Marshall 9200 und jmp-1 richtig anschließen??

  • Ersteller Murray93
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Entschuldigt bitte die späte Rückmeldung.
Erstmal Danke an Dimber für das Feedback. Auch danke an bagotrix. Den ersten Teil mit der Phasenverschiebung habe ich nicht ganz verstanden. Hat mir schon mal versucht ein Kumpel zu erklären. Aber Phasenverschiebung scheint wohl kein einfaches Thema zu sein.

Danke für den Hinweis mit dem Y-Kabel. Werde das nicht machen, sonder nur einen Kanal benutzen und diesen dann regelmäßig wechseln. Jedoch habe tut sich mir eine weitere Frage auf. Der 9200 hat pro Kanal zwei Ausgänge. Also insgesamt vier Ausgänge. Macht es denn da Sinn ein Y-Kabel zu nutzen, auch wenn man nur einen Kanal benutzt.

Von der Vier-Kabel-Methode habe ich schon einmal gehört und dachte diese wäre mit meinem Line 6 Pod Pro XT nicht möchlich. Ich habe es so ausgetestet wie du vorgeschlagen hast. Das hat dazu geführt, das der JMP-1 bei einigen Presets des Line 6 quasi inaktiv war bei anderen wiederum nicht. Woran liegt das? Ist der Line 6 dafür nicht richtig eingestellt? Andersrum konnte ich auch Presets am JMP-1 wählen, was dazu geführt hat, das nichts mehr zu hören war. Bei anderen war es wiederum kein Problem.

Weiter stellt sich mir folgende Frage: So wie ich es nun nach deinem Tip verkabelt habe, scheint es mir als würde ich den JMP-1 lediglich in den Line6 einschleifen. Das ausgebende Gerät ist dann der Line6. Geht da nicht was verloren, wenn der JMP-1 durch den Line6 geschickt wird; also wenn er quasi der letzte in der Reihe ist?

Wie ist es so möglich, dass z.B. Kompressoren, Verzerrer oder WahWahs vor den Marshall geschaltet und Delays danach? Das erschließt sich mir nicht. Müsste ich nicht den Line6 dafür in den JMP einschleifen und den SEND des Line6 über den Input des JMP laufen lassen? Hier bitte ich um Nachsicht, da ich auf dem Gebiet noch etwas neu bin.

Ich bedanke mich auf jeden Fall schonmal für Eure Tips!

Kleiner Nachtrag:
Habe das mit der Vier-Kabel-Methode nochmal getestet und mal gedreht. Also Gitarre>JMP 1 Input / JMP1 Send>LINE6 Input / LINE6 Output>JMP1Return / JMP 1Out(s)>Endstufe Input(s). Macht das Sinn? Oder ist das nun falsch?
 
Grund: Neue Infos!
Zuletzt bearbeitet:
Was die Phasenverschiebung betrifft: Unsere Gitarrentöne sind ja letztlich Wellen. Die haben einenen Wellenberg (elektrisch sozusagen ein +) und ein Wellental, also das spiegelverkehrte "-" dazu. Wird nun eine identische Welle um genau ein Wellental verzögert dazugemischt, addiert sich das nicht mehr einfach auf, sondern es treffen Plus- und Minuswerte aufeinander. Und die ergeben zusammen bekanntlich Null, also hört man gar nichts mehr. Kommt natürlich kaum vor. Beträgt die Verschiebung aber nicht exakt eine solche "Halbwelle", bleibt das natürlich auch nicht ohne Folgen, nur ergeben diese Auslöschungen an jeder Stelle der Wellenform ein etwas anderes Resultat - und deshalb verschwindet nicht das ganze signal, sondern nur Teile davon - es klingt hohl und dünn.

Die zwei Ausgänge an jeder Seite der Endstufe dienen einfach dazu, mehrere Boxen auf einer Seite anschließen zu können. Nicht jede Box hat ja eine zweite Buchse zum durchschleifen. Beide Ausgänge sind einfach parallel geschaltet - ein zweites Kabel für die gleiche Box ist nicht nur sinnlos, sondern nur eine potentielle Fehlerquelle. An Boxen mit mehr als einem Speaker gibt es oft auch umschaltbare Impedanzen, die über den zweiten Eingang zugänglich sind usw., da könnte man sogar einen Kurzschluss produzieren.

Zur 4KM: Der JMP-1 ist natürlich nur dann aktiv, wenn Du den FX-Loop-Block am Pod Pro auch einschaltest. Das wird nicht generell gemacht, sondern pro Preset abgespeichert. Du siehst das auch ganz richtig, der Preamp wird dabei letztlich in den POD eingeschleift. Das Resultat ist, dass Du den JMP praktisch wie einen neuen Effektblock des POD einsetzen kannst, also ein/ausschalten.

Ich hab mir gerade mal die Bedienungsanleitung runtergeladen, und da war ich jetzt doch sehr enttäuscht: der eigentliche Sinn der 4KM ist ja, einen MultiFX quasi aufzuteilen - also in typische Bodentreter, die man vorschaltet, und in die Effekte, die hinter einen Preamp bzw. in den Einschleifweg eines Amps gehören. Das ist beim XT Pro leider so nicht möglich. Der Send/Return des POD wird anscheinend immer an die letzte Stelle geschaltet, also hinter das Reverb. Das kann ich mir nur durch den Geiz des Herstellers erklären, der sich ein zusätzliches Paar DA-Wandler sparen wollte. So ergibt das tatsächlich keinen Sinn, sorry. Erst spätere Generationen ab dem X3 konnten das wohl.

Da würde ich also wohl doch eher das POD in den JMP-1 einschleifen. So ist der JMP-1 immer aktiv und der POD ist eben nur ein Effektgerät. Die logische Folge ist aber, dass alle POD-Effekte, vom WahWah über die virtuellen Verzerrer und Amps bis zum Hall nach der Verzerrung des JMP-1 sitzen. Die Reihenfolge der Effekte kannst Du zwar teilweise innerhalb des POD ändern, aber die Zerre des JMP bleibt immer davor. In meinen Augen ist hat das nur dann einen Sinn, wenn Du eh nur typische Einschleifeffekte nutzt, also Chorus, Delay und Hall.

Sobald Du auch POD-Effekte nutzt, die Du - wenn Du sie als "real existierende" Bodentreter hättest - vor Deinen Amp schalten würdest, solltest Du versuchen, ein JMP-Preset mit einem möglichst neutral eingestellten, cleanen Sound einzustellen und als eigentliche Soundquelle eines der Ampmodels zu nutzen. Evtl gibts auch einen Bypassmodus, in den man den JMP-1 per MIDI schalten kann, aber das musst Du mal in der Anleitung nachlesen.

Gruß, bagotrix
 
Abschließend großen Dank an die netten Antworten. Bin gut weiter gekommen und hätte es ohne Euch nicht geschafft.
Lieben Gruß
 

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