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Opeth / Ghost Reveries / 2005 / CD

Genre:
Progressive Death Metal
Label:
Roadrunner Records
Songs auf diesem Album:
1. Ghost of Perdition (10:29)
2. The Baying of the Hounds (10:41)
3. Beneath the Mire (7:57)
4. Atonement (6:28)
5. Reverie / Harlequin Forest (11:39)
6. Hours of Wealth (5:20)
7. The Grand Conjuration (10:21)
8. Isolation Years (3:51)
Insgesamt: 66:46
Musiker:
- Mikael Åkerfeldt / vocals, guitars
- Peter Lindgren / guitars
- Martin Mendez / bass
- Martin Lopez / drums & percussion
- Per Wiberg / keyboards, backing vocals
Review:
Dieses Album hat große Teile der Fangemeinde von Opeth gespalten. Die Musik ist anspruchsvoller geworden, das Songwriting komplexer und ob die Bezeichnung Metal dieser Musik noch gerecht wird, die Frage steht nun schon seit dem Album "Damnation" im Raum. Wo kommt der Punkt, an dem das typische Opeth-Feeling der musikalischen Virtuosität zum Opfer fällt? Ich sage der Punkt ist noch lange nicht erreicht.
Meine erste Begegnung mit Opeth war auf einem open-air-Festival, gar nicht so lange her. Während Opeth das Lied "Blackwater Park" gespielt haben und Mikael Akerfeldt "The sun sets forever now over Blackwater Park" ins Mikro gebrüllt hat ist ein unglaubliches Gewitter aufgezogen und der ganze Himmel wurde schwarz. Solche Momente vergisst man nicht so schnell....
Die Lieder auf Ghost Reveries sind komplexer als die auf den vorigen Alben, musikalisch und produktionstechnisch kenne ich wenig Vergleichbares. Per Wilberg, der neue (erste) Keyboarder bei Opeth macht seinen Job ausgezeichnet und fügt sich hervorragend in die Band ein. Martin Lopez, der Drummer, hat kurz nach den Aufnahmen die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Was er hier auf seinem letzten Album mit Opeth eingespielt hat ist meiner Meinung nach kaum zu toppen, immer perfekt auf den Punkt gebracht, mit der nötigen Portion Groove und musikalisch gesehen jenseits von gut und böse. Der neue Drummer Martin Axenrot, den ich auch schon live erleben durfte, scheint zumindest auf den ersten Blick ein würdiger Nachfolger zu sein.
Was könnt ihr also erwarten von diesem Album? Ich persönlich kenne eigenlich nur zwei Arten von Personen: Die einen mögen Opeth, die anderen nicht. Dazwischen gibt es nur wenige. Der Haken bei Opeth und vor Allem bei Ghost Reveries ist die Tatsache, dass man sich erst einmal hineinhören muss in das Album. Die Musik lässt nicht zu, dass man ein Lied von Opeth schon wieder langweilig findet wenn man es zum zweiten Mal hört. Entweder man kann sich gar nicht so recht reinfinden in die Musik von Opeth oder es dauert zumindest eine Weile, aber dann lässt sie einen nie wieder los. Ich persönlich werde noch sehr sehr lange Opeth hören können ohne mich zu langweilen. Ich rate allen denen Metal allgemein gefällt auch dieses Album einmal anzuhören, vielleicht findet ihr eine neue Lieblingsband.
Mein Fazit also: Ghost Reveries ist für mich das Beste Album von Opeth, vor allem weil ich selbst Musiker bin und gerade musikalisch einiges drinsteckt in diesem Album. Blackwater Park bleibt aber wirklich nur ganz knapp dahinter zurück.Geändert von strep-it-us (23.03.2007 um 10:13:13 Uhr)
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Hm.. nettes Review, Ghost Reveries ist echt ne erträgliche Scheibe. Ob jetzt Axenrot ein würdiger Nachfolger von Lopez ist, ist zu bezweifelen, der Mann ist zwar n richtig geil straighter Prügler (durfte ihn auch schon live erleben) aber mir fehlt einfach Lopez lockerer, swingiger Stil, der hat einfach gegroovt wie Sau.
Und trotzdem bleiben My Arms, Your Hearse und Blackwater Park meine Favoriten, eindeutig.
Mfg. Psi~Mitgliedschaft beendet...
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Nach dem Langzeittest muss ich sagen, dass ich auf der Blackwater Park doch mehr Favoriten hab.
Allerdings ist die Ghost Reveries eine richtig gute Scheibe die ich viele mal gehört hab und sollte jedem, der was für Progrock und Deathmetal übrig hat das Geld wert sein.
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Auf Blackwater Park sind ganz klar ein paar unübertreffbare Songs, aber das Gesamtkonzept des Albums finde ich bei Ghost Reveries besser. Die Songs passen von der Stimmung her eher zueinander imho.
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Ich habe und mag alle Opeth- Scheiben, auch wenn sie unterschiedlich sind. Die beste neben BWP war für mich Deliverance. Auf der letzten Tour waren Opeth echt klasse, witzig und spielfreudig. ABER: Das letze Album enttäuscht mich doch! Das hat nichts mit der Komplexität zu tun, sondern am laschen Songwriting. Das ist austauschbar und über weite Strecken langweilig. Die Keyboards sind meiner Meinung nach nur Lückenfüller und sollen Opeth helfen aus ihrem Korsett der doch recht vorgegebenen Marschrichtung zu befreien und in symphonischere Gefilde zu drifen. Das artet aber in ständige Themen- Wiederholungen aus. Es fehlt mir die wirklich zwingende Idee. Das Album hab ich bestenfalls zwei mal gehört und nie wieder, obwohl ich mir´s am Release- Day gekauft hab. Auch live waren die Songs nicht mit den älteren zu verleichen. Schade!
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@Bass Boss: Danke, ich habe gedacht, dass ich der einizige hier auf der Welt bin. Kann dir voll und ganz zustimmen (jetzt auf die Ghost Reveries bezogen) und ich hab das Album mindestens 20x angehört.
Generell find ich alles was nach der Still Life kam ziemlich inspiriations- und belanglos. Album 2,3 und 4 sind großartige Scheiben, keine Frage, den Rest brauche zumindest ich nicht.
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Wenn ich mich mal selbst zitieren darf:
Das ist genau das, was ich gemeint hab. Alle Opeth Fans sind sich einig, dass die Band großartig ist, aber ob sie sich zum positiven oder zum negativen hin entwickelt hat, darüber scheiden sich die Geister. Ich persönlich finde ja wie gesagt, dass Blackwater Park und Ghost Reveries die beiden besten Alben von Opeth sind.Forum des Bassalbums // Übungen für Fortgeschrittene // Bassamp-Guide für Anfänger
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Ghost Reveries ist einfach der hammer !
meine lieblings nummer ist The Baying of the Hounds
vieleicht sollte man einfach die platte so nehmen wie sie ist und nicht mit den anderen opeth platten vergleichen oder auch was bestimtes erwarten
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Für mich ist die Sachlage klar.
Deliverance: Uninspiriertes Metal-Album ohne Opeth-Feeling. Überflüssiger Mist und die enttäuschendste Neuerscheinung, die ich je erlebt habe.
Damnation: Zwiespältig, wird dem Opeth-Standard nicht gerecht.
Ghost Reveries: Positive Überraschung, sehr gelungenes Album.
Alles andere: Exzellent und herausragend.
Von "Morningrise" bis "Still Life" war für mich die Blütezeit. Die drei Alben sind einfach unübertroffen.in hell i'll be lost in the layers of weakness
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Krass, wie Meinungen auseinander gehen können, Doomson. Ich habe Opeth durch Deliverance kennen und lieben gelernt. Insofern auch fast mein Lieblingsalbum. Und ist dann auch irgendwie logisch, dass ich andere eher etwas schlechter finde, wenn sie nicht wie Deliverance klingen. Blackwater Park kommt dem noch am nächsten - offenbar ist es die geniale Zusammenspiel von Steven Wilson und Opeth, dass mir so gut gefällt. Die alten sind halt noch etwas anders.
Aber Ghost Reveries war halt das erste Album, auf das ich als schon-Opeth-Fan gewartet habe. Und ich war doch (vor allem am Anfang) etwas enttäuscht. Da ist meiner Meinung nach nämlich das Opeth-Feeling weg. Stattdessen ein für mein Gefühl etwas zwanghaft-proggressives (was ich auch schon an Disillusions "BAck to times of splendor" bemängele). Möglichst viel in Musik reingepackt, auch noch viel Keyboard etc. Klingt ziemlich zusammengesetzt und die einzlenen Parts unzusammenhängend. Im grunde häufig wie Dream Theater + Death Metal. Den Grunzgesang wirkt teilweise unpassend. So als wenn man eben unbedingt was progessives und abwechlusngreiches machen wollte, also einen schönenn ruhigen Part, und dann aber unbedingt noch Growlings, und dann bitte noch einen plötzlichen Berak zu einem ganz anderen Part etc. Das machen viele Bands, die sich "proggressiv" nennen. Opeth dagegen haben sich bisher für mich eben dadurch ausgezeichnet, dass das alles zusammenpasst und nicht so künstlich zusammengesetzt wirkt. Bei Deliverance ist das alles so schön passend, fließend und einzigartig. Halt Opeth, Ghost Reveries ist irgendwie einfach "proggressiver Death Metal" oder so ähnlich. Wenn ich jemandem zwiegen will, dass Opeth so toll und einzigartig klingen würde ich vielleciht am ehesten Deliverance vorspielen, meinetwegen auch die älteren Sachen (Still Life hat ja uch was besonderes), aber bestimmt nicht Ghost Reveries.
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Ich hab alle alben und liebe auch alle. ob ich nun die alten oder die neuen sachen lieber mag weiss ich irgendwie nicht genau, das schwankt immer so. mal mag ich die alten lieber, mal mag ich die neuen lieber. Greif ich viel lieber zu den alten alben, vorallem zu my arms, your hearse.
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ars ultima, für mich ist es genau umgekehrt. "Deliverance" hat für mich kein Bisschen mehr mit dem typischen Feeling zu tun, das Opeth für mich ausgemacht hat. Rhythmisches gekloppe, simple Riffs, viel mehr auf den typischen Headband-Metaller zugeschnitten als an Atmosphäre und Emotion orientiert. Der Sound ist trocken und plump (man höre sich nur diesen ungemein uninspirierten Anfang an!), die Akustikgitarre kommt in den (viel zu) seltenen ruhigen Passagen kaum durch, die Gesangslinien sind zum Großteil wenig aussagekräftig, alles klingt mechanisch und keineswegs organisch, wie es bei den Vorgängeralben der Fall war. Aggression statt Emotion, Rhythmus statt Melodie. "By The Pain..." ist für mich mit Abstand der schlechteste Opeth-Song aller Zeiten; relativ unspektakuläre Passagen werden bis zum Erbrechen wiederholt. Ich habe dem Album wirklich viele Chancen gegeben, aber es blieb immer nur völlige Ernüchterung zurück. Selbst "A Fair Judgement" finde ich flach im Vergleich zu anderen ruhigen Opeth-Stücken. Vergleicht man "Deliverance" mit anderen Metal-Outputs, ist es selbstverständlich immer noch überdurchschnittlich gut und voll von großartiger Musikalität, aber da ich keinen Wert auf guten Metal sondern vielmehr auf ansprechende Musik lege, war ich hier völlig enttäuscht.
"Ghost Reveries" im Gegenzug hat für mich das alte Feeling zum Teil wieder zurückgebracht. Ich hatte nach den letzten Alben ("Damnation" war ein nettes Experiment, im Endeffekt aber auch zu unspektakulär, und auch hier fehlte das typische Feeling, wurde aber zumindest durch ein neues ersetzt) nicht mehr die geringsten Erwartungen und wurde somit positiv überrascht. Ich würde zwar immer noch jedes der älteren Alben gegenüber "Ghost Reveries" vorziehen, nichtsdestotrotz war es aber für mich ein lohnenswerter Release, der mir noch einmal dieser wunderbare Erlebnis geschenkt hat, ein Opeth-Album für mich zu entdecken. Einzig die Trackverteilung finde ich nicht ganz so optimal, und "The Grand Conjuration" kann man meines Erachtens nicht wirklich ernst nehmen, stört mich aber auch nicht so sehr (der Song klingt ein wenig wie eine Mischung aus "Deliverance" und "Damnation", nur besser). Was man vielleicht an manchen Stellen bemängeln könnte, sind die mitunter recht stark zutage tretenden Porcupine Tree-Einflüsse (ich sollte anmerken, dass ich Porcupine Tree aus irgendwelchen Gründen nicht ausstehen kann). Trotzdem: Wunderbare Gitarrenmelodien, der organische Klang ist zum Teil zurück, die psychedelische Keyboard-Arbeit ist für mich erstmals sinnvoll eingeflochten worden und fügt der Musik eine weitere Dimension hinzu. Die Vocals sind über jeden Zweifel erhaben, die Akustikpassagen zum Schmelzen schön, und zumindest ich finde die Dynamik des Songwritings zum Großteil sehr gelungen.
Psialli, ich habe "Orchid" nicht vergessen - ohne Zweifel auch ein großartiges Album, allerdings kommt es für mich noch nicht an die drei Nachfolgewerke heran...in hell i'll be lost in the layers of weakness
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Ich hör mir den ersten Song kaum an, weil da dieser unglaublich beknackte Tool-Part drin ist...


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