Die Beiträge habe ich aus einem anderen Thread hier her verschoben, da ich denke, dass das Thema eine eigene Diskussion rechtfertigt, die nicht so exakt zu dem Thread passt, in dem sie gestartet wurde.
Also, ...
... an Deutschland wurde von Israel der Wunsch nach zwei MEKO Korvetten von Blohm + Voss (Stückpreis: 200 Mio €) herangetragen, die nicht wie man vielleicht glauben könnte Israel, sondern der deutsche Steuerzahler bezahlen soll.
Insgesamt geht mir die Kriegstreiberei israelischer Scharfmacher ganz gewaltig gegen den Strich.
Ja ja, ich weiß, es ist schrecklich, was den Juden von Nazideutschland angetan wurde.
Ob wir allerdings den wegen der unversöhnlichen Haltung israelischer Hardliner selbstattestierten Rüstungswahn zu finanzieren und ansonsten die Klappe zu halten haben, ist eine andere Frage.
Geändert von Johannes Hofmann (28.10.2009 um 09:01:17 Uhr)
Grund: Beiträge in eigenen Thread verschoben
Wahrscheinlich mit der Begründung, dass dadurch einige Arbeitsplätze auf den Werften erhalten werden können.
Abgesehen von dem Blödsinn, der in dem Artikel bezüglich der Spezifikationen der Korvetten geschrieben steht ("Tarnkappenprinzip", "extrem lange Einsatzzeit auf See") gibt es wohl kaum einen Bereich der deutschen Werftindustrie, der dermaßen erfolgreich ist wie der Kriegsschiffbau.
Sowohl das MEKO-Konzept (MEhrzweck KOmbinationsschiff) als auch der Bereich des konventionellen Uboot-Baus sind seit Jahrzehnten bereits die absoluten Exportschlager. Das deutsche Uboot der Klasse 209 ist das weltweit am meisten exportierte konventionelle Uboot und mit MEKO-Schiffen modernisieren sich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts Länder von Brunei über Südafrika bis Chile ihre veralteten Marinen.
Von dem Exportschlager "Uboot mit Brennstoffzellenantrieb" ganz zu schweigen.
Wenn es also einen Bereich gibt, der mit Sicherheit nicht von staatlichen Subventionen abhängt, dann ist es der Kriegsschiffbau.
Gruß
Hank
Ich bin nicht der Hauptverantwortliche für die schwedische Bevölkerungsexplosion!
Ich weiß wirklich nicht, wie man so bescheuert sein kann, zur Sicherung von Arbeitsplätzen die von diesen Arbeitnehmern produzierten Produkte zu verschenken. Und dann obendrein auch noch hochgefährliches Kriegsgerät, mit dem der Beschenkte Unrecht wie zB die Besiedlung fremder Staatsgebiete gewaltsam durchsetzt...
Eigentlich müsste alleine die Erwähnung der Idee "Kriegsschiffe verschenken" einen umfassenden polistischen und medialen Aufschrei zur Folge haben. Wenn wir schon was zu verschenken haben, dann vielleicht Meerwasserentsalzungsanlagen oder solarbetriebene Wasserpumpen für Afrika. Aber weil's um Israel geht und jede öffentliche Person fürchtet, vom ZdJ als Antisemit gebrandmarkt zu werden, traut sich keiner.
Eigentlich müsste alleine die Erwähnung der Idee "Kriegsschiffe verschenken" einen umfassenden polistischen und medialen Aufschrei zur Folge haben.
Seit wann denn das? Die Schenkung von fünf Minensuchbooten an die Estnische Marine, Die Schenkung von 23 Stück MiG 29 an Polen oder die Schenkung von Flugkörper-Schnellbooten der Klasse 148 an Ägypten inklusive der MM38 Flugkörper (nur als Beispiele...) hat wohl kaum irgendwelche mediale oder politische Erregung hervorgerufen. Jedenfall kann ich mich an keinen Aufschrei erinnern.
Gruß
Hank
Geändert von DieGräfin (28.10.2009 um 12:15:39 Uhr)
Grund: Zitat repariert
Ich bin nicht der Hauptverantwortliche für die schwedische Bevölkerungsexplosion!
Blohm & Voss gehört doch jetzt arabischen Investoren. Vielleicht sieht Israel daher diesen "Rabatt" irgendwie als eine indirekte Wiedergutmachung für die Palästinensischen Kriegsverbrechen...
Wahrscheinlich mit der Begründung, dass dadurch einige Arbeitsplätze auf den Werften erhalten werden können.
...und nicht zu vergessen, auch Waffen.. Elektronik.. etc produzierenden Firmen wie Mercedes, ThyssenKrupp, Siemens etc. verdienen kräftig mit
Zitat wiwo.de:
Der tatsächliche Wert deutscher Waffenexporte lässt sich nur schätzen. „Objektive Daten sind schwer zu kriegen“, sagt Mark Bromley, Waffenhandelsexperte des Stockholmer Forschungsinstituts Sipri. Bereits nach den offiziellen Statistiken war Deutschland mit Ausfuhren von 5,6 Milliarden Euro im Jahr 2006 viertgrößter Exporteur weltweit, gleichauf mit Israel. Doch das ist nur ein Teil des Geschäfts.
Die 5,6 Milliarden des deutschen Rüstungsexportberichts 2006 erfassen nur einzeln genehmigte Ausfuhren von „Kriegswaffen“ genanntem schweren Gerät wie Kampfschiffen (ThyssenKrupp) oder Panzern (KMW) sowie todbringenden Hilfsmitteln wie Hubschraubern (EADS), Munition (Rheinmetall) oder Rüstungselektronik (Diehl) – penibel aufgelistet vom U-Boot Klasse 209 für Südafrika für 183,5 Millionen Euro bis zu den 5,70 Euro teuren „Bestandteilen für Gewehre“ für Argentinien. [/Zitat]
es lebe der Lobbyismus wider aller Vernunft und Menschlichkeit!
nun ja, ich hab wenigsten KEINE der dt. Kriegsbefürworterparteien gewählt
Im Übrigen stimme ich der Aussage von Johannes im Ausgangspost absolut zu.
Geändert von 250GT (28.10.2009 um 09:21:42 Uhr)
Grund: Zitat Text nachgetragen!
...und nicht zu vergessen, auch Waffen.. Elektronik.. etc produzierenden Firmen wie Mercedes, ThyssenKrupp, Siemens etc. verdienen kräftig mit
Du verbindest das Thema mit dem allgemeinen Thema "deutsche Rüstungsexporte". Dazu muss ich sagen: Ich bin kein Pazifist. Ich billige jedem Staat das Recht zur Selbstverteidigung zu, wozu natürlich auch Waffen erforderlich sind. Wie ein Staat sich bewaffnet und woher er die zur Verteidigung erforderlichen Waffen beschafft, sind erstmal ihm überlassen.
Das Schwierigkeit beim Waffenexport ist es, zu verhindern, dass diese Waffen in Krisenregionen gelangen und das ist offensichtlich schwer zu bewerkstelligen, denn sonst wäre es ja wohl nicht möglich, dass kongolesische Kindersoldaten mit dem G3 von Heckler und Koch herumlaufen.
Daher halte ich es für wesentlich unbedenklicher, militärisches Großgerät wie Schiffe oder Hubschrauber zu eportieren als die sogenannten Kleinwaffen, die völlig unkontrolliert weiter verkauft werden können.
Gruß
Hank
Ich bin nicht der Hauptverantwortliche für die schwedische Bevölkerungsexplosion!
Ich stimme dem Ausgangspost ebenfalls zu, allerdings erweitere ich das auf ein generelles Kopfschütteln zum verschenken von Kriegswaffen.
Wie Hank völlig richtig sagt, hat ein jeder Staat das Recht auf Selbstverteidigung, aber solche Klamotten gar zu verschenken, halte ich für den völlig falschen Weg.
Da ist es mir sogar egal, ob es sich jetzt um Israel, Kamtschatka oder Neuseeland handelt.
Krieg "spielen" sollte so teuer sein, wie es nur eben geht, auf das sich die möglichen Parteien nicht drei, sondern zehn Mal überlegen, ob es nicht doch noch diplomatische Möglichkeiten gibt.
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...Verteidigung erforderlichen Waffen beschafft, sind erstmal ihm überlassen.
Das Schwierigkeit beim Waffenexport ist es, zu verhindern, dass diese Waffen in Krisenregionen gelangen und das ist offensichtlich schwer zu bewerkstelligen...Gruß
Hank
hi, und wie in alles in der welt sollen dann waffen eingesetzt werden, wenn nicht in "krisenregionen"?
ich denke, eine gesellschaft welche sich mit waffen finanziert, oder welche waffen einsetzt, ist weit entfernt auch nur im ansatz zu erkennen, das menschen menschen sind. das meint kener ist iwi besser oder höher gestellt als ein anderer.
ganz klar, gegen rüstungs exporte und produktion generell. die arbeitsplätze?
dem halte ich das leben und den tod entgegen....
ein aufschrei wäre gut, aber wird wahrscheinlich nicht kommen. rüstungsgüter sind ein zu starkes argument für wirtschaft, wachstum, arbeitsplätze, rente...usw.
Du verbindest das Thema mit dem allgemeinen Thema "deutsche Rüstungsexporte"
selbstverständlich! Deutsche Exporte (..oder Geschenke) sind ja fester Bestandteil der Kriegsmaschinerie und damit themarelevant
Zitat von vanderhank
Ich billige jedem Staat das Recht zur Selbstverteidigung zu, wozu natürlich auch Waffen erforderlich sind
?? ..da stimmt Dir sicher jeder zu, ich hab das ja auch nicht ausgeschlossen!
Zitat von vanderhank
Die Schwierigkeit beim Waffenexport ist es, zu verhindern, dass diese Waffen in Krisenregionen gelangen und das ist offensichtlich schwer zu bewerkstelligen, denn sonst wäre es ja wohl nicht möglich, dass kongolesische Kindersoldaten mit dem G3 von Heckler und Koch herumlaufen
...oder z.B. ausrangierte dt. Polizei-Kurzwaffen in die Händen der Taliban gelangen, weil sie auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden
Daher halte ich es für wesentlich unbedenklicher, militärisches Großgerät wie Schiffe oder Hubschrauber zu eportieren als die sogenannten Kleinwaffen, die völlig unkontrolliert weiter verkauft werden können
ich halte die Abstufung [unbedenklicher als die sog. ...] für bedenklich.
Vielmehr sollte man sich als Waffenlieferant und Politiker im klaren sein, daß die meisten Waffen für Angriffskriege, Terror und Straftaten eingesetzt werden, und nicht zur Verteidigung.
Und wie oft wird "Verteidigung" als Rechtfertigung vorgeschoben, um seine politischen und wirtschaftl. Ziele durchzusetzen. (siehe Israel, siehe USA, siehe Iran etc)
Zitat von chikota
ich denke, eine gesellschaft welche sich mit waffen finanziert, oder welche waffen einsetzt, ist weit entfernt auch nur im ansatz zu erkennen, das menschen menschen sind
Vielmehr sollte man sich als Waffenlieferant und Politiker im klaren sein, daß die meisten Waffen für Angriffskriege, Terror und Straftaten eingesetzt werden, und nicht zur Verteidigung.
Aus diesem Grund sollten auch die Ausfuhrbestimmungen sowie das Kriegswaffenkontrollgesetz entsprechend restriktiv gehandhabt werden. Trotzdem finde ich, dass Rüstungsexporte nicht grundsätzlich unmöglich sein sollten, sondern eine strenge Einzelfallprüfung erfordern.
Insofern ist eine Abstufung der Bedenklichkeit eines Waffenexportes aus meiner Sicht nicht "bedenklich" sondern zwingend notwendig.
Gruß
Hank
Ich bin nicht der Hauptverantwortliche für die schwedische Bevölkerungsexplosion!
Du verbindest das Thema mit dem allgemeinen Thema "deutsche Rüstungsexporte". Dazu muss ich sagen: Ich bin kein Pazifist. Ich billige jedem Staat das Recht zur Selbstverteidigung zu, wozu natürlich auch Waffen erforderlich sind. Wie ein Staat sich bewaffnet und woher er die zur Verteidigung erforderlichen Waffen beschafft, sind erstmal ihm überlassen.
Das Schwierigkeit beim Waffenexport ist es, zu verhindern, dass diese Waffen in Krisenregionen gelangen und das ist offensichtlich schwer zu bewerkstelligen, denn sonst wäre es ja wohl nicht möglich, dass kongolesische Kindersoldaten mit dem G3 von Heckler und Koch herumlaufen.
Daher halte ich es für wesentlich unbedenklicher, militärisches Großgerät wie Schiffe oder Hubschrauber zu eportieren als die sogenannten Kleinwaffen, die völlig unkontrolliert weiter verkauft werden können.
Gruß
Hank
Normalerweise gibts für solche Fälle Embargos, aber die sind ja leider nicht für jedes Land ausgelegt. Zudem ist der Schwarzmarkt wenns um Waffenhandel geht bestimmt schön am boomen :/.