Ergebnis 1 bis 4 von 4
  1. #1
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    Ausmisten versus aufheben

    Hallo!

    Bin grade in einer Ausmistaktion und stehe nun vor den musikalischen Sachen.

    Wie haltet ihr das? Wenn es z. B. um Auftritte geht - hebt ihr das etwas Spezielles auf, um euch daran zu erinnern? Oder ist euch das nicht so wichtig und ihr nehmt, was der Zufall euch bringt (z. B. ein Fan, der Fotos gemacht hat oder irgendwas schenkt oder die Tante, die mit aufm Auftritt war und knipst)? Hebt ihr Korrespondenz auf, die zum Auftritt geführt hat? Sammelt ihr jeden Zeitungsschnipsel? Hebt ihr alle Fotos von Fotosessions auf oder nur die schönsten?

    Durch den ganzen Krempel, der sich bei mir so ansammelt, habe ich schwer den Eindruck zu wenig aktiv zu sein, weil zu viel Energie darin gebunden ist, den Kram aus der Vergangenheit aufzubewahren. Das stört mich, aber mir fällt es schwer, mich von Dingen zu trennen. Auch wenn man eigentlich meist unangenehme Erinnerungen hat damit, wie z. B. von einem aufdringlichen Typen, wo man sich gar nicht gern dran erinnert, ich dann aber denke, das gehört ja auch zu meiner Vergangenheit.

    Vielleicht ihr mir ja ein paar Anregungen geben. Das wär' toll. Bin gespannt

    LG


    Mucki

  2. #2
    Helpful & Friendly User Avatar von Beyme

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    Ich habe eine Musik-Kiste. Wenn ich irgendwas in den Händen halte und mich ertappe, lange zu überlegen, ob ich es denn nun wegwerfen soll, feuer ich das einfach in die Box und mach den Deckel drauf. Da sind vor allem Backstage-Pässe von den größten Veranstaltungen drin, Setlists, CD-ROMs mit Proberaummitschnitten und ein paar Fotos. Wenn ich besonders sentimental bin, nehme ich mir die Musik-Kiste, mache sie auf und stöbere in meiner musikalischen Vergangenheit.
    Ich mache Unsinn mit der Kuhlage & Hardeland Morningshow Band.

  3. #3
    Registrierter Benutzer Avatar von FlixTF

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    Ich persönlich hab angefangen mit einer Schublade. Ich hab schon früher immer alle Poster / Plakate von meinen Gigs aufgehoben. Das war soweit auch nie ein Problem, stressig wird es dann mit diesen Backstagepässen am Band, beides hab ich bis jetzt meist aufgehoben. Was die Korrespondenz betrifft, so hab ich die meistens per E-mail durchgeführt, dadurch fiel gar nicht erst Papierkram an.
    Ich kann auf jeden Fall nachvollziehen was du meinst. Ich hatte auch manchmal den Eindruck, ich wäre in der Gegenwart Produktiver, wenn ich so täte, als hätte ich in der Vergangenheit nichts gemacht. Zwischendurch wollte ich auch mal sachen wegschmeißen, habs aber doch nicht übers Herz gebracht. Ich würde an deiner Stelle zumindest die für dich besonders wichtigen aufheben. Eines Tages, wenn du weit gekommen bist guckst du dir das an und denkst dir "ja man, das waren noch zeiten, wir haben vor 20 betrunkenen Leuten gespielt, uns sind Saiten und Felle gerissen, aber es fühlte sich trotzdem wie der geilste Abend meines Lebens an" ^^
    Vllt auch übertrieben und vllt auch wirklich eher Typus - bedingt, aber ich würde auf jeden Fall nicht ALLES wegwerfen.
    Das letzte, was Beyme geschrieben hat, trifft gewissermaßen auch auf mich zu. Ich denke das ist keine Seltenheit und du solltest dir wenigstens die Möglichkeit offenhalten, auch mal nur für dich in deiner Vergangenheit zu wühlen. Kann übrigens sehr hilfreich sein, wenn man das alle paar Jahre macht und jedes Mal feststellt, wieviel man in der Zwischenzeit neues gelernt hat.
    EXTREM lange Rede, Kurzer Sinn - Es ist letztenendes deine Entscheidung ;-)

  4. #4
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    Zitat von Beyme Beitrag anzeigen
    Ich habe eine Musik-Kiste. Wenn ich irgendwas in den Händen halte und mich ertappe, lange zu überlegen, ob ich es denn nun wegwerfen soll, feuer ich das einfach in die Box und mach den Deckel drauf. Da sind vor allem Backstage-Pässe von den größten Veranstaltungen drin, Setlists, CD-ROMs mit Proberaummitschnitten und ein paar Fotos. Wenn ich besonders sentimental bin, nehme ich mir die Musik-Kiste, mache sie auf und stöbere in meiner musikalischen Vergangenheit.
    Genau so mach ich das auch.

    Da die vorhandenen Bilder zumeist eh in digitaler Form vorliegen (in sechs Jahren Bandtätigkeit habe ich nur ein einziges Mal, vom allerersten Auftritt nämlich, Papierbilder bekommen), stellt sich für mich die Frage nach dem Ausmisten nicht - Speicher hab ich genug.
    Von jedem Auftritt hebe ich die Setliste auf. Manchmal auch Flyer oder, das bisher nur in einem einzigen Fall, ein Werbeplakat.
    Aus dem Email-Verkehr drucke ich die schönsten/lustigsten/wichtigsten Dinge aus und lege sie ebenfalls in die Box. Alles andere bleibt digital.
    Der Bass ist der Ralph Whiggum unter den Instrumenten.

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