Umstieg von Sax auf Flöte

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Johnny.B.Goode
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Servus,

ich spiele nun schon seit vielen Jahren Saxophon und Klarinette und hab mir jetzt eingebildet auch noch Querflöte zu lernen :D
Hab auch schon eine alte Flöte zu Hause (Marke Koge, kennt die wer?) und probier mit der ein wenig.
Meine Probleme:
  • Der Ton hört sich sehr windig luftig an
  • Bei den tiefen tönen so ab dem f tu ich mir schwer, dass die noch kommen
  • In der Oktave wirds auch schwer, die kann ich bis zum f. Das überblasen ist für mich eh ein bisschen verwirrend, da brauch ich irgendwie so viel Luft, wo ist meine schöne Überlbasklappe?
Hat irgendwer Tipps für mich, wies einfach geht?

MfG
Johnny
 
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Hab auch mal gedacht, das wäre einfach...
 
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Hat irgendwer Tipps für mich, wies einfach geht?

Nein, das leider nicht. Auch hier gilt, üben. Und üben. Ach, erwähnte ich schon üben? ;)

Der Ton hört sich sehr windig luftig an

Das ist am Anfang normal.

Bei den tiefen tönen so ab dem f tu ich mir schwer, dass die noch kommen

Auch das ist am Anfang normal.

In der Oktave wirds auch schwer, die kann ich bis zum f. Das überblasen ist für mich eh ein bisschen verwirrend, da brauch ich irgendwie so viel Luft, wo ist meine schöne Überlbasklappe?

Effektiv Luft einsetzen :)

Sehr hilfreich für saubere Töne finde ich die long-tone Übungen. Longtones sind einfach gehaltene Töne - Du fängst beim (hohen) h oder c an und veränderst minimal Stellung der Flöte, Ansatz, also Lippenform, vielleicht die Blasgeschwindigkeit, natürlich nie alles auf einmal, sondern jedes einzeln, bis Du den Punkt hast, bei dem ein sauberer Ton da ist. Dann gehst Du auf den nächst-niedrigeren Halbton, das noch in dem Atemzug. Du setzt den niedrigeren Ton wieder neu an, fühlst rein, bis alles passt und gehst einen Halbton runter. Usw, bis Du beim tiefen c bist. Es gibt noch einiges mehr, worauf man achten sollte; am besten liest Du die Artikel oder noch besser wären vielleicht ein paar Stunden Unterricht. :)

Jennifer Cluff hat generell recht hilfreiche Videos und Artikel, finde ich. Sind halt auf Englisch. Deutsche Artikel/Videos zum Ansatz weiß ich leider keine.
 
Mein "üben" besteht zum Großteil aus Long-tone Übungen. Die Videos werd ich mir mal anschauen.
Mach auch schon Fortschritte :D

Hab aber das Gefühl, als gehörte sich die Flöte mal modernisiert, so wies die deutsche Klarinette durch die Böhmklarinette und auch das Saxophon erfahren hat. Vielleicht kommt da mal die Bohrmaschine zum Einsatz und ich bastle mir eine Oktavklappe dazu :evil: Aber jetzt mal im Ernst: Gibts eigentlich eine Flöte mit Oktavklappe?
 
Die Boehmflöte ist bereits die modernisierte Variante. Vorher sahen die ganz anders aus.
Die Oehler Klarinette ist neuer als die Boehm Klarinette.
Das Saxophon wurde gleich modern gebaut. Hier wurden, im Gegensatz zur Flöte, keine wirklich revolutionären Veränderungen vorgenommen.

Flöte mit Oktavklappe kenne ich keine, das ist da ja auch gar nicht nötig. (Beim Saxophon eigentlich auch nicht, aber da können das die wenigsten)
 
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Aber die Oehler Klarinette ist noch ein naher Verwandter der Müller Klarinette und die Böhm ist schon eine stark modernisierte Version. Und das Saxophon ist ja eigentlich auch nur eine stark modernere Version der Klarinette, in meinen Augen zumindest.

Am Saxophon gehör ich dann wohl zu den wenigsten :D

Werd mir vielleicht wirklich mal ne alte Flöte schnappen und an die ne Oktavklappe ranbasteln.
 
Deine Augen trügen dich. Ein Saxophon ist keine Klarinette, weil es in die Oktave überbläst. Eine Klarinette in die Duodezime.

Hier was mit Jahreszahlen. Die Boehmklarinette ist seit 1839 praktisch unverändert, die deutsche Klarinette wurde ständig weiterentwickelt.
stammbaum.jpg

Bildquelle: www.die-klarinetten.de/content/images/stammbaum.jpg

--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Zu deinem Problem mit den tiefen Tönen: Deine Flöte könnte undicht sein.

Und beim Ansatz kommt es darauf an, dass du einen engen, gerichteten Luftstrahl ohne Verwirbelungen entwickelst.
Das hier finde ich recht gut zu lesen
http://www.saxontheweb.net/Resources/FluteLessons.pdf
 
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Kenne das Bild schon :)
Was ich damit meine ist, ein deutscher Klarinettest könnte leicht auf einer Müller oder Denner Klarinette zurechtkommen, da da nicht viel um ist. Die Böhm Klarinette dagegen hat sich nicht so evolutorisch entwickelt, sondern wurde konstruiert. Ein französischer Klarinettist kann mit einer Müller Klarinette nichts anfangen.
Und das Saxophon ist auch ein konstruiertes Instrument, das ja von Adolph Sax entwickelt wurde. Im Grunde ist es aber nicht wirklich anders als eine Klarinette, bis auf die Tatsache, dass alle Löcher über Klappen schließen und es durch die konische Form in die Oktave überbläst.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Hab sie extra schon anspielen lassen, um festzustellen, ob auch alles mit der Flöte stimmt. Liegt also an mir, nicht an der Flöte.
Mein Ton hört sich auch schon deutlich besser an.
 
Da hast du natürlich recht. Wenn man die Unterschiede weglässt, sind die gleich.

Deshalb ist auch ein Saxophon im Grunde eine Blockflöte. Bis auf Mundstück, Klappen und Material.
 
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Ich habe jetzt schon ein Jahr wöchentlich Unterricht und es quickt manchmal schon noch.
Also Geduld.
Was mir aufgefallen ist, daß wenn ich Kaffee getrunken, einen trockeneren Mund habe, die Tonqualität sehr leidet.
Ein Lippenpflegestift ist auch sehr hilfreich.
Die Lippenstellung ist sehr wichtig; nicht breit ziehen, wie man es früher machte, bei Youtube sieht man auch oft solches, sondern forme einem "Spuckmund" mit der Silbe TÜ.
 
ehrlich gesagt double ich schon seit über 5 jahren. hab aber erst seit einem monat unterricht und kann mit guten gewissen sagen, dass ich jetzt erst überhaupt querflöte spiele.
 
Die Querflöte zählt zu den Instrumenten die man autodidaktisch erlernen kann, wirkliche Erfolge hat man aber nur mit Lehrer.
 
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