Thema: Internetzensur in D?
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Ich finde es unverständlich und unangebracht dass Topo den Link gelöscht hat.
Aber was anderes.
Hier ein wirklich sehr lesenswerter Artikel von Spreeblick.com
Unsere liebe Ursula hat hier auf einen anderen Artikel im Spreeblick geantwortet.
http://www.spreeblick.com/2009/05/14...en/#more-18297
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Spreeblick sagt:
"Ich zweifle nicht an Frau von der Leyens Bestreben, Kindesmissbrauch zu bekämpfen."
Ich zweifle nicht daran, daß die allermeisten Menschen daran interessiert sein dürften, Kindesmissbrauch wo es nur geht zu verhindern und viele darüber hinaus generell Gewalt gegen jeden in jedweder Form unterbunden sehen wollen.
Ich zweifle aber auch nicht mehr daran, daß hier ein unschönes Thema für persönliche Interessen ausgeschlachtet wird um Aufmerksamkeit zu generieren für die eigene Person in erster Linie, für "die Sache" in 2. oder 3. Linie.
Aber was UvdL anbelangt, kann man sich nur im Kreis drehen, leider.
Rhetorische Zugeständnisse an ihre lauteren Absichten bergen die Gefahr, daß das viel kritisierte "Drumherum" aufweicht und als Kollateralschaden für eine scheinbar bessere Welt dann doch billigend in Kauf genommen wird.
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War zu erwarten: http://netzpolitik.org/2009/freunde-...lagen-zurueck/
Hier noch ein Video: www.spiegel.de/video/video-1002616.html
Offener Brief an alle Mitglieder des Deutschen Bundestages vom Provider "manitu": http://www.hostblogger.de/blog/uploa...reiben_MdB.pdfGeändert von Sky (15.05.2009 um 14:07:33 Uhr) Grund: Weitere Informationen
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Ich verfolge die Diskussion zu den Internetsperren schon länger; hier im Board aber erst seit heute und erst ab Seite 15.
Endete der FQDN auf .info? Falls ja, finde ich deine Reaktion völlig übertrieben. Viele bappen zZ ein Stoppschild auf ihre Webseite, um ihren Protest zu äußern. Wer sich den Text auf *.info durchliest, erkennt sehr schnell, dass er auf keiner KiPo-Seite gelandet ist. Besagte Seite war eine der ersten mit einem Stoppschild mit verändertem Text.
[Edith: Darf ich einen Link auf diese Seite setzen? Besagte Seite taucht dort in der Linksammlung auf. Hiermit will ich dich Topo nicht provozieren, sonder zeigen, dass es sich um eine ganz normale Aufklärungs-/Protestseite der Netzgemeinde hält.]
Wer im Übrigen Zweifel daran hat, dass der Staat Schwierigkeiten hat, Seiten vom Netz zu nehmen, kann sich hier informieren.
bmi-laesst-satire-webseite-sperren/
wie-das-mit-pifobiz-liefGruß, Steve
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solange eine Suchmaschine wie Google bei der Eingabe von Kinderpo**o folgendes ausspuckt
wird es wohl auch für die wirklich 'Interresierten' immer möglich sein, sich mit dem Material zu versorgen. Da hilft das Sperren von Webadressen gar nichts - allein schon bis eine Adresse durch den ganzen Verwaltungsapparat durch ist und beim Provider ankommt, ist die Seite schon 3 x weiter gezogen.Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 1.250.000 für kinderpo**os.
In meinen Augen wird da einfach nur wieder mal Stimmung gemacht - es stehen ja Wahlen vor der Tür und da sind solche Themen und Aktivitäten natürlich sehr beliebt.
Man sollte das Geld, das für diesen ganzen Sperrquatsch ausgegeben wird, lieber den Ermittlungsbehörden geben, damit die Hintermänner, die das produzieren, schneller gefasst und Dingfest gemacht werden.Horst
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Theoretisch gibt es keinen Unterschied zwischen der Theorie und der Praxis. Praktisch stimmt das aber nicht.
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Ich habe gerade in einem anderen Forum gelesen dass wir ein Fehler begehen wenn wir von Sperren bzw. KiPo-Sperre, Internet-Sperre usw. reden. Das ist auch vollkommen richtig - denn es wird im Grunde ja nichts gesperrt, sondern nur eine DNS-Umleitung (der Fachbegriff) zum Stoppschild vollzogen. Verschleierung trifft es also mehr als der Begriff "Sperre". Sperre klingt für die Befürworter nach etwas positiven - etwas was unüberwindbar scheint - aber das ist eben nicht der Fall.
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Absurderweise ist die Sperre ja sogar eine Vorwarnung. Wenn ich eine eigene Kipo-Seite betreibe und beim Aufruf eines Tages ein Stoppschild zu sehen bekomme, weiß ich, dass das BKA mir auf den Fersen ist.allein schon bis eine Adresse durch den ganzen Verwaltungsapparat durch ist und beim Provider ankommt, ist die Seite schon 3 x weiter gezogen.
Die deutsche Kinderhilfe hatte sich ja auch schon über die Petition kritisch geäußert und für die Sperrung geworben. Jetzt haben sie eine Umfrage in Auftrag ergeben, mit folgendem Ergebnis:
http://www.heise.de/newsticker/Umfra...meldung/138074
Details hier:
http://www.infratest-dimap.de/umfrag...ischer-seiten/
So ein Bu****it
Klar, die knapp 87.000 Mitzeichner der Petition (welche sich mit dem Thema wohl besser beschäftigt haben) sind eine Minderheit, aber wenn man zufällig 1000 Leute anruft (was sind das eigentlich für Leute, die bei solche Umfragen mitmachen? Sind die repräsentativ?), denen eine so formulierte Frage gestellt, und davon 920 sagen "ich bin für ein Gesetz für zur Sperrung von Kinderpornoseiten", dann ist das auf einmal repräsentativ für ganz Deutschland?
Wobei: Ja, es mag representativ sein! Ich denke, dass die meisten Unterzeichner der Petition (zumindest ich) auch dafür sind, dass Kinderpornoseiten verschwinden und im Netz nichts zu suchen haben. Ich hoffe sogar, dass mindestens 92% das auch so sehen. Aber das hat mit dem geplanten Gesetz nichts zu tun! Und es brauch dafür auch gar keine neuen Gesetze.
Den Leute, die angerufen worden sind und "ja" gesagt haben - ebenso viele andere, welche auf den ersten Blick die Maßnahme befürworten, und das sind wohl wirklich die meisten - mache ich dabei keinen Vorwurf. Wenn man nicht genauer über den Gesetzesentwurf informiert ist, nicht viel mit dem Internet zu tun hat, nicht weiß was eine DNS-Sperre ist, wo der Unterschied zwischen "Internet" und "World Wide Web" liegt, ... dann wirkt eine "Gesetz zur Sperrung von kinderpronographischen Seiten im Internet" natürlich zunächst sinnvoll und richtig. Aber man kann das eigentlich recht einfach jedem erklären.
MOGIS hat als Reaktion die Idee einer anders formulierten Umfrage, wo das Ergebnis wohl anders ausfallen würde:
http://mogis.wordpress.com/
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@Sky
Der Gesetzentwurf ist technikoffen formuliert, d.h. wenn zu einem späteren Zeitpunkt effektivere technische Mittel vorhanden sind als DNS-Umleitung, können diese auch genutzt werden, z.B. Deep Paket Inspektion.
@pico
Welcher Verwaltungsapparat? Das BKA entscheidet ganz alleine. Irgendwo habe ich gelesen, dass hierfür ca. vier Stellen eingeplant sind. Außerdem sind die Provider verpflichtet, die übermittelten Seiten innerhalb von sechs Stunden zu "sperren".Gruß, Steve
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da sieht man mal wieder, welche Experten hier am Werk sind.sondern nur eine DNS-Umleitung
Eine Anfrage bei WhoIs nach dem Domainnamen und Schwupps hat man die IP des Servers, ist also vorbei am Stoppschild - dann kann man es auch gleich ganz lassen.
[Ironie]Hallo ihr Berliner Regierenden - engagiert einfach ein paar gute Hacker, die sich dann in die Seiten rein hacken und sie Platt machen - fertig.[/Ironie]
Edit - war wohl nicht ganz rübergekommen, das ich das mehr ironisch gemeint hatte.Geändert von pico (19.05.2009 um 14:16:29 Uhr)
Horst
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Wozu? Das wäre illegal und ebenfalls nicht rechtsstaatlich. Vor allem auch viel zu aufwendig - zudem möchte ich sehen wie ein verschnarchter Beamtenhacker zwischen Mittagsschlaf und Kaffeepause die Schutzmechanismen einer aktuellen, gut gewartetetn Unix-Maschine umgeht.
Es würde allerdings ganz simpel reichen wenn man ein paar Beamten abstellen würde die in der Lage sind Emails zu verfassen und idealerweise rudimentäres Englisch beherrschen, die sich auf die Suche nach solchen Seiten machen und die Hoster anschreiben bzw. wenn das nicht hilft mit richterlicher Übereinkunft ganz gewöhnliche Polizeiarbeit leistet. Das ist effektiv und einfach gemacht, und sogar mit dem Grundgesetz konform.
Leider nicht Wahlkampftauglich.
Ich kann verstehen dass gerade die Leute die sich mittlerweile bei den Mogis organisieren ziemlich angefressen sind wenn sie nach allem was sie durchgemacht haben noch einmal für Wahlkampf und Überwachungsfantasien vor den Karren gespannt werden.
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Dafür brauchts keine Hacker: Wie ein normaler Internetbenutzer Kinderpornografie aus dem Netz entfernt.
Edith sagt: Leider hat der Ironiedetektor nicht angeschlagen. War aber ne gute Gelegenheit, den Link anzubringen.Geändert von Bandsalat (19.05.2009 um 14:31:55 Uhr)
Gruß, Steve
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Ja, ich weiß.
Aber ich glaube wir sind uns alle ziemlich einig, dass solche Seiten/Server abgeschaltet und nicht verschleiert oder gesperrt gehören. Das Internet war noch nie ein rechtsfreier Raum und es müssen auch keine neuen Gesetze her - denn diese, zur Bekämpfung des Kindesmissbrauchs, sind schon lange vorhanden.
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na dann wünsch ich den 4 Leuten schon mal viel 'Spaß' - bei 1.250.000 Seiten, die allein schon bei einem Suchbegriff von Google ausgespuckt werden und ich möchte gar nicht wissen, mit welchen Begriffen die Insider da auf die Suche gehen - ich denke da nur an illegale Software die sich dann unter Begriffen wie Warez finden läst .....Welcher Verwaltungsapparat? Das BKA entscheidet ganz alleine. Irgendwo habe ich gelesen, dass hierfür ca. vier Stellen eingeplant sind. Außerdem sind die Provider verpflichtet, die übermittelten Seiten innerhalb von sechs Stunden zu "sperren".
... und 6 Stunden sind eine Ewigkeit im Internet
das wird ein Hase und Igel Spiel, wo der Verlierer schon feststeht - die missbrauchten Kinder.Horst
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Ich glaube kaum dass sich von Google Treffern wirklich eine Aussage treffen lässt. Gerade aktuell ist der Begriff wohl auf ziemlich vielen Seiten zu finden.
Recht weit oben dürfte da auch wohl dieses Forum stehen, und ich glaube die Administration würde sich die Aussage dass hier Kipo zu finden ist sehr deutlich verbitten.
Allgemein wäre eine normale Inet Seite für den Tausch von illegalem Material ganz schön schwachsinnig. Folgt man den Ausführungen der VdL bekommt man das Gefühl dass es so etwas wie Amazon für Kipo gibt.
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Ähm, nur ganz am Rande. KiPo-Seiten sind nicht über google oder eine andere Internetseite erreichbar. Die wären ja schön blöd, wenn jeder I-Net User auf ihre Seiten zugreifen kann.
Damit Suchmaschinen auf eine Seite gelangen, muss man das im Quelltext erst ausdrücklich erlauben, und kann dann immernoch festlegen wie tief Suchmaschinen eine Seite durchsuchen dürfen.
KiPo-Seiten haben das garantiert nicht.
Erstmal: Tausend Leute sind in meinen Augen nciht representativ für eine Studie,egal welcher Art.
Abgesehen davon:
Die "Kinderhilfe" ist andscheinen nicht "richtig" mit den gesammelten Unterschriften umgegangen:
http://www.foebud.org/datenschutz-bu...t-fuer-zensur/
Auch scheinen sie ihre Wikipedia-Seite zu manipulieren:
http://geekosphere.org/1013/deutsche...-vs-wikipedia/
Und mit Spendengeldern wird auch nicht richtig umgegangen:
http://www.welt.de/politik/article17...nderhilfe.html
Nebenbei besitze die Gründer von Kinderhilfe eine Art Werbeagentur. Und jetzt ratet mal, wo die Kinderhilfe ihre ganze Werbung bestellt.
Und so jemand befürwortet die DNS-Sperrung ....


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