, einfach weils ne "anstrengung" beim reden ist. Darum weich ich entweder aufs gerollte aus oder es wird eben nichtmal wirklich angedeutet.
Bei mir klingt das wort "richtig" z.B. entweder "rrrrrrrichtig" oder "´ichtig" so in der art
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Wäre es so schlecht, wenn wir außer der in früher kindheit erworbenen sprech-intonation auch eine art "hochdeutsch" sprechen könnten? Phonetisch "gutes" sprechen wage ich schon nicht mehr zu verlangen, nicht mal von bekannten schauspielern, aber einige nachrichtensprecher/innen/redakt/eure/ricen haben es drauf.
Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.
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Wäre es denn von besonderem Vorteil, wenn wir außer der in früher kindheit erworbenen sprech-intonation auch eine art "hochdeutsch" sprechen könnten?
Geändert von Cynic (01.01.2007 um 15:15:45 Uhr)
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Man könnte sich etwa als bayer mit einer ostfriesin unterhalten und umgekehrt, die geschichte des jungen mädchens von der Schwäbischen Alb, das gern lehrerin geworden wäre, könnte ich auch erzählen.
Geändert von Günter Sch. (01.01.2007 um 15:38:20 Uhr)
Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.
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"gutes" und "schlechtes" sprechen existiert in der realität überhaupt nicht. wenn menschen auf eine bestimmte art und weise reden (vor allem auf muttersprachlerInnen bezogen) ist das erstmal genauso korrekt wie ein duden. versuche variationen auszurotten durch die einführung sogenannter "hochsprachen" liegt das keinesfalls daran dass es eine richtige und falsche art zu sprechen gibt sondern daran dass einige leute auf künstliche art und weise eine zusammengehörigkeit schaffen wollen die in wirklichkeit absurd ist. schon der begriff dialekt setzt voraus dass varietäten (ab)arten einer alles umfassenden und richtigen hochsprache sind, während gerade das "perfekte" sprechen eigentlich nur ein künstlich verlängerter sprachzustand ist. sprache unterliegt ständiger veränderung, vereinfachung oder anpassung an die umstände, sonst würden wir heutzutage noch alle indogermanisch reden oder latein, je nachdem wo wir wohnen.
ich finde es natürlich normal das ausländerInnen gern ein "perfektes" deutsch sprechen wollen, so wie ich auch versuche bei fremdsprachen möglichst genau die aussprache von einheimischen zu imitieren, aber das sollte nicht in diskussionen über richtiges und falsches sprechen ausarten.
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Chor- und orchesterleiter neigen zur despotie, sie wollen einen homogenen klang, da kann nicht jeder, wie er will, und so verlangen sie einheitliche stricharten, phrasierungen, optimal dem gesang angepasste vokale und deutliche artikulation. Ich bin auch sehr froh, dass es an hochschulen das fach "sprecherziehung" gibt, Hamlet sächsisch, Polonius oldenburger platt, Ophelia oberbayrisch, für die vielen anderen rollen finden wir auch was passendes - - - - , nicht gerade wünschenswert. Ohne norm, ohne handwerk geht es da nicht.
Wenn im täglichen leben genuschelt und geschludert wird (nicht alle mundfaulheiten sind dialekte), müssen wir es hinnehmen wie die freizügigkeiten in der schrift.
Und wenn ich morgen die sprache meiner heimatstadt und deren farbigen wortschatz (ich beherrsche beides gut) hier im alamannischen sprachgebiet anwendete, ich vermag es nicht auszudenken!Geändert von Günter Sch. (01.01.2007 um 23:40:14 Uhr)
Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.
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Geändert von tonstudio2 (30.01.2007 um 16:28:08 Uhr) Grund: Überlanges Quoting
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Deine Einstellung ist echt klasse! Wirklich helfen kann ich dir auch nicht, aber wenn ich an die überbetonten "R" einer gewissen deutschen Metalband denke, dann denke ich nicht, dass das sooo schlimm ist. Du musst doch deine Herkunft nicht verstecken :-) .
Ich bin raus aus dem Gitarren-Kram. Gründe siehe >> HIER <<
Ich beantworte keine PNs! Schreibt mir E-Mails!, wenns was persönliches gibt.
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Ich hab' früher tatsächlich auch mal im Silbenanlaut nur gerolltes Zungenspitzen-[r] gesprochen, im Silbenauslaut kann man's ja einfach weglassen
, bzw. die Diphtonge, die da stattdessen entstehen sind nochmal ein anderes Problem.
Ich geriet aber dann in eine Umgebung, in der ich nur noch diese Zäpfchen-Dingensen hörte und hab' das dann unbewußt und unwillentlich (hatte weder Zwang zu noch Wunsch nach diesbezüglicher Anpassung
) übernommen. Kommt vielleicht auch meiner schlampigen Artikulation entgegen:
In der Praxis läuft es zumindest meistens so, daß man eher mit nicht ganz so perfekter Aussprache leben kann.
Ja, es gibt da einen nicht umsonst sog. ApproximantenIch hab z.B. extreme Probleme ein Zäpfchen-R zu bilen, einfach weils ne "anstrengung" beim reden ist. Darum weich ich entweder aufs gerollte aus oder es wird eben nichtmal wirklich angedeutet.
Bei mir klingt das wort "richtig" z.B. entweder "rrrrrrrichtig" oder "´ichtig" so in der art
[ʁ] und dann den Frikativ [ʀ], der das stimmhafte Gegenstück zu [χ] ist. Aber ich kann mir nicht helfen, ich finde diesen letzteren Gurgel-Laut :screwy: einfach widerlich selbst nur zu hören. Da denkste, die Leute stehen über das Waschbecken gebeugt...
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Das Problem bei mir ist,dass ich beim Sprechen ständig daran denke. Das ist eigentl. mein größtes Problem...
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