Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1
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    MetalMessiah ist offline

    Pop, Prog, Metal, Art-Rock: Wer blickt da noch durch?

    Hilfe, wer blickt hier in Sachen Stilkunde durch? Mir hat mal jemand gesagt, Deep Purple in Rock sei das erste Speed-Metal-Album gewesen. Jahre später meint aber Jon Lord, nö, mit Metal hätten Deep Purple nix am Hut und verstehen sich als Rock´n Roll Band. Eine weitere Zurechtweisung erhielt mein Weltbild in Sachen Stilkunde, als David Gilmour in jüngsten Interviews zwei draufsetzte "Im Grunde waren wir (Pink Floyd) eine Bluesband (...) und wurden aus irgendeinem Grund auch später nie besonders virtuos." Auch Chris Squire mag nichts zu meiner Entwirrung in Sachen Stilkunde beitragen. Er bezeichnete in den Nineties Yes als Art-Rock und fand die Bezeichnung Prog-Rock unpassend. Und überhaupt Rock, ist der Mittelteil von "The Gates of Delirium nicht heavy"? Und bei Tool und Dream Thater, was macht da das Progressive aus und was ist überhaupt progresiv? Der gemeine Musikkonsument ist da schon recht verwirrt. Aber unter euch Prog-Profs gibt es bestimmt jemand, der mein Weltbild wieder zurechtrückt

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von HevyDevy

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  3. #3
    Helpful & Friendly User Avatar von Ataca del Rasha

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    Ich sag mal, Stilrichtungen sind gut um ein ungefähres Bild von einer Band zu erhalten wenn man die Musik noch nie gehört hat, aber das das jetzt das Bild der Band präsentiert ist meist eh nicht der Fall. Klar hatte Pink Floyd nen bisschen Blues im Sound, aber im Prinzip ist es doch wirklich scheiß egal, man braucht halt Schubladen für ne grobe Kategorisierung aber das jetzt "dein" Weltbild zerstört wird, weil irgend jemand seine Band in nen anderes Genre einordnet, dass muss doch nicht sein. Also einfach Musik anhören und seine eigenen Schubladen bauen, einfach nur umzuwissen auf was für Musik man grad lust hat, ich kann mir z.B mit Pink Floyd´s Wish you were here, so sehr ich das Album liebe, richtig die Laune versauen da ich dabei immer Melancholisch werde, ergo ist das Album bei mir in der Melancholieschublade, und wenn ich dich jetzt mit meinem "progressiven" Gelaber total verwirrt hab ist alles in Ordnung.

  4. #4
    Mod Emeritus Avatar von Samuel_Groth

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    Samuel_Groth ist offline
    Dazu sage ich nur:
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  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Spieleinlied

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    Genieß die Musik und scheiss auf den Rest. Genres sind für Plattenläden und Idioten die in Foren drüber disskutieren.
    Mach dir in der Beziehung einfach kein Stress.

  6. #6
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    Roman_BME ist offline
    Genau das ist mein Denken... Jeder sortiert es anders, jeder hat seine eigenen "Schubladen".
    Diese Denkweise ist wirklich nur etwas für irgendwelche Medienfuzzis, außerdem - wenn ich den Musikstil meiner Band in ein Genre sortieren müsste, käme da Deathblackgothicheavymetalprogressi verockmetalschwedenblavikingblubber raus... was bringt das? Wenn mir irgend eine Musik gefällt, oder auch nicht, wird wohl kaum ein Genre was dran ändern, oder?

  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von ProgRog

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    Hmhmhm... was ist Progressive/progressiv?

    Ursprünglich wurde der Begriff von Labels ins Leben gerufen, um "ungewöhnliche" und "unpassende" Bands erstens irgendwo einteilen und zweitens besser vermarkten zu können.
    Progressive (Rock, Metal, was auch immer) ist also einfach nur ein Genre, muss also nicht zwangsweise etwas über eine Band aussagen.

    Progressiv im eigentlichen Sinne heißt fortschrittlich. Fortschrittlich deshalb, weil Bands wie Genesis, Yes, King Crimson auf einmal unübliche Einflüße in ihre Musik einbrachten. Andere Instrumentierungen, komplexere Harmonien, Rhythmik und Klanggestaltungen... teilweise Annäherung an Kunstmusik usw.

    Aber dass eine Band, die laut Genre Progressive (Rock, Metal, was auch immer) macht, auch wirklich progressiv bzw. fortschrittlich ist, ist nicht von Haus aus gegeben. Progressive steht heut halt oftmals für krumme Takte, ungewöhnlicher Songaufbau, bissl komische Harmonien...


  8. #8
    Gesperrter Benutzer Avatar von Petruccis Son

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    Ich habe noch nie so eine gute Formulierung des Begriffes Progressive Rock gehört wie diese hier von ProgRog^^. Kompliment!

    Ich hab mir schon oft die Frage gestellt, wie Leute sagen können, z.B. Spock's Beard sei nicht progressive. Weil da denk ich mir immer, progressive heißt fortgeschritten; und das sind Spock's Beard ja zweifellos! Ich finde, man kann den Begriff nicht nur mit krummen Takten oder komischen Harmonien definieren, sondern muss auch sehen, wie ProgRog gesagt hat, dass es hier EIGENTLICH nur um "ungewöhnliche" und "unpassende" Bands gehen SOLLTE.

    Eine Frage steht mir allerdings schon seit einiger Zeit offen. Wie genau unterscheidet man Art- und Progressive Rock?
    Ich weiß, viele sagen, das eine stammt mehr von der Klassik ab, das andre mehr vom Jazz. Aber trotzdem finde ich, dass beispielsweise Six Degrees Of Inner Turbulence viel mehr Elemente der Klassik hat als Elemente des Jazz.

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von HevyDevy

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    HevyDevy ist offline
    Ich hab mir schon oft die Frage gestellt, wie Leute sagen können, z.B. Spock's Beard sei nicht progressive. Weil da denk ich mir immer, progressive heißt fortgeschritten; und das sind Spock's Beard ja zweifellos! Ich finde, man kann den Begriff nicht nur mit krummen Takten oder komischen Harmonien definieren, sondern muss auch sehen, wie ProgRog gesagt hat, dass es hier EIGENTLICH nur um "ungewöhnliche" und "unpassende" Bands gehen SOLLTE.
    Da hast du ProgRog's Post missverstanden.

    "Progressive" war in den 70ern eher Geisteshaltung, anstatt an konkreten Stilelementen festzumachender Begriff. Wie gesagt, es ging damals darum, das vorhandene Spektrum der Rock-Musik zu erweitern. Heutige Bands wie Spock's Beard, die nur die Stilelemente von damals wiederbeleben, als "progressive" im Sinne von King Crimson oder Pink Floyd zu bezeichnen ist völliger Schwachsinn. Das gleiche gilt für die Flower Kings, Transatlantic oder auch Dream Theater (die ja stellenweise zur Muse-Coverband mutierten) und wie sie alle heissen.

    Wirklich "fortschrittliche" Bands, die im Geiste des klassischen Prog-Rocks das vorhandene/bekannte Spektrum der (Rock-) Musik erweitern, findet man heute eigentlich überall, nur nicht da, wo "Progressive Rock" draufsteht.

    Progressive Rock bedeutet heute nicht mehr, als eine Ansammlung bestimmter Stilelement. Wenn ich an "progressive" im Sinne von "fortschrittlich" denke, dann kommen mir eher Radiohead's "Kid A", Ulver's "Blood Inside" oder Infidel?/Castro!'s "Bioentropic Damage Fractal" in den Sinn. Wobei man da eigentlich schon wieder im Experimental-Bereich gelandet ist, womit der nächste Begriffsstreit schon vorprogrammiert ist...
    Geändert von HevyDevy (21.04.2009 um 22:34:15 Uhr)
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