Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
    Helpful & Friendly User Avatar von chaos.klaus

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    Atmosphärische Ausleuchtung eines Bandstands

    Hallo liebe Lichtleute,

    mir geistert seit ein paar Tagen der Gedanke durch den Kopf eine kleinen Veranstaltungsort zu schaffen. Es geht allerdings weder um Disco noch um Theater, sondern um Jazz. Von Ton habe ich genug Ahnung, allerdings sind meine Erfahrungen mit Lichttechnik auf reines Zuschauen begrenzt. Deshalb jetzt einige Fragen an euch.

    Helligkeit und gut lesbare Gesichtszüge sind mir eher nebensächlich. Ich brauche ein Grundlicht, dass in erster Linie eine angenehme Atmosphäre zum spielen schafft, die vielleicht auch etwas märchenhaft daher kommen darf. Ich war letzte Woche auf dem NorthSeaJazz Festival und mir ist aufgefallen das dort oft mit farbigem Gegenlicht gearbeitet wurde. (Ok ... die hatten eben auch mindestens zehn Moving-Lights an der Decke hängen ;] )

    Nachdem ich nun schon etwas recherchiert habe bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass mein Vorderlicht wohl aus zwei Linsenscheinwerfern bestehen würde. Da ich als Saxophonist regelmäßig an Bühnenkanten stehe und mir von der Traverse aus die Stirn heizen lasse, war ich erst auf LED-Technik scharf, allerdings schrecken mich die vielen Aussagen über unnatürliches/kaltes Licht. Ich will warmes Licht, aber mit wenig Hitzeentwicklung. Gibt es sowas? Und, würde ein stark gedimmter Scheinwerfer tatsächlich weniger Hitze entwickeln?

    Die Bühne wäre nicht sehr groß (max 2m x 4m) allerdings stehen dann unter Umständen bis zu acht Musiker darauf. Reichen dabei zwei Scheinwerfer aus um ein Vorderlicht zu schaffen, ohne dass die Personen gegenseitig Schatten aufeinander werfen?

    Wenn ich jetzt die ganze Szene zusätzlich einfärben möchte, kann ich dann bedenkenlos auf LED-Scheinwerfer zurückgreifen, oder wären auch traditionelle Scheinwerfer mit Farbfiltern die bessere Wahl? (auch für eventuelles Gegenlicht)

    Also zum Schluss nochmal: mein Anspruch wäre "klein aber fein". Es muss nicht hell sein, aber schönes weiches Licht, das eine plastische Darstellung der Musiker auf der Bühne erlaubt. Ich will das Setup möglichst klein/bezahlbar halten. Das gilt sowohl für die Ausmaße der einzelnen Geräte, sowie deren Anzahl.

    Vielen dank für eure Antworten. Für irgendwelche Out-Of-The-Box-Ideen die zu meinem Konzept passen bin ich natürlich auch dankbar.

    Gruß!
    Geändert von chaos.klaus (17.07.2011 um 20:17:03 Uhr)

  2. #2
    Mod Emeritus Avatar von highQ

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    Hey,

    für dein vorhaben sind konventionelle Linsenscheinwerfer die absolut beste Möglichkeit. Gedimmt fließt weniger Strom durch die Wendeln, diese werden somit weniger heiß. Es gibt Stufenlinsen, die die Wärme nicht auf die Bühne werfen, sondern sie nach oben ableiten. Ob die im Budget sind müsste man aber klären.

    Als Farbbeleuchtung würde ich höherwertige (also nicht die 35 Euro Kannen) Led-Scheinwerfer nutzen. Man müsste die Bühne sehen um eindeutige Aussagen machen zu können. Aber gerade bei Loungigen Jazzveranstaltungen setze ich gerne stehende Farbakzente an die Rückwand. Mit einem sauberen, scharfgeschnittenen Frontlicht sieht das gemütlich und beruhigend aus.
    "Als Ingenieur muss man versuchen es idiotensicher zu konstruieren, leider ist "der Idiot" im allgemeinen sehr erfinderisch"

  3. #3
    HCA Lichttechnik
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    Servus,

    ich muss zugeben, dass ich erst einmal Licht zu Jazz gemacht habe.
    Was ich mir dazu aber gut vorstellen kann:

    Frontlicht: Stufenlinsen, je nach Bühnengröße 4-6 Stück mit entsprechender Leistung. LED nur, wenn du bereit bist richtig viel Geld in die Hand zu nehmen...
    Reichen dabei zwei Scheinwerfer aus um ein Vorderlicht zu schaffen, ohne dass die Personen gegenseitig Schatten aufeinander werfen?
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass 4 Frontscheinwerfer in der Regel Sinn machen. Nur auf sehr kleinen Bühnen kommt man ggf. auch gut mit 2 Stufen aus. Aber da du meinem Eindruck nach Wert auf eine qualitative und gleichmäsige Ausleuchtung legst würde ich auf jeden Fall 4 Stufen empfehlen*.

    Mit LED farblich beleuchtete Rück- und Seitenwände sehen mit Sicherheit auch gut aus (Uplighting). Da empfehlen sich zum Beispiel LED Bars oder auch Pars. Je nachdem, ob man die Wand flächig ausleuchten will oder eher farbige Lichtkegel, wie man sie von Floorspots kennt.

    Mit ein paar ungefilterten Scheinwerfern von hinten lässt sich die plastische Darstellung gegenüber dem reinen Frontlicht verbessern. *

    Als farbiges Gegenlicht würde ich zum einen LED Pars verwenden (auf jeden Fall mit Tri LEDs, also Farbmischung hinter der Linse) und zum Akzente setzen zum Beispiel ein paar MovingHeads* in der Traverse und auf der Bühne (je mit rotierbaren Gobos). Wichtig finde ich, dass nicht nur in der Backtruss was hängt, sondern dass man noch eine zweite Ebene erstellt. Wobei ich befürchte, dass man damit schon wieder jede Budgetgrenze sprengt

    lg Martin

    EDIT: ich habe gerade gelesen, dass wir von einer 2x4 meter Bühne sprechen. Da kannst du die Punkte mit * eigentlich vergessen

    Btw.: Nebel--> wenig und gut verteilt, sonst ist der Ärger mit den Bläsern vorprogrammiert --> 1-2 gute Hazer.

  4. #4
    Helpful & Friendly User Avatar von chaos.klaus

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    Hi,

    danke für die schnellen kompetenten Antworten.

    Also mein bisher veranschlagtes Budget für die Scheinwerfer bewegt sich im Bereich 400-500€ ... einfach überschlagsmäßig, da ich mir dachte dass ich wohl 4 bis 5 Stück brauchen werde. Reicht das aus um schon ein wenig kreativ zu werden, oder fällt das unter die Kategorie "mal schau'n dass es trotzdem irgendwie hell wird"?

    Kann ich mit rein farbigem Gegenlicht den selben Tiefen-Effekt erzielen, wie mit weißem?

    Man, wenn man so die diversen Artikel zum Thema liest, dann bekommat man schon echt Lust auf's experimentieren. :]

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