Internetzensur in D?
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Noch ein Beispiel für die Absurdität des Vorhabens:
Netzsperren: Bundesinnenministerium stoppt Satire-Webseite (Zeit.de)
Interessant ist hierbei aber nicht die Sperrung und die juristischen Gründe dafür an sich, sondern die unglaubliche Widersprüchlichkeit des Konzeptes der angestrebten Sperren, zusammengefasst noch einmal vom Ersteller der besagten Seite wie folgt:
"Es ist unverständlich, wieso es Sperrlisten und neue Gesetze braucht, um unbestreitbar schwerstkriminelle Inhalte unzugänglich zu machen, wenn es ein paar Minuten dauert, harmlose Satireseiten mit wenigen Klicks am Tag vom Netz zu nehmen".
Trifft meiner Meinung nach sehr gut die Unsinnigkeit des Vorhabens - wie auch oben bereits gepostet: Grundlage für diese Entfernung der Satire-Seite war lediglich ein kurzes, formloses Schreiben an den Provider, rechtlich nicht einmal eindeutig, und trotzdem war die Seite binnen eines Tages verschwunden. Wo wäre das Problem, äquivalent genau die vielzitierte KiPo-Seiten-Liste des BKA durchzugehen und alle Anbieter darum zu bitten, entsprechende Seiten vom Netz zu nehmen? Liegt es etwa darin, dass man dann die Möglichkeit zur Einführung eines verlockenden und sehr, sehr mächtigen Online-Instrumentes versäumen würde?I can't help it makes me so sick over and over
it sits stiff bound with no heart
fine cause this is where the seperation starts arising
i can see it coming over your cloud
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Hallo, sind hier Lehrer im Board unterwegs?
Eure Interessenverbände (Deutscher Philologenverband, Verband Bildung und Erziehung) verschwenden gerade sehr viel Energie, um eine Zensurinfrastruktur zu installieren, statt sich für die Löschung von Kinderpornografie und Kindesmissbrauch im Internet einzusetzen.
netzpolitik.org: BÜNDNIS FORDERT SCHÄRFERES ZENSURSULA-GESETZ
@ KeepOnWalking:
AFAIK ist es genau umgekehrt. In robots.txt und <meta name="robots"> listet man die Domains und Seiten auf, die nicht indexiert werden sollen und hofft, dass die Suchmaschiene sich schön dran hält.Gruß, Steve
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Da es sich ja, wie Sky schon so schön erwähnte, um ein "Vertuschen" handelt, wäre ich sogar gar nicht mal so sehr abgeneigt, das Vorgehen des Staates momentan als "Verschleiern von Straftaten" abzustempeln.
Natürlich ist das sehr pauschal gesagt und da wirds bestimmt auch Gegenwind geben, aber der Gedanke gefällt mir und ich halte ihn auch, so wie der "Plan" der Regierung es vorsieht, für treffend...
Wer ein Vorhang vor diese Straftaten hängt, aber nicht gezielt gegen die Tat vorgeht ist für mich Mittäter.
Darum auch hier wieder: Der Vorhang ist nicht nötig, wenn man die Straftat bekämpft.
Ich hab mir diese "Umfragen" angeschaut, halte sie aber für nicht repräsentativ. Erst bekam ich große Augen als ich gesehn hab, dass dort Prozente fehlen 92% + 7% macht 99%. Auch wenn es sich hierbei um Enthaltungen handelt oder ähnliches. Man mmöchte doch wissen, wo der Rest von den 100 denn bleibt.
Außerdem denke ich, dass die Allgemeinheit sehr schlecht informiert ist und das erst durchsacken muss. Diese Umfragen sind dann "oh ...aha und sie sagen gegen Kinderpornografie? Ja find ich schrecklich. Muss verboten werden"
Am 23.5. ist übrigens ein weitere bundesweiter Aktionstag in deutschen Großstädten geplant
http://www.vorratsdatenspeicherung.d.../view/304/153/
Diese Aktion ist vorrangig gegen Vorratsdatenspeicherung, beinhaltet aber auch die Forderung des sofortigen Stoppens von neuen Gesetzverabschiedungen, die in die Grundrechte eingreifen - somit also auch der Internetzensur.
so ich hoffe ich hab hier nicht zuviel wiederholt
mfg KG
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@ KeepOnWalking:
Ich bin kein Web-Schrauber. Auf selfhtml und wikipedia finde ich nur Hinweise, wie ein Webcrawler reagiert, wenn er auf eine robots.txt stößt. www.at-web.de sagt: Es ist nicht zwingend, eine robots.txt einzusetzen. Viele Spider suchen danach, haben aber kein Problem wenn diese nicht vorhanden ist. Eine nicht vorhandene robots.txt bedeutet, es gibt keine Einschränkungen für die Erfassung der Inhalte der Webpräsenz. Ausnahmslos alle Inhalte dürfen erfasst werden.
@ KeinGerede:
Morgen gibts ne neue Umfrage, aber diesmal von den Guten mit folgender Fragestellung.Gruß, Steve
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Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen.
(Gustav Heinemann)
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Das stimmt so weit, aber nur wenn diese robots.txt. fehlt, gehen Bots nach der von dir genannten Vorgehensweise vor. Steht in der robots.txt ein "no-follow", sind diese seiten deindexiert und werden von den Bots auch ignoriert. Ein Anlegen einer solchen ist ein Kinderpiel und deine Seite wird von Suchmaschinen ignoriert.
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Gibt es hier eigentlich überhaupt noch jemanden der für die DNS-Sperren ist?
So langsam wird die Diskussion etwas einseitig.
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Es gibt anscheinend, wenn man das so liest: http://www.kinderhilfe.de/aktuell.php?p=anzeigen&id=193 noch viele unaufgeklärte Menschen die ihre Unterschrift unter was setzen aber nicht wissen wie das geplante Gesetz eigentlich umgesetzt werden soll.
Und das es eben bessere Möglichkeiten zur Bekämpfung gibt.Wer mit dem Zeigefinger auf andere Leute zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen.
(Gustav Heinemann)
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was für ein durcher scheiss..Stärkere Zensur gefordert
Die Befürworter von Internetsperren in Deutschland holen zum Gegenschlag aus. Eine Allianz diverser Verbände fordert eine deutlich härtere Gesetzgebung als die von Familienministerin Ursula von der Leyen bisher beworbene.
In den letzten Tagen hat sich eine Koalition zusammengefunden, deren Mitglieder sich für Netzsperren gegen kinderpornographische Inhalte aussprechen. Die Gegner des aktuellen Lieblingsprojektes von Familienministerin Ursula von der Leyen haben unterdessen bereits über 87.000 Unterschriften für eine Petition an den Bundestag gesammelt.
Zu der neuen Koalition gehören der Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland e.V. (IVD), Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi), Deutscher Familienverband, Deutscher Kinderschutzbund - Bundesverband e.V. (DKSB), Deutscher Philologenverband (DPhV), Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland e.V. (IVD), Nummer gegen Kummer e.V. und der Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE). Nicht dabei sind sowohl die in den letzten Tagen in die Kritik geratene Deutsche Kinderhilfe als auch die Vereine Innocence in Danger und ECPAT, die in den letzten Tagen als mögliche Mitglieder gehandelt worden waren. Präsidentin von Innocence in Danger ist die Ehefrau von Wirtschaftsminister Guttenberg.
Diese Verbände haben heute einen Forderungskatalog mit konkreten Formulierungsvorschlägen für die parlamentarische Debatte an diverse Bundestagsabgeordnete verschickt. Darin werden weitgehende Verschärfungen gegenüber dem bisher diskutierten Vorschlag gefordert.
So sollen statt wie bisher 14-Jährige zukünftig alle Personen unter 18 Jahren entsprechend der UN-Kinderrechtskonvention als Kinder behandelt werden. Anstelle der auch von den Kritikern des Gesetzes als unwirksam bezeichneten DNS-Sperren fordert die Koalition "als Mindestanforderung die in Großbritannien bereits erfolgreich eingesetzte und qualitativ bessere Hybrid-Sperre". Auch die geplanten Ausnahmeregelungen, die das Gesetz auf privatwirtschaftliche Unternehmen mit mehr als 10.000 Nutzern beschränken, sollen abgeschafft werden. Um die Belastung der dann auch betroffenen kleineren Unternehmen auszugleichen, wird eine zusätzliche halbjährliche Übergangsfrist vorgeschlagen.
Die Kurzzusammenfassung der Forderungen ist:
- Einträge in Routingtabellen
- Zwangsproxies
- Kinder sind alle unter 18
- Gremium zur nachträglichen Beschwerde gegen Sperrungen, und dann ggf. Eröffnung des Rechtsweges
- alle Provider haben mitzumachen
- Sperrliste durch Verschlüsselung geheim halten
- Echtzeitüberwachung noch mal Überdenken (von Aufzeichnung reden sie nicht)
aber naja alles für die kleinen
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Geändert von Mr. Mojo Paule (20.05.2009 um 12:49:47 Uhr)
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