Bin ich so schlecht/untalentiert?

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Hi Leute,
ich habe vor...uhm...Jahren mal mit ner Fender Squier und nem Buch angefangen Gitarre zu lernen. Nach ner Zeit blieben aber Lust und Zeit auf der Strecke, bin dann versackt.

Nunja, vor ca ne Monat hab ich mir dann Peter Burschs Einsteigerbuch geholt. Bin nun eh aus der Metalphase entwachsen und möchte eher Folk und Blues und vllt ein wenig Rock spielen, wenn ichs ma könnte.
Finde ich eigentlich super und motiviert bin ich auch, recht viel. Und wenn dann in 3 Monaten mein Fernseher weg kommt :D

Nun zu meinem Problem: Ich habe den Eindruck ich bin total Talentfrei :D
Wie komme ich zu der Annahme? Naja zum einen das Tempo. Ich bin bei 30 Minuten am Tag im Schnitt (ok die ersten zwei Wochen nur 15 im Schnitt) grade mal auf Seite 37 angekommen. Im Buch werden ja ab und an Beispiele angegeben wie "4xD,4xA,4xD,4xG und wieder vom Anfang", die ich schon mal 3 Tage spiele, nichts anders, weil ich sauberer Umgreifen will oder sowas. Oder das bei mir das "A" (dur glaub ich) immernoch etwas klirrt. Dazu kommt, dass mir nach ner meist recht kurzen Zeit einfach tierisch die Finger weh tun. Bins halt nicht gewohnt, habe eine Yamaha FG 160 mit DADDARIO EJ16 drauf.
Nunja, jedenfalls, nach etwas Recherche, habe ich nun von Leuten gelesen, die nie gespielt haben und meinten, sie sind nicht sonderlich talentiert aber haben in 2 Wochen die ersten ~100 Seiten gekillt. Da komme ich mir etwas unzulänglich vor.

Klaro, man soll sich seine eigene Zeit nehmen, und das werde ich auch und von anderen Leuten werde ich es nicht abhängig machen, wie ich spielen lerne, aber wenn jemant trotzdem Tipps zum effizienterem Lernen hat, her damit.
 
Eigenschaft
 
Hey du,
kann sein dass es Leute gibt die in 2 Wochen die 100 Seiten durchgepaukt haben, aber weißt du auch ob die das alles ordentlich und sauber gespielt haben oder eher halbherzig durchgeprescht sind ohne sich mit dem Inhalt ernsthaft zu befassen? Lass dich von sowas nicht verrückt machen. Such dir wenn möglich Leute mit denen du zusammen spielst, das macht 1000x mehr Spass als alleine über einem trockenen Buch zu brüten. Solange der Spass vorhanden ist, kommen die Lernerfolge von selbst!

Grüße,

Grundkurs
 
Keine Sorge, das wird schon! Ich hab 4 Jahre gebraucht, bis ich alle Basics richtig gekonnt habe!

Du solltest aber darauf achten, dass du auf der richtigen Gitarre lernst. Wenn du auf einer mit Nylonsaiten bespannten Konzertgitarre anfängst, dann tun dir die Finger nicht so arg weh! Zu Metallsaiten solltest du erst später wechseln!

Im Grunde solltest du dich nicht selbst unter Druck setzen, sondern einfach Spaß am Spielen haben und dann wirds sicher auch was g'scheits!:great: Viel Glück!
 
Hi!:)

Also erstmal vorweg:

Mit Deiner Sorge, dass Du talentfrei wärest stehst Du nicht alleine, die haben viele hier.
Und es gibt noch eine gute Nachricht und die ist so wichtig, dass ich sie fett schreibe:

Talent ist überhaupt nicht nötig!

Ja, richtig gelesen! Alles was Du zum Gitarre spielen brauchst ist ein Gitarre, Gehör, Extremitäten um die Saiten anzuschlagen (noch nicht mal Hände sind unbedingt notwendig >>klick mich<<), den festen Willen + Durchhaltevermögen Gitarre zu lernen und vor allem: Spaß am Gitarre spielen.

Als nächstes möchte ich Dir noch eine Lebenswahrheit mitgeben:

Es wird immer Leute geben, die irgend etwas besser können als man selbst!

Diese Erkenntnis ist nicht neu und erstmal entmutig sie einen. Aber: Die Kunst ist es, diese Wahrheit zu akzeptieren und trotzdem daran zu arbeiten sich in den Bereichen, die einem selbst wichtig sind, zu verbessern.

Die Herausforderung und das Geheimnis ist nicht, mit den Überfliegern auf Gedeih und Verderb mitzuhalten, sondern sich selbst zu überflügeln.

Also mach nicht den Fehler und lass Dir die Spiel- und Lernfreude durch solche "Schw**längenvergleiche" wie "boah, ich hab nur 36 Seiten in einem Monat gelernt, der da aber 100 in der Hälfte der Zeit" vermiesen.

Du lernst jetzt seit einem Monat, mach jeden Tag Deine Übungen und vor allem habe Spaß am spielen....dann wird das schon mir der Zeit.:great:
 
Wenn du noch den Ort angibst oder mal z.B. an einer solchen Stelle:
https://www.musiker-board.de/vb/groups/199-pers%F6nliche+einsteigerhilfe.html
nach Leuten suchst, die irgendwie in deiner Nähe sind, können die sich das ja mal ansehen und ein paar Tipps geben (Saiten? Gitarreneinstellung? Haltung? Whatever...). Ansonsten: Üben und dranbleiben. Bei mir hat's auch länger gedauert. ;)
Noch ein Tipp: Sobald es mit dem Spaß aufhört: Gitarre weglegen. Tu dir keinen Zwang an, denn Spaß an der Sache ist das wichtigste. ;)
 
Die Leute, die sagen, sie hätten in 2 Tagen 25 Titel gelernt, spielen diese dann meist so grausig und unvollständig, dass man sich mit Grauen abwendet. Selbiges gilt wahrscheinlich für die Spezialisten, die Du zitierst.

Das Erlernen eines Instrumentes erfordert sehr viel Geduld. 30 Minuten am Tag ist wenig, aber besser als nix. Da müsste man schon weiter kommen, aber halt auch langsam. Wenn das dafür sorgfältig ist, wird sich das nach ein bis zwei Jahren lohnen, denn dann wirst Du bessere Fortschritte erzielen.

Und wenn man alleine nicht mehr weiterkommt, bietet sich natürlich Unterricht an, am besten bei einem erfahrenen Gitarristen. Aber nicht bei den 100 Seiten in zwei Tagen Jungs!
 
Du solltest aber darauf achten, dass du auf der richtigen Gitarre lernst. Wenn du auf einer mit Nylonsaiten bespannten Konzertgitarre anfängst, dann tun dir die Finger nicht so arg weh! Zu Metallsaiten solltest du erst später wechseln!

Hallo,

da hätten wir sie wieder, die Ansicht mit der Konzertgitarre (konservativer Ansatz)
die tausende von armen Schülern, die E-Gitarre lernen wollten, jahrelang dazu
verdonnerte, die gute "Yamaha Schülerkonzertgitarre" für 300 DM in die Musikschule
zum Unterricht zu tragen.
Heute ist das meistens nicht mehr so (moderner Ansatz) und ich sehe es ähnlich.
Wenn man Akustikgitarre spielen möchte und weiß, was man will, kann man ruhig auch
mit einer Akustikgitarre anfangen.
Das mit den Fingern vergeht - da mussten alle mal durch.

Stay tuned, Mati
 
Hallo Grimnok,

ich vermute nicht,daß Du ein Problem mit mangelndem Talent hast.

Ich denke, daß Du Deine Ansprüche an Dich selbst viel zu hoch schraubst.
Üben bedeutet nicht, daß man möglichst viele Seiten des Übungsbuches in möglichst kurzer Zeit runterreißt, sondern daß man so lange an einer Übung dran bleibt, bis daß man sie sauber beherrscht. Ob das nun einen Tag, eine Woche oder einen Monat dauert, ist dabei doch egal, solange es Spaß macht!

Deine 37 Seiten in einem Monat sind m.E. viel zu schnell. D.h., Du machst im Schnitt eine Seite aus dem Lehrbuch pro Tag. Das ist in etwa ein Pensum (falls man das vergleichen kann), welches ich in meinem Gitarrenunterricht am Anfang für eine bis zwei Wochen hatte! Das dann Töne und Griffe immer noch nicht sauber klingen, wundert mich daher überhaupt nicht, weil Du überhaupt keine Zeit hast, diese sauber einzuüben.

Daß man innerhalb von zwei Wochen 100 Seiten eines Übungsbuches runterreißt und danach alles sauber beherrscht, kann mir keiner erzählen. Laß' Dich nicht von solchen Sprüchen verrückt machen, sondern versuche Deinen Weg und Dein Tempo zu finden.

ciao,
stardust
 
Da schließe ich mich (mal wieder ? :D) Mati an. Das mit den Fingern wird mit der Zeit besser. Aber die Rückgewöhnung von einem 50mm oder sogar 52mm Griffbrett auf ein deutlich schmaleres der Westerngitarre ist für viele einfach nur nervig.

Wenn die Finger zu sehr schmerzen, klemm Dir nen Kapo auf den 1. Bund. Dann brauchst Du deutlich weniger Kraft beim Greifen.

Ein kleiner Tipp, weil ich das Problem kenne. Wenn Du nach dem x-ten Mal an Passagen hängen bleibst, die eigentlich schon recht gut geklappt haben, achte mal auf folgende Punkte:

wie sehr bist Du mit Deinen Gedanken beim Gitarrespielen? Wenn man immer wieder das Gleiche übt kann es sein, dass man gedanklich schon beim Einkaufen ist oder sich auf Frau/Freundin/Bundesliga freut. Und dann verhaspelt man sich. Also: Gitarre weglegen.

Wenn Du völlig raus bist und das Gefühl hast, Du bekommst gar nichts mehr auf die Reihe: Gitarre weglegen. Und erst wieder anfassen, wenn Du Lust darauf hast. Sonst drehst Du Dich im Kreis.

Ich halte nichts von Ehrgeiz beim Gitarrelernen.

Wie sagte schon Oscar Wilde: Ehrgeiz ist die letze Zuflucht des Versagers.
 
es soll dir auch nach tausend seiten noch spaß machen

der spaß und die Freude bringen dich voran ich spiele 2 Stunden am Tag und mir machts Spaß

so ist es aufjedenfall bei mir ich weis nicht wie du das siehst:
 
Danke erstma für den Zuspruch.
Also ein paar Sachen:
Ich bin auf Seite 37, da is das Vorwort und so aber mitgezählt und ein Kapitel Musiktheorie, was ich nicht so ganz verstanden habe ^^.
Spass is mir auch das wichtige, und ich freue mich auch über kleine Erfolge, wenn ich zb merke das ich recht flott udn sauber Akkorde umgreifen kann, bei denen ich am Anfang dachte das wirrd nie was.
Unter meinen FReunden habe ich auch ein paar Gitarristen. Leider wohnt einer weiter weg aufm Dorf und der andere is viel unterwegs und zu oft auf Droge, allerdings will der mir wenn ich die Basics kann und etwas besser spielen möchte seinen blinden Freund und Gitarrenlehrer vermitteln.
Bis dahin klampfe ich weiter (Konzentration aufs Spiel is n guter Einwurf), härte meine Finger ab und träum davon mir endlich ne Resogitarre zu leisten :D
 
Noch ein Tipp von mir: Hol dir vielleicht aus Büchereien oder so andere Bücher, denn mir ging es jednfalls so: je mehr und je unterschiedlicher ich gelesen habe, desto besser ging es. Also nutze alle deine möglichen Quellen (das ist bei Autodidakten wichtig.
Ich selber zähle mich auch nicht zu denen, die Talent haben (ich konnte zum Beispiel vorher nicht den Rhythmus halten, aber das hat sich dann geändert:))
Wenn du Folk und Blues spielen möchtest, dann ist es vielleicht besser, mit Fingerstyle anzufangen. Da kann ih dir jetzt für den Anfang das Buch "Von Anfang an" von Uli Bögershausen (schreibt den so?:gruebel:) empfehlen, da das ein sehr beliebtes Mittel ist in Folk und Blues. Außerdem kann man das meiner Meinung nach leichter lernen, ist aber nur eine persönliche Meinung, muss bei dir nicht gleich sein.
Ich glaube nicht, dass, und da schließe ich mich den Vorrednern an, es auf die Geschwindigkeit ankommt, denn ich vermute mal nicht, dass du Profi-Musiker werden willst. Somit kannst du eigentlich ganz gelassen ans Werk gehen und wie gesagt vergleich viel, schua im Internet Lehrvideos auf Youtube an oder im TV Musikvideos. Manchmal zeigen sie da ja auch den Gitarristen, so dass man sie beobachten kann.
Viel Erfolg und Kopf hoch
 
Hab mir neben dem Buch noch ne Videocd zugelegt wie man Slideguitar lernt.
Pinking mach ich schon manchma, kommt beim Bursch im Buch auch rechtausfühlich drinen vor, da freu ich mich schon drauf :D Ein wenig Langzeitmotivation.
Da ich atm an meinem zweiten Uniabschluss in Physik sitze, habe ich schon etwas Erfahrung daran, aus Büchern selbst zu lernen ;)
 
Hab mir neben dem Buch noch ne Videocd zugelegt wie man Slideguitar lernt.
Pinking mach ich schon manchma, kommt beim Bursch im Buch auch rechtausfühlich drinen vor, da freu ich mich schon drauf :D Ein wenig Langzeitmotivation.
Da ich atm an meinem zweiten Uniabschluss in Physik sitze, habe ich schon etwas Erfahrung daran, aus Büchern selbst zu lernen ;)

Falls mal ein Bissl Rockmusik lernen willst hol dir das "Andreas Scheinhütte-Schule der Rockgitarre 1-2" mit denen lerne ich noch bei meinem Lehrer.

Also ich kann den vorpostern nur zustimmen schau nicht auf andere schau auf dich selbst(im bezug auf Gitarre spielen XD)
 
ich bekomme von meinem lehrer jedesmal 2-3 seiten mit, die ich dann 2 wochen lang uebe. so im schnitt komme ich auf eine seite pro woche. und nach 4 monaten kann ich immer noch keinen einzigen akkord greifen. dagegen bist du ja rasend schnell. aber gut, ich bin ja ziemlich talentbefreit :p

lg
redy
 
als ich noch gitarrenunterricht hatte, habe ich auch immer übungen mitbekommen, am anfang auch immer brav gemacht (am ende nicht mehr). aber ich habe sie nicht gemacht, weil ich mir dachte: "geil, das will ich können, das macht mir spaß" sondern: "das muss ich jetzt machen, um besser zu werden"... später hab ich dann gemerkt, dass das was ich alleine gemacht habe, ohne die absicht zu lernen, sondern nur zum spaß, mich am meisten vorangebracht hat.
 

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