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Thema: Kommunismus

  1. #341
    Registrierter Benutzer Avatar von Pleasure Seeker

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    Zitat von Günter Sch. Beitrag anzeigen
    ich klage nicht, beklage eher - - - - - - s.o..
    Warum eigentlich, weil sich die regierenden "Volksparteien" kaum an durchschnittlichen Rentnern "bedienen"? Sei doch froh, natürlich hilft das keiner jungen Familie in diesem Land, wo beide Elternteile aufstocken müssen und trotzdem jeden Cent 10mal umdrehen, bevor sie überhaupt die billigste Discounterware kaufen. Die auch nie in den Urlaub fahren, weil kein Geld da ist, trotz Vollzeitbeschäftigung. Welche wahrscheinlich auch im Rentenalter, wenn sie es überhaupt erreichen, auf staatliche Hilfe angewiesen sein werden, nur weil jemand von ihren (quersubventionierten) Niedriglohnjobs besonders profitieren musste. Ich habe nur den üblen Verdacht, dass wir alle davon profitieren, wenn es auch Menschen in Deutschland dreckig geht.
    ...Circle Two...

  2. #342
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    gidarr ist offline
    Dann kommen wir also wieder zum traurigen Ernst des Lebens.
    Seit Jahrzehnten wird uns erzählt, dass Steuer"erleichterungen" für die Reichen Arbeitsplätze schaffen. Der Erfolg ist bekannt. Der Milliardär Warren Buffett erklärte jüngst, dass er weniger Steuern zahle als seine Sekretärin. Auch sein Milliardärskollege George Soros sagte, dass Reiche zu wenig Steuern zahlten.
    Obamas Kontrahent Romney verdiente im vergangenen Jahr 21 Millionen und zahlte darauf rund 14 Prozent Steuern. Da kann ich nur von träumen (von beidem!). Überhaupt: Ich muss zugeben, es geht mir nicht um mein eigenes Einkommen. Aber das hilft bei dieser Diskussion nie. Den ärmeren wird immer der Vorwurf gemacht, es gehe ihnen nur um die eigenen Interessen. Wenn jemand wirkliche Reichtümer zu verteidigen hat, darf ihm nie ein Vorwurf daraus gemacht werden, das wird immer als "Neid" ausgelegt.
    Dazu passt die aktuelle Meldung, dass der griechische oberste Steuerfahnder erklärt hat, die Hälfte der dort hinterzogenen Steuern reiche, um die Schuldenkrise zu lösen. Reiche Steuerhinterzieher interessieren die Herren Politiker offensichtlich weder im In- noch im Ausland. Griechische Gelder werden gerne in Deutschland angelegt und die deutschen Steuerhinterzieher in der Schweiz versucht man bis jetzt erfolgreich zu schonen.
    Wohin es führt, wenn zu viel Geld im Umlauf ist, das "arbeiten" soll, sieht man an der anhaltenden Bankenkrise. Zu den Ursachen der aktuellen und der grossen Weltwirtschaftskrise aus dem letzten Jahrhundert gab es im Freitag einen interessanten Vergleich von zwei Büchern.
    Im ersten Fall geht es darum, dass die USA im ersten Weltkrieg Riesengewinne durch den Verkauf von Waffen an ihre Verbündeten gemacht hatten:

    Polanyi schätzt, dass, wenn die westeuropäischen Länder für den Krieg nur so viel ausgegeben hätten, wie es ihrer ökonomischen Kraft entsprach, der Krieg nicht länger als drei Monate hätte dauern dürfen. Er dauerte aber vier Jahre. Entsprechend hoch waren die Gewinne der USA. Es trat nun die doppelte Kalamität ein, dass die europäischen Länder ihre Kriegsschulden nicht bezahlen, die USA aber ihren Gewinn nicht reinvestieren konnten.
    Im zweiten Fall, der die Grundlagen der derzeitigen Krise legte, hatten die OPEC-Staaten höhere Gewinne durchgesetzt:

    Im Nahen Osten entstanden daher riesige Profite; die wurden in US-Banken untergebracht. Im Nachhinein wird deutlich: Den überdimensionalen Mehrwert noch irgendwo anzulegen, sodass er auch nur als Wert erhalten geblieben wäre, war unmöglich. Man konnte das freilich nicht gleich erkennen.
    Die gleiche Folge: "Damit das nicht zum Verlustgeschäft wird, suchen sie Leute, denen sie das Geld ausleihen können und die es ihrerseits mit Zinsen bezahlen."
    So entstanden die Blasen. Vielleicht sollte mancher mal darüber nachdenken, wie es funktionieren soll, dass die einen immer weniger haben und die anderen immer mehr. Ist Kapitalismus möglich?

    „Schaffe Recht dem Sklaven und der Witwe, schaffe Recht der Waisen und dem Fremden! Verteidige das Recht des Unmündigen, verteidige das Recht des Armen!“
    Marx? Nein, ein gerade entzifferter 3000 Jahre alter Text aus Israel. Dort gab es übrigens alle sieben Jahre ein Sabbatjahr, wo alle Sklaven freigelassen wurden und alle Schulden gestrichen. Altmodisch?
    Warum ich für meine Arbeit mehr Steuern zahlen muss als andere für ihr Kapital, das sie ohne eigenes Zutun erhalten haben (geerbt), soll mir einer mal erklären. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis und dem grössten Teil der Bevölkerung dürfte es ähnlich gehen.
    Das gilt auch für die Verherrlichung des Adels. Meine Oma sagte immer: Der Kaiser hätte bleiben sollen. Dass dieser feine Herr mitverantwortlich war, für das sinnlose Abschlachten Hunderttausender in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs, bedachte sie genau so wenig, wie diejenigen, die heute noch von der Monarchie schwärmen. Die Franzosen haben es besser. Sie machten aus eigener Kraft Schluss mit der Tyrannei. Und eine direkte Folge war, wie Wissenschaftler herausfanden, dass die Körpergrösse der Bevölkerung wegen der verbesserten Versorgung der Bevölkerung zunahm.
    Dass die normale Bevölkerung ganz andere Probleme hat, als von Luxusautos zu träumen, zeigt eine Studie der OECD.

    In Deutschland ist die Einkommensungleichheit seit 1990 erheblich stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern. In den 80er und 90er Jahren gehörte das Land zu den eher ausgeglichenen Gesellschaften, inzwischen liegt es nur noch im OECD-Mittelfeld.
    ...
    Die Studie widerlegt die Annahme, dass Wirtschaftswachstum automatisch allen Bevölkerungsgruppen zugutekommt und, dass Ungleichheit soziale Mobilität fördert.
    ...
    Im OECD-Schnitt stiegen die verfügbaren Haushaltseinkommen in den beiden Jahrzehnten vor der Finanz- und Wirtschaftskrise um 1,7 Prozent jährlich. Die größten Gewinne machten dabei zumeist Gutverdienerhaushalte. In Deutschland ist diese Entwicklung besonders ausgeprägt: Insgesamt wuchsen die realen Haushaltseinkommen hier um 0,9 Prozent pro Jahr – in der untersten Einkommensklasse kam davon allerdings lediglich eine Steigerung von 0,1 Prozent an, während die zehn Prozent der am besten verdienenden Haushalte ihr Einkommen um 1,6 Prozent steigern konnten.
    Das spürt jeder Normalverdiener am eigenen Leib. Und da sind wir wieder bei der Steuer. Damit könnte man einen Ausgleich schaffen - wenn man möchte. Aber Politiker, die sich vorwiegend im Umfeld der Ackermänner und Maschmeyers aufhalten, glauben vielleicht wirklich, dass die Leute eben Kuchen essen sollten, wenn es am Brot fehlt.
    Im Grundgesetz steht nichts davon, dass "die Wirtschaft" gefragt werden muss, irgendwas läuft also gerade falsch.
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    Muhammad Ali

  3. #343
    HCA Piano/Klassik Avatar von Günter Sch.

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    Günter Sch. ist offline
    Geradezu klassisch: da ist eine börsenumsatzsteuer von 0,01 oder max. 0,1 kaum durchsetzbar, eine umsatzsteuer auf lebensmittel, die jeder braucht und eine von 19% auf alle anderen güter, einschließlich arzneimittel, zahnersatz und teure geräte für invaliden, die noch am leben teilhaben wollen, das ist selbstverständlich. Beispiel hörgeräte: herstellungskosten ca. 100.-€, kosten für die bedürftigen ca. 5 000.- €, davon 19% steuer. Die kasse leistet bestenfalls einen kleinen beitrag, und der staat bereichert sich an den gebrechen der bürger.
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    Als er achtzig war und war gebrechlichDrängte es den Lehrer doch nach Ruh'Denn die Weisheit war im Lande wieder einmal schwächlichUnd die Bosheit nahm an Kräften wieder einmal zu.Und er gürtete den Schuh.

  4. #344
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    Das mag ja alles richtig sein, passt aber in eine klassisch sozialdemokratische Politik (ob es hierzulande eine Sozialdemokratie gibt, die eine solche Politik für richtig hält, und ggf. in welcher Partei, ist eine andere Frage). Um sowas als Kommunismus zu bezeichnen, braucht es schon eine spezielle Sehhilfe - oder?
    Gehöre zur unbedarften Bevölkerung und bin Opfer der "gigantischen globalen Meinungsmache-Maschinerie"

  5. #345
    Registrierter Benutzer Avatar von Florian169

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    Dafür brauchst du eine patriotische US-Sehhilfe. Für Sozialismus reicht es alle mal siehe diesen Oxford Englisch Dictionary article

    Ich glaub wir haben das einfach übernommen.
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