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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Euphemismus

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    [Akustik-Bass] Ibanez EWB205WNE-NT

    [Bass] Ibanez EWB205WNE-NT

    Das Schätzchen habe ich mir für ein Akustik-Projekt (Tracy Chapman Cover) gekauft, da mein billiger Aku-Bass einfach nicht gut geklungen hatte. Wenn man einen Fünfsaiter Aku-Bass halbwegs bezahlbar haben möchte, wird die Auswahl dann schon recht schnell eng.
    War in einigen Musikhäusern und habe auch einiges an Viersaitern bis c.a. 500 EUR ausprobiert und letztlich dann bei diesem Modell

    Ibanez EWB-205 WNE NT
    gelandet.
    Wem das zuviel Geld ist, aber dennoch viel Bass haben möchte, seien die Ibanez AEB8EBK empfohlen, die haben gute Hälse und klingen gut.
    Jedenfalls spiele ich den Bass seit ca. 5 Monaten und würde ihn auf jeden Fall wieder kaufen, auch wenn die Lieferzeiten extrem lange waren (>2 Monate). Wie ich genau zu diesem Bass gekommen bin, ist auch eine gute Geschichte ;-)
    Nachdem ich mit viel Recherche auf das spezielle Modell aufmerksam geworden war, wollte ich ihn natürlich auch mal anspielen. Der nächste Musikladen mit größerer Auswahl ist das Soundland in Fellbach/Stuttgart - also da hin, die hatten aber nur den 4er da. Der klang schon verboten gut, aber vom Handling her war AEB8 einfach besser. Also darauf gewartet bis der 5er endlich mal lieferbar war: Jeder Shop (Boardbetreiber, großes "T", Soundland, ... ) den ich angefragt hatte, bekam das Teil auf abesehbare Zeit nicht! Nur durch Zufall wurde eine ältere Bestellung vom Soundland doch früher ausgeliefert und so konnte ich den Bass "mal eben" antesten - und zwar über einen Barabass der dort herum stand. Das war auch auch der Grund warum mir den auch später noch gekauft habe - jedenfalls hat alles gepasst: Handling, Sound, Verarbeitung usw., also mitgenommen.

    Technik


    Der Bass ist aus der "Exotic Wood" Serie, was eigentlich nur bedeutet, dass der Bass eben aus nicht-standard Hölzern gebaut wurde.

    • Decke: Cordia
    • Boden/Seiten: Cordia
    • Hals: Mahagoni
    • Pickup: Fishman® Sonicore Pickup
    • Preamp: Ibanez SRTc Preamp
    • Steg & Sattel: Ibanez Ivorex II
    • Gurt: Ibanez Strap Button for Acoustic Guitars
    • Inlay: Abalone
    • Griffbrett: Rosewood
    • Batterie: 9V Block
    • Preis: 483 EUR (08/2010)

    Anschluss-/Regelmöglichkeiten:

    • Volume (Regler)
    • Treble Boost/Cut (Regler)
    • Mid Boost/Cut (Regler)
    • Bass Boost/Cut (Regler)
    • Anti-Feedback (Regler)
    • Chorus (On/Off)
    • Phase Reverse (On/Off)
    • 6.3mm Klinke
    • XLR Out (balanced)

    Zu den Frequenzgängen des Preamps habe ich leider keine Informationen gefunden.

    Besonderheiten:


    • Der Ibanez SRTc Preamp hat ein Stimmgerät eingebaut - mittlerweile eigentlich Standard, glaube ich - mit dem man ganz gut klar kommt. Kein Ersatz für ein richtig gutes Gerät wie z.B. einen Korg PitchBlack, aber für mal schnell durchstimmen schon zu gebrauchen
    • Viel Besser ist der Notch-Filter für Resonanzfrequenzen zwischen 100Hz und 300Hz
    • Besonders nett: Es gibt einen (leider nicht anpassbaren) Chorus-Effekt auf Knopfdruck
    • Batteriewechsel einfach über kleine Klappe bei den Anschlussbuchsen möglich
    Zusätzlich gibt es ein schickes Ibanez Gigbag und einen Gurt.

    Verarbeitung & Handling


    Bei einem Fünfsaiter stellt sich sowieso immer die Frage nach der B-Saite. Druckvoll? Schlabberig? So natürlich auch hier, besonders da es sich um ein günstigeres Modell handelt. Also habe ich die mal separat aufgenommen.
    Der Sattel ist recht "hoch" angesetzt, heißt: Die B-Saite ist verhältnismäßig hoch über dem Griffbrett, dass sie gut ausschwingen kann. Der (klar-)lackierte Hals ist angenehm dünn, dafür recht breit (Dicke: 20mm, Breite Sattel: 47mm, Breite 12. Bund: 62mm ) - als Resultat ist der Bass für mich in fast allen Lagen sehr angenehm bespielbar. Durch den abgestuften Sattel ist die Saitenlage natürlich relativ hoch und das mag nicht jedem passen. Und natürlich sind die hohen Lagen, also jenseits des 12. Bundes zwar gut erreichbar, dennoch nur mit etwas Kraftaufwand zu spielen. Für mich aber kein Problem, da sich der akustische Kram in der Regel <12. Bund abspielt. Also in dem Bereich schonmal eine gute Note von mir.
    Was mir extrem aufgefallen ist: Durch den Piezo im Steg zusammen mit den Bronze-Saiten kommen die Griffgeräusche und Berührungen der Saiten mit den Bundstäbchen ziemlich hell am Amp an. Kann ganz schön stören.
    Verarbeitung ist - wie ich bei einem Instrument in der Preisklasse auch erwarte - tadellos. Alles sauber eingepasst, Lack fehlerfrei, Hölzer gut gewählt und optisch passen zusammengefügt. Griffbrett, Inlay und die ganzen Verzierungen (z.B. um das Schallloch) sind sauber eingelegt und fehlerfrei. Also auch hier nichts zu meckern :-) Besonders schön finde ich den Cutaway, der einfach mal nicht standard ist. Also kein Halbkreis wie üblich, sondern ein Viertelkreis. Was dem Einen oder Anderen hier vielleicht nicht so zusagt ist, dass der Bass unverstärkt wirklich sehr leise ist.
    Preamp ist gut verarbeitet und der EQ greift sauber ins Geschehen ein - Macht genau das was er soll. Zudem ist er, wie ich finde, sehr übersichtlich aufgebaut.

    Ein paar Bilder


    Bass komplett


    Headstock


    Bridge


    Preamp (mit schmierigen Fingern)


    Backside


    Klinke + DI


    Schallloch


    Inlay


    Einsatz in der Band

    Ich setze den Bass in einer Tracy Chapman Cover-Band ein. Live leider noch keine Erfahrungen gemacht, aber in Proben kein Problem mit Feedbacks bekommen. Zu Livetauglichkeit kann ich also keine Aussage treffen. Über den Shuttle 6.0 (+ 2x10 FMC Neo) oder den Barabass klingt das alles super. Normaler Weise nehme ich die Mitten und Höhen am Bass ein wenig raus, da sie mir über so cleane Amps dann etwas zu spitz vorkommen. Zudem gibt es bei den Bronze-Saiten meiner Meinung nach zuviel Nebengeräusche. Ich habe noch die Werkssaiten drauf und habe noch keinen passenden Ersatz gefunden, da ich kein großer Fan von Bronze-Saiten bin.
    Der Chorus ist zwar eine nette Spielerei, nur kann man ihn nicht kontrollieren - An/Aus - keine Möglichkeit die Intensität o.ä. einzustellen. Als Resultat kann man ihn, wenn überhaupt, nur in den seltensten Fällen einsetzen.

    Fazit

    Für den Preis sicher eine Menge Menge Bass fürs Geld - der Preamp ist wirklich Gold wert weil er für den Bass gefühlt und gehört genau in die richtigen Frequnezen ein. Verarbeitung außerordentlich gut und der Klang verstärkt wirklich super! Da gibts nicht mehr viel dazu zu sagen, oder? :-)

    Pro

    • Verarbeitung(!)
    • Klang
    • sinnvoller Preamp
    • gutes Gigbag

    Kontra

    • Unverstärkt sehr leise

    Soundsamples


    Sind alle über den Barabass Phones-Out in mein Laptop Line-In aufgenommen. Den letzten Teil des Riffs spiele ich auf der B-Saite. Saiten sind (noch) die Werkssaiten, also leider nicht die Besten (für meinen Geschmack).

    Ich hoff mal, dass ich nix vergessen habe ;-)
    Angehängte Grafiken
    Geändert von Martin Hofmann (29.01.2011 um 13:58:17 Uhr) Grund: Link repariert

  2. #2
    Uli
    Mod Emeritus+Vintage HCA Avatar von Uli

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    Das ist ja mal ein schickes Teil!

    Stringspacing und Gewicht hätten mich noch interessiert, aber ansonsten wieder mal ein beispielhaftes Review, erste Sahne!

  3. #3
    .s
    Redaktion Avatar von .s

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    Tolles Review - Toller Bass
    Liebe Grüße, sonnie Ich bin auf unbestimmte Zeit offline, aber ich komme wieder. =)
    Flohmarkt: Acoustic 2x15 , Marshall 4x12 8412 Lead

    Du hast einen Interessanten Bericht/Test/Meldung geschrieben oder im Board gesehen? Schick mir, -Martin- oder Xytras eine PN und es landet vll. auf der Startseite!

  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Euphemismus

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    So... hier die Ergänzung:

    • Der Bass hat natürlich eine 34" Mensur
    • Wiegt 3.2 kg
    • Stringspacing bei 16mm

  5. #5
    Uli
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    Danke dafür!

    16mm ist ja recht eng, so auf Anhieb fällt mir kaum ein 5-Saiter ein, der das toppen könnte. Aber bei Akus ist ja zB Slapping kein Kriterium, deshalb kann man sich da eher einen schnellen Hals leisten, Bei E-Bässen wie zB dem K5 wirds bei dem Abstand dann schonmal was schwieriger.

    3.2kg ist jetzt zwar für einen Hollow nicht ultraleicht, aber im Vergleich zu einem E-Bass natürlich schon. Oft werden Akustik-Bässe ja auch sitzend gespielt, dann spielt es eh keine große Rolle mehr. Ich denke, daß sich der Luxus einer aufwändigeren Elektronik oder der XLR-Buchse auch in ein paar Zusatzgramm auswirkt.

    Alles in allem ein Bass, der mich auch interessieren könnte, muß mal sehen, ob ich ihn irgendwo anspielen kann.

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