Thema: Einkommen der "großen" Bands
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Einkommen der "großen" Bands
Hallöchen zusammen!
Neulich grade wieder eine Diskussion zum Thema Plattenfirmen, Plattenverträge, etc. gehabt und dabei kam mal wieder die Frage auf, womit die "großen" Bands nun eigentlich wirklich ihre Brötchen verdienen. Der eine meint allein durch Konzerte/Touren, andere sagen widerum durch das Merchandise etc.
Jetzt würde mich mal interessieren, ob hier der eine oder andere vielleicht etwas Einsicht in die ganze Angelegenheit hat und vielleicht sogar mal ein paar Zahlen/Fakten nennen kann.
Es soll vor allem um "richtige" Bands gehen, also sowas wie Iron Maiden, Green Day, Nightwish und so weiter, nicht aber um diese kurzlebigen Popsternchen, die ja eh immer nur von den Plattenfirmen ausgenommen werden (
) aber auch nicht um Newcomer- oder Regionalbands.
Also konkret: Was verdient eine international bekannte Band im Schnitt an einer verkauften CD, einem Konzertticket oder an einem (lizensierten) Band-T-Shirt?
Und (jetzt mal abgesehen von Werbeverträgen etc.) welcher dieser Posten trägt am meisten zum Gewinn der Band bei, sprich durch was finanzieren sich die Jungs ihr Privatleben?
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Diese Fragen lassen sich nicht wirklich pauschal beantworten. Zumal diese Informationen auch nicht gerade leicht zu bekommen sind. Die Bands Künstler und Agenturen schauen schon, dass das nicht zu bekannt wird.
Um dir ungefähr eine Hausnummer zu geben:
An einer CD verdient eine Band (abhängig von der Vertragsart) ca 5-15%. Das rechnet sich erst ab wirklich großen Verkaufszahlen.
An einem Auftritt verdient die Band die Gage - Managementanteil - Produktionskosten.
In der Merchandising-Ecke kenn ich mich nicht wirklich aus.***Cover Rock * Party Musik* Chart Hits***Big Band Jazz***
>>Lautstärke ist keine Frage der Größe sondern der Technik!<<
INFO: MusikerBoard Kernerl32.dll at Address #ff01AAA013200001: Random spelling errors created and successfully inserted!
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Aloha,
zumindest für Queen/F.Mercury gibt es Folgen der "Liquid Assets"-Serie bei Youtube:
queen
die ich persönlich recht aufschlußreich fand.
Queen schrieb allerdings alle Songs selbst, womit dann dabei auch Autorenhonorare enthalten sein dürften.
(und sie wurden am Anfang ihrer Karriere von ihrem ersten Manager böse über den Tisch gezogen, (quote: our manager just ordered his 2nd RollsRoyce and we earn 60 GBP per week, something seems to be wrong...), der Ausstieg aus diesem Vertrag kostete sie Hunderttausende)
Beste Grüße, Q-bee
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Boerx hat recht, die Frage ist wirklich nicht pauschal zu beantworten.
Ich persönlich denke, dass die Konzerte/Touren am meisten Kohle einbringen, da es hierbei am wenigsten Mittelmänner gibt, die einen Stück des Kuchens für sich beanspruchen."An artist is somebody who decides to turn his inside out." -Spielberg
Offizieller Seelsenverwandter von Mike Porcaro Junior.
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Ich hab von meinem Bruder mal zu dem Thema von ner Quelle (wo genau hab ich leider vergessen) über ne Punk-/andere "alternative" Musik-Band gehört, die meint, denen wäre CD Verkauf nicht sooo wichtig, denn den Hauptteil würden die eh durch Karten reinkriegen. Aber ich denke auch, pauschalisieren sollte mans auf keinen Fall, außerdem gibts ja auch so einiges an Wechselwirkungen zwischen CD- und Kartenverkauf.
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Ich meine mal gelesen zu haben, dass an nem viel verkauften Album maximal 50cent pro CD für die Band rausspringt.
D.H. sie werden druchaus reich durch CD-Verkäufe wenn sie millionen Exemplare verkaufen.
An Konzerten und am Merchandise wird aber ohne Zweifel am meisten verdient, wobei auch hier die Plattenfirma meistens als Organisator fungiert und mächtig abgreift. Ganz zu schweigen von promotern etc...------------------------------------------------------------Mooncry - Dark Melodic Metal vom Bodensee !!!
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Also eigentlich hat die Plattenfirma mit den Lifesachen recht wenig am Hut. Wer sich da was von der Gage abzwackt sind in erster Linie Management und Bookingrgenturen. Zudem wir von der Gage bezahlt:
-> Tonmann FOH
-> evtl: Tonmann Monitoring
-> Merchmann
-> Manager / Booker bzw. die Agenturen
-> Backliner / Guitar- / Bass- / Drumtechs
-> Bus / Fahrer
-> evtl. Stagehands / Aufbauhelfer
-> Musiker / Band
Ich wage mal zu behaupten, daß 99% aller Verträge - egal wie groß die Band ist - immer die Klausel beinhalten, daß über den Inhalt des Vertrages stillschweigen zu bewahren ist... und professionelle VAs begehen wegen sowas keinen Vertragsbruch, das kann bei den sehr bekannten Bands durchaus teuer werden... Ich kenne zwar ein paar Zahlen, aber die werde ich hier auch nicht breittreten...
Das meiste dürfte für die Bands durch Gigs reinkommen. Danach dürften die Aufnahmen und deren Verwertung kommen (GEMA bzw. andere Inkassounternehmen für Sampler, Alben, Videos, Coverbands, Soundtracks etc... mit dem entsprechenden Multiplikator läppert sich das, was von den Verwertungsgesellschaften kommt...)
Grusz,
Malte
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bei ner tour gehen 10-20% an die musiker.
5% buchhalter, 50% tourkosten und der rest plattenlabel
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stand in scar tissue..sind nich genau kann mich nurnoch teilweise erinnern ^^
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Verdient wird mit Konzerten und Merch hauptsächlich, von den Plattenverkäufen kriegt man nur Krümel und so ziemlich alle Rechnungen für Produktion, Videos, Hotels, Bus etc. zahlt die Band und nicht die Plattenfirma.
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Ich frag mich woher ihr diese Märchen habt...
Also ich kenne jetzt zwei Bands die deals haben. Einen hab ich mir sogar mal durchgelesen. Da wird ausdrücklich erwähnt dass im Falle einer Tour sowohl Reisekosten als auch Unterjunft und Verpflegung vom Label bzahlt wird. Und die Produktion für Alben bezahlt bei großen Bands ausschliesslich das Label bzw. stellt das Label einen bestimmten Vertrag zur Verfügung. Nur was darüber hinaus geht muss die Band selbst zahlen. Und dieser "Produktionsvorschuss" betrug sogar bie besagtem Deal schon 10.000€. Für ne kleine Underground-Band in einem Vertrag üner ein Album. Eine Band muss mit nem guten Deal nichts mehr aus eigener Tasche bezahlen, glaub mir. Erst recht nicht die großen.
Und das sind kleine Underground-Labels im Metal-Bereich.
Und pauschalisieren kann man sowas überhaupt nicht. Jeder Deal sieht anders aus und demnach bezahlt das je nach Deal immer jemand anders. Genau so mit den Einnahmen. Das kommt auf die Veträge an und kann einfach nicht pauschalisiert werden. Man kann nur Haunummern nennen... Und selbst die sind sehr gewagt.------------------------------------------------------------Mooncry - Dark Melodic Metal vom Bodensee !!!
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Ja gut, dass die Bands ihre Tour nicht aus eigener Tasche zahlen, das dürfte klar sein. Aber im Vertrag wird dann wohl drin stehn, welchen Prozentsatz sie vom Eintritt bekommen und was für die Tourkosten draufgeht.
Kann mir kaum vorstellen, dass das Label sagt "Wir organisieren euch ne Tour und ihr bekommt alle Einnahmen"
Also wird's da sehr wohl ne Korrelation geben zwischen Tourkosten und Einnahmen der Bands.
Vielleicht haben wir ja Leute hier, die sich mit Großveranstaltungen auskennen und mal so grob übern Daumen schätzen könnten, was es z.B. kosten dürfte, ein Maiden-Konzert im Südweststadion in Ludwigshafen zu veranstalten.
Schätzungsweise waren da 25.000 Leute, von denen jeder ca. 50€ für die Karte berappt hat.
Macht 1,25 Mio.
Wenn man sich überlegt, was da so an Werbekosten, Locationmiete, Equipment, Personal, Anreise etc. drauf geht und dass davon sowohl Maiden, als auch Inflames, Papa Roach und Lauren Harris bezahlt werden wollen, die alle aufgetreten sind, dann kann da ja nicht mehr allzu viel übrig bleiben.
Wobei das natürlich schon ein riesen Event ist, wenn man es mal mit einem "kleinen" Auftritt mit vielleicht 2000-3000 Fans, die aber nur 20 oder 30€ bezahlen vergleicht.
Da schätze ich mal, dass die Bands weniger an den Tickets an sich verdienen, als vielmehr am Merchandising und eventuellen Werbepartnern, die die Show mitfinanzieren...
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Sorry KOllegen,
aber ich muss da mal mit etlichen Falschinformationen, Fehlinterpretationen und Märchen aufräumen.
Ein LABEL finanziert i.d.R. keine Tour (vor).
Es gehört aber zur Aufgabe eines Labels, unbekannte Signings per BUY-ON als Support bei bekannteren Acts quasi reinzukaufen. Aber: diese Supportkosten holt sich ein Label später bei der Tonträgerabrechnung vom Künstler wieder zurück. In voller Höhe.
Der Reihe nach: Videos werden heute kaum noch produziert, weil es keine interessanten Sendeplätze mehr gibt. Steht in Verträgen noch eine Videoklausel, dann meistens mit einer so genannten 50prozentigen-Verrechenbarkeit. Das ist aber auch individuell verhandelbar. Aber 50:50 war ein üblicher Deal.Zitat von _xxx_
Heute wird aber statt der Musikvideos eher in - wesentlich günstigere - EPKs investiert. die gibt für weniger als ein Zehntel der früheren Videokosten und sind vor allem für den Einsatz auf Community-Plattformen und die Fan-Base gedacht und dafür auch ideal.
Zum Eingangspost:
Einer "normalen" Durchschnittsband bleiben ca. 6 Prozentpunkte am HAP/Händlerabgabepreis. Dieser liegt bei einem Hochpreisprodukt bei ca. 12 € (Ladenpreis ca. 17,95 €). Will heißen: eine fünfköpfige Band muss 100.000 Alben (Gold) verkaufen, um rund 60.000 € zu verdienen.
GETEILT durch 5 Mucker (und ggf. weitere Mitverdiener) macht das pro Nase 12.000 € ZU VERSTEUERNDES Jahreseinkommen. Wie schon oben erwähnt: davon kann keiner seine Miete und sonstigen Lebenshaltungskosten für ein Jahr tragen.
Künstler müssen unterwegs sein, um solide von ihrer Mucke leben zu können. Das heißt: zwei mal 14 Tage-Tour im Frühjahr und Herbst und noch ein paar Open-Air-Shows im Sommer.
Die Livedeals laufen aber, wie schon erwähnt, ohne das Label ab. NOCH muss man sagen! Tim Renner/vorm. Universal, war als deren Chef einer der ersten, die bei den Konzerten mitverdienen wollten. Zum Verdruss der Livebranche. Die dreht den Spieß jetzt um, siehe Madonna, die von Live-Nation gesigned wurde und dort jetzt das volle Vermarktungspaket platziert hat.
Die Zukunft dürfte aber auch in Deutschland (bis hinunter in den Mittelklasse-Act-Bereich) den Full-Service-Units gehören, die Label, Musikverlag, Management, Merche, Promoagentur und Touragentur unter einem Dach abwickeln können.
Und bei den Tourneen ist es bis zum Mid-Level-Bereich immer so, dass Band/Management und Touragentur zunächst ins Risiko gehen.
Die größeren Acts machen so genannte Arrangement-Deals, zu Deutsch: sie beauftragen eine örtliche Konzertagentur nur mit der Durchführung und Abwicklung der Show in einem lokalen Stadion oder einer lokalen Halle (Maffay macht das z.B.).
Und die ganz großen Acts laufen wieder anders. Die werfen die Optionen in den Ring und die nationalen Agenturen bieten um die KÜnstler. Dass dann mal ein nationaler Verwerter angeblich nur eine Gewinnspanne von 3 % an allen Rolling Stones Konzerten in Deutschland haben soll, ist mehr als nur ein Gerücht. Das ist höchst riskant und wenn ein Künstler (u.a. auch die vorgenannten) dann mal einen Durchhänger hat, dann wäre es nicht das erste Mal, dass daran eine Veranstaltungsagentur pleite geht.
MERCHE:
Ein üblicher Deal ist vom Nettoerlös 50 : 50 für Künstler und KEV-Partner (i.d.R. Label). Bei den großen läuft das Merchandising aber inzwischen komplett über Dienstleister.
MANAGEMENT:
Hier ist die Spannweite für Abzocke mit am größten, aber 20 - 25 % Beteiligung können durchaus drin sein. Wenn ein KÜnstler gut verhandelt, auch weniger. Die fairen Leute partizipieren am Nettoerlös. Es gibt aber auch Schwarze Schafe, die sich eine Beteiligung an allen Bruttoerlösen holen. Da ist man dann als Mucker geplättet.
Darum: immer VORHER Verträge von einem auf Musikfragen spezialisierten Anwalt checken lassen.
Hoffe, das bringt Euch etwas Licht in die Gerüchteküche!
lg.BOARD-ABSCHIED (2009/03)!
Bernd Schweinar | Rock.Büro SÜD | Zitat Mike Neun/Semaphore: "Das Manko ist, dass zu viele Bürokraten Musik machen wollen. Manchmal denke ich, daß der Sohn eines Beamten, eine Beamtenband gründet, um Beamtenmusik zu spielen." Auf die Paragraphen!



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