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  • 3 Post By tuckster

Thema: [Amp] Koch Jupiter

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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    [Amp] Koch Jupiter

    Hallöchen zusammen,

    ich versuche mich hier mal an einem kleinen Review zu meinem neuen Koch Jupiter.

    Die hohe Schule des Saitenspezialistenslangs habe ich nie kennengelernt, also kann ich keine Aussage zu den scheinbar geläufigen Fachbegriffen wie "holziger Punch" oder "schmatzend" treffen
    Daher lasse ich mich auch nicht sonderlich zum Ton aus.

    Vorgeschichte:
    Ich wollte einen Vollröhrenverstärker für die Wohnung, bei dem man den Master nicht nur auf 0,1 stellen muss, um eine wohnungstaugliche Lautstärke zu bekommen.
    In einem Thread hatte ich fleissig Röhrenverstärker aufgezählt, die eine niedrige Ausgangsleistung bereitstellen (ja ich führe die Liste noch weiter).

    Was ich wollte:
    - weg von meinem Fender Mustang I (aus diversen Gründen), der trotzdem ein ganz hervoragender Verstärker ist
    - einen bluesigen Sound
    - FX Loop
    - Fusschalter
    - eine Möglichkeit zum Aufnehmen
    - Endstufenzerre im Schlafzimmer ( wie famos, ich glaube das wollen viele )
    - Geld ausgeben um die Kaufsucht zu befriedigen.....

    Nach Wochen der Rumsurferei war ich dann auf den Koch Jupiter gestossen. Das ist zwar kein reinrassiger Röhrenverstärker, soll sich aber durch die "ATR© Technology" (Authentic Tube Response) exakt so anhören.
    Da man das Schätzchen hier in der näheren Umgebung nicht antrifft, hatte ich einfach mal eine Bestellung bei Thomann aufgegeben, auch wenn eine Blindbestellung bei teureren Gerätschaften eigentlich nicht so mein Ding ist.
    Ein Tipp Am Rande: wenn ein Artikel nicht vorrätig ist, hilft es nicht, jeden Tag online zu prüfen ob sich was tut Auch ein genaues Datum bei der Verfügbarkeit bedeutet nicht, dass er dann auch vorhanden ist.

    Hier erstmal die allgemeinen Infos des Herstellers:
    Unique 45Watts amp design with ATR© Technology and dimmer control for tube saturated tube tone at any volume.

    2 x 12AX7 in preamp and poweramp

    Three foot-switchable channels:
    Clean, Overdrive and High-gain overdrive

    Two sets of independant gain and volume controls

    Three band EQ with contour switch

    4, 8 and 16ohm speaker outputs

    1 x 12" speaker

    Buffered effects loop

    Speaker emulated output with passive filter

    Spring type reverb with front mounted control

    Two button footswitch (included) with:
    - Channel select
    - Gain Boost or Reverb on/off
    (Selectable on back panel)

    Combo Dimensions 54(w) x 46(h) x 26(d) cm
    Weight Combo 16.7 kg
    Quelle: koch-amps.com

    Abgeholt, ausgepackt:
    [Amp] Koch Jupiter-img_20120314_180534.jpg [Amp] Koch Jupiter-img_20120314_181031.jpg [Amp] Koch Jupiter-img_20120314_181000.jpg

    Von der Verarbeitung her kann man nicht meckern. Auf Youtube gibt es ein Video in dem gesagt wird, dass es die günstige Produktreihe (es gibt noch den baugleichen Startrooper der auf Metal getrimmt ist) von Koch sei und dementsprechend eine Mosfet-Endstufe statt Röhren und ein digitaler Hall statt Hallfeder verwendet werden. Auch wenn es die "Billigschiene" ist, so gibt es an der Verarbeitug nichts zu meckern! Ganz im Gegenteil, Tolex sauber verklebt, robustes Gehäuse, geschützte Ecken, stabile Gummifüsse. Innen gibt es zwei Klettbänder um Kabel und Fusschalter zu befestigen (der Fusschalter wird mitgeliefert).
    Ich muss sagen, ich war positiv überrascht

    Anmerkungen zu den Herstellerinfos von oben:

    Unique 45Watts amp design with ATR© Technology and dimmer control for tube saturated tube tone at any volume.
    Die Ausgangsleistung bezieht sich auf den angeschlossenen Lautsprecher im Combo (8 Ohm).
    Auf der Rückseite ist folgendes angegeben:
    1x16 Ohm: 35W
    1x8 oder 2x16 Ohm: 45W
    2x8 oder 1x4 Ohm: 50W

    2 x 12AX7 in preamp and poweramp
    "poweramp" ist ein wenig irreführend, da die Röhre zwar tatsächlich für die Endstufe gedacht ist, lt. Koch jedoch nicht für die Verstärkung, sondern für die Klangformung gedacht ist.
    Die Verstärkung kommt aus zwei Transistoren.

    Three foot-switchable channels:
    Clean, Overdrive and High-gain overdrive
    Two sets of independant gain and volume controls

    Eigentlich sind es zwei Kanäle "Cool" und "Hot", wobei dann der "High-Gain Overdrive" die zusätzliche Boostfunktion des Hot-Kanals ist.

    Three band EQ with contour switch
    Der Contour-Schalter hebt die Mitten hervor.

    4, 8 and 16ohm speaker outputs
    Zwei Ausgänge vorhanden.

    Speaker emulated output with passive filter
    Noch keine Möglichkeit vorhanden um ihn bei mir auszuprobieren.

    Spring type reverb with front mounted control
    Hmm ja, es ist ein Belton Reverbklotz verbaut. Definitiv kein Spring Reverb wie es bei Thomann angegeben ist.

    Two button footswitch (included)
    Super Sache! Erster Schalter für Cool/Hot-Umschaltung, zweiter Schalter entweder für den Boost im Hot-Kanal oder für Reverb.
    Auf der Rückseite des Verstärker kann man mit einem Schlater festlegen, welche Funktion der zweite Taster übernehmen soll.
    Nutzt man den Fussschalter, kann man die entsprechenden Schalter am Kombo nicht mehr nutzen --> Kanalumschalter & Boost.

    Combo Dimensions 54(w) x 46(h) x 26(d) cm
    Weight Combo 16.7 kg

    ~17Kg hören sich gar nicht sooo schwer an, er ist aber definitiv zu schwer, um ihn mal eben mit der U-Bahn zu transportieren.


    Losgelegt:

    Zuerst den Cool-Kanal ausgewählt und an den geschmeidig laufenden Potis rumgedreht. Man kommt da gut in Richtung Fender was den Bassanteil angeht.
    Möchte man ein extremes Clean ohne die kleinste Zerre, dreht man einfach den Dimmer komplett auf und lässt den Volumenregler irgendwo in der ersten Hälfte.
    Dank "ATR© Technology" kann man aber auch den Clean Kanal trotz Single Coil zum Zerren bringen. Volumen irgendwo in der zweiten Hälfte stehen lassen, Gain aufdrehen und den Dimmer je nach Wohnlage weit zudrehen
    Lt. Anleitung erhält man nämlich eine saftige Endstufenzerre, wenn man den Volumenregler über 5 dreht.

    Der Hot-Kanal geht von leicht verzerrt über AC/DC und mit der Boostfunktion noch ein winziges Stück weiter. Steht man auf Schwermetal, sollte man sich aber eher nach dem Startrooper umschauen.
    Der ist gainlastiger ist und hat ein anderes, metaltauglicheres Voicing.
    Mir persönlich gefällt die "simulierte" Endstufenzerre im Hot-Kanal sehr gut. Gain und Volume auf volle Pulle Da bekommt man dann so einen richtig schönen, grobkörnigen (oh nein, jetzt doch ein Fachbegriffe aus den Giterrenmagazinen...) Zerrsound.
    Der riecht nach Testosteron
    Leider muss man dann je nach Wohnlage den Dimmerregler fast komplett zudrehen Weniger männlich....
    Soviel zum Thema "ich möchte einen Verstärker bei dem der Master nicht immer auf 0,1 steht"

    Zum Schluss noch kurz zum Reverb: es handelt sich wie schon angesprochen um Digitaltechnik. Verbaut ist das Belton Modul BTDR-1H-M mit max. 2,5s Hallzeit.
    Hört sich gut an, steht seit dem Auspacken auf 12 Uhr.

    Eingeweide:
    [Amp] Koch Jupiter-img_20120316_120304.jpg


    Fazit: ein wenig am Ziel vorbeigeschossen, da ich ja einen Verstärker wollte, bei dem man in der Wohnung mal alle Knöpfe schön aufdrehen kann.
    Dennoch ein toller Sound, gute Verarbeitung und endlich ein FX-Loop. Ausserdem ist der Verstärker rein optisch natürlich auch ein Hingucker Ich steh auf Grün
    Mal schauen wie er sich so entwickelt, evtl. gibt es ja noch ein paar Anmerkungen.

    PS: wa sich hier geschrieben habe bezieht sich auf meine Wohnung! Ich habe keine Ahnung was Bandthemen angeht, wie z.B. Durchsetzungsvermögen bei lautem Drummer.
    Ebenso beziehen sich Aussagen zum Sound auf meine persönliche Meinung über die ja diskutiert werden kann.
    Geändert von tuckster (16.03.2012 um 17:11:46 Uhr)
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  2. #2
    Moderator E-Gitarre Avatar von Eggi

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    Ich hab den Amp schon kurz nach Markteinführung anspielen dürfen, und fand den schon richtig klasse. Klingt amtlich, ist recht vielseitig, und er sieht auch noch klasse aus.

    Glückwunsch zu dem neuen Schätzchen, und danke für das Review.

    LG Eggi
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  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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    Danke Eggi!

    Nachtrag:

    - Reverb parallel zum Effektweg. Regelt man den Lautstärkepegel mit einem Volumenpedal, einem zusätzlichen EQ oder andersweitig runter, bleibt der Hall (sofern aufgedreht) in normaler Lautstärke zu hören
    - Effektweg ist seriell
    - Der Lautsprecher ist made by Sica, mit "Koch" gelabelt. Ist zwar die gleiche Fabrik, in der auch die Jensen hergestellt werden, mir erschliesst es sich jedoch nicht, ob hier wirklich ein "Jensen Tornado Neodynium" verbaut ist
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  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von onceagain

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    onceagain ist offline
    Zitat von tuckster Beitrag anzeigen
    ... Der Lautsprecher ist made by Sica, mit "Koch" gelabelt. Ist zwar die gleiche Fabrik, in der auch die Jensen hergestellt werden, mir erschliesst es sich jedoch nicht, ob hier wirklich ein "Jensen Tornado Neodynium" verbaut ist
    Ich denke eher nicht. Neodyms sehen gewöhnlich von hinten so aus: [Amp] Koch Jupiter-neodym.jpg
    Außerdem spricht der doch recht niedrige Preis des Amps auch nicht dafür. Da stimmen wohl die Angaben auf der Thomann-Page nicht.

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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    Es gibt Bilder vom Jupiter, bei denen der Lautsprecher genau so aussieht. Der Startrooper soll angeblich keinen haben, daher auch billiger sein.
    Werde Koch mal anschreiben, Fragen kost ja nichts.
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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    Scheinen es nicht so mit Emails zu haben, genausowenig mit ihrem Kontaktformular.
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  7. #7
    Registrierter Benutzer Avatar von heavenly

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    Habe den Jupiter auch ein halbes Jahr gespielt, er hat mir etwas zu kratzig geklungen, aber wer das mag der hat nen Top-Amp für fast alle Situationen. Tipp für einen Amp zum Vollaufreißen sind die Blackstar HT Amps, habe den 5er und der ist richtig klasse.

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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    tuckster ist offline
    Uh Baby Baby Baby..... Dirt Kanal an, Booster an, Gain ganz dezent auf 9 Uhr. Mit einem zusätzlichen EQ die Höhen voll rein und schon habe ich meinen neuen Traumsound Jetzt wünsche ich mir mehr Höhen direkt vom integrierten EQ... Andererseits macht eine extre Trampelkiste vor dem Amp den Bock auch nicht fetter als er schon ist
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  9. #9
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    debster84 ist offline
    Hi,

    finde den Jupiter auch sehr interessant und wollte mal nachfragen, ob mittlerweile schon jemand etwas über den Speaker emulated Ausgang sagen kann?
    Ist das ein reiner DI-out oder ist er auch für Kopfhörer(also Stereo) geeignet?
    Und natürlich, ob die Speakeremulation was taugt. Hatte mal ne Dummybox von Koch und die hatte so ziemlich die unbrauchbarste Speakeremulation an Board, die ich bis jetzt gehört hatte. War total Dumpf und eigentlich nur Basslastig. Bin aber auch eher der Spieltyp mit Treble auf 10 und Brightswitch auf On festgeschweißt

    Gruss
    Moritz

  10. #10
    Moderator E-Gitarre Avatar von Eggi

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    Eggi ist gerade online
    Hallo Moritz,

    ich weiß nicht ob die Dummybox die du mal hattest die gleiche ist, die im Jupiter oder Studiotone verbaut ist.

    Ich kann mich jedenfalls bei meinem Studiotone überhaupt nicht über den Recording Out beschweren. Von basslastig keine Spur, und das ohne Bright Switch und mit neutral gestelltem EQ am Amp.

    Treble auf 10 + Switch wären in meinem Fall die pure Hölle. Was machst du denn für Mucke, dass du solche Einstellungen brauchst?

    Und ja, da kannste auch Stereo per Kopfhörer hören.
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  11. #11
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    debster84 ist offline
    Das klingt doch schonmal sehr gut.
    Werde den Jupiter wohl kommende Woche mal anspielen gehen müssen.

    Zitat von Eggi Beitrag anzeigen
    Treble auf 10 + Switch wären in meinem Fall die pure Hölle. Was machst du denn für Mucke, dass du solche Einstellungen brauchst?
    Naja, brauchen ist immer relativ. Spiele viel Blues,Bluesrock: Bass ordentlich rein, Mitten raus, Höhen rein und dann ne Tele/Strat am Neckpickup mit ordentlichem Anschleg.
    Ich stehe auf diese kantigen,schneidenden Neckpickup Sounds. Wenn ich dann mal auf den Steg wechsel drehe ich auch die Höhen raus, aber meistens dann direkt an der Gitarre.

  12. #12
    Moderator E-Gitarre Avatar von Eggi

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    Zitat von debster84
    Das klingt doch schonmal sehr gut.
    Werde den Jupiter wohl kommende Woche mal anspielen gehen müssen.

    Naja, brauchen ist immer relativ. Spiele viel Blues,Bluesrock: Bass ordentlich rein, Mitten raus, Höhen rein und dann ne Tele/Strat am Neckpickup mit ordentlichem Anschleg.
    Ich stehe auf diese kantigen,schneidenden Neckpickup Sounds. Wenn ich dann mal auf den Steg wechsel drehe ich auch die Höhen raus, aber meistens dann direkt an der Gitarre.
    klar ist, und das wirst du sicher wissen, das der Emulated Output niemals exakt so klingt, wie der Amp über den Speaker klingt.

    Und bei deinen Soundgewohnheiten kann es ja durchaus sein, dass dir diese Dummys nicht gefallen.
    Ich mag dieses kantig eierschneidende z.B. überhaupt nicht. Bass und Höhen rein, bei zurückgedrehten Mitten ist für mich nichts. Da kann es natürlich sein, dass dir das was mir am Dummy gefällt komplett gegen deinen Geschmack rudert.

    Teste den Jupiter einfach mal an. Ich habe ihn beim Kauf meines Studiotone auch mal ausprobiert, und fand ihn gar nicht schlecht.
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  13. #13
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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    tuckster ist offline
    Noch ein nettes Review bei musicradar.com gefunden.
    Schade, dass der Jupiter und der Startrooper so wenig Beachtung finden.

    - - - Aktualisiert - - -

    Noch ein nettes Review bei musicradar.com gefunden.
    Schade, dass der Jupiter und der Startrooper so wenig Beachtung finden.
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  14. #14
    Registrierter Benutzer Avatar von tuckster

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