GEMA-Petition
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GEMA-Petition
Liebe Mitmusiker, die ihr irgend etwas mit der GEMA zu tun habt. Der Ärger über die GEMA ist auf Veranstalter- und Musikerseite oft gleich gross. Zu viele Gebühren auf der einen und zu wenig Tantiemen auf der anderen Seite, Ungerechtigkeiten bei der Zuteilung und vollkommene Undurchsichtigkeit der Verteilungskriterien.
Es gibt nun eine Petition an den Bundestag, den ihr bitte zahlreich unterschreibt und vor allen Dingen bei allen Freunden, Bekannten und Musikerforen bekannt macht. Hier ist der Link zum zur Webseite der Sonthofener Kulturwerkstadt, die den Aufruf angeleiert hat und die Petitionen einsammelt. Unter www.kult-werk.de seht ihr unten den Link zur GEMA-Seite. Auf dieser dann ist die Petition wiederrum ganz unten herunterzuladen.
Es ist eine einmalige Chance, bei dem Verein was zu ändern. Also macht mit. Man muss nicht GEMA-Mitglied sein, um die Petition zu unterschreiben, sollte aber Künstler oder Veranstalter sein.
PS.: man muss die Petition nicht faxen, sondern kann sie auch als jpg-Datei zurückschicken!
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Dass die Gema ein Fass ohne Boden ist sollte mittlerweile jedem klar sein. Allerdings glaube ich kaum dass so eine Petition sinnvoll ist.
Wenn ich einen Auftritt spiele, so kann ich ja eigene Song spielen - denn ich bin nicht in der Gema drin. Dann muss Smoke on the Water halt rausfallen. Deep Purple hat entschieden ihre Rechte an die Gema abzutreten. Da muss ich mit leben, aber ich kann es ehrlich gesagt auch ganz gut.
Eine Party bekomme ich auch ohne Gema Titel ganz gut über die Bühne, der Pool an wirklich guter Musik unter freiheitlicheren Lizenzmodellen ist groß und frei verfügbar.
Das funktioniert natürlich nicht auf großen "offiziellen" Partys mit Top 40 Coverband und Ü30 Publikum das ohne "Hol das Lasso raus" keinen Spaß am Besäufnis hat, aber es war eben die Entscheidung des Künstlers per Gema Geld für einen gespielten Titel zu verlangen.
Das einzige was ich etwas daneben finde ist die Unterstellung, dass ich auf jeden Konzert und auf jeder Party grundsätzlich Gema-Musik spielen würde. Warum muss ich denen vorerst Listen schicken mit den Titeln? Es ist doch längst nicht mehr so dass jeder Künstler in der Gema ist, so dass diese Vorgehensweise gerechtfertigt ist.
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Das tue ich auch und wäre schön doof, wenn ich nicht in der GEMA wäre, dann hätte ich nämlich 2000,-€ weniger im Jahr. Ausserdem würden viele Veranstalter, wenn ich nicht in der GEMA wäre, trotzdem ihre Pauschale zahlen. Das Geld käme dann anderen GEMA-Grossverdienern zugute.
Wenn du allerdings selber Veranstalter, Musiker und nicht in der GEMA bist, kannst, nein musst du dir tatsächlich selbst die Tantiemen zahlen, lol.
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@ppue ..
ja bei Dir sinds 2000.- die Kelly Family verschenkte Millionen! :-)))
Über GEMA kann man viel streiten sobald man auf der KOMPONISTENSEITE steht (und das sollte auf kurz oder lang das Ziel JEDES Musikanten sein) sieht es mit der GEMA gleich besser aus.
gruß frank :-) .. mit der Band auch GEMA Mitglied und KLAR stehen unsere Songs auf den GEMABÖGEN
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Wenn ich selber Veranstalter meiner Konzerte bin, würde ich auch mit Gema selber die Tantiemen bezahlen, nur würde ich weniger bei rausbekommen - weil es erst durch die Gema geht.
Es ist schön für dich dass du damit Geld verdienst und es ist ja auch deine legitime Entscheidung, aber ich werde die Rechte an meiner Musik nicht der Gema überschreiben. Einige davon behalte ich schön selber, andere nicht. (CC-Lizenz)
Aber ich mache das ganze auch nur als Hobby, nicht als Beruf. Es wäre sogar ein absoluter Albtraum wenn dieses wunderschöne Hobby mein Beruf werden würde. Deswegen wären mir auch ein paar Euro am Jahresende egal, es wiegt weder das auf was ich in das Hobby hineinstecke noch ist es so viel als wenn ich einfach mal ein wenig arbeiten gehe. Das muss ja nicht bei jedem so aussehen, aber ich bestimme lieber gezielt selber was mit meiner Musik passiert.
Aber ich verstehe trotzdem nicht warum mir als Veranstalter eines Konzertes erstmal unterstellt wird, dass ich unrechtmäßig Titel spiele an denen ich nicht die Rechte besitze. Eigentlich müsste die Beweislast doch umgekehert sein, oder?
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Siehste, und deshalb bitte ich dich, die Petition zu unterschreiben. Es ist ja klar, dass die GEMA einen Verwaltungsaufwand hat, den sie sich bezahlen muss, es ist nur völlig unklar, warum wer wieviel von welchem Veranstalter bekommt bzw. wo dessen Gelder hinfliessen. Dafür ist die Petition. Wenn du mit der GEMA nichts zu tun haben willst, ist das dein Bier. Das hier mitzuteilen ist auch ok, aber nicht Sinn des Freds.
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Das Problem liegt aber in de Gema selber und in ihrer Organisationsstruktur. Da würde auch eine Petition nichts helfen.
Das ist so als wenn ich eine Petition starte um Microsoft endlich zu bewegen ein besseres Betriebssystem zu schreiben - helfen würde nur eine größere Konkurrenz auf dem Markt. Meinst du die Gema wirft auf einmal die Hälfte der Leute raus die sich mit Däumchen drehen beschäftigen, besetzt die leitenden Positionen mit fähigen Leuten anstatt sie als wohlsituiertes Abstellgleis zu vergeben und strukturiert das Unternehmen neu? Ich denke kaum, das machen selbst am Markt agierende Konzerne nur auf massiven äußeren Druck.
Die Gema ist ein Unternehmen was die Dienstleistung erbringt: Ich übernehme die Rechte an deinen Songs und setzte sie durch und gebe dir das Geld, nach Abzug meines Gewinns und meines Kosten. An sich eine gute Sache, nur ist die Gema das einzige Unternehmen in Deutschland das sowas macht. Deswegen können die sich auch alles erlauben und sich strukturieren wie eine staatliche Behörde. Was interessiert es die wenn die ihre Effizienz auf fast Null runterfährt? Der Komponist der Geld für seine gespielten Songs haben will hat keine Alternative.
Klar kann so ein Unternehmen erst agieren wenn es groß genug ist, aber mit zwei oder drei Gema-artigen Konzernen sähe die Lage schon anders aus. Der Veranstalter müsste dann zwei Listen mehr losschicken, aber er könnte sagen: XY ist zu teuer, keine Songs von denen. Oder der Künstler könnte sich aussuchen wem er die Rechte an seinen Songs gibt - am Besten die bei denen der Service am Besten ist oder wo er das meiste Geld bekommt.
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in meiner lieblingslocation hier wird die gema-gebühr eh immer ingoriert... bis jetz recht erfolgreich
"If a group of beings from another planet were to land on Earth - beings who considered themselves as superior to you as you feel yourself to be to other animals - would you concede them the rights over you that you assume over other animals?"-George Bernard Shaw
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Anmerkung als Admin:
Normalerweise verstößt der Aufruf, eine Petition zu unterschreiben, klar gegen die Forumsregeln. Trotzdem finde ich, dass eine politische Diskussion über die GEMA in einem Musiker-Forum stattfinden können sollte. Ich habe den Thread daher nicht gelöscht.
Ich bitte allerdings, diesen Umstand nicht als Präzedenzfall zu sehen. Es bleibt auch weiterhin untersagt, dieses Forum zu nutzen, um irgendwelche Kampagnen für oder gegen wen auch immer zu unterstützen.
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Lieber Johannes Hofmann,
erst einmal vielen Dank für die unbürokratische Duldung. Ich habe die Regel, die gegen einen solchen Aufruf spricht, nicht gefunden, habe aber ein Gefühl dafür, warum ein solcher dir etwas quer im Magen drückt. Eine Petition an ein MdB zu schicken, ist ein sehr demokratischer Vorgang. Man sammelt Ideen, zeigt Missstände auf und bringt sich aktiv in die Politik ein. Es geht ums gemeinwohl und keiner soll geschädigt werden. Dieses Forum ist sicher eines der wichtigsten Plätze, ein solches Thema zu diskutieren, gerade, weil viele Musiker und Komponisten nicht organisiert sind. In diesem Sinne sehe ich auch deine Duldung, nochmal vielen Dank.
@MatthiasT
Das ist ja schonmal eine gute Idee. Konkurrenz belebt das Geschäft. Es gibt aber ein paar Schwierigkeiten bei der Sache. Es wäre recht einfach, die Rechte der einen Komposition in diesem, einer anderen in einem anderen Unternehmen verwerten zu lassen. (Die GEMA besitzt nicht die Rechte, sondern verwertet sie lediglich; ist ein Unterschied). Wer aber sammelt die Abgaben ein, die Leer-CDs, Abspielgeräten und sonstigen Vervielfältigungsapparaten anfallen. Die Komponisten bekommen ja auch dort Kohle her. Wer ausser der GEMA setzte sich überhaupt für Abgaben auf solche Sachen ein?
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Wer schert sich darum, dass ich eventuell überhaupt keine GEMA-Stücke kopieren will?
Was mir übel aufstößt ist die erwähnte Monopolstellung, die so missbraucht wird. Meinem Rechtsverständnis nach müsste die Bringschuld erstmal bei denen liegen. Solche Pauschalforderungen sind doch überhaupt nicht zu rechtfertigen.
Und der Punkt Wasserkopf wiegt doch auch schwer. Die Gema hat inzwischen sehr viele Mitarbeiter zu bezahlen, die sich selbst entlassen müssten, um wieder ein gesundes Maß zu finden. Wer sollte sowas tun?
Und ganz persönlich verachte ich die Gema ja schon ideologisch. Ich sehe Musik als ein freies Gut an, das keinen Marktwert haben sollte. Kunst sollte nicht verkauft werden, daher werde ich sicher niemals die Dienste der Gema in Anspruch nehmen.
Aber das manche das anders sehen, kann ich auch verstehen.
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Den beiden Aussagen davor stimme ich zu, aber dies ist mir dann doch ein wenig zu extrem.
Ob Musik nun einen Marktwert haben sollte oder nicht und wie frei sie in ihrer Nutzung ist sollte immer Sache des Künstlers bleiben. Und in dieser Logik hat die Gema natürlich ihre Berechtigung, da nur eine sehr große Organisation die Rechte soweit vertreten kann. Ob eine derartige Rechtedurchsetzung noch Sinn ergibt ist eine andere Frage.
Also, wie andere Musik nun verbreitet wird ist nicht dein oder mein Bier, sondern Sache der jeweiligen Produzenten.
Was aber durchaus möglich ist die eigene Musik zu dieser Freiheit zu verhelfen, was gerade auch massiv passiert. Man muss nur auf Jamendo zuschauen was sie da Entwickelt. Wenn diese Entwicklung größer wird könnte das die Gema in echte Bedrängnis bringen. Denn gerade Web-Radios, kleine Veranstalltungen und Nischen werden immer wichtiger,. und die bezahlen nicht sowieso ihre Pauschale und dürften durchaus Interesse an Gema-freier Musik haben.
Die neuen Nine Inch Nails Sachen und das letzte Radiohead Album dürften doch auch Gema frei sein, oder? Die stehen ja unter der CC, und die ist mit der Gema inkompatibel.
Falls ich wieder etwas organisieren sollte wird das sicher Gema frei werden.
Nebenbei ist das denk ich auch die einzige Möglichkeit bei denen was zu ändern. Was denen gesagt wird (Petition) ist doch völlig wurscht und Konkurrenz kann sich aufgrund der Marktposition nicht entwickeln. Ein wenig Boykott sollte da mehr helfen.
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Erstaunlich, wie schlecht die GEMA in einem Musikerforum da steht. Wir sollten ein für und wider GEMA, Monopol oder nicht und was weiss ich, was noch zu dem Thema gehört, an anderer Stelle diskutieren. In diesem Fred geht es darum, die Arbeitsweise des Vereins zu verbessern. Konkret geht es um diese Petition:
Frau Dr. Martina Krogmann,
Mitglied des Deutschen Bundestages und
Parlamentarische Geschäftsführerin der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Petition an den Bundestag
Künstler, Veranstalter, Kulturvereine etc. beantragen
die Überprüfung und Änderung der Satzungen und Durchführungsverordungen
der GEMA zu nachfolgenden Punkten:
• Genaue und für jeden verständliche Geschäftsbedingungen
• Größtmögliche Transparenz
• Änderung der Beitragberechnungsgrundlagen für Kleinveranstalter
• Offenlegung und Vereinfachung der Berechnungsgrundlagen zur Auszahlung
der Künstlertantiemen,
• Änderung der Inkasso-Modalitäten
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Hallo,
eine Petition ist grundsätzlich schwierig, hier ist sie sinnfrei.
Die GEMA ist ein Verein. Das ist eine juristische Person des privaten Rechts. Damit hat der Bundestag nichts zu tun. Der Bundestag macht Bundesgesetze und Bundesverordnungen. Die Satzungen und sonstigen Regelungen eines Vereins macht der Verein - wie jede privatrechtliche Organisation selbst. Der Bundestag regelt lediglich den Rahmen, nämlich dass ein Vorstand bestehen muss, dass es eine Satzung geben muss und welche Mindestinhalte es geben muss. Das war's.
Den Rest macht der Verein selbst.
Deshalb sollten die Vereinsmitglieder sich in ihrem Verein organisieren und dort aufräumen, was ihnen nicht gefällt oder austreten und einen eigenen Verein gründen oder eben alleine agieren.
Das Gejammer der Zahlenden ist verständlich (jeder will alles umsonst), aber nicht nachvollziehbar. Wenn ich ein fremdes Werk nutzen möchte, zahle ich dafür. Wenn ich ein Auto haben will, muss ich es auch kaufen. Dabei ist es auch unerheblich, ob der Mitarbeiter am Band gerecht bezahlt wird. Das ist eine andere Frage.
Wenn die Zahlungsempfänger unzufrieden sind, was verständlich ist (jede große Organisation hat undurchsichtige, vermeintlich und tatsächlich ineffektive Strukturen und oft mit steigender Existenzdauer kompliziertere Regeln), dann müssen die eben aktiv werden.
Grüße,
Jürgen
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Das Grundproblem ist doch, dass die GEMA ein Monopolist ist und man jeglicher Musik unterstellt, dass die GEMA für die Abrechnung zuständig ist.
Gruß RF



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