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Thema: [Gitarre] - Vintage Icon V100 Relic Les Paul

  1. #161
    Registrierter Benutzer Avatar von CrazyKangaroo

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    CrazyKangaroo ist offline
    Hier: http://www.dv247.com/

    Das sollte der billigste Shop sein, erfahrungen hab ich damit leider noch keine gemacht, aber schlechtes hab ich noch nichts darüber gelesen
    Geheime Signatur entdeckt, Glückwunsch!

  2. #162
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    Ineomori ist offline
    Danke für die Antwort,das sieht sehr gut aus da man die Gitarre für ca 100€ billiger als in Deutschland bekommt. Durch das EU Abkommen dürften ja auch keine Zollgebühren anfallen oder?

  3. #163
    ac3
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    genau, da hab ich auch eine gekauft, kein zoll.

    du kannst du euro- pfund kurs beobachten dann kannst du noch was sparen

  4. #164
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    Dorgul ist offline

    hier mal mein Vergleich

    Bevor Ihr Euch alle gegenseitig zerstückelt hier mal meine Einschätzung nach Testspielen und Vergleich:

    Bisher hatte ich immer nur das "billig is geil (billig)" im Kopf. Auf der Musikmesse bei MuPro habe ich ne VS-100 Cherry an einem HK Switchblade gespielt. Später zuhause musste ich immer noch dran denken wie gut die klang, also Internet bemüht und rausgefunden dass die "Lemon Drop" Peter Green noch etwas geiler sein soll. Also nochmal zu MuPro:


    Ich habe vor Ort gespielt:
    - Epiphone Les Paul Custom (wie meine eigene; nur Mahagoni)
    - Vintage VS-100 Cherry (nur Mahagoni)
    - Vintage VS-100 Lemon Drop (Peter Green/Gary Moore; Mahagoni mit Ahorn-Auflage+Ahorn Funier)

    Verarbeitung:
    - Epi: Gut und sauber verarbeitet und natürlich die Hochglanzoptik (die mir eher zusagt; Preis bei 599€)
    - Vintage Cherry: sieht am Binding etwas sehr nach Plastik aus; wirkt etwas günstig, Relic eher wie wenn im Phantasialand was auf alt gebürstet wird; auf Entfernung aber sicherlich okay
    - Vintage Lemon Drop: sieht besser und wertiger aus als bei der Cherry, auch wenn ich die Cherry Färbung lieber mag; Oberfläche matt und angerauht ist gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht.

    Sound - Jetzt kommt der wichtigste Teil:
    Zuerst der Test am POD. Erdig klingen alle typisch Les Paul, die Epi mumpft aber etwas mehr als die Vintage und löst nicht so fein auf. Das zeigt sich schon akustisch da die beiden Vintage besser schwingen.
    Da ich die Les Paul Custom schon zuhause habe bin ich nach dem POD Test runter in die Amp Abteilung. Nach 3 Amps (Mesa 5:50, Engl Screamer und nen Marshall) war ganz klar die Lemon Drop der Sieger. Das Schwingungsverhalten ist wirklich toll.
    Mitgenommen habe ich die Lemon Drop, obwohl ich mich mit der Optik schwergetan habe. Bereut habe ich es nicht...
    Die Cherry war dagegen so ähnlich wie vorher der Vergleich mit der Epi, nicht schlecht aber nicht so lebhaft wie die Lemon Drop. Etwas matschiger im Sound und langsamere Ansprache, was ich auf das "nur" Mahagoni zurückführe.

    Zuhause hab ich erstmal GuitarRig 4 angeworfen, da der richtige Amp im Proberaum war. Nochmal die Epi Custom gegen die Lemon Drop gespielt:
    Die Vintage hat ganz leicht härtere Pick-Ups, etwas mehr Höhen und löst gerade Akkorde feiner auf. In jeder Position wirkt die Epi dagegen leblos(er). Falls es mal gerade zuviel ist, lassen sich die Höhen gut bedämpfen und es klingt immer noch wunderbar. Sustain ist ebenfalls besser.

    Im Proberaum spiele ich einen Engl Straight mit Röhren vom TAD an einer 2x12 Mesa Thiele Box, da zeigte sich das gleiche Bild. Unser anderer Gitarrist hat seine Gibson LP Standard gegen die Vintage an seinem JCM 800 bzw. seinem Fender Hot Rod getestet und war auch begeistert. Die Gibson ist natürlich auch eine sehr gute Gitarre, mir persönlich hat aber die Vintage vielleicht sogar etwas besser zugesagt.

    Fazit:
    Die Lemon-Drop ist ne tolle Gitarre, erst Recht für den Preis. Sie ist brauchbar, eher im Rock-Business zuhause und macht da ne echt gute Figur. Die Cherry hat vor dem Hintergrund in meinen Augen keine Daseins-Berechtigung...

    + saubere Pick-Ups
    + Sustain
    + lebendige Tonentwicklung
    + Preis/Leistung

    - Design muss man mögen (hab mich aber dran gewöhnt und bin jetzt auch zufrieden )
    - Gewicht (das Teil ist schwer, gut 4kg)
    (- passt nich in den Standard Epi-Koffer wegen leicht anderer Korpusform)

    Nebenbei: Es ist mir völlig egal aus welchem Holz/Mahagoni ne Gitarre ist, solang der Sound stimmt. Natürlich hat auch Gibson ne Berechtigung auf dem Markt, manchmal zumindest als Statussymbol...Allerdings finde ich die Preise für manche Modelle (z.B. für die LP Custom) auch wirklich überzogen.
    Mal sehen vielleicht kann ich aus der Epi mit anderen Pick-Ups noch was rausholen.

    Und: Nein ich bin kein Vintage, Fender, PRS, Epi, oder Gibson Jünger... Wenn überhaupt dann Kurweil - ich bin nämlich meistens Keyboarder

    Das Beste ist: Testet das Selbst! Und immer dran denken: Gerade bei den kleinen Firmen ist die Serienstreuung oft sehr hoch.

    Grüße,
    Dorgul

  5. #165
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    Dorgul ist offline
    Zitat von Dorgul Beitrag anzeigen

    Verarbeitung:
    - Epi: Gut und sauber verarbeitet und natürlich die Hochglanzoptik (die mir eher zusagt; Preis bei 599€)
    - Vintage Cherry: sieht am Binding etwas sehr nach Plastik aus; wirkt etwas günstig, Relic eher wie wenn im Phantasialand was auf alt gebürstet wird; auf Entfernung aber sicherlich okay
    - Vintage Lemon Drop: sieht besser und wertiger aus als bei der Cherry, auch wenn ich die Cherry Färbung lieber mag; Oberfläche matt und angerauht ist gewöhnungsbedürftig aber nicht schlecht.

    Dorgul
    Noch ein Nachtrag zur Verarbeitung: die Griffbrett Inlays sind bei der Vintage supersauber eingelegt. Die Epi hat hier kleine Ränder die etwas gespachtelt sind. Dabei hat die Vintage die Trapez-Inlays und die Epi Custom "nur" die Block-Inlays.
    Fiel mir gerade auf, weil ich mich gerade bei dem Thema mit meiner Selbstbau-Gitarre beschäftige...

  6. #166
    Registrierter Benutzer Avatar von viennamartin

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    viennamartin ist offline
    Hi!

    Nachdem ich diesen Artikel verfolgt habe - bei dem sich ja seit langer Zeit nix mehr getan hat - wurde ich wieder neugierig auf die Vintage Icon - in meinem Fall die Gary Moore/Peter Green V100MRPGM Paula in Lemon burst. Seit längerer Zeit habe ich auch eine Thomas Blug Strat in meiner Sammlung, die ist schon sehr gut, wurde von mir damals allerdings mehr im "Vorbeigehen" wegen des Preises gekauft (Abverkauf NEU 200,- Eier!!!). Ansonsten ist schon fast alles was es gibt durch meine Hände gewandert, zur Zeit spiele ich hauptsächlich meine Classic Paulas oder eine 2004er PRS Singlecut.

    Die Moore-Paula von Vintage hat mir immer gefallen, jedoch ergab es sich nie, immer kam irgendsoeine Gibbo, Musicman oder sonstirgendwas dazwischen ;-) Durch diesen Thread hier und daraufhinfolgend einiges durchstöbern von anderen Kritiken und Berichten im Netz hat sie mich dann jetzt doch so interessiert, daß ich es SELBER wissen wollte.

    Vorab: ja, unbedingt in England bestellen - ich hab mein Schätzchen dort um 355,- Euro neu inkl. Versand bekommen, dieser dauerte von England nach AT 3 (!!!) Tage (Händler dv247 - Geheimtip).

    Und ich bin wirklich absolut positiv überrascht. Soviel Gitarre für sowenig Geld gibts nirgends. Mir wurscht, in welcher Fernostfabrik die Gute zusammengebaut wurde, keine andere Marke gibt dir solch einen Gegenwert.

    Mein Modell ist distressed, allerdings nicht zu übertrieben. Nachwievor bin ich mir nicht sicher, ob ich sie für meine Coverband (alles von Rock, Blues, Pop bis hin zu Country & Metal) in 'normaler' E-Stimmung oder meine Heavy 'Stammband' in Drop-B einsetzen soll. Können tut sie nämlich beides - sowohl in E als auch Drop-B bringt sie die Bässe und Obertöne super rüber, die Bundreinheit ist NICHT nachzujustieren (Applaus).

    Gerade den tiefen Metalbereich bedient sie soundmäßig überraschend gut: die 'PAF-like' Wilkinson PUs bringen so eine rotzige teils brutale Verzerrung rüber daß man glauben könnte man geigt mit DiMarzios. Der bekannte out-of-phase Sound in der Mittelstellung macht sie auf der anderen Seite wieder für meine Coverband interessant, dieser quasi-wahwah Sound klingt total cool wenn man ihn nicht zu übertrieben einsetzt.

    Von der Verarbeitung her kann ich an meiner Vintage nix bemängeln (gut, sie ist distressed, da fällt wohl einiges weniger auf :-) ), Hals ist sehr sauber eingepaßt, Binding ist fein gemacht, die Inlays perfekt. Das satinartige Finish ist vor allem auf der Halsrückseite sehr fein, man fühlt sich rasch 'zuhause' auf dem relativ schnellen (60er) Hals! Schalter und Potis funken einwandfrei, nix wackelt, nix kratzt.

    Da ja auch die Mechaniken 1:1 kopiert wurden, heißt, es sind Löcher (sogar Abdrücke) der imaginären Originalmechaniken sichtbar, obwohl tatsächlich Wilkinsons (beim Original halt Grovers nehme ich an) montiert sind, hab ich die Gelegenheit genutzt und gleich ein paar passende Lockingdinger von Wilkinson draufgetan, die genau die gleiche Befestigungsbohrung wie die Aftermarkets haben, somit ist auch im Droptuning (mit 0.11ern) die Stimmung 100% zu jeder Zeit gegeben.

    Was fehlt noch? Aja, die Bespielbarkeit: ich spiele ziemlich schnell, und zwar bevorzugt mit der so schön genannten "Briefmarkensaitenlage". Zugegeben, auf meinen echten Paulas oder der PRS bringe ich die Saiten noch ein Quentchen tiefer über die Bünde ohne Schnarren, das bewegt sich dann allerdings im 1/10el mm-Bereich (E-Tuning 009, Drop-B 011) - außerdem ist zu tief dann wieder schlecht für die tiefen Obertöne auf der E-Saite, ist immer eine Gratwanderung, wie jeder weiß. Für Flitzesoli ist die Vintage jedenfalls allemal geeignet.

    Zurück nochmal zum Sound - gerade heulende Bluessounds spuckt der Neck-Wilkinson sensationell aus. Sustain ist je nach Effekten und Einstellung sicher vergleichsweise 80% von dem, was man mit einer gleich gut verstärkten Gibbo erreicht. Dazu nochmal eine Anmerkung zu den Soundvergleichen: jemand schrieb absolut richtig, daß man mit gleicher Ampeinstellung sehr schnell die eine gitarre SENSATIONELL und die andere MIES abtun kann - was unfair gegenüber der einen oder anderen ist. Die Vintage gehört nunmal anders eingestellt wie eine USA-Paula. Selbst bei Paula vs. Paula wird man immer eine haben, die subjektiv für einen selber besser klingt. Der nächste Hörer stellt vielleicht genau das Gegenteil fest.

    Fazit ist jedenfalls, daß Vintage für die Zukunft sicher mal eine gesuchte Angelegenheit werden könnte, ich überlege mir jetzt schon, mein kleines Eck dieser Schätzchen noch mehr damit aufzufüllen.

    Und bei aller wirklich sehr sehr guten Spielqualitäten, die sie mitbringt: wenn sie mal runterfällt und etwas kaputtgeht, muß man sich nicht gleich die Kugel geben (wobei, auch hier könnten nach einer gemeinsamen Zeit durchaus Tränen fließen :-) )
    3 Benutzer finden diesen Beitrag hilfreich.

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