Äthiopiens Rebellen klauten Live-Aid-Millionen.....
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HCA Recording

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Äthiopiens Rebellen klauten Live-Aid-Millionen.....
Äthiopiens Rebellen klauten Live-Aid-Millionen
Es war die weltgrößte öffentliche Hilfsaktion: Beim Pop-Projekt Band Aid und dem folgenden Benefizkonzert Live Aid kamen 1985 Hunderte Millionen Dollar für die Hungernden Äthiopiens zusammen. Wie die BBC jetzt berichtet, zweigten Rebellen einen Großteil des Geldes ab - und kauften Waffen davon.
aus und mehr:
http://www.spiegel.de/politik/auslan...681906,00.html
Der Artikel macht mich sehr wütend!
Musiker=Manager=Dilettanten??? ??
Topo
Die Magie der Musik hängt nicht von der Technologie ab die man benutzt, sondern von der Interaktion mit ihr!
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Das macht in der Tat sehr wütend. Aber ich befürchte, dass es der Normalfall ist - auch in anderen Regionen.
Wer dort Waffen hat, hat dort die Macht und ich befürchte, das zuweilen Bilder notleidender Kinder bewusst produziert werden, um die West-Moral-Spenden-Maschinerie anzuwerfen. Prinzipiell glaube ich schon lange nicht mehr, dass sich die Situation notleidender Menschen bessern lässt, in dem man Geld oder Reis irgendwo hinkarrt. Zuerst müssten die über alle Maßen brutalen und korrupten Herschaftsstrukturen in solchen Ländern beseitigt werden. Denn ALLES Geld wandert dort hin und nicht zu den hungernden Kindern, die wir im TV gesehen haben. Und ist es Reis, dann wird der konfisziert und verkauft... denn afrikanische Herrscher brauchen Waffen, Drogen und Frauen... Reis haben die genug.
"Der letzte König von Schottland" ist ein guter Spielfilm, der die Zustände in afrikanischen Brutal-Diktaturen zeigt und lief gestern in Pro7. Wer den Film gesehen hat, bekommt ein Gespür dafür, wie schwer es wird, dort irgendwas zu verändern. In Regionen, in denen Milizen das Sagen haben, sind die Zustände sicher noch schlimmer.
Was Geldorf mit Live-Aid gemacht hat, war großartig und gut gemeint. Ich habe allerdings schon damals vermutet, dass all die guten hoffnungsvollen Worte die Tatsache der vorhandenen brutalen Waffen und Machtstrukturen völlig außer Acht lassen. Wir haben bilder hungernder Kinder gesehen, wir haben gespendet, und danach mussten wir von dort eben weniger Bilder hungernder Kinder anschauen... ob die Kinder noch leben oder tatsächlich weniger hungerten, ist eine andere Frage.
Ich glaube im Übrigen nicht, dass es an der Formel "Musiker=Manager=Dilettanten?? ?" liegt. UNESCO und alle anderen Hilfsorganisationen dürften an den gleichen Problemen scheitern.
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Ja, es ist leider höchst üblich, dass das Geld bei Spenden nicht ankommt.
Das beginnt schon damit, dass bei eingen der tollen Hilforganisationen das Geld schon von deren Verwaltungswasserkopf verbraten wird.
Was dann an den Milizen im Land noch verbei kommt, ist erschreckend gering.
Was tun?
Ich kann nur dazu raten sich wenigstens vorher etwas über die Gruppe zu informieren, an die gespendet wird.
Vielleicht ist so ein von Stars ohne Erfahrung ins Leben gerufenes Projekt nicht so der Hit, zumindest, wenn sie sich keine erfahrenen Partner vor Ort suchen.
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Für Bono und Geldorf ist das mit großer Sicherheit ein ziemlicher Hit gewesen. Ein nicht unwesentlicher Bestandteil des Erfolgs dieser Menschen basiert auf den durch diese Veranstaltung aufgebauten Image.
Das ist doch Win-Win für alle gewesen. Ruhm und Geld für die Veranstalter, gute Konzerte für die Besucher, ein reines Gewissen bei den Spendern und mehr Macht, Geld und Waffen für die Rebellen. Nur für die Menschen die dort hungerten ist nicht geholfen, aber um die ging es doch eigentlich auch gar nicht, oder?
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Sehr böse, aber leider wahr.
Allerdings weiß ich leider auch nicht, was der richtige Weg wäre. Dass man auch mit Militär nichts gegen die wahnsinnigen Warlords ausrichten kann, sehen wir in Afghanistan.
Geld hinzuschicken, das letztendlich die Warlords mit besseren Waffen ausstatten, ist aber mMn der falscheste aller Wege.
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mag jetzt sehr krass rüberkommen und ist garantiert nicht der weisheit letzter schluß, aber um zu verstehen, warum das nicht funktioniert, muß man sich doch nur mal anschauen, wie das gemacht wird.
mir kann kein mensch erzählen, daß ein staat wie z.b. die usa mit ihrer gewalltigen militärmaschinerie nicht im stande ist das in den griff zu bekommen. wenn man allerdings die ganze zeit über nur mehr oder weniger halbherzig an die sache ran geht, ist es doch kein wunder, daß man keine wirkung erziehlt.
wenn ich schon eine militärische lösung anfange, sollte man sie auch richtig zu ende führen, und sich vor allem vorher bewußt werden, was das bedeutet. nämlich z.b. daß soldaten und zivilisten dabei umkommen werden. ein krieg gewinnt sich nun mal nicht durch zurückhaltung. wenn da einfach mal entsprechend gehandelt werden würde, könnte auch z.b. die taliban einpacken. wie wäre es ?
300 000/400 000 tausend mann, voll bewaffnet, ohne rücksicht auf verluste hinschicken und innerhalb kürzester zeit wäre ruhe. nur wie soll man dann 200000 tote gis und was weiß ich wieviele tote zivilisten rechtfertigen ?
wer austeilen will muß auch einstecken lönnen !!! nur will das keiner so recht...
bin ich jetzt etwa ein kriegsfanatiker ?
nein !!!
das ist nur auf die art und weise bezogen, wie es meiner ansicht nach aktuell praktiziert wird. und SO wird das in 1000 jahren zu nichts führen.
lösungen ?
ehlich gesagt und leider: keine ahnung
gruß
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Auch das würde nicht funktionieren. Das haben bereits die (damals noch) Sowjet-Russen versucht und sind daran gescheitert. Einen Gegner, der immer nur schnelle Angriffe ausführt und sich sofort wieder in den Bergen versteckt ist auch mit großer Übermacht schwer bis gar nicht beizukommen.
Natürlich könnte man das ganze Land in die Steinzeit zurück bomben, um den Taliban jegliche Unterstützung zu nehmen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass nicht gegen das Land Afghanistan Krieg geführt wird, sondern nur gegen eine (ehemals stark unterstütze) Gruppierung.
@ Topic
Schon erschreckend und übel. Wie viel nun wirklich zweckentfremdet wurde, lässt sich m.E. nach so langer Zeit wohl kaum noch mit Sicherheit feststellen. Großangelegte "Pauschal-Spenden-Aktionen" waren immer schon ein Fest für alle, die sich daran bereichern wollten.
Eventuell bessere Lösung? (<mit Fragezeichen):
Als ich vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten bin, habe ich mich entschlossen, das eingesparte Geld für eine Patenschaft zu verwenden. Das Geld ist angekommen (wie viel nun wirklich, weiß ich nicht) und das Kind hat u.a. eine durchgängige Schulbildung genießen können. Und das Kind ist heute erwachsen und hat einen festen Job mit für dortige Verhältnisse ordentlicher Bezahlung.
Nun sind diese Kinder-Patenschaften auch etwas in "Verruf" gekommen. Nicht weil das Geld nicht ankommen würde, sondern weil es zu personenbezogen ist. Sprich: da ist auf einmal ein Kind in einem Dorf, dass unterstützt wird. Was passiert? Neid usw usf
Aber es gibt ja auch objektbezogene Patenschaften, z.B. für eine Schule. Vielleicht ist das eine gute Lösung?Schöne Grüße vom Peter
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es ist einfach so: prozentual ist der Anteil Hungernder leicht gesunken, in absoluten Zahlen gestiegen! Simple Erklärung und Kern des Problems (ich möchte es lieber Katastrophe nennen):

Seit 1985, also zufällig seit LiveAid, hat sich die Bevölkerung Äthiopiens exakt verdoppelt. Der helle Wahsinn! In D ist die Bevölkerungszahl seit ´85 in etwa konstant (ohne Zuwanderung wäre sie sogar leicht geschrumpft), die Arbeitslosigkeit hat sich ca. vervierfacht.
Was wäre los wenn D ein gleiches Bevökerungswachstum gehabt hätte? Ca. 160 Mio. Einwohner heute und davon vermutlich 30-50 Mio. Arbeitslose... man braucht wenig Phantasie um sich Hartz4-Diskussionen unter diesen Bedingungen vorzustellen - und wir reden hier von einem vergleichsweise stinkreichen Land.
sorry, aber auch der skrupelloseste, kriegsgeilste & anitpazifistischste Oberfeldherr würde wohl angesichts dieser Idee einen Vogel zeigen
... dringende Buchempfehlung: "Söhne und Weltmacht", Gunnar Heinsohn
http://www.amazon.de/S%C3%B6hne-Welt.../dp/3280060087
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Richtig, militärische Intervention ist willkürlich und Völkerrechtlich mehr als bedenklich, man kann ja nicht ganz Afrika besetzen und kontrollieren. Außerdem ist es utopisch das es dafür genügend Unterstützung geben wird. Sorry, aber dieser Vorschlag ist schwachsinnig.
Eine bessere Lösung: wir schauen erst mal auf uns und unser Verhalten, welches natürlich nicht gänzlich, aber in vielen Punkten die Situation in Afrika mitbestimmt, und was man daran ändern könnte.
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Das wäre konkret?
Hier bekomme ich nichts geändert. Für ein Taschengeld jedoch bekomme ich dort durchaus etwas geändert.
Ist mir persönlich zigmal lieber, als mit den Händen in der Tasche darüber zu schwadronieren, was man (*) hier alles ändern müsste, damit sich das in (unter anderem) Afrika positiv bemerkbar macht.
(*) "Man" heißt in 99 % aller Fälle "irgend jemand, Hauptsache nicht ich".Schöne Grüße vom Peter
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Ich stelle mal die Behauptung auf: Weder Geld noch Rohstoffe noch Essen sind das Problem.
Es wird dort genug angebaut um alle zu ernähren, und der Kontinent steckt so voller Rohstoffe dass es für so einigen Reichtum ausreichen würde. Aber solange Hilfslieferungen entweder die lokale Wirtschaft zerstören oder direkt in Waffen umgesetzt werden, solange nur Diamanten und andere Bodenschätze nur im Tausch gegen AKs, G3s und Panzer das Land verlassen und die Korruption jede in Ansätzen brauchbare Regierung zersetzt läuft wohl jede weitere Maßnahme ins Leere.
Was Afrika braucht sind stabile Staatsstrukturen, alles andere ist genug vorhanden und fließt nur in die falschen Hände. Und das wird sich auch nicht ändern wenn man noch mehr von irgendwas hinein pumpt.
Von außen allerdings Staatsstrukturen zu etablieren ist kaum möglich. Um ehrlich zu sein: Ich hab keine Lösung. Aber wenn es eine gibt wird sie aus Afrika selber kommen und sie wird politischer Natur sein.
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Wir sollten auch nicht so ganz vergessen, das man mit der produktion von Waffen und
Munition ganz gut Geld verdient!!!
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Ich denke, dass eines der grundsätzlichen Hauptprobleme der extrem niedrige Bildungsstandard ist. Vielleicht ist da doch ein Ansatzpunkt, an dem wir zumindest ein klein wenig nachhelfen können. Es bringt ja nichts, einen Sack Mehl, oder einen Bündel Geldscheine zu schicken. Wenn Afrika sich emanzipieren will, muss es die intellektuellen Mittel dazu haben.
Wenn wir dort nun wirklich mehr und vor allem bessere Schulen errichten können und es vielen Kindern ermöglichen, eine ordentliche Bildung zu erfahren, dann wird sich vielleicht doch etwas ändern. Aus Afrika heraus. Nicht bald. Aber vielleicht in 10 oder 20 Jahren.
Manchmal kommt doch noch ein wenig der Idealist raus beim alten Mann.
Geeenau... und an irgend wen muss man die ja verkaufen.
Mmpf..Geändert von Peegee (12.03.2010 um 18:31:53 Uhr)
Schöne Grüße vom Peter
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Hallo Peegee ! Ich wollte nur darauf hinweisen wie scheinheilig so manches ist. Der große Teil
der Waffen kommen doch wohl aus westlichen Industrieländern.
Aber wenn ich falsch liege ist Post natürlich quatsch !!
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Sarkasmus ruhig mal deutlich machen.
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Schöne Grüße vom Peter



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