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  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Thundersnook

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    [Gitarre] Gretsch G5245T/G5246T/G5248T

    So, da Gretchen sich nun seit einiger Zeit eingelebt hat, dachte ich es wäre an der Zeit ein Review über sie zu schreiben

    Vorgeschichte:

    Ausgeguckt habe ich mir die Gitarre schon vor laaanger Zeit, nur hat die Finanzierung doch ein kleines Stück gedauert. Geplant war sie als Zweitgitarre zur Epi G-400. Ich brauchte eine Gitarre die vor allem im Cleanen ihre Stärken hat und um nicht dauernd eine Gitarre umstimmen zu müssen .... und ja, auch weil ich AC/DC Fan bin und die Klampfe einfach nur geil fand!!
    Mein örtlicher Gitarrenladen hatte zufällig mal eine im Laden, sodass ich das Glück hatte sie Anspielen zu können. Jedoch hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht das Geld, was sich allerdings im Nachhinein als Glücksfall herausstellte. Da ich vom Antesten begeistert war, stand mein Entschluss fest: Diese Gitarre muss her!!
    Wie der Zufall es so wollte entdeckte ich dann an einem Tag diese Gitarre in der Bucht. Und wie das Schicksaal und das GAS es wollten, wurde ich wenige Minuten später offizieller Besitzer einer Gretsch G5245T. Und das um einige Euronen günstiger als im Laden UND in meiner Wunschfarbe.

    Allgemeines:

    Mensur: 625mm
    Decke: gewölbt, Ahorn
    Body: Mahogonie, 3-Teilig
    Hals: Mahogonie, geleimt
    PU's: 2 Gretsch Mini Humbucker
    Toggle Switch: 3 Positionen
    Potis: Master Volume, Master Tone
    Sattelbreite: 43mm
    Griffbrett: Palisander
    Brücke: Adjusto-MaticTM
    Vibrato: Bigsby Licensed B50
    Hardware: Chrom
    Bünde: 22

    Preis: ab 429€

    Außerdem ist sie in (leider nur) drei verschiedenen Farben zu haben:
    Schwarz --> G5245T ------------------------- Silber --> G5246T ------------------------- Gold --> G5248T


    Verarbeitung/Hardware:

    Auch bei stundenlangem Anschauen ist mir kein Makel aufgefallen. Lediglich ein winziger Leimrest am Hals/Korpus-Übergang auf der Decke, der aber innerhalb einer Sekunde abgekratzt wurde. Die Bünde sind absolut sauber verschliffen und das Binding am Hals, Body und Headstock ist sehr sauber gearbeitet. Die "Thumbnail-Inlays" liegen bündig im Griffbrett und auch der Hals ist perfekt eingepasst. Gerade die Inlays gefallen mir mit am besten, da ich immer etwas Anderes als die normalen Dot-Inlays suche... das Auge hört ja bekanntlich mit
    Die Mechaniken sind ölgekapselt und leichtgängig. Nachdem ich den Sattel für 12-56er Saiten aufkerben ließ, hält auch die Stimmung wunderbar. Die Postis sind ebenfalls leichtgängig und kratzen nicht. Einzig der Toggle-Switch hat in der Mittelposition etwas gekratzt, was aber mit etwas Kontaktspray gelöst wurde. Das Bigsby ist das einzige, was mir etwas Sorgen bereitet. Mit etwas Fett an den bewegenden Teilen und Graphit im Sattel hält es zumindest für kleine Vibrato-Eskapaden die Stimmung. Dive-Bombs sollte man damit allerdings lassen. Das liegt sicherlich einerseits daran, dass es sich lediglich um ein Bigsby Licensed und kein originales Bigsby handelt UND der Umstand, dass es sich um eine Gitarre mit gewölbter Decke handelt. Dadurch kommen die Saiten unter einem sehr steilen Winkel auf die Brücke und liegen sogar vorher auf ihr auf. Wenn das Bigsby ernsthaft eingesetzt werden soll, sollte über die Anschaffung einer Rollenbrücke, sowie einer "Erhöhung" des Bigsbys nachgedacht werden. So allerdings sieht es durchaus gut aus. --> Dieser Thread ist bei diesem Thema noch zu empfehlen: Das Bigsby auf der Les Paul / Modifikation
    Beim nächsten Saitenwechsel werde ich mal Testweise die Saiten über die zweite Umlenkrolle laufen lassen. Wenn der Auflagedruck ausreicht, dürfte das schon eine erhebliche Verbesserung bringen.

    Der Blick in die Gitarre verrät: Hier bekommt man für was man zahlt: Tatsächlich Mahagonie-Korpus und Ahorn-Decke (Ich hatte schon Schlimmes befürchtet, aber alles war I.O^^). Die Verkabelung war sauber zusammengeschnürt und wedelte nicht im E-Fach rum.
    Was mich positiv überraschte: Die Gretsch kam schon mit Sicherheits-Gurtpins! D.h. man schraubt den Großen Pin-Knopf ab, legt das Gurtloch drunter und schraubt den Knopf wieder drauf. Damit stehen wilden Poser-Einlagen wahrlichst nichts mehr im Wege!
    Der Hals ist deutlich dicker als der der Epi G-400. Das finde ich persöhnlich sehr angenehm, da ich mit Ibanez-Flitzefinger-Hälsen nichts anfangen kann^^ Hier hat man einen feinen Baumstamm in der Hand. Der Übergang zum Korpus beginnt am 12. Bund und ist am 15 vollendet, sodass man trotzdem noch gemütlich im 17. spielen kann ... darüber ist es zwar ein bischen umständlicher aber trotzdem kein Problem und durchaus machbar.

    Das Einzige, was den Ein oder Anderen noch stören könnte ist das relativ hohe Gewicht (um 3,5 kg) jedoch ist das mit einem breiten, gepolsterten Ledergurt erträglich und stört mich zumindest in keinster Weise.

    Sound

    Schon trocken klingt sie überraschend laut, deutlich bassiger und wärmer als meine Epi. Am Verstärker ist der Unterschied dann noch deutlicher. Die PU's haben einen relativ niedrigen Output, klingen klar und matschen in keinster Weise! Wenn man sie mit etwas Gain kitzelt merkt man, dass sie sich auch hier durchaus wohl fühlen und ihren Dienst bestens verrichten! Im Cleanen jedoch zeigen Sie ihre Stärken! Gerade mit dem Neck PU sind nahezu glockenartige Töne möglich, die schlichtweg begeistern!

    Hier ein paar Soundbeispiele:
    Amp: VOX AD 15 VT
    Mic: leider seeehr billig und nicht weiter erwähnenswert ... bald sollte ein Neues kommen, dann würde ich auch neue Beispiele aufnehmen.
    Des Weiteren habe ich auf meiner Gitarre 12-56er Saiten aufgezogen, was nicht unerheblich zum Sound beitragen wird. (ein bischen was gibts noch auf http://de.youtube.com/user/snookerkingexe zu sehen xD)

    Clean (Boutique CL)
    Bridge - Beide - Neck

    Angezerrt (AC30TB)
    Bridge - Beide - Neck

    High Gain (UK Modern)
    Bridge - Beide - Neck

    Live in Action gibts Sie u.a. HIER oder HIER

    wie gesagt, die Aufnahmemethoden sind unter Low-Budget, in Wirklichkeit ist der Sound erstklassig!

    Pro:
    Sound
    Aussehen
    verwendete Materialien + Verarbeitung

    Contra:
    Bigsby (nur mit Vorsicht zu genießen)
    Gewicht

    Fazit:
    Hier bekommt man wahrlichst viel Gitarre für sein Geld. Dass auch im mittleren Preissegment schon so ein vintage-mäßiges Aussehen erwerbbar ist, gefällt mir sehr gut und außerdem hat man damit eine Gitarre die nicht jeder Zweite hat.
    Mit Sicherheit wird man bei den Electromatic Versionen nicht "That Great Gretsch Sound" bekommen, jedoch erhält man eine Gitarre, die den Live-Einsatz wahrlichst nicht scheunen braucht und noch dazu eine gute Figut macht!
    Würde sie geklaut werden oder kaputt gehen: Ich würde sie ohne zu Überlegen ein weiteres Mal kaufen!

    Weitere Infos zu der E-Gitarre gibts hier: http://musikinstrumentegitarre.de/gretsch-g5245t/

    Zum Schluss noch ein paar kleine Impressionen
    clip Angehängte Grafiken
    Geändert von Thundersnook (24.06.2008 um 02:55:19 Uhr)
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  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von felixdorn

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    felixdorn ist offline

    Bin zwar kein Gretsch User, aber dein Bericht hat mir dennoch super gefallen! Vielen Dank, das ist auf jedenfall ne Bewertung wert.
    [SIZE="1"]Musik ist eine Religion, sie bestimmt ein ganzes Leben!!!
    Flohmarkt: Zoom g7.1 Multieffektgerät

  3. #3
    Registrierter Benutzer Threadersteller Avatar von Thundersnook

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    S0, ich konnte es natürlich nicht abwarten und habe jetzt mit den schon gebrauchten Saiten den "Rollentest" gemacht:

    Ich gehe jetzt also direkt von der Bigsby-Rolle zur Brücke und lasse die Umlenkrolle aus. Die Saiten kommen nun unter einen sehr flachen winkel auf die Bridge, aber aufgrund der Tatsache, dass die 12-56er Saiten einen starken Saitenzug haben, ist der Auflagedruck mehr als ausreichend auf die Bridge. Nix klappert, alles wird perfekt übertragen.

    Nun das Ergebnis: Ein klares WWOOWW!!!!
    Ich hätte nicht gedacht, dass der Unterschied so gravierend ist, aber ich habe jetz mindesten 5 todesmutige Divebombs gemacht und die stärkste Abweichung lag im 1 Cent Bereich!
    Ab jetzt bin ich mit der Gitarre wirklich in allen Punketen zufrieden! 3 Daumen Hoch!^^

    Greets!
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  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von Beatler90

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    Wirklich sehr sehr feines Review. Gefällt mir super! Glückwunsch zu diesem Schmuckstück!

    MfG

  5. #5
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    HeyHo!

    Der Vollständigkeit halber, wollte ich mal noch die Videos eines YouTube-Nutzers posten, mit dem ich schon länger in Verbindung stehe

    Es ist gewissermaßen auch ein Review + eine kleine Anleitung, welche Modifikationen nötig sind, wenn man einen TV-Jones PU Classic Plus verbauen will.

    Also ich fands sehr interessant, viellicht hilft es ja einigen von euch!

    Part 1
    Part 2

    Im 2. Part bekommt man einen sehr guten eindruck vom Sound, den ich so bestätigen kann

    Greets!
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  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von Prof.Boost2

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    Schöner Review.

    Kannst du mir sagen aus welchem Material der Sattel ist?

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