Panning-Tipps!

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Hallo!
Dieses Thema beschäftigt mich nun schon seit einiger Zeit!
Bis jetzt habe ich es bei meinen Aufnahmen immer so gemacht, z.B Gitarren (und um die geht es hier hauptsächlich) komplett 100% nach links oder rechts zu pannen.
Aber wenn ich mir professionelle Aufnahmen anhöre ist mir mal aufgefallen, dass man zwar denkt, das z.b die eine Gitarre nur links zu hören ist, aber wenn man dann bei Winamp als Beispiel mal nach rechts pannt hört man auch leise was....

Wenn ich aber was aufnehme und z.B nur 80% oder noch weniger nach außen panne, dann klingt das nicht mehr so weit und breit (called: wall of sound), wie machen die Profis das?
Gibt es da irgendwelche Tipps?

Wäre für gute Antworten dankbar,

Cheers,
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Schau mal in der Sufu unter "Gitarre doppeln" oder "Doppeln"...
Meist wird die Gitarre einmal auf 100% gelegt und dann nochmal etwas weiter in der Mitte positioniert. Dadurch wird der Sound "breiter" und fetter.
MfG,
DaveDee
 
Kommt warscheinlich imho vom hall bzw raum klang.
 
Ja, das könnte sein! Oder die Gitarren sind "über Kreuz" gedoppelt und auf der Doppel-Spur etwas leiser und mehr in der Mitte positioniert.
MfG,
DaveDee
 
soweit ich mich erinnere hat kosh mal geschrieben daß er 4 Gitarrenspuren einspielt, die Anordnung wäre dann so wie Dave Dee es geschrieben hat.
4 Gitarrenspuren einspielen die gut synchron laufen ist mir vor allem bei schnelleren Sachen oft zu heftig, ich habe es deswegen auch schon so gamacht daß ich eine etwas leiser abgemischte dritte Gitarre in die Mitte lege, die das Thema vereinfacht spielt, also z.B. nur mit klingenden Akkorden unterstützt. Oder/und daß ich die beiden ersten Rhy-Gitarren nur auf 80% panne.
 
Es kommt auch auf die Summe an bzw. wie weit du das gesamte Bild in die Stereobreite ziehst ... du kannst die Gitarren beim Mix nur ganz wenig nach außen ziehen und dafür beim Mastering (Pre-Mastering) mit nem Stereo-Expander alles verbreitern ... das macht auch einen großen Teil aus! Und ich nehme übrigens auch jede Spur, auch wenn nicht ganz genau gleich, 4 mal auf ... da kann man sich dann immer noch im Panorama spielen!

Grüße

Manuel
 
Meine Frage hat nicht mit dem Thema zu tun, sondern eher mit der Ueberschrift...

also fuer ein Schuleproejtk, will ich eine Sounddatei erstellen, in der es fast nur ums Panning geht.
Ich arbeite mit Cubase LE und das pannen anch rechts und links geht ja noch, aber wie kann ich das nach oben und unten oder von vorne nach hinten machen?

Das Problem bei der sache ist, dass wir das ueber ein Headset machen muessen, ist das moeglich?

bitte um hilfe


PS.: Ich weiß nicht, ob es nur mir so scheint, aber man nehme das Bsp. Stone Sour - Choose
entweder es kommt von unten nach oben oder es ist einfach nur Fade-In

Hier ein Ausschnitt

http://www.dateihoster.net/preview.php?file=910587fa9c84e51f840b41908.mp3
 
Vorne und hinten bekommst Du über Hall hin. Oben unten kannste Knicken denke ich :redface:
 
Vorne und hinten bekommst Du über Hall hin. Oben unten kannste Knicken denke ich :redface:



Gut, vorne/hinten wuerde mich schon reichen, ich habs grad mal mit 3 versch. Hall Plug-Ins probiert, aber klappen tuts nicht?

Problem ist halt, dass ich mich nicht mit Hall beschaeftigt, ich hab halt bei Rap-Produktionen immer so nen kleinen Hall, aber um richtige Effekte zu erzielen kenn ich mich nicht genug aus.

Wie geht sowas?Wie geht man am besten vor?

38°


PS.: Habs mit dem Lexicon-Hall, Reverb B (bei Cubase LE von anfang an drin) und mit Class Reverb probiert.
 
Vorne und hinten bekommst Du über Hall hin. Oben unten kannste Knicken denke ich :redface:



Gut, vorne/hinten wuerde mich schon reichen, ich habs grad mal mit 3 versch. Hall Plug-Ins probiert, aber klappen tuts nicht?

Problem ist halt, dass ich mich nicht mit Hall beschaeftigt, ich hab halt bei Rap-Produktionen immer so nen kleinen Hall, aber um richtige Effekte zu erzielen kenn ich mich nicht genug aus.

Wie geht sowas?Wie geht man am besten vor?

38°


PS.: Habs mit dem Lexicon-Hall, Reverb B (bei Cubase LE von anfang an drin) und mit Classic Reverb probiert.
 
Hi,

Für Tiefenstaffelung reicht es nicht, einfach verschiedene Hall-Presets zu verwenden.
Man muss sozusagen die Naturgegebenheiten nachbauen (ein paar Beispiele):

Signale, die von weiter weg kommen, sind:

- Im Extremfall leiserer als der Hallanteil (also mehr Hall reindrehen)

- Der Hall kommt praktisch fast gleichzeitig mit dem Direkt-Signal an (kurzes Pre-Delay)

- Beim direkten Signal sind die unteren Mitten (100-400Hz) und die Präsenz (2-6kHz)
entwas abgeschwächt (also mittels EQ das rausnehmen, was das Signal sonst nach vorne bringt)

- Durch den Luftwiderstand sind generell die Höhen leicht abgesenkt (auch beim Hall).

- So wie in der Fotografie der Hintergrund gerne leicht verschwommen gemacht wird, ist so eine "Verschmierung" im Audio-Bereich durch Chorus, Flanger bzw Phaser auch erreichbar, was u.a. auch die Transienten entschärft.

- Auch schnelle Komprimierung, die die Transienten "kaputt" mach, nimmt dem Signal die Direktheit und damit den Eindruck, dass es vorne steht.

- Wenn ein Signal weiter weg ist, dann kommt das Direkt-Signal eher aus einer Richtung. Der Hall kann also ruhig weit nach außen gepannt sein, das Direkt Signal sollte aber eher schmaler (am besten Mono) und max. nur leicht gepannt sein.

lg. JayT.
 
Zur Vorne/Hinten-Orung: Das wirst du mit den Boardmitteln von Cubase nicht so direkt hinbekommen, weil es nicht dafür gemacht ist. Musik produziert man normalerweise in Stereo mit dem ziel, das man das ganze auf zwei Boxen hört, die vor einem stehen. Das gibt es kein vorne/hinten. Dann erst bei Surround, aber da hat man halt hinten Boxen, also zusätzliche Kanäle, die könnte man dann auch entsprechend pannen.

Kopfhörer sind ein ganz anderes Wiedergabegerät als Boxen. Wenn man Musik über Kopfhörer hört, die auf normalen Stereoboxen gemischtb wurde, ist das eigentlich "verfälscht" und nicht "Korrekt" wiedergegeben, weil sich die Musik "im Kopf "abspielt, obwohl sie ja eigentlich so gemischt wurde, dass man sie vor sich hat.

Nun hat der Mensch ja nur zwei Ohren und kann dennoch vorne/hinten wahrnehmen. Daher ist es auch durchaus möglich über Kopfhörer einen solchen Effekt zu erzielen, aber das Bedarf besonderer Mittel weil da eben auch andere Dinge eine Rolle spielen, als nur der Lautstärkeunterschied zwischn den beiden Signalen (der Panregler macht ja nichts anderes), sondern auch Laufzeitunterschiede zwischen links/rechts, Phasenändrungen etc. Am einfachsten bekommt man solche Effekte hin, wenn man gezielt dafür aufnimmt, mit einem sogenannten Kunstkopf. Das ist vereinfacht gesagt eine Schaufensterpuppe, die in ihren Ohren Mikrofone hat. Wenn man um die Puppe läuft und labert, und das aufnimmt, und sich die Aufname anschließend über Kopfhörer anhört, dann hört man entsprechend, wie jemand um einen herumläuft und labert. Da kann man sehr lustige Sachen mit machen, hier gab es mal einen Thread dazu mit einer sehr lustigen Aufnahme:
https://www.musiker-board.de/vb/knowhow/238888-binaural-aufnehmen-illusion-f-rs-ohr.html
Es gibt aber auch die Möglichekit sowas künstlich zu erzeugen mithilfe bestimmter Rechenmodelle. Es gibt Kopfhörer, die sowas eingebaut haben, und aus den 6 Surroundkanälen ein Binaurales Kopfhörersignal berechnen, so dass es sich über Kopfhörer so anhört, als habe man ein Surroundboxen-Set ums ich aufgebaut. Sowas gibt es bestimmt auch in Software. In den verlinkten Thread mit dem "Virtual Babershop" gibt es auf der Zweiten Seite Beiträge von jemandem (UranusEXP), der sich damit wohl schon auseinander gesetzt hat ;) Wow, und der bietet dort sogar fettgedruckt explizit an, dass er solche Master für jemanden erstellt (und offensichtlich bekommt er es doch mit "normalen" mitteln eines Stereo-Mastering Programms hin?) Das wäre ja was für dich!
 

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