Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Euphemismus

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    Lächeln [Bass] - Warwick Corvette $$5 Zebrano

    Der Bass
    Der Zebrano ist eine auf 30 Stück limitierte Sonderedition der Corvette $$ (Doublebuck) Serie und weist grundsätzlich deren Eigenheiten auf. Natürlich befindet sich ein Custom-Shop Schildchen in der Rückseite der Kopfplatte.
    Soweit die rationalen angaben :-)
    Vergangenes Jahr im Oktober war ich auf der Suche nach einem 5-Saiter, nachdem ich mit meiner schwarzen Warwick Corvette $$4 noch ein paar tiefere Töne vermisste.
    Nach langem Suchen nach dem passenden Bass kam ich dann in einen Laden der ua. dieses Baby führte. Also schnell einen Mesa angeschlossen und durchgetestet. Liebe auf den ersten Blick :-) Straff, schwer, voller Ton und - worauf es wirklich ankommt - super gutes Gefühl (für mich) am Hals, so wie angenehme Form. Also gekauft.

    Specs
    Wie schon gesagt, besitzt der Bass die üblichen Warwick Corvette Merkmale...
    • Just-a-Nut Sattel
    • Warwick 2-Piece Bridge & Mechaniken
    • zwei passive MEC Humbucker
    • aktiver MEC Preamp
    • Seriell/Parallel/Singlecoil
    • Volume (Push/Pull, aktiv/passiv), Tonabnehmer Blende, Treble, Bass
    • Glockenmessing Bundstäbchen
    • Ovangkol Hals
    • Wenge Griffbrett
    • geschraubter Hals

    Dazu gibt es noch einen matched Headstock :-)
    Warwick schreibt über Zebrano:

    Zebrano wächst in weiten Teilen Afrikas und ist kein gefährdetes Hartholz. Seine farbe ist dunklebraun mit gelblichen, hellen
    Streifen. Klanglich weist es eine tiefe Fülle auf, ist sehr powervoll mit klaren Brillanzen.

    Verarbeitung
    Wie bei einem auf 30 Stück limitierten Bass zu erwarten, gibts hier nichts zu meckern. Keine Grate an den Bundstäbchen, der Hals steht wie eine Eins - rundum sehr sauber verarbeitet.

    Elektronik
    Die beiden passiven MEC Humbucker können jeweils als Singlecoil, parallel oder seriell geschaltet werden. Zusammen mit dem aktiven MEC 2-Band EQ ergeben sich hier durchaus interessante Soundmöglichkeiten die durch die stufenlose Überblendung zwischen den Tonabnehmern ergänzt werden. Natürlich kann der Preamp per Push/Pull Poti (Volume) einfach ausgeschaltet werden.

    Klang
    Man hört oft, dass Warwick Bässe "mumpfig" und "untenrum undefiniert" klingen sollen. Das wird hier eindeutig widerlegt. Die werksmäßigen Warwick EMP Saiten sind einen tick weniger "knurrig" als die Blacklabels die ich sonst verwende und klingen mit dem Bass zusammen absolut brilliant. Durch das Zebrano bekommt der Bass im Vergleich zu den normalen Sumpfesche-Korpi dieser Serie einen etwas "kräftigeren" Ton - schwer zu beschreiben - man merkt jedoch irgendwie jedes Kilo mehr Dichte. Im Prinzip ist durch die Schaltung der Pickups und das Stufenlose Überblenden zwischen den Tonabnehmern vom Sound her so ziemlich alles möglich. Am wohlsten fühlt sich der Bass (m.M.n.) aber bei Rock oder Heavy. So als Beispiel meine Einstellungen für Cover-Band und Heavy Metal Band:
    • Kiss (Detroit Rock City) -> aktiv, S 100% parallel, leichter Bass Push, Treble ca. 20% push
    • Low-B Metal -> aktiv, H 80% Singlecoil, S 20% Parallel, EQ flat
    Wie man sieht, eine Menge Möglichkeiten zu variieren und sich auszutoben :-)
    Anzumerken ist, dass der Bass auch passiv einen sehr ausgewogenen und definierten Klang hat.
    Der Bass-Regler ist mit Vorsicht zu genießen: Mehr als einen leichten Push an der Stelle und Sound kann ziemlich "wummerig" werden. Mit dem Treble-Regler lassen sich die Höhen so anheben, dass man auch gute Slapsounds hinbekommt, wobei das keine explizite Stärke des Basses ist.

    Bespielbarkeit
    Allein mit den Werkseinstellungen ist der Bass schon perfekt bis in die hohen lagen bespielbar. Der massive Hals behindert nicht, Korpus ist ausgewogen - man komm überall hin.

    Fazit

    Obwohl ich mit meinem $$4 ebenfalls sehr zufrieden bin, hätte eigentlich nicht noch einmal ein Warwick sein müssen - Er fühlte sich aber so gut an, dass ich nicht widerstehen konnte (damn GAS). Bespielbarkeit und Klang passen auf jeden Fall und mit wenigen Einstellungen am Bass lassen sich für so ziemlich jede Gelegenheit die passenden Sounds zaubern. Auch wenn man es kaum glauben mag: Er fühlt sich nicht nur bei Rock wohl :-) Akustik-Gigs, Cover-Pop/Rock und Heavy Metal waren bislang kein Problem.

    Pros:

    • Super Verarbeitung
    • Klanglich sehr variabel
    • feinste Materialien

    Cons:

    • Gewicht liegt bei 5kg. 3-4 Stunden Probe == Rückenschmerzen...
    • Ein Satz EMPs kostet ~43 EUR


    Soundsamples kann ich eventuell nach der nächsten Probe nachliefern, da ich sowieso noch welche über den Mesa (nächstes Review) machen wollte :-)

    Mehr info: Herstellerlink

    Wer Schreibfehler findet, darf sie behalten
    Angehängte Grafiken

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Euphemismus

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    Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen - anbei ein paar Samples.
    Ich habe mir überlegt, dass es interessanter sein dürfte, wirklich was vom Klang des Basses zu hören, also plain Tonleiter (Basis D) direkt ins Zoom H4 - keine Riffs, alle Saiten.

    Und keine Beschwerden über meine schlechte Technik ;-)

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von Blastphemer666

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    Vielen Dank, für das tolle Review, das gibt Punkte!

    Zebrano ist zumindest vom Aussehen her ein wirklich sehr schönes Holz, schade, dass es so schwer ist.

    Soweit man von den Samples ausgehen kann, ist der Sound meiner $$ aus Sumpfesche sehr ähnlich, allerdings denke ich, dass meine Mitten ein wenig gezügelter sind, deiner klingt ja teilweise - passend zum Holz - nach der Steppe mit seinen brüllenden Wildkatzen! Vllt meintest du das auch mit dem "festeren" Ton?

    Wirklich sehr schön, die 'vette Zebrano hat jetzt definitiv für mich Traumbassqualitäten.
    "Aber wo 'n Thumb basst, klampft sonst nix mehr"- ratking

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Crossdrop

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    Danke für die Samples. Langsam bin ich wieder überzeugt, dass ich mir ein ähnliches Ding hole. Allerdings evtl mit Bubinga-Korpus ausm Custom-Shop, find ich optisch schöner. Bubinga und Zebrano dürfte ja ähnlich klingen...

    Achso, eine Frage hätte ich noch: Ist das die Nr. 1 Special Edition, mit dem einteiligen Zebrano-Korous, oder die aktuelle "SE II" mit einem Hinterteil aus Sumpfesche?
    Geändert von bassterix (17.04.2009 um 14:35:18 Uhr)

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Euphemismus

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    Zitat von Blastphemer666 Beitrag anzeigen
    deiner klingt ja teilweise - passend zum Holz - nach der Steppe mit seinen brüllenden Wildkatzen! Vllt meintest du das auch mit dem "festeren" Ton?
    ich meinte damit, dass der Ton mMn. eine Spur straffer und differenzierter im tiefen Bereich klingt. Tiefer Bereich ist bei mir alles Richtung H-Saite ;-) Viele Bässe fangen an, da die Definition zu verlieren.

    Zitat von Crossdrop Beitrag anzeigen
    Danke für die Samples. Langsam bin ich wieder überzeugt, dass ich mir ein ähnliches Ding hole. Allerdings evtl mit Bubinga-Korpus ausm Custom-Shop, find ich optisch schöner. Bubinga und Zebrano dürfte ja ähnlich klingen...
    Keine Ursache :-) Dank geht an d'Averc der mich dazu angeregt hat!
    Laut d'Averc ( "... m.e. noch besser als die bubinga-version." ) sind wohl auch gute Unterschiede zwischen Bubinga und Zebrano zu hören. Kann ich an dieser Stelle nicht bestätigen oder dementieren, da ich den Bubinga nur trocken angespielt hatte. Eventuell machen hier die EMP Saiten aber auch nochmal was aus, da sie nicht so aggressiv wie die Blacklabels klingen.

    Zitat von Crossdrop Beitrag anzeigen
    Achso, eine Frage hätte ich noch: Ist das die Nr. 1 Special Edition, mit dem einteiligen Zebrano-Korous, oder die aktuelle "SE II" mit einem Hinterteil aus Sumpfesche?
    Das ist die 1er - Also massiv Zebrano mit ( 4-Punkt ) angeschraubtem Ovangkol Hals. Kann mir gut vorstellen, dass der SE II einen Ticken leichter ist ( 4 - 4,5 kg dann vielleicht ) wegen der geringeren Dichte der Sumpfesche.

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Lindex

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    Ich habe den gleichen aus der ersten Serie (Ltd. Ed. 2008) und bin auch absolut begeistert von dem Kerl.

    Wobei ich allerdings andere Saiten aufgezogen habe, und zwar DR LoRider Nickelwound in 045-125, die für mich perfekt passen.
    Ich mag den kultivierteren Höhenbereich von Nickelsaiten lieber als das Gedengel von Stahl, die DR Sunbeams wiederum waren mir etwas zu zahm im Attack und hatten ein etwas reicheres Obertonspektrum (was ich auf anderen Bässen klasse finde!), aber zum Warwick-Knurr passen meiner Meinung nach die etwas erdigeren und strafferen LoRider einen Tick besser.

    Aber alles Geschmackssache.

    Verarbeitung, Optik etc. jedenfalls alles erste Sahne.
    Buckshot - der Donnerklang vom Taunushang
    Wussten Sie schon?
    Kratzer und Lackschäden werden wie neu, wenn man sie regelmäßig mit einem Hammer oder einem alten Nagel nacharbeitet!

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