Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
    Aedilis Tympani (Drums) Avatar von metaljuenger

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    Devildriver / BEAST / 2011 / CD

    Es dünkt mich, nachdem ich schon die beiden letzten Devildriver-Alben "The last kind words" und "Pray for villains" rezensiert habe, zur neuen Scheibe auch etwas zu sagen und einen kleinen Vergleich zu wagen.

    Das neue Album, das Ende Februar herausgekommen ist, ist schlicht mit "Beast" betitelt, das einfach gehaltene Cover/Booklet passt perfekt dazu.

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    Das Lineup auf dem Silberling ist das gewohnte, Devildriver ist Gott sei Dank eine der (wenigen) Bands in der heutigen Metalszene, die ihre Besetzung nicht andauernd ändern müssen, sondern nach dem Motto "Never change a winnig team" arbeiten.

    Die Tracklist:

    01. Dead To Rights
    02. Bring The Fight (To The Floor)
    03. Hardened
    04. Shitlist
    05. Talons Out (Teeth Sharpened)
    06. You Make Me Sick
    07. Coldblooded
    08. Blur
    09. The Blame Game
    10. Black Soul Choir
    11. Crowns Of Creation
    12. Lend Myself To The Night

    Auf der Special Edition sind noch folgende Tracks enthalten:

    13. Lost
    14. Fortune Favors The Brave
    15. Grinfucked (Live)

    Aber ich denke, es reicht, sich die normale CD zu kaufen, da allein schon das Cover der Special Edition im Leben nicht mit dem der normalen CD mithalten kann und 2 weitere Songs plus 1 live-Song das Kraut auch nicht mehr fett machen.

    Devildriver sind ja eh noch nie eine Band gewesen, die sich lange Zeit lässt, um ein neues Album auf den Markt zu bringen. 2003, 2005, 2007 und 2009 kamen ihre bisherigen Alben heraus. Das neue Album hat nicht einmal 2 Jahre auf sich warten lassen, sondern kommt fixe eineinhalb Jahre nach "Pray for Villains" an den Start. Mein erster Gedanke dazu war, dass das irgendwann in die Hose geht, wenn man so schnell ein neues Album rauskatapultiert. Oder dass das Album eine Art Übergangsalbum ist, um die Fans zu vertrösten, bis gutes neues Material geschrieben wird.
    Als eingefleischter DD-Fan habe ich mir die CD jedoch selbstredend trotzdem zugelegt.
    Und bin vom Hocker gefallen...

    Back to the roots ist das erste, was mir eingefallen ist, als ich die CD das erste mal gehört habe. Mittlerweile hat sie sich einige dutzend Mal gedreht und ist kaum mehr auf meinem Alltag wegzudenken.
    In den letzten Jahren haben sich DD mit den Alben "the last kind words" und "pray for villains" von ihrem sehr thrashigen Sound der ersten beiden Alben "Devildriver" und "The Fury of our maker's hand" eindeutig wegbewegt. Der Sound wurde weicher (auch wenn das gesamte Erscheinungsbild durchaus brachial und brutal blieb), melodiöser und eingänglicher. Mit "Beast" kehren sie diesem Konzept den Rücken und bringen ein Album heraus, das sich wieder am Motto "voll auf die Fresse" orientiert, sich von den ersten beiden Alben allerdings dadurch unterscheidet, dass es einen leichten Touch Experimentelles enthält und nicht ganz so einfach gestrickt ist.
    Das Schlagzeug von John Boecklin ist nach wie vor sehr im Vordergrund, die Doubebass wird einem geradzu ins Ohr gepresst, der Gitarrensound fegt einen zwar auch nach wie vor weg, ist aber doch etwas in den Hintergrund getreten. Trotz allem ist das Album vom Sound her mit das Gewaltigste, was ich von den Jungs aus Santa Barbara bisher gehört habe. Die größte Entwicklung seit dem letzten Album hat eindeutig Dez Fafara gemacht, der nun noch angepisster und brutaler dem geneigten Hörer seine Texte (wie bspw. "You make me sick, you make me fuckin sick!!!") entgegenrotzt. Sehr bezeichnend für dieses Album sind auch die Songtitel/Texte, die noch ein Stück herber geworden sind, wie beispielsweise oben erwähntes "You make me sick" oder "Sh*tlist".
    Wie auch schon erwähnt, ist das ganze etwas progressiver geworden. Bisher waren die Stücke recht eingänglich und simpel gestrickt, mittlerweile sind einige davon etwas verzwickter aufgebaut, Könige der Gitarrensoli sind sie jedoch auch auf diesem Album nicht (was nicht heißen soll, dass sie es nicht können).
    Alles in allem ist diese Scheibe defintiv eine, die sich nicht hinter den Vorgängern zu verstecken braucht, wer allerdings Fan des "neueren" DD Sounds ist, muss sich erst ein bisschen eingewöhnen.
    Meine Anspieltipps sind:
    - Sh*tlist
    - You make me sick --> absoluter Favorit, da klingt purer Hass aus diesem Lied
    - Blur
    - Back Soul Choir
    - Crowns of Creation

    Und weil ja alle immer so auf Punkte stehen und das für viele ein erster Indikator für die Güte einer CD ist: Ich würde dem Album 8/10 Punkten geben
    Liebe Mit-Musiker!
    Ihr könnt mir bei meiner Master-Thesis helfen, indem ihr auf folgenden Link klickt und die Umfrage ausfüllt. Thematisch seid ihr genau die richtigen dafür!
    Merci vielmals für eure Hilfe!
    https://secure.2ask.net/0001/81dd52b...84/survey.html

  2. #2
    Registrierter Benutzer Avatar von Leader

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    Gutes Review, meiner Ansicht nach ist das Album ok. Nicht mehr und nicht weniger. Gegen eine Scheibe wie Pray for Villains hat sie ,zumindest bei mir, keine Chance. Mir gefiel die Entwicklung die DevilDriver genommen hat, daher kann ich mich mit dem Back to the Roots Konzept nicht soo anfreunden. Für mich gäbs ne 6/10.
    Baritone Gitarren sind einfach das richtige für mich

  3. #3
    Aedilis Tympani (Drums) Avatar von metaljuenger

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    Hey, ja, ich habs probiert, trotzdem finde ich sie schwer zu vergleichen, die beiden Platten. Ich finde "Pray for Villains" ein göttliches Album, aber allein vom Sound her sind die beiden Alben sowas von unterschiedlich, dass es einfach schwer ist (oder vll macht es das ja gerade leichter?), sie zu vergleichen.
    Noch extremer ist mir diese Wende von hartem zu weichem Sound (so kann man es finde ich am besten ausdrücken) bisher nur bei Amon Amarth aufgefallen, die bei früheren Platten wie Versus the World auch einen extrem metallenen, thrashigen Sound hatten und seit "With Oden on our Side" und vor allem bei "Twilight of the Thundergod" einen weicheren, nicht mehr so brutalharten Sound haben.
    Das ist eine Entwicklung, die manche gut heißen, manche verfluchen, ich persönlich komme sowohl bei DD als auch bei Amon Amarth mit beiden Sounds klar, weil sie Abwechslung bieten, aber vom Konzept her trotzdem gleich bleiben.
    Ich weiß nicht, wieso DD eine (in meinen Augen) so radikale Kehrtwende gemacht haben, aber irgendwie gefällt es mir
    Wobei... mir gefällt eh bisher alles, was von den Jungs kommt, ist einfach ne geile Band, die ihr Ding macht, sich von niemandem reinreden lässt und für ihre Musik lebt!
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  4. #4
    Registrierter Benutzer Avatar von CharlesMonroe198

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    deutlich besserer Sound als auf der pray for villains. Ich mag die alten Stücke von DD sehr und hab diesen brutalen schnörkellosen Sound auf den neuen CDs sehr vermisst. Freue mich deshalb, dass wieder härterer wind weht :-)

  5. #5
    Registrierter Benutzer Avatar von Akkord80

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    Finde das Album eigentlich recht gelungen. Paar Schwäche. Paar Stärken. Finde dieses Review hier bringt es ziemlich auf den Punkt. Wenns auch etwas kurz geraten ist.

  6. #6
    Registrierter Benutzer Avatar von MetalGuitarMan

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    Ich finde das Album zimlich gut, es hat meiner Meinung zu wenige wirklich geile Songs, wusstest du das "Black Soul Choir" von 16 Horsepower ist? Hat mit ein bisschen enttäuscht das einer der besten Songs nicht mal von ihnen ist (obwohl das original ist ja zimlich Countrymässig und diese Metalinterpretation schon sehr eigen ist.)
    Jedoch kommt es meiner Meinung nicht an das "Last Kind Words" ran, diese Platte war einfach mörderisch.
    Eine Gibson/Fender, die so teuer wie ein Auto ist,
    klingt auch in falschen Händen nur wie der Motor des besagten Autos.
    [Gitarre] Schecter Diamond Omen 6 Extreme | [Meine Band] Strugglers (Post Grunge/Metal) | Me vs. Me (Eigener Heavy/ Nu / Alternativ Metal Song)

  7. #7
    HCA - Gitarren Avatar von SickSoul

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    Moin!

    Mein erster Eindruck vom reinhören war auch "Alter, das ist ja noch mehr auf die Fresse und nach vorne als die Alben davor Muss ich haben " und ich bin auch nicht enttäuscht. Ich finde übrigens die DVD im Special Edition-Paket auch sehr gelungen. Auf die Videos hätte ich persönlich verzichten können, aber die Story der Band wird schön erzählt, jedes Bandmitglied wird ausführlich vorgestelt und es gibt eine ganze Menge Statements anderer Bands über Devildriver, geile Live-Snipets etc.pp. Lohnt sich meiner Meinung

    Zitat von metaljünger Beitrag anzeigen
    Das Lineup auf dem Silberling ist das gewohnte, Devildriver ist Gott sei Dank eine der (wenigen) Bands in der heutigen Metalszene, die ihre Besetzung nicht andauernd ändern müssen, sondern nach dem Motto "Never change a winnig team" arbeiten.
    Tja, leider hat Bassist Jon Miller die Band (hoffentlich vorübergehend) verlassen, weil er ne Entzugskur macht: http://www.metal.tm/news/devildriver_3859.html

    MfG
    To Be Is To Do (Plato)
    To Do Is To Be (Socrates)
    Do Be Do Be Do (Sinatra)

  8. #8
    Registrierter Benutzer Avatar von MetalGuitarMan

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    Ich find die Platte echt brachial, was fürne SCheibe ein Track geiler als der nächste!
    Love it!
    DevilDriver FTW!!!
    Eine Gibson/Fender, die so teuer wie ein Auto ist,
    klingt auch in falschen Händen nur wie der Motor des besagten Autos.
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