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Die Linke - eine ähnliche Bedrohung wie die NPD?
hallo,
seit längerem beschäftige ich mich nun schon mit der deutschen Geschichte, besonders mit der Nachkriegssituation und der DDR. Nach Stunden voller Durchstöbern im Netz, in Bibliotheken und im Fernsehen bin ich mir aber immernoch nicht ganz sicher wenn ich mir die Frage stelle: Ist "Die Linke" auch eine Bedrohung der Demokratie und ähnlich menschenverachtend wie die NPD?
Beide sind verfassungsfeindlich oder stellen das System in Frage. Beide Parteien haben erstaunliche Ähnlichkeiten in vielen Bereichen, sei es in der Vergangenheit oder Gegenwart (NSDAP/NPD und SED/Die Linke). Sie ködern die Wähler sogar mit den gleichen Themen.
EDIT: Habe die Clips gelöscht. Eins war mir zu reißerisch und ich will, dass die Diskussion mehr von einer sachlichen Basis geschieht (ohne Meinungen davor zu beeinflussen)
Teilt mir eure Meinung mit!
mfgGeändert von SigurTool (03.02.2008 um 09:07:11 Uhr)
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Ja sicher, die Linken wollen auch Ausländer diskriminieren, die Meinungsfreiheit abschaffen, anders Denkende deportieren und die Todestrafe wieder einführen. Menschenverachtend ohne Ende sag ich dir. Da bleib ich doch lieber bei der NPD, waren die das nicht mit den Blumen im Haar und der Gitarrenmusik?
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Ich wollte nur anmerken, dass die Linke zumindest offiziell das GG anerkannt hat.
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Überhaupt ist dein Thread, dadurch das du eine Frage aufwirfst und danach sofort eine radikale Meinung plus 3 eindeutige gefärbte Clips hinterherschmeißt und keinerlei Gegenmeinungnen und Gegenfragen zum Thread hinzufügst, ziemlich schlecht für eine Diskussion aufgezogen.
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nunja, es geht hier ja nicht darum das "links sein" schlecht zu reden, sondern eher um die Partei an sich und ihre Einstellung, die aus der ehemaligen SED stammt. Wenn du lieber bei der NPD bleibst finde ich das noch bedenklicher

ja das kann sein. wie sieht es aber mit dem Schweriner Landtag aus in der die NPD vertreten ist? Muss man da nicht auch die Landesverfassung akzeptieren? Das soll keine rhetorische Frage sein, sondern eine allgemeine, weil ichs nicht weiß
Ich denke, man nimmt (besonders kleinere Parteien) die Verfassung n, hauptsache man ist erst einmal drin.
Es ging mir nicht darum schon eine Meinung im Vorfeld zu verbreiten! Dann wäre ja ein Gespräch sinnlos.
Ich wollte damit nur die Diskussion etwas einheizen. Nach dem Motto on ihr die Berichte als Quark und Käse abstempelt, ob ihr sagt "idioten gibt's in jeder Partei" oder Ähnliches. Einfach paar Reaktionen einfangen. Selbst zum ersteren Clip muss ich sagen, dass er doch sehr reißerisch gestaltet worden ist. Eine radikale Meinung habe ich nicht. Ich selbst, wie ich ja schrieb, bin ich mir nicht sicher was ich von ihr halten soll. Und radikal würde ich sie auch überhaupt nicht nennen. Ich frage ja EUCH, was IHR davon haltet, ich möchte mit EUCH diskutieren damit ich MIR eine bessere Meinung bilden kann. Man kann in so vielen Büchern und Internetseiten lesen, aber das Diskutieren mit anderen ist - finde ich- genauso wichtig.
mfg
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Rechte haben durch ihren Hang zur Uniformität die Eigenschaft, ihre häßliche Fratze recht früh zu demaskieren, was ihre Idendifikation und Einordnung verhältnismäßig einfach macht.
Bei Linken ist das weit komplexer. Da herrscht vor der Machtübernahme weit gestreuter Meinungspluralismus und sogenannte gemäßigte und "liberale" Linke relativieren Aussagen der Radikalen, wenn diese von Umerziehungslagern und Liquidierung Andersdenkender faseln. Nach der Machtübernahme ist es aber eben immer so, dass die radikalen Linken umgehend die linksliberalen Traumtänzer entfernen - das sind dann nämlich ganz schnell rechte "Konterrevolutionäre".
Es gibt nicht ein Beispiel, wo das nicht so gewesen wäre. In Venezuela kann man gerade wieder beobachten, wie ein Linker das Recht bricht und Geld in Waffen und Geheimpolizei investiert, statt das zu tun, was sein Job wäre: Das Leben der Menschen mit den dort reichlich vorhandenen Ölmilliarden zu verbessern (ja ja, ich weiß, er steckt auch ein bisschen Kohle in soziale Vorzeigeprojekte).
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Ich werde wahrscheinlich alleine mit der Meinung dastehen, aber ich finde sowohl die NPD als auch die Linke ganz heilsam. In den letzten Jahren sind sich SPD und CDU immer ähnlicher geworden, zumindest in der Innenpolitik. Der Reformkurs unter Schröder war auch der der CDU, die Unterschiede verkamen zu Feinheiten.
Mit den zwei großen Volksparteien in der Mitte haben sich dann die Linken und Rechten halt die kleinen Extremparteien gewählt und SPD und CDU damit gezwungen, wieder Profil zu zeigen.
Imo ist die SPD mittlerweile wieder deutlich mehr links und die CDU hat einen sehr klaren Rechtsdrift hingelegt. Das erleichtert einem die Wahl erheblich, wenn man nicht zwischen gleichen Alternativen entscheiden muss sondern wirklich andere Politik wählen kann.
Auf Dauer werden die beiden Extremparteien wieder von der politischen Bildfläche verschwinden, die NPD war ja noch nicht mal richtig drauf.
Die Linkspartei besteht ja auch nur aus Dummschwätzern. Wenn sie mehr Einfluss bekommen müssen sie sich an die Realität anpassen, und wären dann nicht mehr von der SPD zu unterscheiden oder aber sie bleiben wie sie sind - und scheitern an der Realität. So der so hat die Partei nicht allzuviele Überlebenschancen.
Die NPD hält sich sowieso nur wegen ein paar Neonazis, wirklichen politischen Einfluss werden die nicht bekommen.
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Das hat man früher auch mal gemeint.

Nunja ein Bekannter von mir hat mal gemeint, es müsse wohl mal wieder richtig im Land krachen, damit wieder anständige Politik gemacht wird. Deswegen würde er die Linke wählen. Vielleicht hast du Recht, ich sehs aber dennoch kritisch.
Beide Parteien werben ja, dass Hartz IV abgeschafft werden soll und wollen mehr "soziale Gerechtigkeit", und sind gegen den Kapitalismus. Ich habe dabei einfach ein ungutes Gefühl irgendwie.
mfg
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Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass die Linken momentan in Berlin regieren. Bisher wurde die Mauer noch nicht wieder aufgebaut und die Stasi nicht rehabilitiert.

Ich möchte mal bezweifeln, dass Gysi der neue Stalin werden würde, sollte er Bundeskanzler werden, was sowieso ziemlich unwahrscheinlich ist.
Sicher gibt es sympathischere Parteien als die Linken. Aber ich gehe im Gegensatz zu anderen davon aus, dass die Linken durch Regierungsverantwortungen ähnlich wie die Grünen wesentlich gemäßigter werden würden. Soetwas wie in Venezuela wäre in Deutschland gar nicht mehr möglich. Ich glaube die Deutschen haben da schon ein bisschen aus der Vergangenheit gelernt.
Insofern finde ich den Vergleich zwischen der Linkspartei und der NPD sehr, sehr problematisch. Solche Vergleiche sind reine Panikmache aus dem konservativen Lager, das Angst vor einem Linksruck hat.
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Das Programm ist ohne Frage von beiden Parteien völliger Käse, von der NPD noch deutlich mehr als von den Linken, die ich auch mal als deutlich weniger extremistisch einstufen würde.
Aber ich sehe in beiden Parteien keine Bedrohung. Sie haben aber dennoch bewirkt, dass sich die anderen Parteien wieder profilieren müssen. Und ich find es sehr erholsam, nicht mehr mit der Lupe die Unterschiede in der Realpolitik suchen zu müssen.
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Berlin ist so Pleite, dass sie nicht mal Kohe für die Steine hätten.
Gysi ist sicher nicht der Diktator - eher der, der vom Diktator relativ früh liquidiert würde.
LOL - wenn sie merken, dass ihre Ideen nicht funktionieren, rücken sie nach rechts und machen links Platz für eine Partei "Die Ultralinken"?
Klar, wir hätten auch kein Öl, mit dem wir die Misswirtschaft stützen könnten...
Glaube ich auch, daher vermute ich, dass in 10 Jahren die Linken in Wahlergebnissen dort sind, wo die Rechten heute sind.
"Linksrucke" sind nicht pragmatisch. Der letzte brachte uns HartzIV und einen Kanzler, der rechter war als die jetzige, vermeintlich rechte, Bundeskanzlerin
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Nunja es wäre was los, wenn die Mauer oder die Stasi von Ihnen wieder gefordert wird! Die NPD fordert ja auch (noch?) nicht die SS wieder. Ich denke es ist auch etwas weit aus dem Fenster gelehnt, wenn man meint "sowas ist doch hier in Deutschland nicht möglich". Möglich ist alles. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering und ich selbst denke nicht, dass es soweit jemeils wieder kommen wird. Aber allzu sicher sollte man sich nicht sein. Zwar haben wir aus unserer Vergangenheit gelernt, aber die Geschichte weißt doch immer wieder Völer und Länder auf die nichts oder wenig gelernt haben. Es gibt genug Staaten wo man dachte: "das machen die doch nicht" oder "da würden doch die Bürger durchdrehen.", aber dann ist trotzdem was passiert.
Desweitern habe ich keinen konservativen Hindergrund. Bin eher liberal.
mfg
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Ach, noch eine Anmerkung zu meinem Beitrag weiter oben:
Ich denke, im Moment kommt es Linken nicht auf eine Machtübernahme an. Sie wissen, dass sie dazu in einem halbwegs funktionierenden Europa keine Chance haben.
Ich sehe sie eher als Marodeure... alles was diesem Land, Europa, der Welt und der momentanen Machstruktur schadet, ist ihnen willkommen, weil es zur Destabilisierung führen könnte - die einzige Chance für eine wirkliche Wende nach links.
Regierungsbeteiligung ist mMn unter diesem Aspekt zu sehen. Man will nicht etwa etwas verbessern, sondern eher eine (finanzielle) Katastrophe herbeileiten, aus deren Chaos der Sozialismus als glorreicher Ausweg scheint.



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