Stimme nach Erkältung

  • Ersteller Interceptor87
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Danke für eure Antworten und Tipps bisher und für die guten Besserungswünsche. :)
Bin auch zuversichtlich, dass es bis Freitag wieder ok ist. :) Es fließt bereits ganz gut und mein Taschentücherverbrauch hat sich sprunghaft erhöht. ;) Hoffe nicht dass es wandert. Letztes Jahr um die Zeit hatte ich das auch. Da hab ich erst mit Sinupret und Nasenspray rumgedoktort (von Hausärtzin bekommen) und als nach 6 Wochen immer noch keine Ruhe war, bin ich zum HNO der hat Ultraschall von den Nebenhöhlen gemacht und in die Nase geguckt und mir dann auch Antibiotika gegeben um das Zeug, das da noch drin war und deutlich auf dem Ultraschallbild zu erkennen war, "ein für alle Mal auszurotten" wie er sagte. :D (glaub das waren auch diese die man 3 Tage nimmt und dann 14 Tage weiter wirken, die wo ich jetz bekommen haben). Damals hatte ich auch nur diesen Schnupfen bzw. Nasennebenhöhlenentzündung, da ist nichts gewandert. Hoffentlich ists diesmal auch so, dass nichts wandert. :redface: Husten und Heiserkeit hatte ich ja schon, das brauch ich jetzt nicht nochmal. ;) Und nachdem sich das letztes Jahr so hingezogen hat, hab ich mir diesmal gleich Antibiotika verschreiben lassen, weil auf wieder 6 Wochen Schnupfen hab ich keine Lust und will ja Freitag fit sein. Wird schon, werd mich bis Freitag schonen und mich fleißig mit Antibiotikum, Sinupret forte, Ibu 400 akut und Umckaluabotropfen dopen. Dann sollte das schon klappen. :) Hach, die beiden Konzert werden so toll werden. Freu mich schon so sehr drauf. :) Und der Wille und ne positive Einstellung kann ja auch Berge versetzen. ;) Wird schon. *mir selber auch fest die Daumen drück* :D
 
Bei mir ist es bei Erkältungen wie viele andere hier es schon beschrieben:

Am Anfang, solange es erst ein (viraler) Fliessschnupfen ist: keine Probleme beim Singen, für mich tönt es dann manchmal zwar etwas wie durch Watte, aber von aussen seien praktisch keine Veränderungen hörbar.
Wenn bakterielle Sekundärinfektionen dazu kommen und alles zu verhocken beginnt, wirds unangenehm, dann lasse ich das Singen, wenn immer möglich, sein.
Und ganz sicher gibt es einen Singstopp wenn/falls es runter rutscht: singen mit Halsschmerzen – für mich im Prinzip ein No-go!

Allerdings auch hier keine Regel ohne Ausnahme: etwa 10 Tage vor einem Auftritt den ich aus persönlichen Gründen auf keinen Fall ausfallen lassen wollte, hatte ich die schlimmsten Halsschmerzen meines Lebens :mad: (neige sonst zum Glück nicht dazu). Ich konnte praktisch nicht einmal mehr schlucken. Die HNO-Ärztin zu der ich dann ging (und die praktischerweise auch gleich noch Phoniaterin ist) sagte, so einen geröteten Hals hätte sie in ihrer ganzen Praxistätigkeit kaum je erlebt. Na bravo :mad: Ich erzählte ihr von meinem Auftritts-Problem. Sie hat dann endoskopiert und nachdem raus war, dass die Stimmbänder trotz allem noch nicht mit betroffen waren, fanden wir, man könne es hier mal mit der Brechstange versuchen. Also Antibiotika und Entzündungshemmer in der höchst möglichen, gerade noch so zulässigen, Dosierung und dazu alle die nützlichen und weniger nützlichen ;) Begleitmittelchen.

Das ganze hat dann auf den Tag genau hingehauen :)! Was ich singen wollte war zum Glück alles älteres Repertoire und sass so mehr oder weniger. Am Tag vor dem Auftritt ein erster vorsichtiger Versuch mit der Pianistin. Am Auftrittstag viel trinken und nichts sprechen und dann: Augen zu und durch! Hat tiptop geklappt und gab auch keine bösen Nachwirkungen :D

Fazit für mich: in Ausnahmefällen darf man schon auch mal was wagen, sooo empfindlich ist unsere Stimme ja nun auch wieder nicht. Aber zur Gewohnheit machen würde ich so was auf keinen Fall.
 
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Komm grad aus der Apo und hab mir ein Nasenspray besorgt.
Gut dass ich in der Apo war! Denn die Apothekerin hat gesagt wenn ich Antibiotikum nehm soll ich des Umckaloabo weglassen, damit das Antibiotikum richtig wirken kann. Toll warum sagt mir meine Ärtzin das nicht dass ich das weglassen soll?!!! Hab Angst dass das Antibiotikum jetzt nicht richtig wirkt. :( Hab ja heute immerhin schon die zweite von 3 Tabletten genommen. Über Google hab ich leider nichts gefunden zu Wechselwirkung von Umckaloabo und Antibiotikum und auf der Packungsbeilage steht auch nichts... Naja die Wirksamkeit von Umckaloabo ist eh umstritten, was ich im Internet so gelesen hab. Vielleicht hab ich Glück und es hatte keinen Einfluss auf die Wirkung des Antibiotikums... :(
 
Ich glaube nicht, daß das so schlimm ist. Soweit ich weiß, ist wissenschaftlich bzw. evidenzbasiert gar keine Wirkung bei Umckaloabo nachzuweisen.
Apotheker verdienen mit all diesen Wundermittelchen ordentlich was dazu, und auch die "gute" Alternativmedizin-Industrie arbeitet natürlich gewinnorientiert und gibt hübsche Summen für Werbung aus - nicht nur die böse "Pharmamafia". Das ist ihr gutes Recht und sei ihnen auch unbenommen - aber, wie gesagt, einen Wirkungsnachweis jenseits des Placeboeffekts konnten all diese Mittel nie erbringen.

Da ich immer schon erkältungsanfällig war, habe ich einst Unsummen für so ein pflanzliches Zeug ausgegeben und alles mögliche probiert (Umckaloabo, Echinacea, Esberitox, Acerola.... nur bei Homöopathika war bei mir Schluß, das halte ich für Komplettverarschung) - gebracht hat es insofern nix, als ich heute nichts mehr davon nehme und nicht öfter krank werde wie vorher - eher sogar etwas weniger, aber das wird statistischer Zufall sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm hoffe ich auch. Kann mir irgendwie auch nicht vorstellen dass ein so "starkes" Medikament wie Antibiotikum von so was wie Umckaloabo beeinflusst werden könnte. Aber tortzdme doof dass die in der Apo wo ich Montag war mir gar nicht gesagt hat dass es sich dabei um ein "pflanzliches Antibiotikum" handelt, hab schließlich nach etwas zur Stärkung der Abwehrkärfte gefragt und da hat sie mir das empfohlen und finds auch doof, dass meine Ärtzin mir das nicht gesagt hat das sich das weglassen soll. Naja vielleicht is es wirklich nicht so schlimm, sonst hätte meine Ärtzin sicher was gesagt. :gruebel:
 
Naja, vielleicht liegt das einfach daran, dass sie das auch nicht wusste. Ich wusste das auch nicht. So gut ist der Pharmakologie Unterricht an der Uni nun auch nicht und längst nicht alles dringt bis zur Arztpraxis. Gerade von Präparaten der Alternativmedizin hat Ottonormalarzt wenig Ahnung. Gut, dass es in dem Bereich top ausgebildete Apotheker gibt, die beim Arzt nochmal anrufen um zu fragen, ob sie sich bei der Verschreibung wirklich wirklich sicher sind.
Aber bekannt ist trotzdem, dass pflanzliche Präparate die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Sogar Orangensaft beeinflusst die Wirkung von Medikamenten. Aber nicht so stark wie zum Beispiel Baldrian und man muss meist große Mengen davon futtern, dass der Patient was davon merkt. Die paar Tabletten Umckaloabo werden dir deinen Plan bis Freitag schon nicht kaputt machen. Lass die dann einfach von nun an weg und gut ist. Nur die Ruhe bewahren und dran festhalten, dass es bis dahin wird. Je weniger du dich von sowas stressen lässt, desto besser heilt der Körper.
 
Über Google hab ich leider nichts gefunden zu Wechselwirkung von Umckaloabo und Antibiotikum und auf der Packungsbeilage steht auch nichts.

Habe auch mal geschaut und fand da die Aussage, dass zwischen Umckaloabo und Antibiotika keine Wechselwirkungen bekannt seien. War allerdings die Site des Herstellers ;). Wird aber wohl schon stimmen, wenn die Kenntnisse zu Wechselwirkungen hätten, dürften sie diese Aussage nicht machen. "Nicht bekannt" heisst allerdings noch nicht, dass es gesichert keine Wechselwirkungen gibt. Man darf die Phytos diesbezüglich nicht unterschätzen, auch wenn sie oft gut verträglich sind, können sie, wie synthetisch hergestellte Medikamente, sehr wohl unerwünschte Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen haben!

Soweit ich weiß, ist wissenschaftlich bzw. evidenzbasiert gar keine Wirkung bei Umckaloabo nachzuweisen.

Und auch wenn es jeweils wissenschaftliche Studien gibt: diese sollten immer mit etwas Vorsicht betrachtet werden. Das Studiendesign kann nämlich fast immer so angelegt werden, dass später die gewünschten Resultate dabei herauskommen (habe da ein bisschen Insiderwissen ;))

Zur Ehrerettung der Phytotherapeutika sei aber gesagt: da gibt es schon Produkte, die gute Effekte haben. Bei seriös hergestellten Präparaten ist auch genau bekannt, welcher/welche Wirkstoffe drin enthalten sind und in welcher Konzentration diese vorliegen.
Nicht vergessen: viele synthetische Medikamente gehen ursprünglich auf Pflanzen zurück. Bei beobachteter Heilwirkung einer Pflanze wurde der betreffende Wirkstoff in der Pflanze identifiziert und isoliert, dann synthetisch hergestellt und in konzentrierter Form ins entsprechende Medikament verpackt. Prominentes Beispiel: Salicylsäure

Bei der Homöopathie hingegen habe ich, obwohl ich generell neugierig und offen für Neues bin, schon auch ziemlich Mühe. Da gehe ich auch mehrheitlich von einem Placeboeffekt aus, wobei auch dieser bezüglich heilender Wirkung nicht zu unterschätzen ist ;).
 
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Ok, hast recht, auch ein Arzt ist nicht allwissend. ;) Auch wenn ich meiner Ärztin voll und ganz vertrau.
Hm ok, ja da ist was dran. An sowas habe ich gar nicht gedacht, habe aber auch schon mal gehört dass man Antibiotikum z. B. nicht zusammen mit Milch einnehmen soll, weil das die Wirkung beeinflusst. Naja ich hab halt die größtmögliche Tagesdosis an Tropfen genommen so wies die Apothekerin am Montag empfohlen hat und jetz is auch schon das halbe Fläschchen leer. :redface: Aber wie dem auch sei, ich werde das Zeug jetz einfach weglassen, die anderen Sachen so nehmen wies mir gesagt wurde und mich schonen und entspannen. Mehr kann ich eh nicht tun. Abwarten und Tee trinken im wahrsten Sinne des Wortes. ;)

@Tonja
Hm naja das klingt schon mal nicht schlecht wenn keine Wechselwirkung "bekannt" ist. ;) Aber wie du schon sagst, eine gesicherte Aussage ist das nicht.

Aber wie dem auch sei, ich kann es jetzt eh nicht mehr ändern. Ausser das Zeug jetz wegzulassen und fertig.
 
Und auch wenn es jeweils wissenschaftliche Studien gibt: diese sollten immer mit etwas Vorsicht betrachtet werden. Das Studiendesign kann nämlich fast immer so angelegt werden, dass später die gewünschten Resultate dabei herauskommen (habe da ein bisschen Insiderwissen ;))

Zur Ehrerettung der Phytotherapeutika sei aber gesagt: da gibt es schon Produkte, die gute Effekte haben. Bei seriös hergestellten Präparaten ist auch genau bekannt, welcher/welche Wirkstoffe drin enthalten sind und in welcher Konzentration diese vorliegen.
Nicht vergessen: viele synthetische Medikamente gehen ursprünglich auf Pflanzen zurück. Bei beobachteter Heilwirkung einer Pflanze wurde der betreffende Wirkstoff in der Pflanze identifiziert und isoliert, dann synthetisch hergestellt und in konzentrierter Form ins entsprechende Medikament verpackt. Prominentes Beispiel: Salicylsäure

Ja, das ist mir schon klar - ich bin diesbezüglich auch nicht ganz unbewandert.
Und natürlich sind viele Phytotherapeutika sehr wirksam - dem Körper ist´s schließlich auch wurscht, ob es sich um synthetische oder "natürliche" Moleküle handelt, weil er den Unterschied gar nicht erkennen kann.
Ich wollte das jedenfalls gar nicht abstreiten.
Nur diese ganzen pflanzlichen Erkältungsmittelchen, die haben wohl vor allem eine positive Wirkung auf das Bankkonto des Apothekers - jedenfalls ist meine Erfahrung, daß die Erkältungen ohne dieses ganze Zeug genauso häufig/unhäufig auftreten und genauso lange dauern wie mit. Nur daß ich jetzt viel Geld spare - ratiopharm-Aspirin ist nicht so teuer ;)
 
Ich muss jetzt auch nochmal was fragen:

Hab seit ca. 2 Wochen das Problem, dass meine Stimmbänder verschleimt sind. Allerdings liegt es wohl weniger an den Stimmbändern, sondern der Rotz läuft hinten die Nase runter. War jetzt Montag beim HNO. Dort wurde ein CT gemacht, die Nebenhöhlen sind bestens, keine Entzündung, der Hals sieht auch "vollkommen reizlos" aus. Scheint wohl eine allergische Reaktion zu sein. Der Allergie-Test war zwar negativ, aber wer weiß,... Vielleicht sind es auch nur noch die Nachwirkungen einer heftigen Erkältung die ich Mitte März hatte. Hab jetzt vom Arzt nochmal Nasonex bekommen, mal sehen ob das hilft.

Frage ist jetzt wie ich mich beim Singen verhalten soll. Auf den Stimmbändern liegt zäher Schleim. Wenn ich den abhuste, reizt das natürlich den Hals wieder.

Ich bin sonst nicht heiser, mir tut auch nichts weh, aber beim Singen ist es natürlich ne Beeinträchtigung. Verusche der Zeit, es vorsichtig "wegzusingen". was meint ihr? Betrifft ja das Sprechen genauso. Und gibts Mittelchen zum Lutschen, die das zähe Zeug etwas lösen?
 
Man hat bei dir ein CT gemacht? :eek: Bist du ein Risiko- oder Privatpatient, dass man so große Geschütze bei dir auffährt?
Ich würde sagen, wart erst einmal ab. Nasonex ist ein Kortisonhaltiges Nasenspray und wirkt u.a. auch austrocknend. Hast du deinen HNO Arzt denn nicht gefragt wie es mit dem Singen ist?
Was du vermeiden solltest, ist sich zu räuspern. Leicht husten ist besser als räuspern und reizt nicht so stark, wenn du das jetzt nicht alle 5 Sekunden den ganzen Tag machst. Ansonsten habe ich in nem anderen Thread schon geschrieben, dass viel trinken hilft. Aber bitte dann auch nicht ersäufen (2 Liter am Tag reicht). https://www.musiker-board.de/allgemein-voc/435002-frage-schleim-im-hals-heiserkeit.html
Und außerdem hilft es auch sich einzusingen. Eine Freundin von mir die Logopädin ist und auch singt, klopft sich vorher kräftig die Brust und singt dabei Wörter die viel n und m enthalten. Das soll angeblich den Schleim in den Bronchien und auf den Stimmbändern lösen.
 
Privatpatient bin ich nicht! Der Arzt meinte es bliebe nichts übrig ausser einer CT, da er mit seinen "Bordmitteln" nix erkennen kann. Zumindest hab ich jetzt ein paar schöne Aufnahmen von mir ;)

Das Nasonex hilft mir auch nicht. Es ist eher so, dass es leicht brennt auf der Schleimhaut. Hab mich entschieden dass ich es nicht weiternehme. Werd lieber wieder öfter Nasenspülungen machen. Der Arzt selbst hätte mir von sich aus auch nix aufgeschrieben. Ich hab ihm nur gesagt, dass ich Nasonex gern ausprobieren würde, weil zB mein Bruder gute Erfahrungen damit gemacht hat...

Das Räuspern hat mir meine Logopädin vor 5 Jahren schon abgewöhnt ;). Trotzdem ist die Versuchung schon groß wenn der Hals voll ist.

Ich habe auch noch eine "weiche Nasensalbe" mit Carotinöl. Hab das Gefühl die ist ist ganz gut, allerdings ist auch Menthol drin, allerdings nicht viel (0,3%). Sollte in der Nase nicht soooo schlimm sein oder? Ich meine, Nachteile hat JEDES Hausmittel!
 
kurzes Update für die, die es interessiert, auch wenns jetz schon 2 Wochen her is: ;)

Das mit dem gesund werden bis zu den Konzerten am. 06. und 08.05. hat geklappt. :) Nebenhöhlen waren wieder frei bis dahin, so dass ich einwandfrei singen konnte. Die Woche danach hab ich noch bischen "rumgeschneuzt" aber das ist jetz auch alles ganz weg. :)
Konzerte liefen super, war zwar mordsmäßig aufgeregt beim ersten Konzert (auch wenns nicht mein erstes Konzert war mit dem Chor, aber unser wichtigstes) weil auch zum ersten Mal Leute im Puplikum saßen, die mir nahe stehen. :D Kompletter Freundeskreis und Mama und Schwester. :D Beim zweiten Konzert war ich dann so gut wie gar nicht mehr aufgeregt, da kam auch niemand mehr den ich kannte zum zuhören und war ja auch das zweite Konzert. ;)
 
Hey,
Ich bin neu hier, aber ich habe auch eine Frage zum Thema Singen nach Erkältung und ich glaube, dass ihr hier beim Thema singen schon ziemlich erfahren seit.
Ich hab mir Ende November ne schöne Erkältung eingefangen, Husten, Schnupfen, Krankheitsgefühl, richtig eklig.
War ne ganze Zeit lang nen hässlicher Reizhusten, ich war heiser, Singen ging gar nicht.
Also hab ich brav meine Stimme geschont, nicht gesungen und nur wenig geredet.

Jetzt ist es Januar und ich bin immer noch erkältet, die Nase ist nach wie vor oft zu, und ich Huste auch immer noch Schleim ab.
Allerdings würden wir jetzt Montag wieder mit Chorprobe anfangen.

Meinem Gefühl nach geht auf jeden Fall schon wieder wesentlich mehr als noch im Dezember. Ich komme wieder auf höhere Töne und der Husten fühlt sich auch an als käme er nur von der Brust und beeinträchtigt Kehlkopf/Stimmbänder nicht.

Meint ihr es wäre ratsam wieder mit dem Singen anzufangen?
Denn ich vermute, dass mich dieser Husten noch so lange begleiten wird, wie es draußen Winter ist^^
Zum Arzt zum Abchecken kann ich auch nicht, weil ich gerade ein Auslandsjahr mache und ich mit dem "bisschen Erkältung" nicht krank genug bin um einen Arzt zu sehen.
 
Hallo Novalie,
Erkältungen sind zur Zeit sehr hartnäckig, so heftig hab ich das noch nie erlebt. Ich selbst habe mich innerhalb zwei Monate dreimal hintereinander richtig erkältet und es hörte erst auf, als ich bei der dritten die weiße Fahne geschwenkt habe und mich wirklich nicht in die Arbeit geschleppt habe und eine Woche in meiner Wohnung eingesperrt, viel geschlafen und nichts anstrengendes gemacht habe. Dann wars komplett weg und das ganz ohne Medikamente (und ich hab vorher echt alles geschluckt außer Antibiotika (weil viraler Infekt)). Ebenso sollte man gerade zur Erkältungszeit auf Hygiene achten, also häufig Hände waschen, draußen mit den Händen nicht an Mund und Nase gehen, sich von kranken Leuten konsequent fernhalten, etc. und sich warm anziehen und viel trinken, weil die Erkältungsviren kalte, trockene Schleimhaut lieben.

Was Singen angeht, kannst du das ruhig machen, wenn du nicht heiser bist, nicht sofort heiser wirst und du kein Fieber (>38°C) hast. Wenn du aber eine ziemliche Bazillenschleuder bist (also wie ein Irrer am Husten und Niesen bist), solltest du den anderen zuliebe besser zu Hause bleiben!

Gute Besserung!
 
@Novalie: ich würde auch sagen, probiere es ruhig wieder ! Zu lange Pausen gehen ja auch oft zu Lasten der Stimmkondition und Stimmbeweglichkeit .

Ich finde die Viren der aktuellen Erkältungssaison übrigens auch besonders heftig. Und sie setzen sich anscheinend allzu gern im Kehlkopf fest.
Anfang Dezember hab ich mir was eingefangen.... gut, bei mir dauern solche Sachen immer extrem lang, aber jetzt haben wir Mitte Januar und die Stimme ist immer noch nicht 100% fit, auch wenn die schlimmste Heiserkeit zum Glück überwunden ist. Aber es ist immer noch ein Hauch auf der Stimme, viel Schleim und immer noch der elende Schnupfen. Da ich vom Singen lebe, kann ich mich nicht großartig schonen, zum Glück ist im Januar/Februar konzertmäßig nicht sooo viel los und beim Unterrichten singe ich weniger vor als sonst.
Trotzdem nervt es !!
 
jupp; hab ich auch schon mitbekommen. Meine Mami ist auch schon seit 3 Wochen dauerkrank und wird einfach nichtmehr fit :(
Mich hat's zum Glück bisher verschont... ich frage mich, was da los ist.. Soll 2012 nicht die Welt untergehen? :gruebel:
 
Ich würde an deiner Stelle lieber nicht singen, wenn du gerade heiser bist. Damit tust du dir keinen Gefallen außer, dass sich der Heilungsprozess verlangsamt. Die Stimmbänder sind gerade gereizt und geschwollen (deswegen der heisere Klang) und mit Belastung können sich wieder Mikroverletzungen in der Schleimhaut bilden und führen somit wieder zu einer Entzündungsreaktion. Seht mich jetzt nicht als Fanatiker - ich singe (mit nem Gang zurückgeschaltet), wenn ich muss, auch wenn ich verrotzt bin, ne Rachenentzündung oder ähnliches habe - aber auf Heiserkeit, entzündete, beleidigte Stimmbänder zu singen, geht nicht und bringt nichts außer länger krank zu sein.

Hallo Vali! kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen... :(

sag mal, was sind Mikroverletzungen denn genau (sind das in etwa Risse, wie auf einer Gitarrenseite) ? Und vor allem (wenn die Stimme belastet wurde bei Entzündungen) können diese Mikroverletzungen wieder verheilen ?

Können sich die Zellen der Stimmlippen / Bänder wieder erneuern ?

Oder bleiben diese Spuren für immer im Gewebe :( ? und beeinträchtigen diese oder machen es empfindlicher für weitere Erkältungen ?

würde mich sehr interessieren... nach längeren Erkältungen...

Grüße, Vermo
 
Hallo vermo,

Mikroverletzungen sind kleinste Verletzungen der Schleimhaut, die man nur in Vergrößerung sieht oder manchmal sogar nur unterm Mikroskop. Die bluten in der Regel nicht. Bei zu starker Belastung schwillt die Schleimhaut auf den Stimmbändern an. Davon können die oberen Zellschichten leicht kaputt gehen. Wenn die dann kaputt gehen, locken die mit ner Art chemischen Hilferuf Entzündungszellen an, die eine Entzündung hervorrufen. Diese beseitigen den toten Schrott und fördern die Wundheilung. Dabei verwandeln sich Stammzellen zu neuen Schleimhautzellen um und verschließen den Defekt. Die Wundheilung geht bei Schleimhäuten schneller als bei normaler Haut, braucht aber trotzdem ein paar Tage. Deshalb soll man nicht auf gereizte Stimmbänder singen, weil sonst durch die Belastung die Entzündung nicht aufhört und die Heilung gestört wird.
Narben (Einsprossen von Bindegewebe) entwickeln sich erst ab einer bestimmten Verletzungstiefe (z.B. Bei tiefen Rissen, die bluten) und wenn die Heilung gestört ist oder man einfach zu Narben neigt. Deswegen heilen die Wunden nach ner StimmbandOP bei Einhalten des Sprechverbots in der Regel narbenlos ab. Narben beeinflussen natürlich enorm das Schwingungsverhalten der Stimmbänder (dh der Klang verändert sich).
Was bei Stimmbändern auch eine Rolle spielt ist die Umwandlung der Schleimhaut in verhornte Haut (robuster als Schleimhaut) bei chronischen Entzündungen. Bei solchen Umwandlungen können Zellen leichter entarten. Bei Erkältungen, die ja eher akut sind, passiert das ganz ganz selten. Problem ist da eher Rauchen.

Und da du von leidvoller Erfahrung sprichst, ich hoffe es geht dir und deiner Stimme inzwischen wieder gut!
 
Mann, wenigstens bin ich nicht die Einzige...
Ich bin seit vier Wochen krank und krieg einfach nicht die Kurve, im Moment hab ich so starken Husten, bin total verschleimt aber nichts löst sich - ich bin nur noch genervt davon :igitt::(
Mit singen ist natürlich nichts, ich mach höchstens Darth Vader beim atmen Konkurrenz :mad:


Lg Lyra
 

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